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#1
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| Hallo liebe Mitstreiter, ich bin in letzter Zeit öfters auf das MSK (Modernes Sport-Karate) gestossen. Ich weiß nicht, ob es das ist, was ich suche, aber das Konzept hört sich, meiner Meinung nach, trotzdem recht gut an. Leider konnte ich nichts über die in diesem Stil gelehrten Kata ausgraben. Kann mir da jemand weiterhelfen. (Ich weiss nur, dass es mindestens 5 gibt, die lateinisch durchnummeriert werden. Aber der Schwerpunkt liegt wohl sowieso nicht auf dem Formenlaufen.) LG DK |
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#2
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| Zitat:
ich habs ne Weile im Unisport trainiert, habe mich allerdings nen Dreck um die Gürtel gekümmert, deswegen bin ich in Graduierungsfragen wohl der falsche Anspechpartner. Zu den "Kata" (heißen hier Forma): Ja, es gibt 5 Stück, wobei die nicht wirklich mit traditionellen Kata zu vergleichen sind. Die Bewegungsabläufe sollen angeblich denen im Kumite sehr ähnlich sein. Ob das jetzt gelungen ist muss wohl jeder für sich selbst entscheiden, ich als alter WKF-Heini bin da ziemlich vorbelastet und fand sie deswegen nicht so toll. Dass der Schwerpunkt nicht auf dem Formenlauf liegt würde ich jetzt auch nicht unbedingt unterschreiben, ich würde sagen, so ca. 50:50. Wenn Du eine Möglichkeit suchst WKF-Kumite zu trainieren ohne Kata laufen zu müssen bist Du beim MSK allerdings absolut falsch, die benutzen nämlich ein anderes Regelwerk. Ich persönlich finde die Ansätze im MSK ziemlich gut, die Umsetzung allerdings recht dürftig, bzw. leider nicht mehr auf aktuellem Stand, aber ich bin, wie schon geschrieben, da WKF-mäßig sehr vorbelastet... Edit: Achso, Infos zu den Forma findest Du in schriftlicher Form wohl nur im Buch vom Obermufti Jakhel, ansonsten im Training... ![]()
__________________ So if you meet me, have some courtesy, have some sympathy, and some taste, use all your well-learned politesse, or Ill lay your soul to waste Geändert von Fips (07-03-2010 um 21:19 Uhr). |
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#3
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| MSK war(und ist es wahrscheinlich immer noch) die One-Man-Show Rudi Jakhel. Das ursprüngliche Konzept allen Karate-Stilen eine Möglichkeit zu bieten wettkampforientiert zu trainieren war gut. Leider hat Jakhel marketingtechnisch´viel von Kernspecht abgeguckt(ich denke daher hat er auch die senkrechte Faust, wie ein Hämmerchen), um es zu verbreiten und damit Geld zu verdienen. Ich denke er dachte wirklich mal dass sich MSK mal durchsetzen würde und eine Rolle spielen würde im Karate. Dabei hat er nicht gemerkt wie die Entwicklung des wettkampfkarates an ihm vorbei gegangen ist. Er hat immer gegen Shotokan und DKV und JKA gewettert, dass die eigentlich sein geniales System fürchten würden. Wer keine Ahnung hatte hat das geglaubt, wer mal rumgeguckt hat wusste dass MSK keine Sau kennt ![]() Die Formen sind selbstgestrickt nach dem Vorbild von anderen Katas. Das Prinzip ist einfach, es werden Abwehr und Konter und Verfolgung in alle Himmelsrichtungen gemacht. Es gibt ein Kopfbild bei dem mehrere Gegner angreifen und dann ein schönes Schlussbild. Man macht Fußversetzungen und findet einiges aus dem Aikido wieder. Diese Formen muss man vorführen wenn man bei einem Systeminternen Turnier kämpfen will. Ab Gelbgurt muss man kämpfen um Graduierungen zu bekommen Es ist nicht schlecht, es bewegt sich in einem relativ kleinen Kreis, dafür dass es mal die Weltherrschaft im Sporkarate übernehmen sollte. Interessieren würde mich, den wievielten Dan Meister Rudi mitlerweile hat, da hatte er dann irgendwann kein realistisches Maß mehr. Den 8. bekam er von der FEKDA, ein "Weltverband" mit ca. 4 Vereinen in Italien ![]() Störend ist die Verpflichtung an Schulungen teilzunehmen, jedenfalls wenn man dabei sein will und gürtel kriegen will. Das kommt dem ein oder anderen vielleicht bekannt vor ![]() |
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#4
