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#16
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| Also, die Shaolin praktizieren einen Zweig des Chan Buddhismus soweit ich weiss. Im Chan oder auch Zen (dhyana) geht es meines Wissens nach darum zur Buddhanatur zurück zu finden, also die Masken (also das ich) abzulegen. Mu oder die Leere ist also ein zurück finden zum Ursprung, zur Buddhanatur (Muga Mushin). Man gibt all die Masken (die anerzogenen, so wie die die sich im laufe des Lebens geformt haben) auf, man schält die Zwiebel bis nichts mehr da ist (Mushin ). Dafür gibt es im Zen verschiedene Methoden (oder Wege), einer davon ist die Meditation. Wenn wir mal die verschiedenen Meditations Praktiken beiseite lassen, und uns auf die Sitzmeditation (Zazen oder Zuochan) konzentrieren, dann ist es nicht möglich sich auf die "Leere" zu konzentrieren, dass wäre ja als wenn man versuchen würde an nichts zu denken. ![]() Statt dessen konzentriert man sich auf den Atem, mit der Zeit verliert sich das dann von selbst. Doch selbst wenn ich glauben sollte das ich Kensho (also das finden der Buddhanatur) vollbracht habe, ist es nichts weiter als eine Täuschung des "Affengeistes", weil ich es bin der die Buddhanatur betrachtet. Doch wie kann ich mich selbst betrachten, wie kann ich eins sein, wenn ich noch zwischen mir und der Buddhanatur unterscheide? ![]() Letzten Endes muss man wirglich alle Masken ablegen, man muss loslassen, erst dann kann man eins werden und zur Buddhanatur zurück finden (zur Leere). Dies ist meiner Meinung nach durch Meditation nur schwer zu erreichen, selbst wenn man sich statt auf den Atem auf Sutras oder das lösen von Koans konzentriert ist es immer noch sehr schwer. Meiner Meinung nach braucht man einen richtigen Lehrer, sonst verliert man sich auf den Weg oder betrügt sich selbst (Makyo). Die Leere (Mu) ist also ein Zustand (Mushin) und kein gegenstand den man betrachten oder auf den man sich konzentrieren kann(mushin no shin). ![]() Ziel ist das loslassen des ich und das eins werden mit der Leere, der Buddhanatur, dem Tao (oder wie immer man es nennen will). Die Meditation führt dann über Satori und Kensho zu Anatta. Die Meditation führt also zu Muga Mushin oder Anatta und ist nichts weiter als ein Weg zurück zu sich selbst und damit zur Leere (Mu). ![]() Doch ist dies alles wertlos und unnütz wenn es nicht zu ariya atthangika magga (also der rechten Lebensweise) führt! Denn erst dadurch kann man Klistavijnana (den vergifteten Geist) auflösen und Alayavijnana (die schlechten Gewohnheiten) überwinden und durch Manovijnana (die klare Bewusstheit) zu Anatta (die Auflösung des Ich) und damit zur Buddhanatur zurück finden, wodurch Dukkha (das Leid) beendet wird. Meditation ist also nur ein Teil des ganzen und nicht das ganze selbst! ![]() Deshalb frage ich mich was der TE mit der Meditation erreichen will??
