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  #1  
Alt 14-08-2002, 19:51
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Shotokan Karate
 
Registrierungsdatum: 21.07.2002
Alter: 21
Beiträge: 24
Standard schnelle und starke Techniken, aber wie?

Hallo,
dies ist das erste Mal das ich was in dieses Forum schreib, mein Debut also .

Also, ich mach seit einem Jahr Shotokan Karate und hab den gelben Gürtel.
Gestern haben wir im Dojo eine Partnerübung gemacht, der Angreifer greift mit Mae-Geri chudan an während der Verteidiger mit Gedan-Nagashe-Uke zurückgeht und blockt. Da leider die Zahl alle Trainierenden nicht aufging, hatte ich einen Braungurt als Gegner. Ich bin immer schön zurückgegangen und habe wenigstens versucht zu blocken, aber es war einfach unmöglich! Bis ich zurück war, hatte mein Partner seinen Tritt schon lange ausgeführt und schon mehr oder weniger "gewartet". Auch nach etlichen Versuchen hatte ich absolut keine Chance.
Jetzt meine eigentliche Frage: Wie ist es möglich, dass man so schnell wird? Mir ist klar, als Braungurt hat man schon mehr Erfahrung, aber wird der Mae-Geri so schnell und stark, nur weil man ihn 1000 Mal ausgeführt hat? Kommt das denn alles "von alleine", wenn man den Weg bis zum Braungurt geschafft hat? Gibt es denn Übungen die ich zuhause machen kann, um wenigstens so schnell zu werden, den Angriff meines Gegners einigermaßen blocken kann?
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  #2  
Alt 14-08-2002, 21:27
Benutzerbild von DieKlette
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: MMA & Modern Combat R.I.E.B.
 
Registrierungsdatum: 16.10.2001
Ort: Münster
Alter: 24
Beiträge: 4.402
Smile Routine , Routine....

Grüss Dich,
Du willst so schnell werden ? Kein Problem. Einfach üben, üben und nochmal üben.

Wenn ich jetzt 2 Jahre zurückschaue und meine damalige Schnelligkeit mit heute vergleiche ist das ein immenser Unterschied.
Bleib einfach dabei und Du wirst stetig Forschritte machen. Du kannst natürlich einiges dafür tun, indem Du auch zu hause übst.
Das ist meiner Ansicht nach eigentlich die Pflicht eines jeden Karateka. Man wird nicht zu jemandem gemacht, sondern muss sich das erarbeiten.

Mit Respekt

Oss

Julian
__________________
- pain is temporary, pride is forever -
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  #3  
Alt 14-08-2002, 22:52
Benutzerbild von Vegeto
Moderator
Kampfkunst: Karate
 
Registrierungsdatum: 06.05.2002
Ort: Rheinland Pfalz
Beiträge: 946
Standard

Zu ersteinmal sollte eine Partnerübung eine gegenseitige Sache sein wo der Braungurt rücksicht auf dich nehmen sollte. Denn nur so lernst du auch was. Ich kenn das, bin selbst Braungurt -da kommt man leicht in Versuchung den Gegner als Makiwara zu benutzen um mal zu sehen wie gut man ist. Aber mit etwas Disziplin sollte man das unterassen. Aus Höflichkeit und dem Sinn der Übung wegen. Um richtig zu kämpfen ist der Freikampf gedacht und nicht Grundschulpartner Übungen!

Die Schnelligkeit kommt im Prinzip fast von selbst wenn du so lang trainierst das du Braungurt hast. Wegen der ständigen dauernden Belastung wird die Schnellkraft und das Zusammenspiel der Muskelfasern besser.

Ansonsten: viel Trainieren, mit Gewichten oder Widerständen etc.
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  #4  
Alt 15-08-2002, 00:31
Benutzerbild von Sebastian
Administrator
Kampfkunst: Standup + Grappling
 
Registrierungsdatum: 25.08.2001
Ort: 'schland
Alter: 27
Beiträge: 8.477
Standard

Schnelligkeit ist eben ein Zusammenspiel vieler Faktoren, die man nicht von heute auf morgen erlernen kann. Das braucht schon einiges an Training. Meines Erachtens sind im Karate für Schnelligkeit zumindest folgende Faktoren wichtig:
- saubere Technik
- permanentes Üben der Technik
- bei Fauststößen unabdingbar der richtige Einsatz der Hüfte um die volle Körperbeschleunigung in den Stoß zu bringen
- gutes Hiki-Te (weiss net wie mans schreibt. Heisst Faust bis ans äußerste Ende zurückziehen) um möglichst viel Schwung holen zu können

