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#16
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Mein Standpunkt: Karate hat sich im Laufe der letzten zweihundert Jahre aus anderen Systemen entwickelt. Japanische und okinwanische (sagt man das so?) Meister haben eigene Systeme mit ausländischen Systemen (vorallem aus China) verbunden. Fremdtechniken wurden dabei stückweise integriert. Karate teilte sich immer wieder im Laufe der Zeit in verschiedene Richtungen auf. Sogar Kickboxen ist letztendlich aus dem Karate hervorgegangen, zählt aber heutzutage nicht mehr zum Karate. Die Kyukushinkai Leute haben den Lowkick integriert. Albrecht Pflüger hat seinerzeit schon 1983 die Integration der Boxschläge gefordert. Ich finde das sehr vernünftig. Wie seht Ihr das? Ist das dann noch Karate? Bis dann Chuckybabe |
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#17
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__________________ Wer faul ist, darf nicht dumm sein. |
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#18
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| Dass die Kyokushinkai-Leute den lowkick eingeführt haben will ich bezweifeln, im klassischen Karate gab es mit ziemlicher Sicherheit keine high-kicks, auch wenn sie in den Formen so geübt werden. |
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#19
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| Also was den Yoko-geri angeht...ich benutze ihn schon häufiger im Freikampf. Meistens setze ich den vorderen Fuß zur Seite und trete dann mit dem Hinteren Fuß kekomi. Das hat den Vorteil, das der Gegner eine größere Trefferfläche bietet und der vordere Ellenbogen, nichtmehr im Weg ist. Das Fehlen von 20er-Kombinationen liegt meiner Meinung nach im Ippon-Gedanken begründet. Ein einziger Schlag soll den Gegner besiegen. Dazu muß alles für diesen Schlag stimmen: Distanz, Technik, Stand...und Atmung. Nu kann man aber nicht 20 Schläge hintereinander Ippon-Techniken machen, da die Atmung das einfach nich erlaubt. Man kann eine Ippon-Technik ja durchaus mit ein-zwei Angriffen vorbereiten, aber danach braucht man eben eine Pause zum Luft holen (wortwörtlich). Danch kann man den nächsten Ippon in Angriff nehmen. Aber einfach mit nem Fausthagel hinterherrennen ist da nich drin. Der Scheibenwischen funktioniert so lange gut, wie er nicht klemmt, d.h. bis er vom Angreifer blockiert wird oder überlaufen wird (klappt mit Uraken vorzüglich). Ich für meinen Teil arbeite in der Verteidigung auch viel mit der hinteren Hand und manchmal auch mit Gyaku-Kamae. Für mich funktioniert das besser als der Scheibenwischer. Oss |
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#20
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| Zitat:
unter Lowkick verstehe ich die Variante, wie sie im Thaiboxen getreten wird, d.h. voll durchgezogen. Im Karate werden diese Kicks klassischer Weise nach "Mawashi" Manier geschnappt und das hat nichts mit der Art und Weise zu tun, wie der Lowkick bei den Kyokushinkai-Karatekas durchgezogen wird. Außerdem vergiss bitte nicht, Karate als "leere Hand" existiert noch garnicht solange und hat immer von diversen Fremdeinflüssen gelebt. Bis dann Chuckybabe |
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#21
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| wir bei uns haben bei jedem kick 2 varianten: -snap -alles was du kannst (bitte nicht alles, im training zumindest) mfg |
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#22
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| Infight und Fertigmachen ist bei Karateturnieren meines Wissens verboten, bei uns darf der Gegner höchstens drei Sekunden festgehalten werden, wenn du ihn in der Zeit wirfst, ist es okay, wenn du länger brauchst, wars das. C'est la vie... @Chuckybabe: Das glaube ich eher weniger, da Kyokushin, also das Vollkontaktkarate meiner Ansicht nach noch am meisten mit dem ursprünglichen Karate (Kampf seitens der Bauern, um ihr Leben und ihre Existenz zu retten-mit aller Härte). Das Karate an sich hat sicherlich ein eingeschränktes Repertoire an Techniken (grundsätzlich so ziemlich die gleichen wie beim TKD etc.), was aber nicht heißt, daß man nicht über den Tellerrand schauen und andere Techniken aufnehmen kann. Inwiefern der Lowkick ursprünglich ist, werde ich bald erfragen, weiß auch schon bei wem. Zum Glück hat ja jeder seine Meinung, gelle? Gruß Thyura
