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#1
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| halli hallo da ich schon lange am grübeln bin, dachte ich, ich frag euch mal. Aaaaalsooo kleine Vorgeschichte: ich trainiere seit 5 jahren shotokan karate, und hab vor nem halben Jahr meine Prüfung zum ersten Dan geschafft ![]() da ich nur einmal die Woche ins Vereinstraining kann, zwecks blöde arbeitszeiten, wollte ich mal fragen, ob ihr tipps fürs training daheim habt? leider gibts hier keinen anderen Verein, wo ich hin könnte. Und es gefällt mir sehr in dem Verein wo ich jetzt bin. Ich hab halt gemerkt, das die techniken sich verschlechtern. Ich geh 2 mal die Woche ins Fitnessstudio und mach Kraftausdauer und Konditionstraining. Lauf halt immer wieder Katas, und so ein paar Techniken meist prüfungsprogramme. Habt hier vielleicht ein paar Tipps, was man an techniken so machen kann, wenn man nicht so viel platz hat? Also z.B. sequenzen auf der stelle oder nur einen schritt vor....oder theraband oder sandsack.....oder sowas wie einen kleinen trainigsplan? Vielen Dank schon mal fürs lesen ![]() |
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#2
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| In viereinhalb Jahren zum ersten Dan im Karate!? Das nenn ich mal schnell. Zu deiner Frage: Schau doch mal in das Buch "Kampfsport Solotraining" von Christoph Delp. Da findest du evtl was.
__________________ Mein Name ist Drops, wer mich ärgert geht hops! |
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#3
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| Hab vor kurzem für iOS User eine App gefunden: Heisst iKata Pro-für 26€ im Appstore kaufbar Beinhaltet sämtliche Katas & Techniken, die man im Shotokan so braucht. Hoffe dir hilfts, Grüße Edit: Hinweis auf illegale Downloadmöglichkeit entfernt
__________________ Pain is the best instructor -but no one wants to go to his class... Geändert von Vegeto (09-12-2011 um 19:10 Uhr). Grund: Hinweis auf illegale Downloadmöglichkeit entfernt |
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#4
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| Ich versuche mir immer mal wieder kombinationen einfallen zu lassen. Mal mehr fokus auf körperbeherrschung, mal mehr auf kampf. Aber trotzdem: für sich selbst kombis erfinden ist im gegensatz zum training in der gruppe recht lahm. Meist bevorzuge ich sandsack (auch am boden) oder katatraining. Und in 4 1/2 jahren zum ersten dan ist garnicht so besonders, finde ich. Ich selbst habe 3 1/2 gebraucht und kenne leute die es sogar in 3 geschafft haben. Mein problem ist aber nun ähnlich: durch fehlendes fortgeschrittenentraining im dojo (wir haben nur noch ne anfängergruppe) habe ich rost angesetzt... erst habe ich es nur durch solotraining versucht loszuwerden, ging auch solala. Aber jetzt wo ich zusätzlich noch mit einer partnerin kampftraining mache geht es halbwegs wieder. 2x die woche laufe ich alleine alle bekannten kata (die heians, 3 tekkis, kanku dai, unsu, jion, hangetsu, enpi, bassai dai). 1x die woche kampfreflextraining mit einer partnerin Ansonsten natürlich alle std-blocks durchgehen und ein paar kombis sowie gleichgewichtsübungen. 1x die woche noch sandsack training Alles in allem stelle ich dabei fest: mein karate wird zwar nicht besser, aber nun auch wenigstens nicht mehr schlechter. Ich bin wieder und bleibe nun auf altem niveau. |
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#5
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| Nun, es gibt ja 3847 Möglichkeiten sich KK-mäßig alleine zu beschäftigen und gerade bei lediglich 5 Trainingsjahren kann man sicher noch an vielen Dingen arbeiten. Hast du Partner, die du hin und wieder mal einspannen kannst? Das maximiert keine Möglichkeiten enorm. Grundsätzlich kann eine gute Anregung immer ein guter Lehrgang oder (für zwischendurch) Youtube sein. Wenn du bereits nen Dan hast, wirst du ja sicher schon einige Lehrgänge hinter dich gebraucht haben... kannst du davon vielleicht was in dein Training einbauen? Gibt es andere KK-Vereine die du nebenher noch besuchen kannst (Judo, JJ, etc.)? Was du sonst noch tun kannst: - Fitnessübungen (Tabata etc.) - Flexibilität - Neue Tritte / Techniken einüben (bspw. Gyaku Mawashi Geri) - Kitae (Oberkörper, Arme, Oberschenkel usw.) - Geht gut mit nem Baseballschläger für Kinder - Tameshiwari - Reations- / Ausweichübungen z.B. mit nem (Tennis-) Ball gegen die Wand - Distanztraining (z.B. mit einem von der Decke hängenden Ball) - Kataabläufe (Stileigene und Stilfremde) - Katavariationen (Spiegelverkehrt, einbeinig, einarmig, auf dem Boden, mit dem Rücken zur Wand, highspeed, slowmotion, rückwärts) - Kata-Anwendungen - Kobudo (machst du doch auch?) - Sandsacktraining, auch am Boden (z.B. Guard od. Kneemount) Vielleicht kannste damit schonmal was anfangen.
