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Alt 13-06-2007, 01:49
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Standard Fragen (und Antworten) zum Sparring

Es ist kaum zu glauben, aber ich habe recht umfassend suchen müssen um Informationen zu einem Thema zu finden, das zwar von allen als wichtig eingestuft wird, aber offensichtlich zu profan ist um es einmal zu beschreiben.

Ich lese immer wieder von "richtigem" Sparring oder "Du sparrst falsch" aber irgendwie nie den Hauch einer Erklärung was Sparring eigentlich bedeuten soll.

Da ich nicht nur dumm fragen möchte, präsentiere ich hier die Früchte meiner Suche.... Und meine dummen Fragen
2 Stück:
Ist den unten stehenden Tipps und Ausführungen noch etwas hinzuzufügen?
Worauf ist besonders zu achten?


http://www.turtlepress.com/info_sparring_tips.asp
5 Tipps zum Sparring (frei aus dem englischen übersetzt - der komplette Text ist unter 5 Ways to Improve Sparring zu finden)
1. Stoppe nicht mittendrin um zu diskutieren
2. erledige Deinen Gegner / führe den Kampf zu ende
3. Nutze Deine Spezialitäten/Qualitäten
4. Kein "Markierungs-Sparring" / nicht Rein-Raus sondern Kombinationen schlagen
5. Beginne mit einem Kämpfer am Boden


Zu Punkt 3 hätte ich dann doch noch einen Gedanken: In einer Reportage über Muhammad Ali hörte ich, dass er im Sparring immer sehr schlecht gegen seine Gegner aussah und, dass dies daran lag, dass er ausschließlich seine Schwächen im Sparring trainierte - Man sollte wohl beides machen, oder?

Hier hätten wir dann noch Sparring - Wikipedia
Durchführung
Wie das Sparring im Einzelnen aussieht, hängt nicht nur von der Sportart ab, sondern auch von den Trainingspartnern und deren Fähigkeiten. Wenn zwei Fremde ein Sparring durchführen, ist es von Vorteil formelle Regeln einzuführen oder einen erfahrenen Sportler das Sparringsmatch beaufsichtigen zu lassen.
Bei jedem Sparring sollten Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um die Teilnehmer zu schützen. Diese können das Tragen von Schutzkleidung, das Verbot bestimmter Techniken oder Strategien oder Verlangsamung der Schlaggeschwindigkeit sein. Ein falsch durchgeführtes Sparring birgt die Gefahr, dass sich die Fähigkeiten in unerwünschter Art verändern. Beispielsweise könnte es passieren, dass, wenn man stets mit dicken Schutzhandschuhen geboxt hat und im Wettkampf weiterhin hart schlägt, es zu Knochenverletzungen an der Hand kommt. Die meisten Kampfsportschulen kennen dieses Problem, aber schätzen Sparring dennoch, weil es den Übenden zwingt, zu improvisieren, unter Druck zu denken und die Emotionen unter Kontrolle zu halten.


Kann jemand etwas zu solchen Regelungen sagen? Welche Regeln erleichtern den Einstieg in ein vernünftiges Sparring?
Ich gebe mal ein paar Beispiele welche Regelungen ich als sinnvoll betrachten würde (allerdings habe ich ja auch keine Ahnung ):
- Eine Einschränkung der Distanzen, eine Distanz wird festgelegt und muss eingehalten werden.
Auf diese Art muss jeder auch in Distanzen kämpfen die er/sie nicht mag/beherrscht
- Eine Einschränkung der Mittel - nur Arme, nur Beine
- Eine Festlegung von Techniken -> dies allerdings nur für individuelle Probleme. Wenn z.B. jemand nicht in der Lage ist eine linke Gerade zu erkennen und abzuwehren dann sollte er mit dieser Technik innerhalb des Sparrings immer wieder konfrontiert werden.
- Eine Festlegung von Trefferflächen - nur Kopf, nur Oberkörper.