__________________ Furcht besiegt mehr Menschen als irgend etwas anderes auf der Welt. (Ralph Waldo Emerson) |
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#17
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#18
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| Ich glaube, das ist tatsächlich die entscheidende Frage. Gerade wenn es im Kontext von KK (gerade bei Shaolin und den JKK) um Meditation geht, denken ja viele an unbesiegbare Überkrieger, die dazu auch noch weise und erleuchtet sind... und werden da wohl eher enttäuscht werden. Und wie ja schon deutlich wurde gibt es "Meditation an sich" kaum, es gibt viele Techniken, Zustände, Ziele, Traditionen. Off topic: Ich wäre eher überrascht, wenn es heute überhaupt noch eine gültige Ch'an Dharma-Übertragung (d.h. autorisierte höhere buddhistische Lehrer; irgendwo buddhistischer Mönch werden können viele) im Shaolin Bereich gäbe, lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Ich habe hier mal einen Umfrage thread zu lebenden KK-Lehrern mit buddhistischer Lehrautorisierung gemacht, und ich glaube wir kamen auf zwei. Fallen Euch noch welche ein? @ wizzard90: Lass Dich von unseren komplizierten Fachbegriffen und Beschreibungen nicht beeindrucken. Das stimmt zwar alles irgendwie, ist aber gleichzeitig ziemlich irrelevant. Mein eigener Humbug: Nimm eine aufrechte Körperhaltung ein, die Dir einigermaßen bequem ist. Versuch dann, für zehn Minuten zu _allem_ was passiert, innerlich ja zu sagen und es dann vorbeiziehen zu lassen. Füg nichts hinzu, nimm nichts weg. Wenn Dich das überfordert, konzentrier Dich auf Deinen natürlichen Atemfluß. |
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#19
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![]() beim buddhistischen Meditationen sollte man keine größeren Schmerzen haben, sondern eine möglichst aufrechte aber bequeme Stellung einnehmen, in der man seinen Körper loslassen kann. Ein Lotussitz ist einfach eine bequeme stabile Stellung wenn man es kann und keine Selbstkasteiung. Westler können es meist nicht, und können es sich ohne Probleme auf einem Mediationshocker oder einem Stuhl gemütlich machen. |
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#20
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| Gar nicht hier ein Link zu einer CD mit mehreren geführten Meditationen: http://www.amazon.de/Achtsamkeit-Med...9941746&sr=8-1 da lernt man Achtsamkeit* auf Atmung, Körper, Gedanken, Gefühle *)Achtsamkeit heißt, seinen Geist auf eine Sache zu richten, ohne irgendetwas verändern zu wollen. Das ist sehr heilsam. Etwas verändern oder beherrschen wollen ist der normale Alltagsmodus Geändert von bluemonkey (06-07-2011 um 10:46 Uhr). |
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#21
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| @bluemonkey klar sollte man keine grösseren schmerzen verspühren, aber für einen ungeübten ist es nicht gerade angenehm und man hat oft die lust die haltung nachzulassen. so wie ich es bisher gesehen habe von anfängern. |
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#22
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| Um auf Shaolin-Art zu meditieren, muss man zusätzlich auch Kung Fu üben. Laut der Philosophie der Shaolin lässt sich die Erleuchtung nur dann erreichen, wenn Qi-Gong, Quan Fa, und Zen gemeistert wird. Meditation gehört zur Zen-Spate. Jetzt zum eigentlichen Thema: Buddha meinte einmal, Meditation sei wie ein Vogel, um gerade zu fliegen, müssen beide Flügel gleich stark schlagen. Der eine Flügel ist die Aufmerksamkeit, der andere die Gleichmut. Das beschreibt wie du mit deinen Gedanken umgehen solltest. Gedanken kommen und gehen, du kannst sie nicht aufhalten. Und du solltest auch nicht dagegen ankämpfen. Die Kunst ist, Alles was mit dir passiert zu beobachten, aber dich nicht in Erregung bringen zu lassen. Lasse den Gedanken kommen, und lasse ihn hinfortfliegen bevor er sich manifestiert. Sinn der Meditation ist das Kennenlernen des eigenen Körpers und des Geistes. Im Alltag machen wir unseren Kopf mit allem möglichen voll, die hohe Kunst des Meditierens, ist herauszufinden, was in deinem Kopf vorgeht, wenn du ihn mal selber machen lässt! Aber ich