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  #1  
Alt 09-02-2007, 17:21
Benutzerbild von Daddy_Yankee
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Kampfkunst: Zur Zeit außer Gefecht, dann wieder Ultimate R.I.E.B. und Messerkampf
 
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Standard schlagtechnik

hi galaxy,

ich habe in einem anderen thread deinen kommentar gelesen.
jetzt wollte ich dich mal bitten doch etwas genauer auszuführen, wie genau deine schlagtechnik denn funktioniert.
wäre nett, wenn du uns deine weisheiten preisgeben würdest

vlg yankee
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Der Wille entscheidet.
-Leitsatz des KSK
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  #2  
Alt 09-02-2007, 18:47
Benutzerbild von Galaxy
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Kampfkunst: Lei Gong Nei Quan - Inneres Boxen
 
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Hi Yankee,

in dem anderen Tread schrieb ich dies:

Zum einen löse ich die eigene Statik in mir auf. Das beginnt an der Fußsohle wo das meiste Körpergewicht gesteuert wird. Somit wird eine permanente Fallbewegung nach unten aufrechterhalten, was wiederum zur Folge hat, das der gesamte Oberkörper, die Arme und die Hände leicht und frei werden.
Das unterläuft zum einen sozusagen den Abwehrreflex/Schutzmechanismus des anderen und zum anderen kann man dadurch ohne Rückstoß Treffen.
Man gibt also nur ab. Man könnte es auch treffende Bewegung nennen. Eine Bewegung die einfach durch geht und nicht als Kollision endet, oder gar schon im Kopfe so beginnt.

Also nochmal aber Kürzer: Anstatt sich vom Boden abzudrücken, der Schwerkraft entgegen, löst man den Druck zum Boden beginnend im Fuß und fängt an die Schwerkraft zu nutzen. Gegen die wir gelernt haben, uns immer nur wehren.


Es geht also um eine völlig andere Herangehensweise. Dafür muß man sich erstmal öffnen. Aber eigentlich wird jeder Zweifler eines besseren belehrt, wenn er soeinen Schlag am eigenem Körper spürt. Wenn die besten Bauchmuskeln nicht mehr fangen, und der Schlag tief rein geht.
Der Schlag geht darum tief in die Muskeln und in den Körper, weil duch eine bestimmte Bewegungsart der Unterbewuste Schutzreflex angelöst oder gänzlich aufgelöst wird. Und das geschied von der Arbeit mit dem natürlichen Fallmechnismus, der durch eine bestimmte Körperaussteuerung ausgelöst und aufrecht erhalten wird.

Diese Herrangehensweise ist eigentlich schon sehr alt und kommt aus den Wurzeln einiger chinesischen Boxkünsten. Nur, das es fast vergessen wurde.
Aber das ist einen andere Geschichte.

Es fängt im Kopf an!
Ich muß damit aufhören zu denken, "gegen" etwas gegen zu schlagen. Damit fängt alles an.
Dann muß ich lernen wie ich mich auch "abbaue" anstatt nur "aufbaue"
Es geht auch darum "Drücke/Spannungen" im Körper im richtigen Moment vollständig zu lösen, wodurch dann nicht nur wieder Beweglichkeit entsteht, sondern auch Schlagwirkung aus kürzenster Distanz möglich wird.

Erst dann kommt man dazu ein Gefühl dafür zu entwickeln seine Körpermassen im Spiel mit der Schwerkraft zu bewegen. Das macht die Bewegungen mehr und mehr frei, aber auch zentrierter, effektiver und ökonomischer.

Nun aber zum praktischen Schlag:

Der Kopf

Ich brauche nur einmal daran zu denken, das ich den anderen Treffen will und mehr nicht. Dann gehen ich im Gedanken permanent von dem anderen weg.
Das geht! "Wir können ja auch permanent denken zu dem anderen hin zu gehen"

Die Fußarbeit

Meine Fäuste habe ich genauso oben wie beim normalen Boxen, nun bewege ich mich nur noch von den Füßen aus nach und von unten orientierend, nach vorne, ohne mich nach oben abzudrücken. Und das ist nicht einfach.

