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  #31  
Alt 06-07-2002, 19:31
Benutzerbild von Goshinsatori
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Karate, Kempo, Yong Chun Chuan
 
Registrierungsdatum: 21.11.2001
Ort: Freiburg
Beiträge: 756
Thumbs up ?

Hi,

und, macht ihr das wirklich so, daß ihr zwischen Mitgliedern und Schülern unterscheidet ?
Ich kann wenigstens von uns sagen, daß wir das machen.
Es ist aber sehr schwierig, ich denke, ihr habt diese Erfahrung da genauso gemacht, wie ich auch.....
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  #32  
Alt 07-07-2002, 18:08
Benutzerbild von Eisenfaust
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Kampfkunst: Karate
 
Registrierungsdatum: 21.11.2001
Ort: NRW, Kreis Steinfurt
Alter: 24
Beiträge: 13
Standard

@ Protagonist

Die Sache mit dem Film ist mir wohl klar, aber ich habe auch nicht gesagt, dass ich mein Karate aus diesem Film schöpfe. (Ganz bestimmt nicht!) Es geht nur darum, dass einige Ideen der Kraft- und Balanceübung durchaus Sinn machen. Schließlich ist das Gleichgewicht einen wesentlicher Kernaspekt des Karate.

Zitat Protagonist: "Naja! Ich finde das ist einfach ausbremsen!"

Da hat wohl jemand die Geduld verloren

Wenn du schon im Karate-abteil einen Beitrag schreibst, dann könntest du wenigstens weitere Gründe nennen was dich daran gestört hat, damit man sich damit konkreter befassen kann.

"Der Weg ist das Ziel"

MfG Eisenfaust
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  #33  
Alt 07-07-2002, 20:09
Moderator
Kampfkunst: Karate, Iaido
 
Registrierungsdatum: 01.05.2002
Ort: Wien
Beiträge: 1.995
Standard

Hi,

als kleines Detail am Rande sollte man anmerken, dass "Mr.Miyagi" Pat Morita von Karate ebenso viel Ahnung hat, wie der Sushikoch bei mir um die Ecke. Selbiges gilt auch für "Kung Fu" David Carradine und einige andere. Bei Martial Arts Filmen geht es primär um Choreographie und Optik und nicht um Sinnhaftigkeit oder Effizienz. Ich würde daher sehr vorsichtig mit dem Übernehmen von Techniken oder Übungen aus Filmen sein.
__________________
Gruß
Weudl
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  #34  
Alt 07-07-2002, 20:29
Benutzerbild von Eisenfaust
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Karate
 
Registrierungsdatum: 21.11.2001
Ort: NRW, Kreis Steinfurt
Alter: 24
Beiträge: 13
Standard

@ weudl

Da stimme ich dir natürlich zu. Es geht ja auch nicht um Techniken sondern nur um Ideen, die man auf eigene Weise und Interpretation verwirklichen kann. Die meisten Sachen kann man tatsächlich in der Wirklichkeit eher in den Ofen schießen.

"Der Weg ist das Ziel"

MfG Eisenfaust
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  #35  
Alt 10-07-2002, 09:30
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Shotokan Karate-Do
 
Registrierungsdatum: 24.09.2001
Ort: Gelsenkirchen
Alter: 53
Beiträge: 176
Standard

Hallo alle,
immer wieder kommt man bei solchen Diskussionen
an den Punkt, was ist im Karate sinnvoll und was nicht.
Ich bin der Meinung alles hat seine Berechtigung im Karate. Da sollte man z.B. das Kihon nicht unbedingt als wertlos abtun.
Karate ist ein Tisch mit 3 Beinen, 1. Kihon,
2. Kata, 3. Kumite. Ist eines der 3 Beine zu kurz, steht der Tisch schief
Damit will ich nur sagen, daß wenn man ein "guter"
Karateka werden will, alle 3 Komponenten gleich behandeln muß.
Ich denke richtig betrieben haben alle 3 Trainingsformen ihre Reize. Was nicht heißen soll, daß man durchaus auch Schwerpunkte legen soll.
Gruß
Hans-Jürgen
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  #36  
Alt 10-07-2002, 17:05
Moderator
Kampfkunst: Karate, Iaido
 