Dies alles jetzt nur abgezielt auf schnelle Techniken. Die schnelle körperliche Bewegung bedarf aber noch viel mehr
__________________
Have a break, have a ...discussion.
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  #5  
Alt 15-08-2002, 09:52
Benutzerbild von Dojokun
Global Moderator
Kampfkunst: Shotokan-Karate-Do
 
Registrierungsdatum: 12.03.2002
Ort: NRW
Alter: 29
Beiträge: 3.298
Talking schnelle und starke Techniken, aber wie?

Hey KarateKid!!

Man schreibt es meistens Hiki-Te...

Und Deine Ausführungen zum Thema unterschreibe ich !!!!!

Und noch ein Tipp:

Üben, üben, üben!!!!!

Oss

Dojokun
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  #6  
Alt 15-08-2002, 12:44
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Shotokan Karate
 
Registrierungsdatum: 21.07.2002
Alter: 21
Beiträge: 24
Standard Danke

Vielen Dank für eure Antworten. Ich denke nun werde ich sogar noch öfters zuhause trainieren, hab mir dafür extra ein paar Gelenkgewichte besorgt.
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  #7  
Alt 15-08-2002, 13:22
Benutzerbild von Dojokun
Global Moderator
Kampfkunst: Shotokan-Karate-Do
 
Registrierungsdatum: 12.03.2002
Ort: NRW
Alter: 29
Beiträge: 3.298
Talking schnelle und starke Techniken, aber wie?

Hallo Tommyrotweiss

Zu Hause trainieren ist eine sehr gute Sache!!


Auch Gewichtsmanschetten für die Gelenke sind gut, aber nur zum Training der HALTEMUSKULATUR !!!

Manschette anlegen und in Zeitlupe Fußtechniken ausfhren!!

Nichts anderes!!!

Du machst Dir sonst ganz schnell die Gelenke kaputt!!!!


Oss

Dojokun
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  #8  
Alt 15-08-2002, 13:33
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 27.08.2001
Beiträge: 607
Standard

Zitat:
, hab mir dafür extra ein paar Gelenkgewichte besorgt.
Und die würde ich für das von Dir genannte Ziel nun gerade nicht verwenden!
Sie wirken in ihrer Belastung eben nicht in die Richtung in der sie zur Verbesserung der Technik bzw. Geschwindigkeit wirken sollen, vielleicht mit Ausnahme des Mae-Geri.
Denn sie ziehen in der Hauptsache nach unten, darüber hinaus kann das Ganze sehr Gelenkbelastend werden, denn durch die Massenträgheit wirken die Gewichte über den Zielpunkt hinaus und gerade im Karate wird man dann dazu neigen, zu stark im Gelenk zu arettieren.
Für effektives Schnellkrafttraining sind die Gewichte auch schlicht zu leicht.
Soetwas kann sinvoll sein um die Kraftausdauer zu schulen, zB. bei Boxern, damit diese die Arme zur Deckung oben lassen, in dieser Funktion natürlich auch für Karateka.
Auch hin und wieder zur Intensivierung des Lauftrainings und hier vielleicht als Erschwerung im Sprinttraining zur Übertragung verbesserter Schnellkraft auf die Bewegungsspezifik.

Halte dich an die Tipps von KK und ergänze das ganze durch ein Ausdauer und ein leichtes Krafttraining, bei entsprechender Basis kann dann irgendwann einmal ein Schnellkrafttraining folgen.

Im übrigen schließe ich mich der Meinung der meisten hier an, daß Euer Braungurt die Idee der Übung mißverstenden hat, darüber hinaus ist es auch viel schwerer sehr langsam zu treten, was er ja bei einer Partnerübung mit einem Gelbgurt durchaus einmal hätte üben können.
Ansonsten sind solche Manschetten eher schädlich und werden oft falsch verwandt.