Das abdrücken zeigt dem Gegner das ich komme, das Nichtabdrücken bringt ihn in Unsicherheit. Das Aufrechterhalten dieser Unsicherheit läßt mich dann fast nicht sichtbar in den Raum des Gegners eindringen, wenn ich mich nicht mit einer nach "Oben" Körperbewegung verrate.

Die Grundbewegung

Ist eher ein Rollen von den Füßen. Auf keinen Fall ein hin und her von den Füßen.
Dadurch wird quasi die Faust mit einer Gesamtbewegung in den Gegner getragen. Es ist schwierig zu beschreiben, da man schnell etwas falsch vertehen kann.

Ein Schlag wird somit nicht mit Masse reingeschleudert, also nicht als körpergewichts Übertragung mit der Faust, sondern als reine Gesamtkörper-Bewegung-Übertragung mit der Faust. Und die geht eben dann voll durch.

Ich versichere, das sich mit dieser Methode die Schlagwirkung eines jeden in ungeahnter Weise steigen läßt.

Ich hoffe das war nicht zu kompliziert! Wenn doch, dann hilft Fragen!
Beim lernen ist der Angang wesentlich verständlicher und einleuchtender als ich hier versucht habe zu beschreiben.

Grüße,
Torsten
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  #3  
Alt 10-02-2007, 13:10
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Hallo Galaxy, ganz ähnlich gehen doch auch die Leute im Tai Chi vor, oder? Jedenfalls hab ich das damals so verstanden (2-3 Lehrgänge bei Jan Silberstorf und Unterricht bei G. Milbrat). Also kann ich mir das ungfähr so vorstellen oder gibt es da gravierende Unterschiede?
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  #4  
Alt 10-02-2007, 18:09
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Zitat:
Zitat von unimog Beitrag anzeigen
Hallo Galaxy, ganz ähnlich gehen doch auch die Leute im Tai Chi vor, oder? Jedenfalls hab ich das damals so verstanden (2-3 Lehrgänge bei Jan Silberstorf und Unterricht bei G. Milbrat). Also kann ich mir das ungfähr so vorstellen oder gibt es da gravierende Unterschiede?
Hi.

ja, es gibt gravierende Unterschiede. Jan s. arbeitet mit der Explosivkraft.
Wie G.M. arbeitet weiß ich nicht.
Mir istbis jetzt kein Taichiler bekannt, der das gleiche macht wie ich, obwohl ich das mache was in den klassikern steht.

Grüße,
Torsten
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  #5  
Alt 10-02-2007, 21:42
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hab ich das richtig verstanden und du lässt dich nach vorne fallen?
so wie wenn man einen schritt nach vorne macht und mit dem vorderen bein aber nicht den boden berührt? und daher kommt deine schlagkraft?

und was hat das für konsequenzen auf deine reaktionsmöglchkeiten?
im fallen ist es gewissermaßen schwierig irgendwas auszuweichen, oder?
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  #6  
Alt 10-02-2007, 21:56
Benutzerbild von Henningo
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Könntest du evtl. ein Video oder eine Fotostrecke dazu veröffentlichen?
Am besten mit nochmaligen Erklärungen dabei, da es so sehr schwer zu verstehen ist.
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  #7  
Alt 10-02-2007, 22:19
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es hört sich für mich so an als ob der schlag eher "schiebend" nach unten ausgeführt wird und somit irgendwie die muskeln entspannen lässt damit der schlag durchdringen kann. hab ich das komplett falsch verstanden? mich würde es auch interessieren wie sich das bei schlägen auf den kopf auswirkt. wird es generell nur für eine bestimmte art von schlägen verwendet oder aufs komplette box reportuar wie jabs, haken, etc? irgendwie kann ichs mir nicht richtig im kampf vorstellen, das ganze klingt zu "ultimativ".
ein paar grundübungen, fotostrecken oder gar ein video das das ganze mal im schnellen einsatzt (auch gerne am sandsack) zeigt wäre was feines.
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  #8  
Alt 10-02-2007, 23:19
Benutzerbild von Galaxy
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Hi noppel,


Zitat:
hab ich das richtig verstanden und du lässt dich nach vorne fallen?
nein nicht nach vorne, primär nach senkrecht unten. Aber vom Fuß aus.

