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  #1  
Alt 08-05-2006, 09:50
Benutzerbild von Drake
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Kriegsveteran
 
Registrierungsdatum: 03.01.2005
Alter: 23
Beiträge: 748
Standard Der verflixte Ushiro-Geri

Seas Leute!

Kann mir jemand Übungen für den Ushiro-Geri empfehlen?

Nach vier Trainingsjahren immer noch nicht damit klarzukommen, nervt langsam.
Leider wird er auch nicht allzu oft im Training geübt und falls es trotzdem mal gemacht wird, mangelts an nützlichen Tipps.

Mein Problem ist, dass ich
1. nicht den "Rücken anspannen" kann, wie auch immer das gehen soll
2. nicht kontrollieren kann, wohin ich mit dem Fuß hinter mir treffe
3. nicht mehr in einem sauberen Zenkutsu-Dachi "lande"

Hilfe und Danke
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Bevor du jemanden kritisierst, lauf einen Kilometer in seinen Schuhen. Wenn du ihn dann kritisierst, bist du einen Kilometer weit weg und hast seine Schuhe.

Geändert von Drake (08-05-2006 um 11:31 Uhr).
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  #2  
Alt 08-05-2006, 10:02
Benutzerbild von Bananenesser
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: bushidokai karate
 
Registrierungsdatum: 12.07.2005
Alter: 29
Beiträge: 462
Standard

ahoi!
ja ja der ushiro geri, ein kick der viele zu verzweiflung bringt

eigentlich ist er ganz einfach!
ich hab den kick wie folgt geübt:

1. zuerst nur den kick, also ohne drehung. locker
2. nur die drehung, ohne kick. locker

und wichtig, versteife dich nicht auf den stand danach!
den kick willst du doch eh im kumite anwenden, oder?

wenn dich technik mit beiden beinen einigermaße sitzt, spiel damit.
versuche so oft den kick zu machen, das er sich einschleift!

die drehung lässt sich auch gut als finte bebrauchen, musst also nicht immer treten, oder du machst den ushiromawashi geri aber da heulen die meisten rum weil das soooooooooooo gefährlich ist

fazit: erst locker einschleifen, dann damit spielen und artverwandte techniken auch üben. so bekommst du ein gefühl für den kick und die drehung
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schnell und direkt wirst du nur mit CHI! das resultat ist POWER!
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  #3  
Alt 08-05-2006, 10:05
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Karate, etwas Luta Livre
 
Registrierungsdatum: 09.10.2001
Ort: Deutschland, NRW, Raum Köln
Beiträge: 2.381
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-Langsam üben.
-Einzelne Sequenzen üben, z.B.
Rückwärtsdrehung ohne Tritt aber mit kurzem Stop der Hüfte
Rückwärtsdrehung mit Knie hochziehen und kurzem Stop der Hüfte
Rückwärts treten auf Ziel ohne Drehung (Kopf nach oben, Fußspitze des Trittfußes nach unten)
-Mit Pausen in der Technik üben, also erst drehen, dann treten, dann wieder drehen - aber Vorsicht: Das ist nicht der richtige Bewegungsablauf, muss also auch wieder "abgestellt" werden.

-allgemein Gleichgewichtsübungen mit Drehungen, andere Techniken mit Drehung (Uraken, ushiro-ura-mawashi-geri,...)
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Grüße, Michael
Karate in Köln und Lindlar
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  #4  
Alt 08-05-2006, 10:14
Benutzerbild von Soju
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Systeme Einfuehren in China
 
Registrierungsdatum: 13.09.2004
Ort: Ursprünglich Flensburg, jetzt Ningbo (China)
Alter: 39
Beiträge: 809
Standard

Das was hier schon erwähnt wurde, also in Sequenzen üben ist sehr gut.

Zitat:
Zitat von Drake
1. nicht den "Rücken anspannen" kann, wie auch immer das gehen soll
Wenn du den rücken anspannen willst musst du auch die bauchmuskeln anspannen. Also versuch eher "den Rumpf" anzuspannen als dich auf den rücken zu konzentrieren.


Zitat:
Zitat von Drake
2. nicht kontrollieren kann, wohin ich mit dem Fuß hinter mir treffe
1. Sequenz: Drehen (entweder mit fuß noch unten oder schon oben)
2. Sequenz: GUCKEN! Das heißt den kopf drehen bis du das Ziel siehst.
3. Sequenz: Treten. Und erst dann treten wenn du das Ziel siehst. Niemals Blind treten. Wenn du das Ziel nicht sehen kannst bist du entweder zu Unbeweglich im nacken/Hals (unwahrscheinlich) oder du hast dich nicht weit genug gedreht.

Zitat:
Zitat von Drake
3. nicht mehr in einem sauberen Zenkutsu-dachi "lande"
Wahrscheinlich trittst du zu schnell, bzw. willst dich zu schnell weiterdrehen um wieder frontal zum gegner zu stehen. Zieh erst das Bein zurück und dreh dich dann weiter. Das ist am Anfang etwas abgehackt, aber mit der zeit wird es flüssig.

