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Alt 10-06-2003, 15:43
Benutzerbild von Dojokun
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Shotokan-Karate-Do
 
Registrierungsdatum: 12.03.2002
Ort: NRW
Alter: 32
Beiträge: 3.298
Standard Quo vadis?

Ich finde die letzten Diskussionen sehr gut und sehr wichtig.
Allerdings machen mich einige Dinge nachdenklich.

Es wird über die Wichtigkeit von Bunkai und Kakie, über Weltrekorde und "ausgefallene Techniken" geredet.
Das ist auch alles in Ordnung!

Vor einigen Jahren war Kobudo ganz wichtig.
Dann hieß es, das Kumite müsse so realistisch und hart wie möglich ausgeführt werden.
Und oft wird gesagt, zur SV reiche Karate allein kaum aus.
Was ist mit Vitalpunkten, Ki-Übungen etc?
Alles ist sehr wichtig.

Aber:
Wer von Euch schafft es, alles, was "wichtig" ist, auch zu trainieren?
Und wenn ja, wie "tiefe Furchen pflügt" Ihr?`

Was ist Karate ohne die Grundlagen?
Was bringt einem Bunkai und Kakie, wenn man keinen starken Tsuki entwickelt hat?

Ich denke, der eine oder andere wird sicherlich Meister wie z. B. Akita kennen.
Diese Leute üben das, was sie üben, richitig.
Und es ist bewundernswert, was sie geschafft haben!


Deshalb mein Ansatz: Quo vadis, Karate?

Wird zuviel konsumiert, ohne wirklich zu üben?
Was wollen wir erreichen?
Wollen wir von allem etwas wissen?
Oder eines richtig berherrschen?
Und was ist nur "wichtig", um Bücher zu verkaufen?


Oss

Dojokun
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  #2  
Alt 10-06-2003, 16:28
Benutzerbild von Vegeto
Moderator
Kampfkunst: Kisshu fushin - a demon's hand & a saint's heart
 
Registrierungsdatum: 06.05.2002
Ort: Rheinland Pfalz
Beiträge: 2.476
Standard

Zitat:
Was bringt einem Bunkai und Kakie, wenn man keinen starken Tsuki entwickelt hat?
Ich denke genau das versuchte uns Jens im Bunkai Thread schon zu vermitteln. Und damit habt ihr beide logischerweise recht. Die Grundlagen müssen im Schlaf beherrscht werden. Aber wenn man schon jahrelang Grundtechniken und Tsukis geübt hat, ist es nicht verwerflich sich auch anderen Karate Gebieten zuzuwenden.
Natürlich muss man weiterhin regelmäßig die Grundlagen üben.

Bei mir sieht das eigentlich so aus: 2* die Woche Karate im Verein - da liegt der Schwerpunkt meist auf Kihon und Kata und Kumite. Ca 1/4 - 1/3 der dort aufgewendeten Zeit wird für Bunkai, Vitalpunkte etc verwendet. Dann noch einmal die Woche Sandsack und Makiwara Training und zweimal Krafttraining.

Deine 5 Fragen am Ende stehen in direkter Beziehung miteinander. Sicher wollen wir von allem etwas wissen(=Allgemeinbildung), aber wir üben meistens nur das wirklich intensiv, was uns hilf unsere Ziele zu erreichen.
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