Zitat:
so wie wenn man einen schritt nach vorne macht und mit dem vorderen bein aber nicht den boden berührt?
Nein, nein, das wäre ja in der Richtung "Falling Step". Der Fuß ist schon am Boden. Muß er aber nicht sein.

Zitat:
und daher kommt deine Schlagkraft?
Das ist eine Grundlage dafür.

Zitat:
und was hat das für konsequenzen auf deine reaktionsmöglchkeiten?
Da ein körperlicher und geistiger Sensibilisierungsprozeß dem voraus gehen muß, ist die Reaktionsfähikeit noch vielmehr erhöht. Aber nicht im reaktions-schnelligkeit üben, sondern im Sinne einer verfeinerten Wahrnehmung.
Ist sehr interessant, weil es in alle Bereiche des Lebens eingreift. Man bekommt einfach mehr mit als vorher. Und das durch ganz simple Körper-Forschungs-Übungen.
Habe versucht den Leuten auf dem NLB einen Einblick darin zu geben. Die wollten aber lieber in den Bauch geschlagen werdenum zu spüren was da abgeht.

Zitat:
im fallen ist es gewissermaßen schwierig irgendwas auszuweichen, oder?
Das hast du eigentlich vollkommen recht. Nur das ich nicht einfach falle und mich wieder auffange. Ich halte den Fall permanent innerlich aufrecht. Was bedeutet, das ich mich nicht nach oben abdrücke, meine Masse nicht wirklich sichtbar nach unten fallen lasse und somit auch nicht in diesem Loch bin, was du wohl meinst. Darum mache ich "inneres Boxen".

Grüße,
Torsten
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Geändert von Galaxy (10-02-2007 um 23:22 Uhr).
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  #9  
Alt 10-02-2007, 23:46
Benutzerbild von Breitling
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Zitat:
Zitat von Galaxy Beitrag anzeigen
Hi Yankee,

in dem anderen Tread schrieb ich dies:

Zum einen löse ich die eigene Statik in mir auf. Das beginnt an der Fußsohle wo das meiste Körpergewicht gesteuert wird. Somit wird eine permanente Fallbewegung nach unten aufrechterhalten, was wiederum zur Folge hat, das der gesamte Oberkörper, die Arme und die Hände leicht und frei werden.
Das unterläuft zum einen sozusagen den Abwehrreflex/Schutzmechanismus des anderen und zum anderen kann man dadurch ohne Rückstoß Treffen.
Man gibt also nur ab. Man könnte es auch treffende Bewegung nennen. Eine Bewegung die einfach durch geht und nicht als Kollision endet, oder gar schon im Kopfe so beginnt.

Also nochmal aber Kürzer: Anstatt sich vom Boden abzudrücken, der Schwerkraft entgegen, löst man den Druck zum Boden beginnend im Fuß und fängt an die Schwerkraft zu nutzen. Gegen die wir gelernt haben, uns immer nur wehren.


Es geht also um eine völlig andere Herangehensweise. Dafür muß man sich erstmal öffnen. Aber eigentlich wird jeder Zweifler eines besseren belehrt, wenn er soeinen Schlag am eigenem Körper spürt. Wenn die besten Bauchmuskeln nicht mehr fangen, und der Schlag tief rein geht.
Der Schlag geht darum tief in die Muskeln und in den Körper, weil duch eine bestimmte Bewegungsart der Unterbewuste Schutzreflex angelöst oder gänzlich aufgelöst wird. Und das geschied von der Arbeit mit dem natürlichen Fallmechnismus, der durch eine bestimmte Körperaussteuerung ausgelöst und aufrecht erhalten wird.