Registrierungsdatum: 01.05.2002
Ort: Wien
Beiträge: 1.995
Standard

Hi Hans-Jürgen,

Eigentlich sollte es eine strikte Trennung in Kihon-Kata-Kumite gar nicht geben. Kihon ist Kata und Kata ist Kumite. Für mich ist das alles ein und dasselbe. Ich betrachte Kihon eigentlich nur als aus der Kata herausgelöste Einzeltechniken oder Kombinationen, welche aber mit der selben inneren Einstellung ausgeführt werden müssen wie eine Kata. Und diese innere Einstellung steht und fällt mit dem gelebten Bunkai. Somit wiederum schließt sich der kreis zum Kumite (ich meine hier natürlich nicht sportlichen Wettkampf).
__________________
Gruß
Weudl
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  #37  
Alt 11-07-2002, 13:18
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Shotokan Karate-Do
 
Registrierungsdatum: 24.09.2001
Ort: Gelsenkirchen
Alter: 53
Beiträge: 176
Standard

Hi Weudel,
Du triffst den Nagel auf den Kopf
Gruß
Hans-Jürgen
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  #38  
Alt 11-07-2002, 16:55
Benutzerbild von Eisenfaust
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Karate
 
Registrierungsdatum: 21.11.2001
Ort: NRW, Kreis Steinfurt
Alter: 24
Beiträge: 13
Post Tisch mit drei Beinen

Im Prinzip möchte ich euch beiden zustimmen, aber bei unserem Dojo kommt ein einzelner Teil eher zu kurz. Wir machen eher selten Kumite und der Selbstverteidigungs-teil kommt nur sehr selten vor. Da geht es dann um Messerabwehr, die in der Realität kaum nutzbar ist...
Ich möchte zwar niemanden mit Karate verprügeln müssen, und dementsprechend Kampf lernen, aber ich würde gern dieses sog. Tischbein mal etwas tiefgehender ergründen.
Aber der Punkt, sich aus möglichst jedem Kampf herauszuhalten finde ich ansonsten gut.
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  #39  
Alt 11-07-2002, 17:56
Moderator
Kampfkunst: Karate, Iaido
 
Registrierungsdatum: 01.05.2002
Ort: Wien
Beiträge: 1.995
Standard

Hi Eisenfaust,

wie in Deinem Dojo die Schwerpunkte gesetzt werden, ist natürlich einzig und allein von Deinem Lehrer abhängig.

In den ersten Jahren des Trainings kann man den Zusammenhang von Kihon/Kata und Kumite nur schwer nachvollziehen. Erst wenn man in der Lage ist, bei Kihon/Kata den Gegner tatsächlich zu "spüren", werden diese 3 Komponenten zu einer Einheit. Davor ist dies nicht möglich und Kata wird daher von vielen, die nicht so weit vorgedrungen sind, zu Gymnastik oder Tanz degradiert.

Deine Aussage, dass in vielen Dojos SV Training absolut realitätsfremd ist, ist leider richtig. Ich vermag zwar mangels eigener Erfahrung auch nicht zu sagen, was auf der Straße brauchbar ist, aber ich maße mir an, unbrauchbare Techniken als solche zu erkennen.
__________________
Gruß
Weudl
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  #40  
Alt 11-07-2002, 20:44
Benutzerbild von DieKlette
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Kampfkunst: MMA & Modern Combat R.I.E.B.
 
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Beiträge: 4.396
Unhappy Wo sind wir gelandet ?

Liebe Karateka,
bei dem ganzen langen weg des Shotokan frage ich mich wo das enden soll. Wir sind an einem Punkt gelangt an dem fast jeder Boxer einen Karateka nur noch als Opfer ansieht. Wo bleibt die eigentliche Fähigkeit des Karate ? Der Kampf ?

Bei allen mythologischen, theologischen und ideologischen Aspekten darf man den Kern der Sache doch nicht einfach vergessen.