__________________ 17. + 18.03.2012 - Koryu Uchinadi Lehrgang mit Olaf Krey in Bielefeld |
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#6
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| Als Dan Träger sollte Einzeltraining problemlos möglich und selbstverständlich sein. Ersetzt zwar keinen Partner, ist aber die beste Möglichkeit deine Schwachstellen zu trainieren, oder Sachen die im Training vernachlässigt wurden. Es bietet sich an: - Krafttraining - Makiwara, Sandsack etc. - Seilspringen - Kata, spiegelbildlich, rückwärts, nach DVDs von anderen Stilen - apropo DVDs. Du kannst dir ein gute DVD Box kaufen wenn du eine findest um neue Eindrücke zu bekommen oder auf Youtube schauen. Am besten die nicht Mainstream Sachen. Als Schwarzgurt wirst du schon ein Gespür bekommen was Mist ist und was du assimilieren kannst.Ich empfehle Iain Abernethy und Lyoto Machida. - Mediation - Theorie: Geschichte des Karate usw., östliche Kultur - Psychologie: Angstkontrolle, Stress Ansonsten such dir Trainingspartner die was anderes wie Karate machen und mache Crosstraining.
__________________ There is awakening, but not one awakened. There is the path, but not one walking it. ~ Visuddhi Magga |
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#7
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| @ ZoMa Wie lauft ihr denn Kata auf dem Boden ? Ansonsten das wichtigste Heimtraining ist doch hier im Forum zu fechten. ![]() Auch wenn das bei manchen Senseis verpönt ist aber dabei lernt man Nervenstärke , Rhetorik und Argumentieren. Sehr wichtig in der " Street ". (find ich )
__________________ Wenn man nichts schreiben will schreibt man nichts und schreibt nicht daß man nichts schreiben will. |
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#8
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| Naja, du legst dich z.B. auf den Rücken und machst die Kata. Die Techniken sollte man dann möglichst auch auf "bodentaugliche Techniken" umbauen / anpassen.