Diese Herrangehensweise ist eigentlich schon sehr alt und kommt aus den Wurzeln einiger chinesischen Boxkünsten. Nur, das es fast vergessen wurde.
Aber das ist einen andere Geschichte.

Es fängt im Kopf an!
Ich muß damit aufhören zu denken, "gegen" etwas gegen zu schlagen. Damit fängt alles an.
Dann muß ich lernen wie ich mich auch "abbaue" anstatt nur "aufbaue"
Es geht auch darum "Drücke/Spannungen" im Körper im richtigen Moment vollständig zu lösen, wodurch dann nicht nur wieder Beweglichkeit entsteht, sondern auch Schlagwirkung aus kürzenster Distanz möglich wird.

Erst dann kommt man dazu ein Gefühl dafür zu entwickeln seine Körpermassen im Spiel mit der Schwerkraft zu bewegen. Das macht die Bewegungen mehr und mehr frei, aber auch zentrierter, effektiver und ökonomischer.

Nun aber zum praktischen Schlag:

Der Kopf

Ich brauche nur einmal daran zu denken, das ich den anderen Treffen will und mehr nicht. Dann gehen ich im Gedanken permanent von dem anderen weg.
Das geht! "Wir können ja auch permanent denken zu dem anderen hin zu gehen"

Die Fußarbeit

Meine Fäuste habe ich genauso oben wie beim normalen Boxen, nun bewege ich mich nur noch von den Füßen aus nach und von unten orientierend, nach vorne, ohne mich nach oben abzudrücken. Und das ist nicht einfach.

Das abdrücken zeigt dem Gegner das ich komme, das Nichtabdrücken bringt ihn in Unsicherheit. Das Aufrechterhalten dieser Unsicherheit läßt mich dann fast nicht sichtbar in den Raum des Gegners eindringen, wenn ich mich nicht mit einer nach "Oben" Körperbewegung verrate.

Die Grundbewegung

Ist eher ein Rollen von den Füßen. Auf keinen Fall ein hin und her von den Füßen.
Dadurch wird quasi die Faust mit einer Gesamtbewegung in den Gegner getragen. Es ist schwierig zu beschreiben, da man schnell etwas falsch vertehen kann.

Ein Schlag wird somit nicht mit Masse reingeschleudert, also nicht als körpergewichts Übertragung mit der Faust, sondern als reine Gesamtkörper-Bewegung-Übertragung mit der Faust. Und die geht eben dann voll durch.

Ich versichere, das sich mit dieser Methode die Schlagwirkung eines jeden in ungeahnter Weise steigen läßt.

Ich hoffe das war nicht zu kompliziert! Wenn doch, dann hilft Fragen!
Beim lernen ist der Angang wesentlich verständlicher und einleuchtender als ich hier versucht habe zu beschreiben.

Grüße,
Torsten

Zitat:
Könntest du evtl. ein Video oder eine Fotostrecke dazu veröffentlichen?
Am besten mit nochmaligen Erklärungen dabei, da es so sehr schwer zu verstehen ist.
Bin auch stark für ein video^^

lg
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  #10  
Alt 11-02-2007, 00:20
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Zitat:
Zitat von Breitling Beitrag anzeigen
Bin auch stark für ein video^^

lg
Hier sind ein paar von vor zwei Jahren, als ich gerade wieder anfing zu unterrichten. Ich hoffe man kann erkennen was ich meine. Es sind aber fats alles Bauchschläge, mal mit Polster und mal ohne. Mal auch auf den Brutmuskel, mit Polster und mal ohne.

Heute würde ich das anders filmen.
Diese und andere Videos haben ganz schön für Aufregung gesorgt, hier in Deutschland und auch in den Staaten, bis ich dann war und es unter Beweiß gestellt habe. So bei Dan Inosanto.