Aus dem Buch "Boxen mit Rene Weller, in drei Runde zum Sieg" kann ich noch diese Tipps und Informationen herauslesen:
- Anfänger sollten mit Fortgeschrittenen Sparren, damit es nicht zu einer wilden Schlägerei kommt. Die Wahrscheinlichkeit dass der Fortgeschrittene ruhig und überlegen reagiert, wenn er in Bedrängnis gebracht wird ist höher.
- Die Rundenzeit des Sparrings sollte sich an der Kondition des schwächeren orientieren -> lieber 1 Minute vollen Einsatz als 3 Minuten mit 60%.
- Der Trainer sollte jeden Kämpfer in seinen individuellen Talenten fördern und Schwächen so gut es geht verringern. Ganz "umbauen" kann man einen Kämpfer nicht.
- Es muss sofort eingegriffen werden, wenn ein Sparringspartner den anderen ob seiner Unerfahrenheit vermöbeln will.

Bedingtes Sparring:
Das bedingte Sparring erlaubt bestimmte technische Vorgaben zu erfüllen:
- Einer übt eine bestimmte Art des Angriffs/ der andere eine bestimmte Art der Verteidigung
- einer boxt die Runde ausschließlich mit der Führhand
- die Übergänge zwischen den Distanzen üben, z.B. von der Halbdistanz in den Nahkampf
- eine Konditionsübung bietet die Reduzierung der Trefferfläche auf bestimmte Körperregionen. Erfahrungsgemäß wird hierbei häufiger geschlagen als im normalen Sparring. Allerdings muss man das Risiko sehen, dass die Kopfdeckung vernachlässigt werden könnte.



TRAINING TIPS
Hier noch jemand der das ganze (endlich ) ein wenig relativiert:
"But don't think that sparring is the only true training for self-defense. It helps but free sparring alone won't make the grade."
Hier wird ein "one Step Sparring" propagiert, (zumindest für die SV) da es dem eigentlichen Geschehen auf der Straße am nächsten kommt.
Tipps (Auszugsweise):
2. Practice your One-step techniques. Start slow and build up to true reaction speed and add follow ups.
3. Keep notes on Specific One-step Techniques. Build a library of concepts attack and defense techniques.
4. When you do train free-sparring start slow and light and build up to fast and hard so you can use some of your one-step techniques in free sparring. (Within reason…remember you can't train if you are hurt!)



http://www.associatedcontent.com/article/17180/mixed_martial_arts_mma_training_sparring.html
auszugsweise und grob aus dem Englischen:
- Sparring sollte vom Stand-Up bis zum Takedown gehen, damit man beim Kicken lernt wie man es vermeiden kann, dass man ge-takedowned wird, während man tritt - auf der anderen seite lernt man einen takedown während der schläge und tritte des gegners anzusetzen.
- Bodenkampf: Beginne aus den verschiedenen Positionen am Boden guard, half-guard, mount, side mount, rear mount, and north-south. Verschwende keine Zeit indem Du aus den Knien startest, wie es in manchen Schulen gemacht wird.
- Kommunikation mit dem Partner ist wichtig. Wenn man ein Lücke sieht, leicht reinschlagen mit lockerer Faust. Bestünde die Möglichkeit einen wirklich gefährlichen harten Schlag zu setzen, kann man mit einem gesprochenen "Bumm" klar machen, dass an dieser Stelle eine Korrektur notwendig ist.
Ist man auf der anderen Seite allerdings in einer Position, in der man festsitzt oder keinen Hebel hat, kann man dies dann auch kommunizieren.
- Bereichere das Sparring mit Techniken die sich um den Kompromiss der Sicherheit drehen. z.B. kann man single Techniken mit den kleinen MMA Handschuhen trainieren, da sie einen deutlichen Unterschied zu den großen Boxhandschuhen machen. Einfach damit man sich daran gewöhnt.
- Die Betonung im Sparring liegt auf Bewegung, Öffnungen schaffen und Positionieren anstatt von Kraft.
- Lass das Sparring manche Aspekte des (Wett-)kampfes übertreffen, z.B. mit neuen frischen Partnern in jeder Runde (hohes Tempo, ständig wechselnde Strategien)
- Kein Sparring 5 Tage vor dem Fight
- Konkurriere im Training; Technik und Kondition sind nur von begrenztem Wert, wenn Du keinen ausgeprägten Siegeswillen hast.
- Entwickle Deine Defensivtechniken - Seine Begründung hat was mit Murmeln im Kopf zu tun
- Trainiere mit Partnern die den Sinn des Sparrings verstehen - es hat keine Sinn mit jemanden zu trainieren, der vergisst das er eine gewisse Verantwortung trägt.
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Dominic R.

