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#1
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| jo leute, gleich mal hier angemeldet und direkt ne frage... vielleicht mag sich ja jemand mal meine story durchlesen ![]() ich hab vor ca. 1,5 jahren shaolin kempo angefangen, konnte jedoch nach nem halben jahr nicht weitermachen, hatte ne kleine verletzung und dann kam noch der finanzielle aspekt hinzu, so dass ich leider den kurs aufgeben musste (bin noch student und der kurs war nicht grad billig). dennoch hatte ich damals schon lunte gerochen und wollte weiter "einen kampfsport" betreiben. hab mich dann bei nem anderen dojo, wo es wesentlich günstiger vom preis her ist, für shotokan karate angemeldet (hatte mir darunter halt einiges vorgestellt). ich trainiere also bereits seit etwa einem jahr traditionelles shotokan-karate und bin irgendwie der meinung, dass mich das überhaupt nicht mehr wirklich voranbringt. vor allem scheinen zwischen shaolin kempo und shotokan doch welten zu liegen, aber die erkenntnis kommt auch jetzt erst so richtig durch. während beim kempo das training doch sehr dynamisch war (ständige abwechslung zwischen partnerübungen, studieren von festen abläufen, anwendung von sv-techniken, aber auch kumite, kata etc.) wird bei shotokan ziemlich statisch trainiert, es wird sehr viel wert auf den tiefen stand gelegt und auf jede kleinigkeit bei der ausführung z.b. eines simplen oi-zuki geachtet... -.-° dennoch lernt man insgesamt nur wenige verschiedene techniken, insgesamt wiederholt sich alles ständig, auch die partnerübungen sind immer gleich und entbehren der dynamik. auch die schnelligkeit ist dabei nicht besonders hoch.am anfang fand ich die detailversessenheit beim shotokan-training gut, da ich beim kempo die feinheiten nicht gelernt hatte, aber mitlerweile langweilt mich dieses festhalten an den details. zwar wird in unserem dojo mit disziplin trainiert und der schweiß fließt, das training ist also definitiv nicht lasch, jedoch wird der selbstverteidigungsaspekt zum größten teil außer acht gelassen. weder werden würfe oder fallübungen gemacht (is ja bei shotokan eh eher selten), noch trainieren wir mit pratzen, sandsäcken oder dergleichen (kommt schon mal vor, aber sehr selten, keinesfalls regelmäßig). free-fight, sparring o.ä. fehlen auch. das pratzen-training fehlt mir irgendwie am meisten, das fand ich immer höchst effektiv, denn was nützt es, ständig löcher in die luft zu schlagen? man muss auch mal irgendwo reintreten können, um zu wissen, WIE es sich anfühlt, sonst wird das erlernte doch nie effektiv sein. ![]() statt dessen wird bei uns eben stets oi-zuki, age-uke, soto-uke, mai-geri etc. quer durch die bank geübt, aber unser sensei legt (grade beim anfänger-training) größeren wert auf die armtechniken, also schlag und blocktechniken, beintechniken werden weniger trainiert. hinzu kommt der betont tiefe stand, der anstrengend ist und auf die beine geht. selbst nach nem jahr training, und ich trainiere wirklich 2 mal die woche regelmäßig, hab ich noch manchmal muskelkater. ich trainiere zur zeit noch bei der unterstufe, auch die inhalte da find ich langsam etwas öde, wie gesagt zu viele wiederholungen der gleichen techniken. bin nun echt am überlegen ob ich das noch weitermachen soll. wenn ichs aufgebe, naja, dann war das letzte jahr training fasst umsonst... anderenfalls mach ich halt endlich meinen gelbgurt. schade wärs auch, weil ich dann schon wieder abgebrochen hätte... aber ich fühl mich da halt irgendwie net mehr so gut aufgehoben. hab nun parallel mit ju jutsu angefangen und das scheint schon mehr in die richtige richtung zu gehen, also arm und beintechniken, fallschule, festhaltegriffe und hebel, partnerübungen etc. ich würd mich sogar