Putfile - faust 01
Putfile - faust 02
Putfile - faust 03

Grüße,
Torsten
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  #11  
Alt 11-02-2007, 08:20
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klappt das auch gegen ziele, die weiter oben sind, als deine schultern?
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  #12  
Alt 11-02-2007, 09:46
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klingt ganz interessant, was du versprichst.
die videos erinnern mich irgendwie an systema.
sagtest du nicht, du hältst deine hände wie beim boxen?
im infight mag das ganze auch sinnvoll sein, wenn du dich auf armlänge zu deinem gegner befindest, kannst du aber schnell nen gebrochenen arm haben wenn du deinen arm so vor den gegner hältst und er nicht nur boxt.
was ist mit haken? uppercuts?
ich kann mir nicht vorstellen, dass du mit diesem schlag mehr punch hast als ne grade mit der schlaghand. kraft=massexbeschleunigung, das gilt auch für dich
ansonsten schließe ich mich noppel an.

p.s.: bring deinen schülern doch auch bei, den stock richtig zu halten
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  #13  
Alt 11-02-2007, 12:13
Benutzerbild von Galaxy
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Zitat:
klingt ganz interessant, was du versprichst.
die Videos erinnern mich irgendwie an systema.
Im Anfangstadium beim zeigen ähnelt es sich, das ist richtig. Die Schlagteckniken sind in der weiterführung dann stark unterschiedlich.

Zitat:
sagtest du nicht, du hältst deine hände wie beim boxen?
Ich sagte ja, die Videos sind etwas älter. Hab mich sehr viel mit Boxen beschäftigt. Diese Sache hat mich sogar für zwei Wochen zu Axel Schulz in sein Trainigscamp nach Florida gebracht, als er von mir gehört hatte. Er war schon voll in seinem Training. Er hatte mich eingeladen meine Sache ihm, seinem Trainer und seinem Team zu demonstrieren. Sie waren allesamt von meiner Schlagwirkung verblüfft, da meine Schlagwirkung auch bei seinen Sparringspartner voll durch ging. Sogar durchs vorgehaltene Schlagpolster.
Als ich mit einem Profi-Halbschwergewicht sparren sollte (ich wiede 68 kg), um andere Möglichkeiten für den "Infight" zu demonstrieren, zog er sich plötzlich einen Körpervollschutz an, weil er angst hatte ich breche ihm die Rippen.
Zuvor im Sparring hatte er nur Kopf und Tiefschutz an. Conti und Axel trauten ihren Augen nicht, mit so einer Reaktion hatten sie nicht gerechnet. War aber ne tolle Bestätigung für mich. Wir haben dann ein bißchen leicht gesparrt, wo ich versuchte deutlich zu machen wie ich in schlage und welche zusätlichen Möglichkeiten ich habe, wenn ich mit meinen Techniken arbeite.

Sobald ich so boxte wie er, konnte er alle meine Schläge abwehren. Dann auf meine Art, konnte ich ihn plötzlich dort treffen wo es vorher nicht ging.

Um es aber auch hier deutlich zu machen, was ich auch dort Axel und Conti deutlich machte, ich bin kein Boxer und schon gar kein Profi. Ich bin Trainer und kann jemanden in eine Effektivität führen, die sich ein jeder wünscht und erhofft. Nur, das es auch arbeit bedeutet.
Nun gut, ich war zwei Wochen voll mit in seinem Camp. Sie waren sehr interessiert, gerade was die Schlagwirkung und der andere Umgang im "Infight" angeht. Sie sind aber zu dem Entschluß gekommen, den ersten Kampf abzuwarten, da das zusätzliche Training mit mir wohl doch zu viel und zu umfangreich war. Was ich gut verstehen kann. Es ist eine Masse an Arbeit, die da auf einen zukommt. Aber es lohnt sich. Die Früchte dessen sind dann unglaublich.

