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Karate, Kobudō Alles über die Kampfkünste von Okinawa



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  #46  
Alt 14-04-2017, 18:56
Benutzerbild von Tori
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Feld, Wald + Wiesenkickboxer
 
Registrierungsdatum: 24.10.2005
Beiträge: 4.841
Standard

Zitat:
Zitat von El Presidente Beitrag anzeigen
und die Wettkampf-Karateka also nicht? Stimmt, die meisten schaffen es auch nicht von der Umkleide auf die Wettkampfmatte, die verhoppeln sich schon vorher. Sorry, aber das ist Unsinn.
Tatsächlich?
__________________
Zitat Smoo: Ich geh' mir jetzt einen Nudelholzen oder so ähnlich.
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  #47  
Alt 15-04-2017, 11:43
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Karate
 
Registrierungsdatum: 05.04.2017
Ort: Oberbayern
Alter: 51
Beiträge: 5
Standard Karate beginnt und endet mit Respekt.

Weshalb wird eigentlich in der Karatewelt so häufig neben Diskussionen über irgendwelche Ausführungsarten und/oder Stilrichtungen auch eine entsprechende Bewertung (das ist gut, das ist schecht, die hoppeln nur rum, ...) vorgenommen?

Beim Skifahren gibt es jede Menge "Stilrichtungen" (Slalom, Riesenslalom, ..., Klassischer Langlauf, Freistil, Biathlon, ..., Tiefschnee, Telemark, Tourengehen, ... und und und). Und diese Stilrichtungen werden als Wettkampf und als Breitensport ausgeübt. Manche Menschen benötigen Skifahren wiederum zum Kämpfen und nackten Überleben: Bundeswehr Gebirgsjäger/Skijäger. Und es gibt jede Menge SkilehrerInnen mit unterschiedlichen Lehransätzen.

Seltsamerweise habe ich noch nie gehört "Das ist doch gar kein Skifahren." oder ähnliches.

Weshalb können wir das nicht genauso handhaben?

Ich selbst habe in den 1980er Jahren mit Goju Ryu angefangen. Bei der Bundeswehr gab es ein Shotokan-Dojo neben der Kaserne, also habe ich dort weiter geübt. Vor zehn Jahren durfte ich vier Jahre lang bei Andreas Albrecht in Wiesloch/Heidelberg neben Shotokan auch Hakutsuru-ken, Ryu-Sui-ken und Qi Gong lernen. Die letzten zwei Jahre war ich beruflich in Berlin und konnte somit intensiv Shito Ryu bei Carlos Molina lernen. Alles einfach Karate.
Insgesamt bin ich sehr Selbstverteidigungs-orientiert mit allem, was dazu gehört: In die Augen stechen, werfen, hebeln, Gelenke brechen, ...
Von Wettkampfkarate habe ich ziemlich wenig bis keine Ahnung.

ABER:
Als Mitglied in zwei ziemlich erfolgreichen Wettkampf-Dojos freue ich mich trotzdem über die entsprechenden Wettkampfaktivitäten und -erfolge. Ich helfe auch gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten bei der Ausführung von Turnieren oder ähnlichem.

Den Erfahrungsaustausch und Freundschaften pflege ich mit Selbstverteidigungsexperten, Wettkämpfern/Trainern bis hin zu "Ich-möchte-mich-etwas-bewegen-Karatekas" über verschiedene Stilrichtungen und Kampfkünste hinweg. Und wenn ich Anwendungsbeispiele höre, die ich nicht vertreten kann (z.B.: Manji Uke gleichzeitig gegen Jodan mawashi geri und Gedan mae geri), versuche ich eben, für mich nachvollziehbare Anwendungen zu finden und diese weiterzugeben.

Wo liegt denn nun das Problem?
Und um einer Antwort gleich vorweg zu kommen: Nein, die Verbände sind nicht das Problem.
Ich selbst bin in einem Verband als ganz normales Mitglied ohne irgendein Amt (Trainer im Verein zähle ich mal nicht als Amt). Und mir hat noch niemand von irgendeinem Verband etwas böses getan.

Meine persönliche Antwort:
Viele von uns nehmen sich viel zu ernst und möchten unbedingt ihre eigenen Vorstellungen auf andere übertragen. Und wenn etwas nicht klappt, sind andere Schuld.
Lasst uns doch von den Skifahrern etwas abschauen. Jeder kann und muss die richtige Ausübungsform/Stilrichtung für sich selbst finden. Und das kann sich gerne auch im Laufe des Lebens ändern. Aber insgesamt sollten sich alle gegenseitig respektieren und entsprechend behandeln.

Rei

ai nuke

P.S.: Hier noch eine Buchempfehlung passend zu diesem Thema:
"Das Buch der Freude" (Dalai Lama und Desmond Tutu)
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  #48  
Alt 15-04-2017, 14:24
Benutzerbild von FireFlea
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Karate
 
Registrierungsdatum: 23.03.2004
Ort: Pfalz
Alter: 39
Beiträge: 9.470
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Zitat:
Zitat von ainuke Beitrag anzeigen
Beim Skifahren gibt es jede Menge "Stilrichtungen" (Slalom, Riesenslalom, ..., Klassischer Langlauf, Freistil, Biathlon, ..., Tiefschnee, Telemark, Tourengehen, ... und und und). Und diese Stilrichtungen werden als Wettkampf und als Breitensport ausgeübt. Manche Menschen benötigen Skifahren wiederum zum Kämpfen und nackten Überleben: Bundeswehr Gebirgsjäger/Skijäger. Und es gibt jede Menge SkilehrerInnen mit unterschiedlichen Lehransätzen.

Seltsamerweise habe ich noch nie gehört "Das ist doch gar kein Skifahren." oder ähnliches.

Weshalb können wir das nicht genauso handhaben?
...
Lasst uns doch von den Skifahrern etwas abschauen. Jeder kann und muss die richtige Ausübungsform/Stilrichtung für sich selbst finden. Und das kann sich gerne auch im Laufe des Lebens ändern. Aber insgesamt sollten sich alle gegenseitig respektieren und entsprechend behandeln.
Ich gehe mal schwer davon aus, dass die Trickng Snowboarder aber nicht behaupten, Kampf- und Überlebenskifahren auszuüben, um das mal so zu nennen. Im Karate entstehen Diskussionen, weil jeder alles will. Die Sportverbände behaupten, 'traditionelles' Karate nach Funakoshi auszuüben und erzählen was von Samurai, japanischer Philosophie und Zen, gleichzeitig Straßen SV und Gesundheit und was weiß ich. Wenn jeder das was er macht als solches darstellen würde, gebe es auch weniger Streit.
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  #49  
Alt 15-04-2017, 15:09
Benutzerbild von CeKaVau
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Shotokan Karate Do
 
Registrierungsdatum: 18.06.2002
Ort: Chemnitz
Alter: 45
Beiträge: 583
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Hallo FireFlea,

Zitat:
Wenn jeder das was er macht als solches darstellen würde, gebe es auch weniger Streit.
Das sehe ich ganz genaus so, warum wird es aber trotzdem gemacht? Ich denke

1.) Selbsttäuschung.
2.) Werbung.

Hätte Samsung von Anfang an gesagt: Gebt uns 650 Euro für das ziemlich schicke Teil, aber seit uns nicht böse wenn's explodiert. Kann schon mal passieren. Jedem wäre klar gewesen, dass das Handy nicht so der große Erfolg geworden wäre.

Ich denke, diese beiden Gründe sind nicht kampfkunst- oder karatespezifisch. Die kommen immer und überall um uns herum, wenn es um Macht und Geld geht, vor.

Grüße
SVen
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