wieder für shaolin kempo anmelden bei besagtem verein, aber naja, zur zeit nich genug moos und so, daher muss ich noch warten bis anfang nächsten jahres oder so. was würdet ihr tun? shotokan weitermachen? oder eher umorientieren? ist bei euch, die ihr shotokan trainiert, das training auch ähnlich aufgebaut? mein ziel wär halt vor allem, sv techniken zu erlernen und auch mal zu prügeln, irgwo reinzuschlagen! beim karate wird halt nich wirklich gekämpft und das find ich eben so schade. was mir auch noch aufgefallen ist, ist die tatsache, dass einige mitglieder beim shotokan zu lasch sind, also sie trainieren nicht hart, können manche einfachen techniken nicht vernünftig, sogar bei grün bzw. violettgurten schon derbeste patzer gesehen. |
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#2
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| Ich würde unbedingt mit Karate (Shotokan) aufhören, an Deiner Stelle! Mach was anderes. |
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#3
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| Wenn du nicht mehr mit Begeisterung, Elan und Überzeugung beim Training bist, ist es an der Zeit sich nach etwas anderem umzusehen. Dich zum Shotokan zu quälen, obwohl es eigentlich einen Haufen anderen Kram gäbe, der dir mehr Spaß macht, ist nicht sinnvoll. Das eine Jahr ist auch kaum verloren, nur weil du die Techniken evtl. nicht wirst "übernehmen" können: denn mit Sicherheit ist deine Koordination, deine Beweglichkeit, deine Fitness besser geworden und du startest in deinem neuen Kampfsport mit einer ganzen Palette von "Vorteilen" gegenüber totalen Anfängern.
__________________ Man is a pupil, pain is his teacher. - Alfred de Musset |
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#4
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| Einfache Antwort "Wenn es dir keinen Spaß macht, hör auf und mach was anderes". Warum sollte man sich freiwillig irgendwas antun, was einem nicht gefällt? |
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#5
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| Wenn dir das JJ, was du parallel machst, soviel besser gefällt, laß das Karate sein, konzentrier dich darauf und wenn du meinst, das das SK dir noch besser gefällt, mach JJ so lange, bis du die Kohle für das zusammen hast, was dir wirklich am Herzen liegt. Denn dann wirst du dabei bleiben, Spaß haben und Fortschritte machen!
__________________ Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt. (Leo Tolstoi) |
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#6
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| Das Gefühl kenne ich, hör auf deinen Bauch und mach lieber JJ intensiver!
__________________ Luther Bibel :Gelobet sei der HERR, mein Hort, der meine Hände lehrt streiten und meine Fäuste kriegen |
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#7
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| Hab das gleiche problem bei nem Shotokan verein gehabt. Ich habe aufgehöhrt und mich umorientiert/mich weiter größtenteils aufs Jiu-jitsu konzentriert. Also hör lieber auf und such dir was was dir wirklich spaß macht. gruß Andy P.S.: Oder Bekomm, wie ich, nen Privaten Shotokan lehrer, glücklicher zufall, der sehr viel SV und dynamik im Shotokan macht. ( Auch glücklicher Zufall) |
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#8
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| Ich kann mich zwar überhaupt nicht über Shotokan oder meine Lehrern beschweren aber man sollte nur trainieren was spaß macht! |
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#9
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| kein Spass => aufhören. oder: neues Dojo suchen. Gerade beim Shotokan gibt's da riesige Unterschiede.