__________________ 17. + 18.03.2012 - Koryu Uchinadi Lehrgang mit Olaf Krey in Bielefeld |
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#9
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| Vieleicht sehe ich das ja falsch,aber als Schwarzgurt sollte man doch selber darauf kommen was man machen kann, und wie man sich verbessern kann. denn genau das macht doch einen Schwarzgurt aus?. |
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#10
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| Hallo, HauWeg hat mit seinem Kommentar nicht ganz unrecht. Allerdings kann man auch als Schwarzgurt immer etwas dazulernen und somit ist die Frage hier im Forum sicher gut platziert. @Blackflower29: Leider gibst Du in Deinem Posting nicht an, welche(s) Ziel(e) Du mit dem Heimtraining erreichen möchtest. Somit ist es recht schwierig - zumindest für mich - kurz zu antworten. Wenn es Dir um technische Sauberkeit geht, dann ist intensive Wiederholung der zu trainierenden Techniken bzw. Technikfolgen eine Möglichkeit. Willst Du Deine Grundlagenausdauer und/oder Kraftausdauer steigern so sind ausgedehnte Crossläufe und/oder TacFit/CrossFit/FighterFitness/... eine gute Wahl. Auch der Tabata-Ansatz ist hierfür sehr effektiv. Wenn Du gleichzeitig noch an Deiner Schlagkraft und Variabilität arbeiten willst, so ist Equipmenttraining (Sandsack, Makiwara, frei hängender Ball, ...) eine gute Sache. Da Du ja auch Kobudo trainierst, kannst Du auch den Umgang mit den verschiedenen Waffen allein üben. Gerade für das Körpergefühl und die Körperdynamik ist das Waffentraining sehr gut geeignet und ein gutes Körpergefühl wirkt sich dann ja auch positiv auf die waffenlose Kunst aus. Viele Grüße Sven
__________________ funktionale SV und realistische Interpretation von Kata |
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#11
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| Eigentlich sollte es so sein, dass mit dem ersten Dan das Lernen erst richtig anfängt. Es heißt nicht umsonst Shodan = Anfangsstufe. Neben dem technischen Training sollte jetzt die Vertiefung des Wissens einen relevanten Teil des Trainings einnehmen. Videos schauen, Bücher lesen, Lehrgänge (auch gerne mal Stilfremde) besuchen, neue Katas lernen und verstehen (Bunkai), alte Katas auffrischen, etc... |
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#12
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| Man sollte sich vlt. mal fragen, warum die Leute nicht wissen, was nach dem Erreichen der Anfängerstufe machen sollen? Von Shu-Ha-Ri scheint man dann ja noch nicht viel gehört zu haben (und ich meine nicht den Esoterikquatsch der darüber geschrieben wurde). Mit dem ersten Dan hat man nur die absoluten Grundlagen gelernt, sprich die Bewegungen, danach geht es um andere Dinge, die einem jedoch von einem Lehrer gezeigt worden sein sollten. Wer jedoch noch in seinem "Technikdenken" und "Katasammeln" verhaftet ist (siehe den aktuellen Faden "Karatetechniken"), wird sich mit Sicherheit fragen, was er als Anfänger (nichts anderes ist ein Shodan) tun sollte. Videos gucken, neue Kata lernen oder Crosstraining ist es mit Sicherheit nicht... Grüße Kanken
__________________ Der Weg zum innersten Kern unseres Seins führt nicht an unseren tiefsten Ängste und Gefühlen vorbei, sondern mitten in sie hinein und hindurch. |
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#13
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| Zitat:
Was sind die anderen Dinge?
__________________ There is awakening, but not one awakened. There is the path, but not one walking it. ~ Visuddhi Magga |
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#14
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| Shu-Ha-Ri hatten wir hier doch auch schon oft und ich bin die ewigen Streitigkeiten darüber leid. Ich finde es nur schade wenn Leute, die ihren 1. Dan bekommen haben, in ein schwarzes Loch fallen, weil ihnen nicht vorgelebt und erklärt wurde, was im Karate danach kommt und wie sie Karate an sich anpassen können. So etwas kann man nicht "mal eben" in einem Forum niederschreiben, dass muss man vorgelebt bekommen. "Techniken" sind nur schlechte Krücken für grundlegende Bewegunsmuster und Prinzipien, so wie Kata keine Aneinanderreihung von Techniken ist oder ein Kampf gegen imaginäre Gegner, aber auch das hatten wir schon einmal zu oft hier. Als nächstes werden die üblichen Verdächtigen übner mich herfallen und mich zerreißen, auch das ist vorhersehbar. Warum ich das dennoch schreibe? Vlt. weil ja einer mal aus der Masse ausbricht und anfängt sich Gedanken zu machen, was Karate früher (vor Japan) mal war und wofür es gedacht war. Die Geschichte des Karate ist der Schlüssel. Wer sich dann auf die Suche nach Lehrern einer okinwanischen Richtung macht wird dann evtl. auch das Loch nach dem Dan schließen können. Grüße Kanken
__________________ Der Weg zum innersten Kern unseres Seins führt nicht an unseren tiefsten Ängste und Gefühlen vorbei, sondern mitten in sie hinein und hindurch. |
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#15
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| Scheint ja ziemlich geheimnisvoll zu sein. Was ist mir bisher entgangen? |
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