PS: Kaum holt man sich einen Kaffee schon schreiben die Leute was, ich kann Dojokun was die Verletzungsgefahr angeht nur Beipflichten! Ansonsten bin ich der Auffássung, daß bei langsamer Ausführung Gewichte(Für Beintechniken) eigentlich nicht mehr notwendig sind, es ist so schon anstrengend genug und man neigt nur dazu sich immer weiter nach hinten zu lehnen um ein Gegengewicht zu schaffen auch glaube ich, daß ein dynamisches Training für die Beine sinvoller ist, man hält diese schließlich nicht wie die Arme die ganze Zeit zur Deckung nach oben.

Der wichtigste Punkt ist aber die Verletzungsgefahr, alles andere sind halt verschiedene Auffassungen die sicher nebeneinander ihre Berechtigung haben!
__________________
Freundliche Grüße
Jibaku

Geändert von Jibaku (15-08-2002 um 13:59 Uhr).
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  #9  
Alt 16-08-2002, 11:34
Moderator
Kampfkunst: Karate, Iaido
 
Registrierungsdatum: 01.05.2002
Ort: Wien
Beiträge: 1.995
Standard

Hi,

Bezüglich der Reaktionsfähigkeit auf gegnerische Angriffe ist wohl das Sammeln von Erfahrung und das Entwickeln eines "guten Auges" unumgänglich.

Für die Steigerung der eigenen Geschwindigkeit gibt es außer dem vielzitierten üben, üben, üben,... allerdings sehr wohl auch andere Wege (obwohl man für diese natürlich auch üben muss ).

Viel wichtiger als einfach nur plan- und ziellos tausende von Wiederholungen zu machen, sollte man in erster Linie die eigene Bewegungsführung durchleuchten und unnütze Bewegungen eliminieren um somit eine ansatzlose Bewegung zu erlangen. Die Technik wirkt dadurch weit schneller, obwohl man sich selber gar nicht wirklich schneller bewegt.

Weiters ist es wichtig, die Körperspannung zu "optimieren". Man sollte Muskeln, die bei der Bewegung gestreckt werden, komplett entspannen können, da deren Tonus sonst die Bewegung bremsen würde.

Ein Punkt der eigentlich sonst nie beachtet wird, ist die mentale Komponente. Man kann sich durch die Vorstellungskraft die Reflexmechanismen des Körpers zunutze machen. So kann man sich zB vorstellen, dass einem jemand im Hikite mit einer Nadel in den Ellbogen sticht und den Tsuki als Reflex auf den Schmerz starten.
__________________
Gruß
Weudl
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  #10  
Alt 16-08-2002, 18:07
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Shotokan Karate
 
Registrierungsdatum: 21.07.2002
Alter: 21
Beiträge: 24
Standard

Hi,
ich will nur alle bösen Gedanken über diesen Braungurt verwerfen. Ich nehm's ihn nicht übel, jetzt nach den Sommerferien machen wir sowieso noch nicht wieder so ein hartes Traning. Außerdem war er zwar mal früher Co Trainer in unserem Dojo, aber jetzt ist er beim Bund, und kommt eigentlich nie mehr zum Training. War also nur mal ne Ausnahme, klar das sich dann mal "austoben" musste
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  #11  
Alt 18-08-2002, 14:24
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 12.02.2002
Beiträge: 501
Standard Schnelligkeit...

Obwohl ich als Anfänger als ziemlich langsam galt, bin ich jetzt relativ schnell geworden - das mit den Gewichtsmanchetten finde ich jedoch nicht gut. Wäre zumindest für meine Gelenke eine Überlastung.

Vielmehr habe ich ständig die gleichen Techniken in wechselndem Tempo trainiert: Tai-Chi-mäßig langsam, halbes Tempo, fast volles Tempo aber entspannt, Volles Tempo - volle Kraft. Was dadurch passiert, und warum das schnell macht ist einfach zu erklären. Bei ganz langsam lässt sich der wirtschaftlichste Bewegungsablauf einarbeiten. Vor allem einen Kick langsam zu machen fordert besseres Gleichgewicht als ihn schnell zu machen. Schritte etc. auch. Die nächsten Tempi zeigt einem, ob man dazu tendiert doch irgendwelche kontraproduktiven Gegenspannungen zu erzeugen, die man dann nach und nach "ausschaltet". Irgendwann sind nur die Muskelkontraktionen übrig, die wirklich zu der Technik beitragen. Danach kann man nur Schnell werden...

Lino
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