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  #16  
Alt 03-04-2002, 14:00
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Standard @wankan

Hi Hans-Jürgen,

Du hast natürlich recht, dass das Karate, das man lernt abhängig vom Dojo ist.
Ich bezog mich lediglich auf das Karate, wie es von der Shotokan-Nationalmannschaft und deren Trainern repräsentiert wird. Das ist natürlich nur ein kleiner Teil des gesamt DKV, aber ein wichtiger, nämlich der Teil, der das Karate in der Öffentlichkeit darstellt.

Was den Vorwurf der "Funktionärswirtschaft" angeht, so war das bis vor 5 Jahren im DJKB nicht besonders stark ausgeprägt. Aber OK, ich bin da vielleicht subjektiv (hab halt lange in Bottrop trainiert )
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  #17  
Alt 03-04-2002, 14:30
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Hi Jim Bob,
welch ein Zufall, Ende der 70er hab ich auch eine ganze Zeit bei
Sensei Ochi in seinem damaligen Shotokan Karate Institut trainiert,(mit Norbert Dalkmann, Werner Büttgen und Co.) man, ist das schon lange her. War aber eine tolle Zeit.
Du siehst, ich bin schon ziemlich traditionell geprägt und deswegen wird es für mich immer nur ein Karate geben.
In diesem Sinne Grüße aus Gelsenkirchen
Hans-Jürgen
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  #18  
Alt 03-04-2002, 14:42
Benutzerbild von Jim-Bob
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Standard GE

Hallo Hans-Jürgen,
würde mich nicht wundern, wenn wir uns mal übern Weg gelaufen sind.
Ist Euer Dojo in GE-Resse?
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  #19  
Alt 03-04-2002, 15:39
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Hallo Jim Bob,
nein, in Resse ist das Dojo von Rainer Kattelhun, unser Dojo ist in Schalke. Aus Resse kam ja auch damals Dieter Steineeg.
Unser Dojo gibt es nun auch scho über 30 Jahre ähnlich wie das in Resse.
Gruß
Hans-Jürgen
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  #20  
Alt 03-04-2002, 16:02
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Was traditionelles Karate ist, wird sich allgemeingültig fast nicht beantworten lassen, denn es ist immer eine Frage welcher Tradition man folgt.
Die JKA ist nur eine davon.
Man kann sich auf Funakoshi berufen, oder auf Okinawa andere wiederum gehen bis zu den chinesischen Wurzeln zurück.
Auch technisch lässt es sich kaum festmachen, wirft man dem Sportkarate seine technische Beschränkung vor und spricht von den traditionell mannigfaltigen Möglichkeiten aus den Kata so vergisst man, daß Funakoshi selbst eine starke Konzentration auf die Spezialisierung richtete oder daß die Zuki-Bushi Okinawas ebenso eine starke traditionelle Prägung haben.
Für mich wird dann traditionelles Karate betrieben, wenn man irgend einer o.g. Tradition folgt und Karate mehr ist als nur Sport, was nicht gleich Karatedo heißt.

Was nun die Verbandszugehörigkeit angeht so sind hier die Vorteile für das jeweilige Dojo ja schon genannt worden und meine Erfahrung im, oft so verschrienen DKV ist, daß hier eine recht große Toleranz in Bezug auf die Ausprägung des Karate im jeweiligen Dojo herrscht.
Schwierigkeiten ergeben sich eigentlich nur dann, wenn das einzelne Dojo meint seine Wertmaßstäbe allgemein gültig für alle zu erklären und glaubt nur seine Wahrheit sei die richtige.
Aber dann macht man ja auch schon Verbandspolituik....also genau das was man vorher so angeprangert hat.

Ich denke ein weiterer wichtiger Punkt von Verbänden ist aber auch die Öffentlichkeitsarbeit, gerade im Bereich KK sollte man sich vorstellen, es gäbe keine Verbände mit deren öffentlichkeitswirksamen Wettkämpfen und Publikationen, das Bild des KK wäre ausschließlich durch Haudrauf Filme und bekloppte die meinen Ihr Ninja Schwert am lebenden Objekt testen zu müssen, geprägt.
Jeder von uns genießt die Möglichkeit der freien Ausübung seines Sports diese wäre massiv gefährdet.
Ein recht unspektakuläres Beispiel, im Zuge der Kostenexplosion im Gesundheitssektor wird ja auch diskutiert den Versicherungsschutz bei gefährlichen Sportarten entfallen zu lassen oder zu verteuern.
Reiten und Fußball stehen in den Verletzungsstatistiken ganz oben, ernsthaft diskutiert werden sie aber nie, weil die Lobby stimmt ohne eine starke Interessenvertretung wären die Kampfkünste sehr schnell auf so eine Liste sehr weit oben... Hiervon profitieren Verbandsfreie genauso, ich habe noch nie gehört, daß sich ein verbandsfreies Dojo gegen soetwas wehrt....
__________________
Freundliche Grüße
Jibaku