Die Trittechnik beim Ushiro geri ist nicht wahnsinnig schwer, schwer ist es das Gleichgewicht den ganzen Tritt durch zu halten. Daher konzentrier dich darauf.
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  #5  
Alt 08-05-2006, 13:36
Benutzerbild von Ryushin
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Kampfkunst: Judo, Karate (S/SOK)
 
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Ort: Rheinland-Pfalz
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Beiträge: 1.148
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Die Koordination Drehung / Tritt ist nach meiner Erfahung häufig die Ursache der Probleme beim Ushiro Geri. Hier hilft es imho sehr, bei anfänglichen Üben einfach die Hand / den Arm der Seite des tretenden Beines gleichzeitig / im Vorgriff auf den Rücken zu legen / um die selbe Achse zu drehen, e.g. Ushiro Geri rechts beginn die Drehbewegung, indem man / frau die rechte Hand / den rechten Arm in die Drehrichtung des Körpers auf den Rücken bewegt und dort bei der gesamten Körperdrehung läßt.

Den Trick hab ich aus dem Early Bird Training in Jo'burg mitgebracht ... und der konnte wirklich Ushiro Geri's ...

Weiterhin empfiehlt es sich, während der gesamten Drehung den Oberkörper möglichst aufrecht, d.h. die Drehachse des Körpers möglichst senkrecht zu lassen ...

Rgds,
Ryushin
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Geändert von Ryushin (09-05-2006 um 10:24 Uhr). Grund: Misspelling
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  #6  
Alt 08-05-2006, 13:54
Benutzerbild von Ronja
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Kampfkunst: Shotokan Karate
 
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Beiträge: 233
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Zitat:
Zitat von Soju
(...) Zieh erst das Bein zurück und dreh dich dann weiter. Das ist am Anfang etwas abgehackt, aber mit der zeit wird es flüssig.(...)

Das hat mir bisher auch am meisten geholfen; Nicht ans drehen denken sondern mehr ans Ziel; - und dann den Fuß nochmal zurückziehen! ...

ich übe auch immer noch...

Grüße,

Ron.
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  #7  
Alt 08-05-2006, 14:14
Benutzerbild von jauu
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Ort: Kiel
Alter: 24
Beiträge: 286
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Mohoin!

Joa wurd ja schon fast alles gesagt. Vielleicht noch ne kleine Übung zum Gleichgewicht. Stell dich auf ein Bein, das andere Bein vorne angezogen und dann trittst du langsam nach hinten und schauts auch nach hinten.


Schaffst das schon
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LG Micha ;)
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  #8  
Alt 08-05-2006, 16:00
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Registrierungsdatum: 22.02.2005
Ort: Saarbrücken (Saarland)
Beiträge: 406
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Hi !
Zitat:
Zitat von Drake
Ushiro-Geri ... 2. nicht kontrollieren kann, wohin ich mit dem Fuß hinter mir treffe 3. nicht mehr in einem sauberen Zenkutsu-Dachi "lande"
Übe den Ushiro-Geri als Wendung im Zenkutsu-Dachi und dann Tritt nach hinten: vorderen Fuß leicht nach innen umsetzen, so dass beide Füße auf einer Linie sind, dann Drehung zu Zk nach hinten, dort ggf. das gLeichgewicht wiederfinden und einfach das Bein von vorne nach hinten strecken.

zu 2.: Übe mit Kontakt auf große Weichböden, die festgebunden an der Wand stehen) oder gegen die Leber-Oberseite von kleinen Kästen oder auch große Kästen oder gegen eine vom Partner gehalten, etwas gewölbte kleine Matte, also mit allem als Ziel, das etwas nachgeben kann. Dann kann man auch mit Partner üben, der einem mitteilt, wo der Fuß war - und wie strak verdreht...
Zu 3.: Übe auf einer Linie: rechten Fuß rechts von der Linie, den linken Fuß links vond er Linie und dann eben auch wieder auf der "richtigen" Seite absetzen.

itachi
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  #9  
Alt 08-05-2006, 16:25
Benutzerbild von ZoMa
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Auch wenn ich nichts produktives zur Ushiro - Problematik beitragen kann, so denke ich das der Ushiro Geri nicht gerade die sinnvollste Karatetechnik ist. Es würde mich mal interessieren, wie lange der U.G. in dieser Form (in ZK nach vorne getreten) schon bekannt ist / geübt wird.

Ich verwette ja meinen Kyu darauf, dass dieser Tritt eine Erfindung der Neuzeit ist, betrachtet man die Ausführung über den Rücken nach vorne, fragt man sich doch ob es nicht vielleicht günstigere Alternativen zum nach-vorne-treten gibt.
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  #10  
Alt 08-05-2006, 16:35
Benutzerbild von Soju
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Standard

@ZoMa: Über sinnhaftigkeit lässt sich bei so gut wie jeder Technik streiten. Jede Technik macht für Gewisse Anwendungen und Personen Sinn, für andere eben nicht.