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| Schon mal vielen Dank für die Antworten. Da darf man ja wirklich gespannt sein, wie sich das MSK in den nächsten Jahren so entwickeln wird. Ich selbst würde meiner jetzigen Schule nicht den Rücken kehren. Aber so nebenbei ein Einblick in ein anderes System würde mich schon interessieren. Ein Katafeind bin ich übrigens nicht. Das gehört für mich einfach zum Karate dazu wie der Schläger zum Tennis. Und MSK finde ich als Neukonzeption des "alten" Systems Karate reizvoll. Andererseits ist diese Stilrichtung ja auch schon länger auf dem Markt. So gesehen ist eure Skepsis nur logisch. Geändert von DiplomKarateka (08-03-2010 um 00:20 Uhr). |
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#5
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| Ich bin etwas verwirrt, wieso trainierst du denn nicht einfach mehr Kampf wenn dir das gefällt und du das gut findest? Geht es dir in erster Linie drum die alte Prüfungsordnung von deinem Stil neu zu definieren oder was bezweckst du mit einer neuen "Stilrichtung"? Wenn du nicht auf Kata deines Stils verzichten willst aber wettkampfmäßig dich Schwerpunktmäßig mehr auf Kumite fixieren willst bietet sich die Prüfungsordnung des SOK mit Wahlteil Kumite sehr dafür an. Da werden dann weiterhin deine Shotokankata abgefragt und du kannst dann als Wahlteil mehr Kampf reinbringen. Zitat:
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#6
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| Ich bezweifle dass sich da in den nächsten Jahren viel tun wird. Meiner Meinung nach war das MSK zu seiner Entstehungszeit unter Sportkarateaspekten durchaus fortschrittlich, wurde mittlerweile von der Kumiteorientierten WKF-Fraktion aber schon lange wieder überholt. Und die höchste Leistungsdichte ist nunmal auch da zu finden. Für Leute die an ernsthaftem SK-Kumite orientiert sind ist MSK also wohl kaum eine Alternative.
__________________ So if you meet me, have some courtesy, have some sympathy, and some taste, use all your well-learned politesse, or Ill lay your soul to waste |
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#7
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| Ich habe MSK etwas über 2 Jahre aktiv betrieben, hatte den grünen Gürtel (6. Kyu glaub ich). Was ich hier bisher gelesen habe, kann ich eigentlich nur abnicken ![]() Zu den Formen: ja es gibt genau 5. Der Schwerpunkt im Training liegt, so wie ich es kennengelernt habe, wirklich nicht auf den Formen. ABER bei Prüfungen stellen sie das wichtigste Kriterium dar. Man führt seine Form vor 5 Richtern vor, die dann Bewertungen von 0 bis 10 abgeben (wobei es eine A- und eine B-Note gibt, also Technik und Ausdruck glaub ich). Die Fauststöße, Kicks und Ableitungen werden in den Formen tatsächlich auch so ausgeführt, wie es im Wettkampf sein soll(te) bzw wie man es im normalen Technik-Training lernt. Zusätzlich tauchen in den Formen noch ein paar Techniken auf, die im Wettkampf nicht erlaubt sind, z.B. Kniestoß, Ellbogen, welche man aber auch im Training nie übt.... Insgesamt gibt es im MSK eh nicht viele Techniken/Angriffe. Ich werde gleich mal bei youtube schauen, ob ich dort was finde. Mich würde allerdings interessieren, mit welcher Absicht du diesen Thread eröffnet hast, das ist mir nicht so ganz klar ;-) |
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#8
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| Servus, Zitat:
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#9
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__________________ http://www.youtube.com/watch?v=jaq72-rAqJU |
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#10
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| Jau, das erste Video kenn ich sogar, aber ich hielt es nicht für so zeigbar ![]() Nunja, was mir noch einfällt: ich habe mir sogar mal das Buch gekauft. Dort sind die Techniken beschrieben, und auch Bilderreihen zu sehen, aber ansonsten lohnt sich die Anschaffung meiner Meinung nach kaum. |
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#11