Geändert von Jibaku (03-04-2002 um 16:04 Uhr).
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  #21  
Alt 03-04-2002, 16:06
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Standard Die DJKB Diskussion / Shotokan Karate ist tot lang lebe das Shotokan Karate....

Liebe Karateka,
anläßlich des immerwieder auftretenden Problems, möchte ich nochmal eindringlich auf die Diskussion im DJKB Forum aufmerksam machen, welche sich genau damit befasst. Leßt bitte die Beitäge gut durch, und dann laßt uns die Diskussion hier weiterführen.
Die eigentliche Diskussion began mit dem von mir geschriebenen Text:

"Das Shotokan Karate ist tot, lang lebe das Shotokan Karate."


www.djkb.com

Mit Respekt

Oss

DieKlette
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  #22  
Alt 04-04-2002, 10:28
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Es geht hier nicht um DJKB, sondern um DKV und JKA. grüße der Nette Kerl
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  #23  
Alt 04-04-2002, 12:09
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Der DJKB vertritt doch die JKA Linie in Deutschland, also doch DJKB (JKA Karate) DKV
Grüße
Hans-Jürgen
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  #24  
Alt 04-04-2002, 14:48
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Ja, das ist es ja doch ich meine um Karate zu verstehen sollte man an die Wurzeln zurück gehen.
Karate kamm in der 70er nach Deutschland und es wurde Karate so gezeigt das die Deutschen es verstanden haben, das heißt aber auch das Sie vileicht nicht alles gezeigt haben. Wieso gibt es unterschiede in dem Buch Gischin F. mein Weg im Englischem und im Deutschem? es giebt im Englischen 3 Bilder mehr... Wo G.F. mit Waffen umgeht? abwehr mit dem Bo einen Sai angriff der Einer der Anführer der Kampfkunst der leeren Hand mit einer Waffe in der Hand??? wieso gibt es das nicht in der Deutschen Ausgabe??? ich glaube es wird uns vieles Vorbehalten wenn man nur in Deutschland bleibt und nicht über den Tellerrand schaut. oder?
Ich, wenn ich im Dojo stehe praktiziere ich Karate da hat Politik nichts verloren und das ist vür mich wichtig. Aber trotzdem stecke ich nicht den Kopf in den Sand. mit sportlichem Gruß der Nette Kerl
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  #25  
Alt 04-04-2002, 14:49
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sorry für die Fehler habe sie zu spät gesehen
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  #26  
Alt 07-04-2002, 01:26
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Hallo Wankan

mit dem DKB hast Du recht, aber Du kennst die Geschichte warum, wie und weshalb diese ganze Misere, wenn wir es einmal so nennen wollen entstanden ist.
Die Grabenkämpfe und alles was mit dieser schmutzigen Art der Vereinsmeierei und Politik zu tun hat, führt zu diesen Dingen.
In Japan ist es auch nicht anders.
Du dürftest mich vielleicht noch von früher kennen, ebenso wie Peter Brockers, Rolf Michalek usw.

Mit den Hallen hast du leider auch Recht, aber ich denke, wer wirklich Budo betreiben will, der kann dies auch nur in einem Dojo, nicht in einer Turnhalle.

Wer den Weg des Bushido gehen will, dies nehmen wir ja gerne in dem Mund, der kann das m.E. nicht, wenn er täglich seinem gutbezahlten Job nachgeht und dann zweimal wöchentlich in der Turnhalle steht.

Stelle Dir die Großmeister mit ihren hohen DAN-Graden, ihren schneeweißen Gi und neuen rotweissen Gürteln vor, die zweimal in der Woche in einer Turnhalle große Reden schwingen und dann machen lassen. Du kannst mir ´nicht sagen, dass diese lehren, denn wo wollen Sie es denn herhaben. Bis zum 3. oder 4. DAN vielleicht selbst aktiv gewesen, an LG teilgenommen etc., dann halt nichts mehr.