Spezifisch für den Ushiro Geri "nach vorne" würde ich sagen, dass er für die SV wenig Sinn macht, da man dem Gegner den Rücken zudreht (kenne aber auch Leute, die ihn da mit Erfolg verwendet haben). Als Wettkampftechnik macht er Sinn, zumindest habe ich schon Punkte damit gemacht. Als Gleichgewichts- und Koordinationsübung macht er ebenfalls sinn.
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  #11  
Alt 08-05-2006, 16:45
Benutzerbild von Bananenesser
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is doch egal wann dieser kick "erfunden" wurde!
was klappt das klappt. es gibt techniker die hauen dich mit den schwierigsten kicks schwindelig und es gibt leute die verzweifeln schon bei einem maegeri
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  #12  
Alt 08-05-2006, 19:00
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Zitat:
Zitat von ZoMa
Auch wenn ich nichts produktives zur Ushiro - Problematik beitragen kann, so denke ich das der Ushiro Geri nicht gerade die sinnvollste Karatetechnik ist. Es würde mich mal interessieren, wie lange der U.G. in dieser Form (in ZK nach vorne getreten) schon bekannt ist / geübt wird.

Ich verwette ja meinen Kyu darauf, dass dieser Tritt eine Erfindung der Neuzeit ist, betrachtet man die Ausführung über den Rücken nach vorne, fragt man sich doch ob es nicht vielleicht günstigere Alternativen zum nach-vorne-treten gibt.
Ich finde ihn recht interessant! Er ist ein Tritt der im Wettkampf schnell kommen kann!

Klick mich hier mal ein Link zu Wikipedia.
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  #13  
Alt 08-05-2006, 22:29
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um den ordentlich zu platzieren musst du über die schulter nach hinten gucken, die auf der selben seite ist wie das tritt bein. hilft ungemein.

das mit dem stand is übungssache.

der ushiro geri ist vom prinzip her dem kekomi gar nicht so unähnlich. beim tritt kannst du allerdings kaum die hüfte reinknallen. trotzdem musst du mit ihr arbeiten um das sauber hinzubekommen...
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  #14  
Alt 09-05-2006, 11:51
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Zitat:
Zitat von Soju
@ZoMa: Über sinnhaftigkeit lässt sich bei so gut wie jeder Technik streiten. Jede Technik macht für Gewisse Anwendungen und Personen Sinn, für andere eben nicht.

Spezifisch für den Ushiro Geri "nach vorne" würde ich sagen, dass er für die SV wenig Sinn macht, da man dem Gegner den Rücken zudreht (kenne aber auch Leute, die ihn da mit Erfolg verwendet haben). Als Wettkampftechnik macht er Sinn, zumindest habe ich schon Punkte damit gemacht. Als Gleichgewichts- und Koordinationsübung macht er ebenfalls sinn.
Ob die Technik Sinn macht oder nicht, ich muss/will sie trotzdem können.

Dass sie effektiv ist, steht IMHO aber dennoch außer Frage, ich hab oft genug einen sauberen Ushiro-Geri abbekommen bei dem mir die Luft wegblieb.
Ein Wettkämpfer aus einem Dojo hier in der Nähe schleudert mit seinem Ushiro-Geri den Gegner fast 4 m von der Matte......aber darum geht es hier ja nicht.

An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön!
Ich hab jeden der Tipps bisher ausprobiert und kann schon kleinere Erfolge verbuchen, ich übe fleißig weiter. (Und das funktioniert natürlich besonders gut, wenn man merkt, dass es langsam funktioniert.)

Bin natürlich auch weiterhin offen für gute Tipps!
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  #15  
Alt 09-05-2006, 14:06
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Hi,
kenne dieses Problem nur zu gut!
Was bei mir hilft, die HÜfte nicht aufzudrehen, dann fängt man automatisch an zu trudeln. Bei uns werden auch verschiedene Varianten geübt. EIne ist, Drehung und direkt bein hoch ziehen und durch das anlehnen an das andere stabilisieren, wenn du stabil bist treten.
Die andere Variante ist drehen, Fuß auf dem Boden lassen und dann treten.
Was mir auch geholfen hat ist, unten bleiben nicht hochkommen.
Plus den ganzen Rest, der vorher schon gesagt wurde.
Meiner MEinung macht der schon Sinn! Habe schon einmal einen ziemlich starken Ushiro Geri abbekommen, weil ich selbst es nicht schnell genug gesehen hab. Wer den schnell und gut kann, hat auf jeden Fall gute Karten!
Viel Erfolg beim Üben.

Gruß
Jessica

Geändert von jessica2902 (09-05-2006 um 17:03 Uhr).
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