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#1
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| Hi, Ich wollte euch mal fragen in welchem Karate stil vermehrt Offene Handtechnicken ( z.B.: Shuto Uke oder ( sorry kenne den japanschen ausdruck nicht) Tigerklaue) trainiert werden. Ich interessiere mich sehr für diese. Der einzige stil wo ich vermehrt von ihnen weis ist Uechi Ryu und das wird hier nicht trainiert. Meine Frage ist 1. Prinzipiell auf alle stile bezogen 2. Dann auf die stile die hier trainiert werden ( Shotokan, Goju Ryu ( glaube Japanisch), Shorin Ryu ( kobayashi ), und Wado Ryu. 3. Was haltet ihr von ihrer Effektivität ( von offenen handtechniken) Gruß Andy ps.: Hoffe ihr versteht was ich meine |
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#2
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| Im Kihon und in der Kata werden sie bei uns alle trainiert, beim Kumite nicht, dafür sind sie zu "tödlich" ....nein, im Ernst, da will sich keiner die Finger brechen.....
__________________ Kyokushinkai Karate Klub Wien |
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#3
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Wir trainieren offene Handtechniken im JJ. Da kann man so gut greifen und dem Gegner garstig die Sicht nehmen. Im Shotokan haben wir nur paar mal mit offener Hand trainiert. Da gings um die Kata Kihon Ni. Aber alles in allem war das Ziel der Stunde einfach nur lockerer zu werden. Ich glaube im Wado Ryu gibts Würfe und so. Da man bei Würfen greifen muss, könnte ich mir vorstellen, dass dort teilweise auch mit offenen Händen gearbeitet wird. Aber das ist jetzt reine Spekulation. |
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#4
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| Ich meine Offene Hände für Schlagtechniken. Nicht einfach hände offen lassen um zu greifen^^ Tigerklaue ist ein mischding würde ich sagen^^ @hashime: Also wären Offene Handtechniken rein theoretisch erlaubt? Na gut wäre bei euch allerdings wirklich wenig sinnvoll^^ |
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#5
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![]() Ich denke z. B. Shuto oder Hiraken (Tigerklaue) oder Shotei zum Körper wäre sicher erlaubt, allerdings passen diese Techniken nicht mehr wirklich sinnvoll in unser (Wett-)Kampf-Geschehen, da hat sich offenbar die Faust als das Wirksamste erwiesen....
__________________ Kyokushinkai Karate Klub Wien |
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#6
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| Mein ich ja^^ |
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#7
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| Zitat:
wolltest DU nicht mal bei Sensei Laupp im Dojo zum Probetraining vorbei schauen? Torade, die Tigerpranke oder Kokoken, das Tigermaul sind vornehmlich als Greiftechniken einzusetzen, du kannst mit der Tigerpranke zwar auch ins Gesicht schlagen und dann mit den Fingern runterziehen, das übt sich allerdings in einer Partnerübung immer etwas schlecht. Aus Gojushiho kenn ich den Schlag / Griff zum Kehlkopf des Angreifers mit Kokoken. Bei uns gibt es noch Shoto uke und Kakete uke die auch gedrillt werden und nicht nur in den Kata vorkommen. Pinan Shodan beinhaltet mehrere Bunkai in denen Shuto uke Anwendung findet auch in der Naihanchi. In Kusanku Sho, Koryu no Passai und Gojushiho auch Kokoken als Greif- bzw. Schlagtechnik. Gruß |
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#8
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| Also im Shotokan werden sehr viel offene Handtechniken trainiert. Im Goju Ryu ebenso. Kyukushin eher weniger Beim Ju-Jutsu eher weniger. Das sind meine Erfahrungen. Mir ist bewusst das es je nach Trainer und Ausrichtung Unterschiede gibt. Meist ist es so,dass den ANfängern erstmal Techniken der geschloßenen Hand beigebracht werden..wegen der Verletzungsrisiken an der Hand bei Anfängern. Ab Oberstufe geht die Techniklast mehr zu offenen Handtechniken. Im Wettkampf gibt es einen weiteren Punkt gegen offene Hände , die mit der Zielregion und ihrer Anwendung zu tun haben. ergo häufig ist es verboten zum Gesicht, Hals, "ungeschätzte Versenkungen im Körper, Weichteile etc anzugreifen. Auf diese sind Handtechniken meist speziallisiert. Daher sehe ich offene Handtechniken als potenziell maximal effektiv. Vergleich: Finger im Auge oder Hand an Kehlkopf(beides nur schwach) gegen nen mittleren/festen Fauststoß ins Gesicht Die Vielseitigkeit und Anzahl der Handtechniken kann man sich etwas von den Kata des jeweiligen Stil ableiten. Enthalten die Kata viele offene Handtechniken dann werden diese wohl auch im Kihon und am Partner geübt. Stichwort Kata als Stilmittel. Und da gibt es im SHotokan und Goju ryu viele. Mein Fazit: Viele offene Techniken in Kata=Wahrscheinlichkeit hoch das auch vermehrt diese Techniken geübt werden. Viel Wettkampf =es werden eher weniger offene Handtechniken trainiert. Dafür mehr Kicks und Fauststöße.
__________________ Mit Atzen einen HEBEN, dass bedeutet LEBEN!!! |
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#9
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| In welcher Shotokan-Welt lebst du? Das wäre mir mehr als neu. Ich mache jetzt seit mehr als 13 Jahren Shotokan und würde ich meinen Schwerpunkt nicht selbst in diese Richtung lenken, würde ich bis heute kaum offenen Handtechniken üben. Das deckt sich in dem Fall nicht nur mit meinem Vereinstraining, sondern auch mit meinen Erfahrungen auf den gängigen Lehrgängen. Hier gebe ich dir bedingt recht. Zitat:
Hier gebe ich dir recht.