Budo übt man ein ganzes Leben. Aber ich ende mal, bevor ich hier abschweife.
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  #27  
Alt 07-04-2002, 09:49
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Hallo Kujiro,
Mit dem Ausschweifen hast Du Recht, daß ist bei diesem Thema ja auch nicht schwierig.
In Deinen Ansichten gebe ich Dir eigendlich auch Recht. Welcher Budoka träumt nicht von einem eigenen Dojo? Leider läßt sich das nur für die wenigsten realisieren. Dennoch denke ich kann man den Weg des Karate, ich will bewußt gar nicht so weit gehen und es den Weg des Bushido nennen, konsequent verfolgen.
Es ist in unserer Gesellaschaft sehr schwierig von Karate zu leben, es sei denn man zieht die ganze Sache wieder kommerziell auf und dann tritt wieder die Frage auf ist das der Richtige Weg (DO).
Die Verbandsmeierei habe ich nur zu gut verfolgt, und ich denke man hält sich am besten raus und betreibt einfach nur Karate, denn das ist es worauf man sich konzentrieren sollte.
Gruß
Hans-Jürgen
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  #28  
Alt 07-04-2002, 10:05
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Hi Wankan

ja klar, aber manchmal ist man halt gezwungen sich in diese Politik einzumischen. Jeder behauptet er betreibe traditionelles Karate oder halt wie Kemposchüler meinte "originäres" Karate.
Ich frage mich jedoch was dies alles sein soll. Das System wurde immer vom Meister an den Schüler weitergegeben, viele Kata wurden erst nach 1900 entwickelt, vor allem im Shotokan, das Gojuryu, Shitoryu etc. hat die Kata dann vor einigen Jahren nochmals modifiziert, um im großen Teich des Wettkampfkarate mitschwimmen zu können.
Durch die Weitergabe an die Schüler wurde das System immer mehr durch deren Varianten angereichert. G. Funakoshi besuchte beispielsweise das Shotokan-Dojo nicht mehr, da durch seinen Sohn und M. Nakayama das von ihm gelehrte Karate nur noch in die Wettkampfrichtung steuerte.
Prüfungsprogramme etc. wurden erst nach der Zwangsregistrierung nach 1930 eingeführt usw. usw.

Überall in jedem Stil taucht nun das Bubishi auf. Was ist denn da eigentlich traditionell? Ist es nicht so, dass wir als alte Recken das Karate oder das, was man uns gelehrt hat weiter erforscht haben und so dem Back to the Root näherkommen oder wollen wir nur Kata tanzen und uns in öden Kumitevergleichen messen, dies dann vielleicht auch noch mit 50, 60 oder 70 Jahren, oder gehen wir dann kegeln.
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  #29  
Alt 07-04-2002, 11:42
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Hi Kujiro,
ich kann von mir und meinen Schülern nur sagen, daß ich/wir nie versucht haben die verschiedenen Strömungen der Verbände mitzumachen, ich/wir sind der alten Linie immer treu geblieben und haben nie versucht auf den Zug der verschiedenen Neuerungen aufzuspringen. Das hat bis dato auch hervorragend funtioniert.
Wer vermag schon genau zu definieren was traditionell oder nicht ist. Für mich ist es schon eine Art von traditionell, daß ich das Karate so wie ich es damals gelernt habe ohne Änderungen und Verwässerungen weitergebe. Für mich ist es sehr vermessen, wenn einige namhafte Karateka hergehen und Kata verändern nur damit sie auf Wettkämpfen erfolgreich sind. Nur, wenn wir mal zurückdenken sind wir doch alle mit dem Wettkampfkarate groß geworden und haben gelernt mit ihm zu leben. Es kommt immer darauf an, welche Wertigkeit wir ihm beimessen.
Gruß
Hans-Jürgen
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  #30  
Alt 07-04-2002, 11:58
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Hi wankan

im Prinzip schon. Ich habe auf Okinawa erlebt wie das "moderne" Karate Einzug gehalten hat, wie Traditionen "verändert" wurden etc.

Sicher sind wir mit dem Wettkampf-Karate gross geworden, doch dies hat jetzt wohl zumindest für uns doch mehr einen "Spielcharakter", der irgendwie dazugehört, aber nicht alles ist.
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