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  #1  
Alt 07-01-2009, 21:15
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Karate
 
Registrierungsdatum: 07.01.2009
Beiträge: 3
Standard Yoko-Geri

Hallo!

Ich mache seit ca. 3 1/2 Jahren Karate. Bin eigentlich ziemlich fit und mit meiner Beweglichkeit stehts auch nicht schlecht. Nur habe ich ein Problem, beim Yoko-Geri drehe ich die Hüfte des Schlag-Beins zu weit aus. Dadurch schaffe ich zwar auch hohe Kicks, aber die Bewegung ist eben nicht ganz richtig wie mein Trainer sagt. Ich versuchte alles möglich um die zu starke Drehung zu vermeiden, aber ich kriegs einfach nicht recht hin. Wenn ich das Bein irgendwo abstellen kann, dann kann ich die Hüfte nacher in die richtige Position drehen, aber wenn ich die Technik in die Luft mache, dann schaff ich's nicht. Kann es sein, dass meine Muskeln in diesem Bereich zu schawach sind, oder liegt es an der Beweglichkeit? Wie kann ich das am besten trainieren?

Besten Dank für eure Hilfe
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  #2  
Alt 07-01-2009, 22:14
Benutzerbild von caligo
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: ideologiefreies Karate, Vollkontakt-Stockkampf, Ju-Jutsu
 
Registrierungsdatum: 10.03.2008
Ort: Killerhasenhausen
Beiträge: 22
Standard

Hi andy-san,

ich habe eine Verständnissfrage zu deinem Beitrag

Drehst du die Hüfte bei der Drehbewegung vor dem eigentlichen Yoko-Geri zu weit sodass sie nachher nicht in Richtung Ziel zeigt sondern wieder etwas daneben oder drehst du beim Yoko-Geri ausführen die Hüfte?

Wenn ersteres, dann ist dass denke ich kein Problem der Beweglichkeit o.ä., sondern deine Muskeln sind nicht darauf konditioniert, im richtigen Moment zu stoppen. Kommt m.E. oft daher, dass der Yoko-Geri eher so nach dem "macht halt mal mit, ein Tritt zu Seite, geht ungefähr so" Prinzip "gelehrt" wird und nicht Stück für Stück auseinander genommen wird. Versuch mal, die Technik in zwei Teile zu gliedern:

1. Drehen der Hüfte und ranziehen des Beins in Richtung des Ziels. Das erst langsam und sauber, dann immer schneller aber so, dass dein Körper lernt, im richtigen Moment zu stoppen.

2. Aus dieser Position ein grader Seitwärtstritt - ohne Drehbewegung, ohne Mawashi-Geri Ähnlichkeiten, einfach grade zu Seite raus, der Fuß bewegt sich dabei nur auf der Ebene, die dein Körper bildet, nicht aus dieser hinaus.

Wenn du das kannst, dann kombinieren. Meistens wird der Yoko-Geri so schneller, stabiler und kräftiger.


Gruss

Caligo
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  #3  
Alt 07-01-2009, 22:23
Neopratze
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Ich kenn das, wird dann eher so eine Art Back-Kick .. kann es aber auch nicht anders
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  #4  
Alt 07-01-2009, 23:35
Benutzerbild von unproVoked
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Kampfkunst: Shotokan Karate
 
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Beiträge: 1.497
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also arg beweglich muss man für den tritt nicht sein (jetzt mal von der normalen chudan-höhe ausgegangen).
ich denke auch eher, dass dein problem bei der richtigen technik liegt.
wichtig ist wie schon erwähnt nach der halben drehung zu stoppen und dann geradlinig rauszustoßen - wenn du natürlich zu weit drehst, muss dein bein ja ushiro geri mäßig treten, um das ziel noch zu treffen.


gibt scheinbar auf youtube echt kein gutes tutorial... vergebens gesucht.
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"ich versteh zwar kein wort, aber gut hört sich klingen tut es." - homosapien
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  #5  
Alt 08-01-2009, 00:32
Neopratze
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
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Zitat:
Zitat von unproVoked Beitrag anzeigen
also arg beweglich muss man für den tritt nicht sein (jetzt mal von der normalen chudan-höhe ausgegangen).
ich denke auch eher, dass dein problem bei der richtigen technik liegt.
wichtig ist wie schon erwähnt nach der halben drehung zu stoppen und dann geradlinig rauszustoßen - wenn du natürlich zu weit drehst, muss dein bein ja ushiro geri mäßig treten, um das ziel noch zu treffen.