Geändert von Mars (13-06-2007 um 12:37 Uhr).
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Alt 21-06-2007, 19:33
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Es ist vielleicht unfein, das eigene Thema mit einem eigenen Beitrag noch einmal nach oben zu bringen - aber ich wundere mich einfach, dass dieses Thema nicht eine einzige Antwort hervorgerufen hat.

Ist Sparring so unwichtig, oder woran liegt es??
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Dominic R.
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  #3  
Alt 21-06-2007, 19:46
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das problem ist, dass es jeder anders macht... auf was ist zu achten und nach welchen regeln sollte es von statten gehn, war deine frage

die antwort fällt aber mit sicherheit anders aus, wenn die frage oder die antwort von einem boxer, freefighter, TKDler, karateka, sanshou-kämpfer, BJJ/LLer etc gestellt oder beantwortet würde...

ich persönlich hab doch keinen plan, was du als "IngUng"ler in nem sparring sehen willst.

ich nehme an, du hast dir da schon deine eigenen vorstellungen ausgetüftelt, also welche distanzen und techniken erlaubt sein sollen, welche schutzausrüstung (je mehr, desto besser... damit man auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann) und welche aspekte trainiert werden sollen.

wenn ihr z.b. keinen bodenkampf habt, braucht ihr auch nicht auf tipps von bodenkämpfern eingehen...

also was schwebt dir denn vor?


anfänger und fortgeschrittene zu mischen ist immer ne gute idee, schlagetots/haudraufs sollten aber eher unter sich bleiben... ausrüstung orientiert sich an dem, was ihr machen wollt... keine ellenbogentechniken? dann braucht ihr bspw keine ellenbogenschützer

so in der art
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-Ays- war HIER!!!
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  #4  
Alt 21-06-2007, 20:19
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Eine Antwort

Ich denke auch, dass Sparring individuell für jede KK zu konzipieren ist, allerdings hatte ich bislang immer den Eindruck, dass die meisten ihn als eine art Freikampf trainieren.
Heute habe ich mit jemanden gesparrt der MT und Boxen gemacht hat, jetzt wt - ihn dazu zu bringen, dass es kein freikampf wird war nahezu unmöglich. ch denke auch er hat zumeist freikampf statt Sparring gemacht.

Du schreibst "je mehr (Schutzausrüstung) umso besser"

Bislang habe ich allerdings gelesen, dass die meisten die Schutzausrüstung ablehnen, weil es dann zu wild wird. Du gehst vermutlich von besonnenen Menschen aus?


Mich würde interessieren, ob mit jemand sagen kann, ob ein Sparring, dass stark auf einen bestimmten Teilbereich beschränkt ist (z.B. Tritt-Abwehr) eher förderlich oder eher schädlich ist.
Förderlich wäre z.B. das man sich auf einen Teil konzentrieren kann
Schädlich z.B. dass man andere Dinge außer acht lässt.

Hat da jemand erfahrungen? Sollte man ein stark fokusiertes Sparring nur in Ausnahmefällen und kurz betreiben, um Fehlern keine Möglichkeit zum einschleifen zu geben?
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Dominic R.
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  #5  
Alt 21-06-2007, 20:36
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Kampfkunst: kognitive Dissonanzen
 
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Zitat:
Zitat von 17x17 Beitrag anzeigen
Eine Antwort