So hatte ich dann eine Option auf einen evtl. Co-Trainer Vertag nach seinem evtl. Sieg. Was daraus wurde wissen wir ja alle. Tut mir echt leid, das ich nicht noch ernergischer war, denn schlechter wäre es mit mir bestimmt nicht gelaufen.

Zitat:
im infight mag das ganze auch sinnvoll sein, wenn du dich auf armlänge zu deinem gegner befindest, kannst du aber schnell nen gebrochenen arm haben wenn du deinen arm so vor den gegner hältst und er nicht nur boxt.
Auch für die Distanzarbeit gibt es andere Möglichkeiten. Ich bin sogar der Meinung, das ein kleinerer mit dieser Methode viel gefährlicher ist als ein großer. Weil er eben lernt wirklich von unten zu kommen.

Zitat:
was ist mit Haken und Uppercups?
Gerade hier läßt sich die Wirkung und die Beweglichkeit imens erhöhen.

Zitat:
und ich kann mir nicht vorstellen, dass du mit diesem schlag mehr punch hast als ne grade mit der schlaghand. kraft=massexbeschleunigung, das gilt auch für dich
Da hapert es, wie du ja selber sagst, (sorry) es an deiner Vorstellung. Glaube mit, es gibt noch ganz andere Arten um wirkungsvolle Schläge zu erreichen. Wie im Systema, in bestimmeten Tai Chi Stilen und eben bei mir. Nur das ich mich darauf speziallisiert habe wie man sie ins klassische Boxen oder Tai boxen umstetzt. Und das es auch dort funktioniert.


Zitat:
p.s.: bring deinen schülern doch auch bei, den stock richtig zu halten
Das was da zu sehen ist, sind bestimmte Übungen um zu erlernen sich im eigenem Schwerefeld der wirkenden nach unten ziehenden Kräfte zu bewegen, um diese dann zu nutzen.

Grüße,
Torsten
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  #14  
Alt 12-02-2007, 01:39
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Hallo Torsten,

Zitat:
Zitat von Galaxy Beitrag anzeigen

Der Schlag geht darum tief in die Muskeln und in den Körper, weil duch eine bestimmte Bewegungsart der Unterbewuste Schutzreflex angelöst oder gänzlich aufgelöst wird. Und das geschied von der Arbeit mit dem natürlichen Fallmechnismus, der durch eine bestimmte Körperaussteuerung ausgelöst und aufrecht erhalten wird.
Habe ich das richtig verstanden, dass der Schlag ansich gar nicht kraftvoller ist, sondern einfach nur effektiver weil man den gegner treffen kann, ohne dass dieser im Reflex seine Muskeln anspannt?


lg
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  #15  
Alt 12-02-2007, 05:59
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Zitat:
Zitat von Breitling Beitrag anzeigen
Hallo Torsten,



Habe ich das richtig verstanden, dass der Schlag ansich gar nicht kraftvoller ist, sondern einfach nur effektiver weil man den gegner treffen kann, ohne dass dieser im Reflex seine Muskeln anspannt?


lg
Nein, das mit den Muskeln ist ein interesanter Effekt, weil genau das ausgeschltet wird, was man sich eigentlich als Schutzpanzer antrainiert.
Das ist eine Sache die den meisten ja so verblüfft. Weil jeder der glaubt dort sein er Geschützt und plötzlich nützt das fast garnichts mehr.

Die Schlagwirkung ist sehr viel höher als auf Schwung und Druck basierte Schlage. Das kann man gut zeigen, wenn man ein Schlagpolster vor seine Brust hält. Die Wirkung geht voll durch. Was eben bei den anderen Schlägen nicht so ist. So kann man lernen am Körper KO zu Schlagen, wie zb. an der Brust.

Die Kopftreffer sind sehr Wirksam, weil die Wrirkung direkt rein geht und der Kopf nicht sozusagen weggeschlagen wird. Sehr wahrscheinlich dabei ist, das der Kopf des Geschlagenen den Schlag nicht sieht und somit auch nichmal dagegen hält.


Grüße,
Torsten
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