Mit Respekt

Oss

Julian
__________________
- pain is temporary, pride is forever -
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  #41  
Alt 12-07-2002, 06:58
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Shotokan Karate-Do
 
Registrierungsdatum: 24.09.2001
Ort: Gelsenkirchen
Alter: 53
Beiträge: 176
Standard

Hi Julian,
was stört es mich, was ein Boxer über mich denkt?
Egal wie man trainiert, die wenigsten können doch sagen das sie schon mal in eine absolute Notsituation gekommen sind. Alles andere ist doch nur Spekulation. Ein Straßenschläger hat keine Skrupel oder eine Hemmschwelle, und ich denke es ist gut so, daß ich diese noch habe.
Gruß
Hans-Jürgen
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  #42  
Alt 12-07-2002, 14:22
Moderator
Kampfkunst: Karate, Iaido
 
Registrierungsdatum: 01.05.2002
Ort: Wien
Beiträge: 1.995
Standard

Hi,

es ist in erster Linie die Person selber, die über Sieg oder Niederlage entscheidet und nicht die Kampfkunst, die man ausübt. Wenn es einen Boxer gibt, der Dich als Opfer betrachtet, dann würde er dies auch dann tun, wenn Du WT, Krav Maga oder selbst Boxen machen würdest. Man kann mit Karate sehr wohl effektiv kämpfen. Es allerdings natürlich schon die Frage, ob man es so vermittelt bekommt. Viel zu oft erfolgen Korrekturen im Training lediglich nach optischen Gesichtspunkten und nicht an Hand ihrer Effektivität...
__________________
Gruß
Weudl
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  #43  
Alt 15-07-2002, 20:27
Benutzerbild von DieKlette
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Kampfkunst: MMA & Modern Combat R.I.E.B.
 
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Alter: 24
Beiträge: 4.396
Standard Karate ist viel viel mehr...

Grüsse Karateka,
das war jetzt natürlich sehr pauschal ausgedrückt, aber das Thema hatten wir zu genüge. Es gibt Dinge die kann man auch totreden.

Die Kompetenz jedes Karateka sollte bei ihm selber liegen.

Aber nun zum eigentlichen.

Ich selbst habe erst jetzt angefangen Karate zu begreifen. Ich habe vielleicht gerade mal das Tor aufgestoßen. Trotzdem sehe ich vieles nun mit anderen Augen.

Ich habe mich immer darauf fokussiert kämpfen zu lernen. Dies tat ich wie viele aus dem Gründe das Selbstbewußtsein stärken zu wollen.

Dies entpuppt sich aber mittlerweile als Schwäche. Es geht nicht darum kämpfen zu lernen und stärker zu sein als andere.

Vielmehr geht es darum gerade diesen egoistischen Drang zu besiegen und dadurch ein vielhöheres Bewusstsein zu erreichen als es sonst möglich wäre.

Karate ist nicht Kampf. Es ist alles, eine Sichtweise zum Lebens.

"Wenn mir einer Gewalt androht gehe ich nach Hause und gieße die Blumen."

Mit Respekt

Oss

Julian
__________________
- pain is temporary, pride is forever -
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  #44  
Alt 15-07-2002, 21:15
Benutzerbild von Dojokun
Global Moderator
Kampfkunst: Shotokan-Karate-Do
 
Registrierungsdatum: 12.03.2002
Ort: NRW
Alter: 29
Beiträge: 3.298
Talking Was macht in euren Augen Karate aus?

Hallo Julian!

Eben diese Sichtweise habe ich versucht, Dir im Forum des DJKB näher zu bringen...


Schön, dass Du nun aus eigenem Bemühen heraus diese Einsicht erlangt hast!!


Gehe nun weiter, denn erst jetzt beginnt der Weg...


... aber auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt...


Oss


Dojokun
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  #45  
Alt 16-07-2002, 18:02
Benutzerbild von DieKlette
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: MMA & Modern Combat R.I.E.B.
 
Registrierungsdatum: 16.10.2001
Ort: Münster
Alter: 24
Beiträge: 4.396
Talking Alter Besserwisser...

@Dojokun,
nun fühlst Du Dich bestätigt wie ?

Bei der geistigen Einstellung gebe ich Dir auch recht, aber das Sportkarate, dass wir in Deutschland betreiben, hängt mir nachwievorher zum Halse raus.

Da fehlt der Tiefgang.

Denn meiner Ansicht nach, sollte man trotzdem erst einmal eine gewisse Wehrhaftigkeit haben um den Weg des "friedvollen Kriegers" gehen zu könnnen.

Vorher ist man gar nicht so gefestigt um sich damit auseinanderzusetzen.

Erst ab einem bestimmten Level hat man die innere Ruhe und den Sachverstand sich wirklich tiefgehend mit dem Karate DO beschäftigen zu können.

Den wenn ich behaupte, dass ich den Do verstehen würde, ja dann würde ich lügen.

Mit Respekt

Oss

Julian
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