Ich denke auch, dass Sparring individuell für jede KK zu konzipieren ist, allerdings hatte ich bislang immer den Eindruck, dass die meisten ihn als eine art Freikampf trainieren.
Heute habe ich mit jemanden gesparrt der MT und Boxen gemacht hat, jetzt wt - ihn dazu zu bringen, dass es kein freikampf wird war nahezu unmöglich. ch denke auch er hat zumeist freikampf statt Sparring gemacht.
ich halte die begriffe freikampf und sparring für relativ gleichbedeutend... wobei ein sparring natürlich noch anderen, als nur den wettkampfregeln unterliegen kann... aber eben frei im sinne von nicht abgesprochenen angriffen

Zitat:
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Du schreibst "je mehr (Schutzausrüstung) umso besser"

Bislang habe ich allerdings gelesen, dass die meisten die Schutzausrüstung ablehnen, weil es dann zu wild wird. Du gehst vermutlich von besonnenen Menschen aus?
besonnenheit ist eigentlich nie verkehrt. ob viel schützer oder wenige ändert daran nicht viel. ein zurückhaltender kämpfer bleibt auch mit schützern zurückhaltend. natürlich kann man mehr probieren, wenn man weiß, dass der schaden bei nem treffer gering ist und bei nem eigenen fehler bzw kassierten treffer ebenfalls. aber so kann man dinge, die man sonst vielleicht vernachlässigt ausprobieren.

schützt den kämpfer, schont die gesundheit des partners, baut ängste und hemmungen n bisschen ab und verhindert schwerere verletzungen. was will man mehr?


Zitat:
Zitat von 17x17 Beitrag anzeigen
Mich würde interessieren, ob mit jemand sagen kann, ob ein Sparring, dass stark auf einen bestimmten Teilbereich beschränkt ist (z.B. Tritt-Abwehr) eher förderlich oder eher schädlich ist.
Förderlich wäre z.B. das man sich auf einen Teil konzentrieren kann
Schädlich z.B. dass man andere Dinge außer acht lässt.

Hat da jemand erfahrungen? Sollte man ein stark fokusiertes Sparring nur in Ausnahmefällen und kurz betreiben, um Fehlern keine Möglichkeit zum einschleifen zu geben?
ich halte es für gut als vorbereitung... man passt sich doch recht stark der aufgabe an. wenn es ein boxsparring ist, wird schnell mal der gegnerische beinbereich vernachlässigt und bei nem trittsparring die kopfdeckung

man kann es aber prima zum einstimmen für ein sparring grade bei anfängern einbauen.

also mit nem lockeren boxsparring anfangen, dann n paar minuten nur tritte und dann kickboxen... so kann man sich quasi akklimatisieren

bei fortgeschrittenen wohl eher weniger sinnvoll denk ich mir

ich würde mir ja wünschen, dass z.b. bei nem reinen boxtraining für kickboxende alle paar minuten dennoch mal ein ganz lockerer kick kommt, um zu sehen, wo die aufmerksamkeit liegt...
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  #6  
Alt 21-06-2007, 22:39
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Sparring und Freikampf sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.

Ersteres dient der Technikschulung unter Druck/ Arbeit an den eigenen Schwächen (s. M. Ali), weshalb man auch immer mehrere Sparringspartner braucht, die alle unterschiedliche Herausforderungen an den Kämpfer stellen.
Im Sparring hat man also immer eine 'Aufgabe' und es wird normalerweise nicht mit maximaler Kraft gemacht, das kann aber je nach Aufgabenstellung variieren.

Freikampf unterscheidet sich vom Wettkampf dadurch, daß die Treffer nicht gezählt/gewertet werden und das Intensitätsniveau vielleicht ein klein wenig geringer ist als im Wettkampf. Und in sonst nichts. Hier geht es darum, unter Druck zu 'funktionieren' und vor allem um Schulung von Taktik und Kampfverhalten.

Meine zwei Pfennig zu Thema.
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  #7  
Alt 22-06-2007, 08:28
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Ich würde sagen ein Freikampf unterliegt den gleichen regeln wie ein (regel-)freies Sparrng - von da her Freikampf = freies Sparring.

