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  #1  
Alt 06-09-2011, 10:32
Benutzerbild von captainplanet
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Standard Trinkstrategien bei Flüssigkeitsmangel

Wenn man nur wenig Wasser hat und noch einen weiten Weg vor sich - ist mir erst kürzlich wieder mal auf einer Bergtour passiert - wie sollte man dieses Wasser optimalerweise einteilen? Viele kleine Trinkpausen, weniger größere oder eine ganz große? Bitte Eure Meinungen auch zu begründen!

Mfg Georg
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  #2  
Alt 06-09-2011, 10:38
Benutzerbild von Ganglion
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Ich kann das jetzt zwar nicht wissenschaftlich begründen, aber ich leite mir das jetzt mal vom Abkochen vor einem Kampf ab: Bekommt der Körper viel Wasser stellen sich die Organe auch darauf ein und filtern schneller. Setzt man dann plötzlich die Wasserzufuhr drastisch zurück, entwässert der Körper, weil er nicht so schnell umstellen kann und noch damit rechnet, dass weiterhin viel Wasser zugeführt wird und arbeitet munter auf Höchstleistung weiter.

Das spricht meines Erachtens gegen die eine, große Trinkpause.

Aus dem Gefühl heraus würde ich mich für die vielen kleinen entscheiden, um den Körper kontinuierlich mit Wasser zu versorgen. So bekommt er zwar trotzdem zu wenig Wasser, aber auch immer nur dann, wenn er es wirklich braucht und es geht nicht irgendwie "verloren".

So denkt sich der Laie das
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:-)
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  #3  
Alt 06-09-2011, 10:40
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Ich denke, man sollte es mit vielen kleinen Schlucken halten, verteilt auf die verbleibende Zeit. Der Körper kann Wasser nicht auf Vorrat halten, was nicht unmittelbar nach der Resorbtion Verwendung findet, wird ausgeschieden. Deshalb sind einzelne große Portionen weniger hilfreich, als konstante Hydratisierung. Ich komme ja eher aus dem Mountainbiken und da spricht man davon, bei Sachen wie Transalp-Touren am Berg alle 15 min ca. 250ml zu trinken, also 1l/std.
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  #4  
Alt 06-09-2011, 11:01
Benutzerbild von captainplanet
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Kampfkunst: Aikido
 
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Ich hatte ja den Verdacht, daß die Empfehlung, viele kleine Schlucke zu trinken, nur daher kommt da man auf diese Weise das DurstGEFÜHL (trockene Mundhöhle) am besten in den Griff kriegt. Daß aber, wenn ich z.B. alle zehn Minuten nur ein winziges Schlückchen zu mir nehme, die tatsächliche physiologische Verfügbarkeit des Wassers schlechter ist als wenn ich in größeren Abständen mehr trinke.

Wenn mir die Zunge nicht am Gaumen klebt, fühle ich mich zwar besser. Wenn ich aber jedesmal nur so wenig trinke, um gerade dieses Gefühl loszuwerden, kommt ja kaum noch Wasser dort an wo es wirklich gebraucht wird. Das war meine Überlegung.

Aber Eure Argumente leuchten druchaus ein. Vermutlich gibt es auch hier einen goldenen Mittelweg.
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  #5  
Alt 06-09-2011, 11:20
Benutzerbild von Luggage
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Kampfkunst: DJKB Shotokan
 
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Dieses Trockenheitsgefühl im Mund kann man ggf. durch Kauen vermeiden. Entweder man kaut bewusst auf Nichts rum, oder steckt sich irgendwas in den Mund, auf dem man herumlutschen oder kauen kann. Dadurch wird der Speichelfluss angeregt und die Durststrecke subjektiv erleichtert. Solange man nicht ausspuckt wird die Flüssigkeitsbilanz dadurch auch nicht beeinträchtigt.

Konstantes Trinken ist wichtig für den Leistungserhalt. Man sagt 1% Flüssigkeitsverlust bedeutet 10% Leistungsverlust. Es bringt also wenig, sich erst durstend runter zu wirtschaften, wieder aufzufüllen und dann von vorne...
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  #6  
Alt 06-09-2011, 12:01
inaktiv
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Da ich noch nie in einer Lebensbedrohlichen Situation war, aber schon bei vielen Touren Wasserprobleme hatte kann ich hier nur sagen was sich für mich besser anfühlt und womit ich weniger verbraucht habe und weiter gekommen bin.

An der Quelle fülle ich mir die 2 2Literflaschen die ich dabei hab voll und trinke soviel ich kann. Dann marschier ich durch, trink zwischendurch nix. Erst dort wo ich wirklich merke es geht nicht mehr so gut mache ich eine Trinkpause und nehm gut n paar Schlücke.
Würd ich die ganze Zeit ein bischen an der Flasche Nippen wäre sie viel schneller leer und ich hätte schneller wieder Durst. Habs schon ausprobiert.