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| Hallo; ich hoffe Ihr hattet alle einen schönen Start in die Woche... "Ich bin etwas verwirrt, wieso trainierst du denn nicht einfach mehr Kampf wenn dir das gefällt und du das gut findest? Geht es dir in erster Linie drum die alte Prüfungsordnung von deinem Stil neu zu definieren oder was bezweckst du mit einer neuen "Stilrichtung"?" Ich fürchte, ich hatte mich in meinem ersten Post tatsächlich ein wenig wirr ausgedrückt. (Tut mir leid...war ein hartes Wochenende:-) Es geht mir gar nicht darum, den Stil zu wechseln. Mit meinem Shotokanclub bin ich im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Allerdings interessiere ich mich auch für andere Ausrichtungen des Karate und könnte mir gut vorstellen, parallel auch mal etwas anderes zu machen. „Mich würde allerdings interessieren, mit welcher Absicht du diesen Thread eröffnet hast, das ist mir nicht so ganz klar ;-)“ Es hat mich ein wenig gewundert, dass es zum MSK kaum etwas im Netz zu finden gibt. „Bitte definiere "altes Karate-System". Bitte definiere warum MSK ein Stil sein soll. Und bitte, was soll an MSK reizvoll sein?“ Warum habe ich das Gefühl, dass Du MSK nicht so richtig gut findest???:-) Mit den „alten Karate-Systemen“ bezeichne ich einfach die altbewährten und altbekannten. (Deswegen auch die Gänsefüsschen beim „alten“). Warum sollte MSK eigentlich kein Stil sein? Ist doch alles vorhanden: Grundtechniken, Kata, Prüfungssystem etc. Reizvoll finde ich, dass es mir sehr funktional und nicht so sehr von Traditionen überfrachtet erscheint. (Natürlich kann ich das nur anhand der wenigen Infos beurteilen, die ich im Netz fand.) Mich hat oft gestört, dass einige Lehrer „japanischer als die Japaner“ sein wollen. Das fällt bei einem in Europa entstandenen Karatestil vielleicht weg. Ebenso der häufig starre Unterricht, der teilweise darauf ausgerichtet zu sein scheint, die Gelenke möglichst effektiv zu schädigen. Gottseidank habe ich in Berlin einen Club gefunden, der zeigt, dass Shotokan auch flexibel und körperschonend unterrichtet werden kann. Denn das System an sich halte ich für genial. Vielen Dank übrigens für die Informationen und die Videolinks. Ihr habt mir echt weitergeholfen. |
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#12
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| Zitat:
Das Buch steht sogar in unserer Stadtbibliothek. Aber komischerweise kamen die Kata/Formae darin gar nicht vor...... |
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#13
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| hier gibt es ein paar YouTube - Mezinárodní mistrovství MSKA 2007 |
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#14
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| Servus, Zitat:
Wieso soll MSK ein Stil sein? Nur auf der Grundlage, dass "Pseudo"-Grundtechniken dabei sind? Betrachtet man die Video-Clips genauer, kann man erkennen, dass hier das bisher vorhandene Karate weiter reduziert und somit kastriert wird. Die Schläge werden aus der Schulter und von außen ausgeführt. Was ist daran bitte funktional? Es wird ein "System" erschaffen, deren Grundlage "japanisch" sein soll. Hierzu werden japanische Begrifflichkeiten verwendet (Kyû, Dan, etc.) aber Kata "europäisiert" (Kata = Forma). Die Kata selbst lehren keinerlei Prinzipien und das was dort gezeigt wird, gehört in vielen Schulen zu den Grundlagen. Zu behaupten, das MSK ein Stil ist, "nur" weil es scheinbar "Kihon, Kata und ein Prüfungssystem" gibt, ist doch sehr verwegen, steht doch m.M.n. hinter einem Stil ein umfassendes Kampfsystem. Dies ist beim MSK eindeutig nicht vorhanden, abgesehen davon, beschreibt MSK ja bereits, was es ist... Sport. Mit Karate hat es m.M.n. nicht mehr wirklich viel zu tun. |
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#15
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| Die Techniken sind funktional weil sie sich am sportlichen Wettkampf orientieren. Traditionelle Stile mussten früher immer die Techniken umlernen weil vieles Quatsch für den Wettkampf war. Bis vor ca. 10-15 Jahren gab es im DKV offiziell keine abweichenden Wettkampftechniken, wobei jeder wusste was auch im Kader trainiert wurde. Warum kann Karate kein Sport sein, bzw. muss japanisch sein? Macht das Festhalten an jap. Traditionen das Karate besser oder definiert es? Funakoshi war wohl gegen Wettkämpfe, aber er sagte auch das sich die Zeiten ändern, also auch die Kampfkünste. Man kann sicher fragen wo Karate sich im Vergleich zu Kickboxen Pointfighting sieht. |
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