Ich finde den oben beschriebenen Ansatz von M. Ali auch gut.
Dafür muss man allerdings seine Schwächen sehr genau kennen lernen und eine Partner haben, der daran interessiert ist, genau diese Schwäche auszumerzen.
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  #8  
Alt 22-06-2007, 10:02
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Zitat:
Zitat von 17x17 Beitrag anzeigen
Ich würde sagen ein Freikampf unterliegt den gleichen regeln wie ein (regel-)freies Sparrng - von da her Freikampf = freies Sparring.
Nach Deiner Definition. Nach meiner gibt es kein 'freies' Sparring. Entweder ich kämpfe frei oder ich sparre.

An dieser Stelle mal wieder der Verweis auf den hervorragenden Artikel von Ramon Martinez.

Zitat:
Zitat von 17x17 Beitrag anzeigen
Ich finde den oben beschriebenen Ansatz von M. Ali auch gut.
Dafür muss man allerdings seine Schwächen sehr genau kennen lernen und eine Partner haben, der daran interessiert ist, genau diese Schwäche auszumerzen.
Dafür ist eigentlich der Trainer/Lehrer da.
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  #9  
Alt 22-06-2007, 10:52
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Zitat:
Zitat von Jörg B. Beitrag anzeigen
Dafür ist eigentlich der Trainer/Lehrer da.
Nur doof, wenn man wie ich der Trainer ist und sich weiterentwickeln will.
Derzeit mache ich es mit Video-Aufnahmen, damit sehe ich meine Fehler und kann gegensteuern.
Im WT macht man traditionell Lat-Sao, da es dabei aber immer wieder zu einem abspulen von Techniken kommt, möchte ich das halt nicht mehr.

Ansonsten danke für den Artikel, ich werde ihn mir durchlesen (schon wieder in englisch - kann denn nicht mal einer was vernünftiges in deutsch schreiben?)
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  #10  
Alt 22-06-2007, 11:12
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Zitat:
Zitat von 17x17 Beitrag anzeigen

1. Stoppe nicht mittendrin um zu diskutieren
2. erledige Deinen Gegner / führe den Kampf zu ende
3. Nutze Deine Spezialitäten/Qualitäten
4. Kein "Markierungs-Sparring" / nicht Rein-Raus sondern Kombinationen schlagen
5. Beginne mit einem Kämpfer am Boden
Hosianna,

ad 1.) Manchmal gibt es eben was zu diskutieren, vor allem wenn man privat Sparring macht mit stilfremden Partnern. Aber im geregelten Trainingsbetrieb sollte man beim Sparring meist den Mund halten.

ad 2.) Quatsch mit Soße. Wer sagt denn sowas ? Sparring ist nur Training. Alles andere geht in der Praxis eh nicht, außer man bezahlt seine Sparrings-Opfer...

ad 3.) Nein, die hebt man sich für einen Wettkampf auf. Sparring ist Training, man arbeitet an sich.

ad 4.) Kommt drauf an. Rein-raus ist eben eine vorsichtige Taktik, die z.B. bei hart schlagenden Gegnern mit Freefight-Handschuhen sinnvoll sein könnte, oder bei Partnern die in der Nahdistanz sofort greifen und den Kampfmodus zu ihren Gunsten ändern. Oder bei kleinen Gegnern, die gern in der Halbdistanz mit gefährlichen Haken arbeiten usw.

ad 5.) Ich weiß nicht, was soll es bedeuten ?

Zitat:
Zitat von 17x17 Beitrag anzeigen
Es ist vielleicht unfein, das eigene Thema mit einem eigenen Beitrag noch einmal nach oben zu bringen - aber ich wundere mich einfach, dass dieses Thema nicht eine einzige Antwort hervorgerufen hat.

Ist Sparring so unwichtig, oder woran liegt es??
Vielleicht daran, dass man keinen Bock hat, über sowas praxisorientiertes wie Sparring so lange, theorielastige Postings durchzulesen und dazu dann auch noch eine eigene Dissertation abzufassen. Sparring ist wie das Leben: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Zitat:
Zitat von 17x17 Beitrag anzeigen
Ich denke auch, dass Sparring individuell für jede KK zu konzipieren ist, allerdings hatte ich bislang immer den Eindruck, dass die meisten ihn als eine art Freikampf trainieren.
Heute habe ich mit jemanden gesparrt der MT und Boxen gemacht hat, jetzt wt - ihn dazu zu bringen, dass es kein freikampf wird war nahezu unmöglich. ch denke auch er hat zumeist freikampf statt Sparring gemacht.
(Freies) Sparring und Freikampf sind zwei Worte für die selbe Sache.