__________________ Es gibt immer einen noch größeren Fisch |
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#23
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| Meiner Einschätzung nach war das frühe Kyokushin ein weit offeneres System als dies heute der Fall ist. Oyama hat doch einige Techniken aus anderen Systemen übernommen, die er als effektiv angesehen hat. So dürfte wohl die Einführung des Mawashi Geri Gedan (Low Kick) auf die Vergleichskämpfe mit Thai Boxern zurückzuführen sein, bei denen die frühen Kyokushin-Kämpfer sicherlich unliebsame Bekanntschaft mit dieser Technik gemacht haben... Ob die Einführung des Ago Uchi (Jab) eher aus dem Boxen oder Thai Boxen stammt, wage ich nicht zu behaupten. Im Karate der Lehrer Oyamas war diese Technik jedenfalls mit ziemlicher Sicherheit nicht enthalten. In den Büchern Oyamas finden sich außerdem jede Menge Wurf- und Hebeltechniken, welche im 'modernen' IKO-Kyokushin eigentlich auch verloren gegangen sind... Zu den ursprünglichen Fragen: Yoko Geri bedingt einerseits eine seitliche Kampfstellung, welche einerseits die Möglichkeiten mit den hinteren Extremitäten stark einschränkt und andererseits natürlich ein gewisses Maß an Beweglichkeit erfordert. Man wir also durch diese Kampfhaltung doch recht stark in seinen Möglichkeiten eingeschränkt. Dies soll aber nicht bedeuten, dass man so nicht effektiv kämpfen kann. Bill Wallace war ein Musterbeispiel dafür, wie man aus dieser Stellung heraus einen effektiven (Wett-)Kampfstil entwickeln kann. Im Sportkumite ist es außerdem ziemlich schwierig, für einen Yoko Geri Wertungen zu erzielen. Somit verzichten wahrscheinlich auch viele Wetkämpfer darauf, diese Technik zu trainieren. Endlose Kombinationen mit Armtechniken sieht man eigentlich generell selten. Nur wenn ein Gegner bereits wehrlos in den Seilen hängt, versucht man die Kampfrichter mit einem Schlaghagel zu einem Abbruch des Kampfes zu bewegen (bzw. hofft darauf, dass einer der halbherzig geführten Schläge doch sein Ziel trifft...). Wenn beide Kämpfer (bei annähernd gleichem Niveau) noch voll im Kampf sind, sieht man in der Regel nur Kombinationen aus maximal 3 Techniken.
__________________ Gruß Weudl Geändert von weudl (07-05-2003 um 10:42 Uhr). |
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#24
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| Also, zum Yokogeri bleibt nur zu sagen, daß es für mich persönlich ein Kick ist, der eine ganz andere Statik bietet als z.B. ein Maegeri, das Training für die Beweglichkeit zahlt sich also aus... Auf Punkttreffer bin ich im Kyokushin ja ohnehin eher nicht angewiesen und von Effekt her sind Yokogeris nun mal sehr durchschlagend. Zum Thema Armkombinationen: Ich für meinen Teil übe die am Sandsack, d.h. ca 50 Serienschläge (Jab-Cross im schnellstmöglichen Wechsel), einmal mit linker, einmal mit rechter Führhand. Daß man sie im Karate nicht braucht ist eine andere Sache, trotzdem ne feine Sache, was Kondition und Armkraft angeht und man weiß nie, wie man beides braucht. Außerdem habe ich im Kindertraining einen ziemlich schweren und unbeweglichen Jungen gehabt, der sich im Sparring sehr auf seine Armtechniken verlassen hat, ist also boxend auf seinen Gegner zugestürmt und der kam nicht mehr dazu irgendeine Technik zu machen. Nicht unbedingt karategemäß, aber effektiv ![]() Gruß Thyura
__________________ Es gibt immer einen noch größeren Fisch |
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#25
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| Wir im SKVD lernen den yoko-geri als Grundtechnik. |
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#26
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| Könnte daran liegen, daß der Yokogeri eine Grundtechnik ist...nur ne Vermutung... ![]()
__________________ Es gibt immer einen noch größeren Fisch |
![]() |
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