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  #1  
Alt 18-02-2002, 19:05
Benutzerbild von DieKlette
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Kampfkunst: MMA & Modern Combat R.I.E.B.
 
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Lightbulb Rekapitulation : Karate vs. WT

Gruß liebe Karateka,
wie vielleicht schon einige mitgekriegt haben, habe ich vor kurzem Wing Tsun begonnen aus Grund von vermeintlichen Defiziten in der Karate-SV. Statt wie viele andere Schüler vor mir dem Shotokan den Rücken zuzukehren habe ich meinen Sensei damit konfrontiert.
Er reagierte äußerst gelassen und verständnisvoll:" Jeder sollte seinen Weg gehen, ob er jetzt einen Wing Chun Stil betreibt oder sonstwas, dass bleibt ihm überlassen, jedem Menschen seinen eigenen Stil."
Mein WT Ausbilder, ein guter bekannter der Familie, hatte mich sehrwohl überzeugt, trotzdem wollte ich Wissen, was am Shotokan doch wohl dran ist.
Mein Sensei war anscheinend doch sichtlich gekränkt in seiner Ehre, weil er schon mehrere gute Schüler verloren hatte. Er verstand durchaus, dass wir lernen wollten zu "kämpfen". Wobei mir mittlerweile klar ist, dass das nicht an erster Stelle stehen sollte, wie er mir zu verstehen gab.
Beim nächsten Training stand Schwerpunkt Kumite auf dem Plan.
Und dann kam das erstaunliche. Mein Meister kam nach einiger zeit auf die SV zu sprechen und begann an unserem Braungurt zu demonstrieren.
Ich sage nur :
*Kinnladerunterklapp*
WOW !!!
Was ich da sah, wahr absolut faszinierend. Er machte dem WT gar nicht unähnliche Techniken, schnell, präzise und effektiv. Aber im Gegensatz zum WT mit vielmehr Perfektion und wirklicher Power in den Techniken.
Da wurde mir klar, dass WT für mich nur eine Übergangslösung darstellen würde. Das wollte ich jetzt können. Dies war nicht durch Blitzdefence zu erreichen, sondern durch Jahre lange Perfektion der Karate Techniken.
Sprüche wie Karate ist uneffektiv trafen in dieser Situation nicht mehr zu.

FAZIT :
Selbstverteidigungsprogramme wie Wing Tsun mögen zwar einen anderen Blickwinkel für Schüler öffnen und sollten als Ergänzung genutzt werden, bis man in die Oberstufe eintritt um das wirkliche Karate-Do zu lernen.
Die Kyu Grade sind bekanntlich nur Vorbereitung für die Meisterprüfung und sollten auch so angesehen werden.
Aber um sich verteidigen zu können, sollte man in dieser Vorstufe ein ergänzendes System lernen, aber keinesfalls den Weg verlieren und abspringen....

Mit Respekt

Oss

DieKlette
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Geändert von DieKlette (18-02-2002 um 21:33 Uhr).
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  #2  
Alt 18-02-2002, 19:39
Benutzerbild von Sebastian
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Boah, du sprichst mir genau aus dem Herzen.

Das ist es was ich schon immer proklamiert habe, wenn ich unsere Senseis habe kämpfen sehen.

Auch ich werde keinesfalls mein Shotokan aufgeben, auch wenn es Andere immer meinen. Jedoch versuch ich mich auch in anderen Stilen...

OSS

KarateKid
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  #3  
Alt 18-02-2002, 20:01
Benutzerbild von PAI LEE
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Kampfkunst:
 
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Beiträge: 836
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Hola Chavales


Das ist aber nicht die alte Shotokan Mentalität die es zu meiner Zeit noch gab. Früher hiess es, man kann nicht zwei Stile miteinander machen und schon gar nicht Kung Fu, da es nichts anderes sei als Karate, jedoch mit offenen Händen und ohne Power.