gibt scheinbar auf youtube echt kein gutes tutorial... vergebens gesucht.
Das hier schaut eigentlich ganz vernünftig aus

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  #6  
Alt 08-01-2009, 00:53
Benutzerbild von unproVoked
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Shotokan Karate
 
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Ort: Weingarten
Alter: 20
Beiträge: 1.497
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das hatte ich auch schon gefunden, was mir dabei nicht gefällt (abgesehn von der musik), ist, dass ers nicht richtig sauber zeigt.

aber die auftakt-drehbewegung zeigt er zumindest schön.


*edit: okay, je länger das video geht, desto sauberer wird's, da hat er sich langsam eingeschossen. bei meiner schnellsuche, hab ich so lang nich ausgehalten ^^.
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  #7  
Alt 08-01-2009, 01:04
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An sich ganz gut das Kyokushin vid, was mir allerdings nicht so ganz gefällt ist das teilweise recht starke Anheben der ferse des Standfußes und dass er es (immer wenn er es langsam Zeigt) nicht ganz optimal macht. M.M.n. Macht sein Trittbein einen zu großen Schlenker, dass es fast aussieht als wolle er einen Ashi Barai antäuschen. Wenn er es schnell macht, tritt er direkter.

Aber dennoch ganz i.O.
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  #8  
Alt 08-01-2009, 01:10
Benutzerbild von unproVoked
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Kampfkunst: Shotokan Karate
 
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Zitat:
Zitat von ZoMa Beitrag anzeigen
An sich ganz gut das Kyokushin vid, was mir allerdings nicht so ganz gefällt ist das teilweise recht starke Anheben der ferse des Standfußes und dass er es (immer wenn er es langsam Zeigt) nicht ganz optimal macht. M.M.n. Macht sein Trittbein einen zu großen Schlenker, dass es fast aussieht als wolle er einen Ashi Barai antäuschen. Wenn er es schnell macht, tritt er direkter.

Aber dennoch ganz i.O.
stimmt, das is schrecklich.
deswegen wackelt der auch immer beim langsam machen...
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  #9  
Alt 08-01-2009, 09:40
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Kampfkunst: Karate
 
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Besten Dank für eure Beiträge und das Video. Den ersten Teil des Tritts (Drehen der Hüte und Ranziehen des Beins) kann ich Problemlos. Falsch wird der Tritt bei mir erst wenn ich den Stoss ausführe. Ich drehe dann denn die Hüfte zu weit, so dass es wie "Neopratze" sagt, fast eher die Gestalt eines Ushiro-Geri (natürlich nicht so extrem) annimmt. Zuerst hab ich gedacht, das meine Hüfte vielleicht zu unbeweglich ist, da ich wie eine Art Blockade in dieser Gegend verspüre und daher zu weit ausdrehe. Aber wie gesagt, wenn ich das Trittbein irgendwo abstellen kann, dann kann ich die Hüfte problemlos in die richtige Richtung drehen. Ich glaube daher eher, dass es etwas mit der Muskulatur, oder villeicht mit der Koordination und dem Ausdrehen des Standbeines zu tun hat.....
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  #10  
Alt 08-01-2009, 09:46
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Beiträge: 1.497
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üb das ganze mal an ner sprossenwand oder was ähnlichem. dann kannst du dich festhalten und kannst die technik schön langsam üben.
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  #11  
Alt 08-01-2009, 09:56
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Kampfkunst: Kickboxen
 
Registrierungsdatum: 14.02.2006
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Beiträge: 494
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Hallo

das Video finde ich sehr gut.

YouTube - Revolution of Kicking - Side Kick

Hebt ihr den Unterschenkel beim Ansatz auch schon so hoch wie auf den Videos? Fast Waagerecht ?