betone, dass ist die hohe Kunst. Dies sollte eigentlich nicht das jetztige Ziel deiner Meditation sein, sondern du solltest dich auf deinen Körper konzentrieren. Ich versuche das mal so zu beschreiben, wie es mein Meister mir beschrieben hat, als ich in dieser Situation war. Es gibt zwei Türen, einmal deinen Körper, und einmal deinen Geist. Der Körper ist die einfache Tür. Nehme die einfache Tür! Gerade weil der Geist viel zu schwer ist um ihn zu verstehen, als Anfänger. Wenn du deinen Körper verstanden hast, erst dann kannst du dich in die Mysterien des Geister vorwagen. Und ich sage zwar "einfach", dennoch ist auch die Ergründung deines Körpers mit viel Tiefe verbunden. Bis man dieses Stadium erreicht, können Jahre und Jahrzehnte vergehen. Und das kann ganz schön komplex werden! Also wie ergründet man seinen Körper? Konzentriere dich als erstes aus etwas einfaches, deinen Atem! Als erstes solltest du den Punkt in deiner Nase lokalisieren können, an dem der Atem deine Nase berührt. Hast du diesen Punkt gefunden, versuche den Atem auf der Haut zwischen Nase und Oberlippe zu finden. Hast du ihn dort, verkleinere den Punkt, bis er nur noch Stecknadelgroß ist, Spürst du den Atem nun auf einem so kleinen Punkt, so versuche dieses Gefühl zu kultivieren, und auf andere Körperpunkte zu erweitern. Irgendwann kann man sogar spüren wie das Blut durch die Adern fließt, und welche Organe dein Körper gerade besonders durchblutet etc. Das entdecken des Körpers macht unglaublich viel Spass! Abschließend noch ein paar Tipps. Du sagtest ja, das du noch ungelenkig bist, vll hat sich das mittlerweile geändert. Jedenfalls ist es nciht sehr ratsam, jetzt im halben oder ganzen Lotussitz zu meditieren, ich nehme an als Anfänger ist das gar nicht möglich. Sitze zunächst im Lohan-Sitz. Der ist einem Schneidersitz nicht sehr unähnlich, die Beine überkreuzen sich aber nicht, sondern liegen voreinander. Wichtig ist, dass deine beiden Kniee den Boden berühren. Das wird wohl anfangs erst möglich sein, wenn du etwas erhöht sitzt. Die Flexibilität der Beine kommt beim meditieren! Dein Körper wird anfang schmerzen, versuche das zu ignorieren, und als Übung für deinen Geist zu sehen. Die Schmerzen werden mit fortgeschrittenem Meditieren vergehen. Falls doch mal ein Gedanke kommen wird, der dich während deiner Körper-Observation stört, so nehme deinen Atem als Anhaltspunkt. Es hilft zum Beispiel etwas strenger einzuatmen, um deine Sinne zu schärfen, um dich wieder auf das Fühlen des Atems zu konzentrieren! Und vergiss eines nicht, das wichtigste ist immer das Lächeln aus dem Herzen. Viele sitzen beim Meditieren ernst rum, stundenlang, und hoffen auf Erleuchtung. Dein Geist sollte aber nicht verbissen sein. Immer von innen Lächeln, und alles gelassen nehmen. Dann wirst du auch die Energie spüren, die du dadurch kultivierst, das ist wahres Kung Fu! ich hoffe ich konnte dir helfen! ShaolinQuanFa |
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#23
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| Danke an alle die hier was reingeschrieben haben habt mir wirklich geholfen. Bin mal mein MU suchen ^^ |
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#24
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| sitzen, stehen, liegen... ist doch egal! auf die konzentration kommt es an. kannst dich auch auf deinen atem konzentrieren und im bett liegen, hat den selben effekt wie im lotussitz. lediglich die gefahr des einschlafens existiert ![]() das zählen macht alles noch einfacher. atemmeditation: spüre wie dein atem den rachen streift in die lunge fließt und probier dabei ganz entspannt vom bewussten ins unbewusste atmen überzugehen. konzentrier dich trotzdem weiterhin auf den atem. danach fühlst du dich in der regel ganz klar und ausgeruht! |
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#25
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| Meditationen werden ja fast überall angeboten. Wer so etwas im buddhistischen Stile üben möchte und hier in der Nähe von Duisburg wohnt, kann es auch hier versuchen: Pauenhof – Dharmasala Den Pauenhof besuchen Chen-Xin mein eineiiger Zwillingsbruder heißt Chen-Yuan. ![]() |
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