Hat sich wohl viel geändert im Shoto seit den 70ern.

Hasta Luego

Pai Lee
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Im Land der Blinden ist der Einäugige König!
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  #4  
Alt 19-02-2002, 00:11
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Kampfkunst: Karate, etwas Luta Livre
 
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Beiträge: 1.917
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Shotokan ist definitiv SV-tauglich wenn man nicht den Zeitpunkt verpasst an dem man das "Grundschule-Bahnen-laufen" verlassen muss (denn das ist nicht SV-tauglich, es ist eigentlich nur eine schulung für Körper und Geist und vermittelt gewisse Grundideen.). Aber *ing *ung die Kraft und Präzision absprechen halte ich für falsch, es gibt auch hier gute und schlechte Leute... .

@Pai Lee:
Das 70er Jahren nach Europa exportierte Shotokan war eigentlich reines "Sport-Shotokan", es wurde von Wettkämpfern gelehrt, nicht von "Sensai" im japanischen Sinne. Das hier Probleme mit anderen "weichen" Kampftechniken befürchtet wurden ist nachvollziehbar, schliesslich sind im Sport wertbare Techniken gefragt.
  #5  
Alt 19-02-2002, 09:19
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Kampfkunst: Shotokan Karate-Do
 
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Alter: 53
Beiträge: 179
Thumbs up

Hallo,
genau so ist es im Shotokan !!!
Richtig vermittelt birgt es ungeahnte Schätze an SV Techniken.
Ich denke das WT / WC vermarktet sich einfach nur besser, was noch lange nicht heißt, daß es das System schlechthin ist. Man braucht ja nur gängige
Kampfkunstmagazine aufzuschlagen, welche teilweise bis zu 1/4 aus Werbeanzeigen von WT / WC Schulen
bestehen. Wann sieht man aber mal eine Anzeige von Karate Schulen. So vermarktet drängt sich natürlich schnell die Vermutung auf " das muß ja was tolles sein ". Jedoch wirft sich die Frage auf ist es auch wirklich effektiver als Karate oder andere Kampfkünste, oder wird es nur so verkauft.
Gruß
Hans-Jürgen
  #6  
Alt 19-02-2002, 10:34
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Kampfkunst: Früher Shotokan-Karate/ jetzt Shoto-Kempo
 
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Beiträge: 18
Smile

Hallo,
letztendlich sollte jeder verschiedene Stile ausprobieren denn nur dadurch kann er seinen Horizont erweitern und sich dann auch mal Urteile erlauben. Denn unterm Strich findet man in ganz vielen Stilen sehr ähnliche Techniken. Natürlich sieht ein Anfänger oder ein noch nicht sehr fortgeschrittener Schüler das nicht unbedingt. Aber wenn man länger dabei ist eröffnen sich sehr häufig neue Gesichtspunkte. Also: Augen auf
ossu
Kempo-Schüler
  #7  
Alt 19-02-2002, 17:29
Benutzerbild von DieKlette
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Kampfkunst: MMA & Modern Combat R.I.E.B.
 
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Standard @Michael

Ich spreche den Wing Chun praktizierenden keine Präzision ab, sondern wollte nur veranschaulichen, dass dort andere Schwerpunkte gelegt werden. Denn wenn man wie im Karate mehr Wert auf Präzision legt ist nacher die Wahrscheinlichkeit eines Treffers im Ernstfall wesentlich höher. Ebenso wird zum Beispiel im WT wenig Wert auf Körperkraft und Fitness gelegt. Sowas nenne ich einen Fehler der Werbung. "Für unseren Stil braucht man keine Kraft." Ja, sicher ! Ich hör den Schläger schon lachen :"kitzelst Du, oder was ?"
Nur durch härte und Gedult kann man es wirklich zu etwas bringen. Dies sollte auch oberste Maxime in den Wing Chun Stilen sein, ist es aber zumeist nicht.
Das Problem z.B. am Blitzdefence Programm ist, das es zu kurzfristig ist.
Während man im Karate auch noch Ki nutzen lernt und durch das lange Training eine enorme Dynamik sein eigen nennen kann ist das bei einem Blitzdefence Programm natürlich nicht möglich.