Bei mir ist es eher so wie 4:15Minuten wenn es an dem Stuhl gezeigt.
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  #12  
Alt 08-01-2009, 10:27
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Das liegt schon an der Muskulatur, diese ist nicht kräftig genug und kann nicht ausreichend gezielt angesteuert werden (Innervation). Allgemeines Krafttraining, am besten nach Mark Verstegen, kann da Abhilfe schaffen, Yoga ebenfalls. Eine direkte Möglichkeit ist die Technik und alle Beintechniken überhaupt ganz langsam zu machen. Das geht dann evtl nur gedan, das ist aber egal, es geht darum, den Muskeln zu zeigen wo's langgeht. Einfach mal täglich eine halbe Stunde Beintechniken im Zeitlupentempo bei richtiger Ausführung und schönen Spannungspunkt am Ende machen, das hilft recht schnell, denke ich.
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  #13  
Alt 08-01-2009, 10:54
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Karate
 
Registrierungsdatum: 07.01.2009
Beiträge: 3
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Ja das Gefühl habe ich auch. Habe die letzten 2 Wochen mit Beingewichten die Technik probiert, geht nun schon etwas besser. Dauert wohl einfach ne weile bis sich der Körper an die richtige Ausführung gewöhnt hat.
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  #14  
Alt 08-01-2009, 11:05
Benutzerbild von Luggage
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Kampfkunst: [beliebiges Klischee hier einsetzen]
 
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Lieber kein Gewicht, dafür laaaangsaaaam Mit Gewichten würde ich dann eher klassisch arbeiten, vorallem Kniebeugen und Deadlifts dürften deinen Glutes, und damit dem Yokogeri zugute kommen.
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  #15  
Alt 08-01-2009, 23:57
Benutzerbild von caligo
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Kampfkunst: ideologiefreies Karate, Vollkontakt-Stockkampf, Ju-Jutsu
 
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Moin moin zusammen,

meiner Meinung nach ist das erste Video (sorry Neopratze ) wieder ein Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte.
Die Kraftlinien des Yoko-Geris sind nicht optimal, beim Strecken des Beines bewegt sich der Fuß wieder ein Stück nach "hinten" und der Fuß wird vorher zu einer Position gezogen wo er nicht hingehört.
Wenn ich mir eine Ebene vorstelle auf der der Körper liegt wenn der Yoko-Geri ausgefahren ist dann sollte der Fuß diese Ebene nie nach vorne durchstoßen. Macht er das doch wird Kraft, Zeit, Geschwindigkeit und Stabilität verschenkt weil die Bewegung wieder rückgängig gemacht werden muß. Die Technik sieht dann komisch aus und hat ne komsiche Wirkung, weil die Kraftlinie im Ziel nicht in Richtung des Ziels, sondern schräg an diesem vorbei (irgendwo im Winkel zwischen beabsichtigter Kraftlinie und Linie Zeh-Ferse) verläuft.
Außerdem hat man keine Möglichkeit mehr, die aus der Anfangsbewegung kommende Energie mit nach vorne zu nehmen und muß alle Energie aus den Oberschenkelmuskeln aufbauen.
Ein für mich gutes Beispiel für nen Yoko-Geri zeigt z.B. dieses Video





Hi andy-san

Wenn du das so machst wie oben beschrieben dann ist auch dein Problem mit der Hüfte weg - das könnte nämlich daher kommen, dass du irgendwie den Fuß wieder in die Richtung bringen mußt wo er hinsoll - und die Bewegung bleibt dann drin. Allerdings ist bei der Variante in dem Moment in dem das Bein "rangezogen" ist die Hüfte erst zu 60° gedreht (nicht zu 90°) - das ermöglicht es, den Schwung von hinten über die Hüftdrehung mit nach vorne in die Technik selbst zu nehmen.



Technik nochmal einzeln ohne Begründung:
Von hinten Fuß nach vorne ranziehen, dabei ist der Fuß und beide Knie schon auf der Ebene auf der der ausgefahrene Yoko-Geri nachher ist.
Die Hüfte ist zu 60° (wegen mir auch 45°) gedreht, nicht zu 90°. Dann die Hüfte weiterdrehen und den Fuß nach vorne stoßen - dabei bleiben Fuß und beine Knie auf der besagten Ebene.


Gruss

Scorpius
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