Zitat:
Zitat von 17x17 Beitrag anzeigen
Du schreibst "je mehr (Schutzausrüstung) umso besser"

Bislang habe ich allerdings gelesen, dass die meisten die Schutzausrüstung ablehnen, weil es dann zu wild wird. Du gehst vermutlich von besonnenen Menschen aus?
Wieso soll es mit Schutzaustrüstung zu wild werden ? Das kommt auch stark auf die Sportart an. Manche Schutzausrüstung kann störend sein (Kampfweste, schlecht sitzender Kopfschmuck), aber im Vollkontakt wird es nicht unbedingt wilder wegen Schutzausrüstung. Wenn man in Kung Fu- oder SV-Schulen geht, mag es wieder anders aussehen, wenn dort die Schüler keine Schutzausrüstung gewöhnt sind und dann meinen, Schutzausrüstung würde bedeuten "Jetzt darf man mal richtig" oder so. Bei Erwachsenen, die das nicht erst seit gestern machen, bedeutet mangelnde Schutzausrüstung lediglich, dass mehr passieren kann, und man sich daher weniger traut. Andererseits passt man auch besser auf. Es hat alles seine Vor- und Nachteile, insbesondere wenn man nicht auf Wettkampf oder Fitness sondern auch auf SV und Realismus trainiert.

Zitat:
Zitat von 17x17 Beitrag anzeigen
Mich würde interessieren, ob mit jemand sagen kann, ob ein Sparring, dass stark auf einen bestimmten Teilbereich beschränkt ist (z.B. Tritt-Abwehr) eher förderlich oder eher schädlich ist.
Förderlich wäre z.B. das man sich auf einen Teil konzentrieren kann
Schädlich z.B. dass man andere Dinge außer acht lässt.
Nein, schädlich kann das nie sein. Es kann nur vorkommen, dass man bei zu starker Einschränkung etwas die Lust verliert. Man sollte solches Aufgaben-Sparring immer nur als Teil eines Gesamtzusammenhangs sehen, und in diesem Rahmen macht es unbedingt Sinn. Ich kenne keine Vollkontaktschule wo es nicht gemacht wird, und wenn es in anderen Stilrichtungen Schulen gibt, die darauf verzichten, möchte ich die auch nicht kennen.

Zitat:
Zitat von Jörg B.
Sparring und Freikampf sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.
Kann man so pauschal nicht behaupten, da es je nach Stilrichtung anders ist. In den von mir bevorzugten Richtungen kann man Randori, Sparring, Freikampf etc. je nach Sinnkontext synonym verwenden.

Ave Maria
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  #11  
Alt 22-06-2007, 11:16
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Dominic, wenn's Dich interessiert, wie ich in meinem Training sowas aufbaue, kannst Du gerne mal anrufen, ich bin im Büro.
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  #12  
Alt 22-06-2007, 14:03
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Zitat:
Zitat von useless Beitrag anzeigen
ad 5.) Ich weiß nicht, was soll es bedeuten ?
Ist wohl etwas SV-lastig. Man soll lernen sich aus einer Gefahrensituation (Boden) heraus, wieder auf die Beine zu arbeiten.

Zum Thema theoretisches zu praxisorientierten zu schreiben: Ich will das jetzt gar nicht über Gebühr zum Thema machen, aber ist in der KK nicht alles außer der Taktik und der Didaktik praxisorientiert?
Hier wird von der richtigen Trittabwehr bis 540er aus dem tricksen alles diskutiert - da finde ich ein didaktisches Thema wie Sparring doch wesentlich theoretischer, bzw. theoretisch besser zu erschließen.
Aber was soll's? Danke für Deine Antwort.
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