__________________ 01.09.2012 - Koryu-Uchinadi LG mit Olaf Krey in Fulda |
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#10
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| Könnt ihr mir einen Karate Stil nennen in dem es nicht eine Menge offener Handtechniken gibt? Ich denke in jedem Karate Stil gibt es diese. Im Shotokan eine ganze Menge. Schon in Pflügers altem Kata Buch, sind auf der Innenseite des Einbandes alle möglichen Handtechniken gezeigt. Was im Wald und Wiesen Dojo regulär im Training gemacht wird steht auf einer anderen Karte. Die Techniken sind da. Ihr müsst sie nur nutzen. Offenen Handtechniken sind vorallem im Dirty Fighting wirkungsvoll. Finger in die Augen, Nukite in die Augen schlagen. Techniken in die Nasenlöcher. Fish-Hooks am Mund. Ohren festhalten, reißen. Tigerkrallen in weiche Hautstellen und reißen. Versuchen Muskelstränge ergreifen. Kehlkopf mit den Fingern greifen. Nase zu halten. An den Haaren ziehen ..usw Offensichtlich das man sowas weder im freundschaftlichen Kumite noch im Wettkampf anwendet.
__________________ There is awakening, but not one awakened. There is the path, but not one walking it. ~ Visuddhi Magga |
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#11
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| Bei uns Shotokan: Nun offene Handfläche als Ohrfeige oder Slap ins Gesicht bei uns reine SV-Technik nichts mit "Prüfungskarate" zu tun. Wenn man keine Kraft am Sandsack mehr hat, darf man eben auch mit der offenen Handfläche oder eben auch so Handkante druffhauen (eben wegen Verletzungsgefahr ohne Bandagen). Ansonsten sonst nur in der Kata und eben im Rahmen des Prüfungsprogramms. Offene Handtechniken in der Kata können im Bunkai als Griff ins Gesicht zur Nase gesehen werden oder eher als Griff als offener Block mit möglichem Festhalten der Schlaghand. Also so wie es im Kihon ist, keine Effektivität sowohl Kumite wie auch SV. Aber abgewandelt sehr wohl. Aber ich bin nicht der Karate-Papst - nur meine Einschätzung.
__________________ Wer Bohnen sät, wird Wind ernten! "And if you listen very hard, The The truth will come to you at last" |
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#12
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| Te koko zuki als Stoßtechnik oder zum Greifen, bei uns im JJ auch in der Anwendung. Innen- und Außenhandkante. Entlehnt aus einer der Heian Katas Shotokan Karate, wenn ich mich nicht irre. Nukite „Fingerspitzenstoß“? grenzwertig denke ich, in der Anwendung. Grüße
__________________ homo homini lupus est combat ready Geändert von brandenburger (21-05-2011 um 00:05 Uhr). |
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#13
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| Ich kann nur etwas im Vergleich Shotokan zu (Matsubayashi) Shorin Ryu sagen: Im Shotokan "regiert" die Faust, im Shorin Ryu werden wesentlich häufiger offene Handtechniken verwendet, bspw. als Abwehrschlag mit anschließendem Greifen. Ich habe mich erst neulich mit einem Shotokaner darüber unterhalten, wir trainieren nämlich ab und zu unsere jeweiligen Katas im selben Raum und vergleichen unsere Katas etc. Wer schreibt, dass es im Shotokan viele offene Handtechniken gibt, hat definitiv ein ganz anderes Shotokan als ich erlebt oder keine Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Stilen. |
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#14
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| Bevor wir uns in die Wolle kriegen, sollte man klären, wer was unter "Shotokan" versteht. Man kann per se dem Shotokan nicht die offenen Handtechniken abstreiten, denn sie kommen schließlich in allen Kata vor. Wenn der persönliche Eindruck einzelner Kollegen hier ein anderer ist, dann haben sie sicherlich in ihrem bisherigen Training oder den diesbezüglichen Erfahrungen einen anderen Eindruck gewonnen. Wer ein klitzekleines Bisserl über den Shotokantellerrand guckt, weiß, daß die geschlossene Faust die "schwächste" Waffe ist, die wir besitzen. Andere Stile verwenden wesentlich mehr Zeit auf das Üben mit der Offenen Hand oder mit anderen Hand- und/oder Fingertechniken. Ok, ich übe regelmäßig Tensho als Ergänzung zu meinem Fundus an Shotokankata. Aber weniger wegen der offenen Handtechniken, sondern mehr um meine Techniken, meinen Körper zu verflüssigen, leichter, flexibler zu machen. |
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#15
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| Mal so als Einwurf offene Hände des Pekiti-Tirsia Karate ohne offene Hände ist KEINE Karate. Wir alle haben genug Kata die diese Technik einsetzen. Das Problem ist bloß, zumindest in D-Land, es wird zu selten trainiert. Bei richtigen Training sind die Techniken sehr effektiv. Natürlich sollten Nukite nur gegen Weichteile eingesetzt werden. Es gibt aber auch hammermäßige Bruchtests. Was noch unbekannter ist, es können auch Tritte mit den Fußspitzen ausgeführt werden. Egami hat in seinem Buch darüber berichtet.
__________________ Um das Mögliche zur erreichen, musst du das Unmögliche versuchen! |
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