Mit Respekt

Oss

DieKlette
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  #8  
Alt 19-02-2002, 18:39
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Kampfkunst:
 
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Beiträge: 607
Standard

Zitat:
Wie Du schon sagtest, zu kompliziert, viel zu lange Wege, keine Deckung, mieser Stand....
..Da mache ich doch lieber einen WC Stil und kann gleich zur Quintessenz vorstoßen...

Die Klette 7.2.2002
Na Du änderst Deine Meinung aber auch schnell...!
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Freundliche Grüße
Jibaku
  #9  
Alt 19-02-2002, 21:38
Benutzerbild von DieKlette
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Standard @Jibaku

Das bezog sich auf Kihon und Kata !!!
in der Karate-SV sieht es da schon ganz anders aus. Nur haben wir hier in Deutschland das Problem, dass Karate als Breitensport betrieben wird und deswegen Niveau und SV vernachlässigt werden. Ich regte mich eben über die Trainingsmethoden auf, dass so nämlich die Schüler kein Gefühl fürs kämpfen bekommen können !!!
Das ist aber nicht zu vergleichen mit der Shotokan Oberstufe, da geht's ganz anders her...
Nur muss ich eben, bis ich diese erreiche etwas als Ausgleich machen, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Mit Respekt

Oss

DieKlette
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  #10  
Alt 21-02-2002, 15:45
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Standard Mein Senf dazu

Hallo Ihr,
interessante Diskussion,
zu meinen Karate-Zeiten hatte ich immer einen Heidenrespekt vor "dem WT".
Die Jahre vergingen.....
Ich fing mit WT an.
Heute habe ich einen Heidenrespekt vor den Karatekämpfern.
  #11  
Alt 21-02-2002, 15:50
Benutzerbild von Mike
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Talking @Jim-Bob

Du bist jung, du lernst auch noch dazu


Gruß,

Mike
  #12  
Alt 21-02-2002, 15:52
Benutzerbild von Sebastian
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@Jim-Bob: Wie kams zu dem Respektwandel?
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  #13  
Alt 21-02-2002, 16:08
Benutzerbild von Jim-Bob
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Registrierungsdatum: 11.01.2002
Ort: Münsterland
Beiträge: 58
Talking "Respektwandel" ist gut....

@Mike:
Danke für die Blumen
@ KK:
Auch WTler kochen nur mit Wasser. Ich habs anderthalb Jahre trainiert und trotz allem Spott über Karate hatten doch erstaunlich viele meiner Si Hings Probleme mit meinen Mittelklasse-Tsukis.
Ich bin überzeugt davon:
Mit einem guten Trainer und vor allem mit guten Trainingspartnern steht das Shotokan einer guten SV nichts nach.
Du lernst schnell und hart zu schlagen...
Du lernst Deinen Körper schnell anzuspannen und genauso schnell wieder zu entspannen. Dadurch wird man flexibel (es sei denn, man ist so ein Fettsack wie ich )
Was will man mehr?
Es dauert halt im Karate etwas länger und bedeutet sehr viel Fleiß.
  #14  
Alt 21-02-2002, 16:27
Benutzerbild von Sebastian
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Kampfkunst: Standup + Grappling
 
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*zustimm*
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  #15  
Alt 21-02-2002, 17:55
Benutzerbild von cdobe
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Kampfkunst: Wu Taichi (Honkong u. Schanghai) und Elemente aus anderen KK
 
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Darf ich an dieser Stelle dann auch mal das koreanische Taekwondo erwähnen
Es kommt eben immer darauf an, was der einzelne Mensch aus einem System für sich selbst macht !!!

msg
cdobe
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