Mein Freund hatte bei unserer Tour auf dem Făgăraș vor ein paar Wochen so einen Camelback mit so einem Schlauch mit dem er die ganze Zeit auch wärend der Tour trinken konnte. Sein Zeug war leer als ich längst noch Wasser hatte und der Durst war ungefähr der selbe.

Ich schwöre lieber aufs aufbewahren als auf dauernd ein bischen trinken, auch wenn zweiteres bestimmt besser für die Psyche und damit wenn ein Ende der Tour oder die nächste Quelle absehbar ist auch für die Leistung.

Eigentlich wollt ich Februar durch die ägyptische Wüste wandern, da muss ich mir mein Wasser auch besonders gut einteilen.

Vielleicht gibt es ja Wissenschaftliche Belege ob irgendetwas tatsächlich am besten ist, aber es ist auch jeder Mensch und jede Transpiration anders.
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  #7  
Alt 06-09-2011, 12:56
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Kampfkunst: ChengZhang Quan/ Tee trinken
 
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Ich habe mal gehört das wenn man wenig Wasser hat sollte man ein Schluck nehmen und es im Mund behalten so lange es geht(nicht ausspucken!).
Habs auch mal ausprobiert funktioniert ganz gut...
Sollen anscheinend die Botenläufer der Antiken Römer, Ägypter und Griechen so gemacht haben. Ist schon lange her das ich das gelesen habe...
Aber für mich funktionierts ganz gut...
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  #8  
Alt 06-09-2011, 13:56
Benutzerbild von oldsql
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Kampfkunst: JuJutsu / SV - Grappling - Boxen - Ringen
 
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Also meines Wissens nach besteht dort ein Konsens:
-wenige, kleine Schlücke nehmen- Wasser also gut aufteilen
-andere Wasserquellen nutzen (Pflanzen, Früchte, Kamelmagen etc..)
- Tipps von Bear Motherfucking Grylls abgucken. = better drink my own piss
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  #9  
Alt 06-09-2011, 16:47
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Beiträge: 892
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Ich hab jetzt zwar nicht alles gelesen, aber ich würde es folgendermaßen machen:

-Das wenige Wasser auf viele kleine Schlucke verteilen, weil der Körper so am wenigstens Flüssigkeit in Form von Urin und Schweiß ausscheidet. Begründung: Trinkt einfach mal an nem heißen Sommertag 500-750 ml Wasser auf einmal, dann merkt ihr, dass ihr recht stark anfangt zu schwitzen. Außerdem kann der Körper das Wasser gar nicht auf einmal aufnehmen und wird so einen recht großen Anteil wieder als Urin ausscheiden. Das ist zwar nicht schlecht, weil so die Giftstoffe aus den Nieren gespült werden, bei akutem Wassermangel sollte aber das verhindern von Dehydration wichtiger sein als die Nieren zu spülen.

-Um ein trockenes Mundgefühl zu verhindern reicht es schon, wenn man sich einen halbwegs sauberen Kieselstein oder irgendein Blatt (möglichst von einer UNGIFTIGEN Pflanze!! :-) in den Mund steckt und darauf rumlutscht oder -kaut.

So sollte man doch zumindest einen oder zwei Tage mit recht wenig Wasser ganz gut durchkommen. Kommt halt auch immer drauf an, wo man sich gerade befindet und wieviel wenig Wasser ist!?
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  #10  
Alt 06-09-2011, 18:50
Benutzerbild von Simplicius
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Beiträge: 2.159
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Zitat:
Zitat von oldsql Beitrag anzeigen
- Tipps von Bear Motherfucking Grylls abgucken. = better drink my own piss
so sollen ja schon einige Verschüttete überlebt haben

ansonsten finde ich die Strategie Amun Ras schlüssig.
Erstmal den Körper an Wassermangel gewöhnen, so dass er das Schwitzen entsprechend runterfährt und dann von Zeit zu Zeit wenig trinken, damit man eine bestimmte Leistungrenze nicht unterschreitet.
Ist sicher auch eine Frage ob man möglichst viel Zeit überbrücken will (verschüttet, verirrt mit Hoffnung auf Rettung), oder möglichst viel Strecke zurücklegen (also die Leistung höher halten).
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  #11  
Alt 06-09-2011, 19:13
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Kampfkunst: K1/Kickboxen
 
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beim bund hatte man uns auch die kleine schlücke variante beigebracht. allerdings auch nicht permanent nuckeln. sondern wenn durst da ist 1-3 kleine schlücke. am besten auch das wasser nicht direkt schlucken, sondern im und erwärmen/mit dem speichel vermischen und erst später schlucken.

ist jetzt nichts wirklich wissenschaftliches, aber so wurde es uns von den ausbildern nahegelgt und hat eigentlich auch super geklappt. wobei die situation vom wassermangel auch nur einmal wirklich auftrat.
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