__________________ FA: Fortgeschrittener Anfänger; BA: Blutiger Anfänger |
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#10
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| Ein typisches Training sieht bei uns so aus: - Aufwärmen - Dehnen - Lockeres Sparring - Angriffskombinationen oder Verteidigungssituationen üben die im Kampf anwendbar sind; nicht statisch, sondern aus der Bewegung heraus - Pratzentraining (wenn wir nicht zu viele sind) - Zum Schluss wird gekämpft Meine letzte Bahn Oi-Zuki bin ich übrigens vor Monaten gelaufen, das tun wir nur wenn Prüfungen anstehen. Was ich dir damit sagen will: Es kommt krass aufs Dojo an in dem du trainierst! Ich habe früher auch Jahre lang in einem Dojo trainiert wie du es beschrieben hast, irgendwann bin ich gefrustet abgehauen und hab mich in richtung MT, MMA, LutaLivre blabla orientiert, irgendwann bin ich dann mal einem Kumiteorientierem Shotokan-Dojo übern Weg gelaufen und siehe da, ich habe (fast) genau das Karate was ich mir immer gewünscht habe. Schau dich also mal nach nem anderen Dojo um oder wechsel die Sportart. Bleib auf keinen Fall in deinem Dojo wenn du dort so starke Zweifel hegst. |
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#11
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| Hallo, du hast geschrieben, dass du das SV-Training bzw. den Freikampf vermisst. Ich denke da ist es nach einem Jahr Karate noch zu früh, um mit soetwas anzufangen (zumindest im Shotokan). Aber soweit ich weiß, kommt das doch später spätestens mit dem Braun- oder Schwarzgurt dazu, oder nicht? Bin da jetzt auch nicht so optimal informiert, aber soweit ich weiß, macht man später auch Freikampf, was nützlich für die SV ist. |
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#12
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| @Jens91: Also bei mir machen die Kinder schon ab dem 2. Training Freikampf... Allerdings nicht das DKV Wettkampfgehoppel sondern ordentliches Randori. Das kann man locker machen. Klar ist es am Anfang mehr wildes rumgefuchtel als Kampf, aber das gibt sich ziemlich schnell Bei Erwachsenen siehts am Anfang meist eher nach Kickboxen aus ![]() Laut DKV-PO gibts Jiyu Kumite (Freikampf) erst bei der Prüfung zum 2. Kyu. Ich musste das, wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, schon 2 Prüfungen vorher machen. Aber selbst das ist imho zu spät. Im Kyokushin oder beim Boxen macht man doch auch von Anfang an Freikampf, warum sollte es im Shotokan anders sein? @TE: Raus aus dem Verein. Mach was, das dir Spaß macht, sonst bleibst du auf lange Sicht eh nicht dabei.
__________________ Achtung: Meine Aussagen sind potenziell ketzerisch! Trotzdem lasse ich mich auch gerne anhand von Fakten belehren :D |
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#13
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| Wenn du jetzt aufhörst war 1 Jahr umsonst , aber du gewinnst unendlich viel dadurch , das du nicht noch mehr Zeit mit etwas verschwendest was dir kein spass macht und dich nicht vorranbringt. Ich hab fast 4 jahre "verschwendet" dadurch das ich mir immer gedacht habe wird schon noch irgednwie ...
__________________ What do u know about fighting if u have never been in a ring/cage ? Nothing ! absolutely nothing |
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#14
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| Also ich würde dir aus meiner eigene Erfahrung auch raten aufzuhören. ich das Gefühl. Hatte früher Kickboxen und Judo trainiert nach dem ich einiges ausprobiert habe. Shotokan war für mich auch nix da ich den Kontakt brauche. Hätte niemals gedacht, dass ich jemals irgendwas mit Karate anfangen werde (bin jetzt aber doch beim Kyokushin Wenn du keinen Spaß hast würde ich aber aufhören, Geld kann besser vernichtet werden. |
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#15
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| Ich würd dir raten wieder ins Shaolin Kempo zu gehen wenn es das ist was du wirklich willst. Alles andere wird dich nämlich dann auf Dauer auch nicht befriedigen. Man sollte stets das tun was man wirklich will und das aus vollem Herzen. Zum Geld. Ich kenn das nur zu gut, bin ja selbst Student, ABER dann würd ich nebenher noch jobben gehen oder den Studienkredit leicht erhöhen. Was denkst du denn wie oft ich am heulen bin, weil 50% meiner monatlichen Einnahmen für Karate drauf gehen und davon 3/4 für Sprit. Aber was bringt mir denn alles andere, wenn ich merke, dass es im Prinzip nicht das ist was ich suche. Man sollte stets versuchen seine Träume zu verwirklichen. Geld ist nicht alles im Leben. Wieviel kostet das Kempo denn? *neugier* |
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