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  #16  
Alt 02-03-2005, 15:18
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Karate
 
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Beiträge: 56
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Zitat:
Zitat von Litschi
a.) Total unbegabt zu sein scheinen, also sich keine einfachen Bewegungsabläufe merken könnne und dazu noch ziemlich unkordiniert sind
b.) bei Erklärungen oft und schnell abgelenkt werden, wenn z.B. neben an ein höheres Kata gemacht wird
c.) denen man etwas 10 mal erklären kann und sie machen es immer noch nicht richtig
zu a)
was ist in diesem Zusammenhang unbegabt? Ich habe vor gut 4 Jahren in einer Erwachsenengruppe mit dem Karatetraining angefangen. Zeitgleich mit mir haben auch wesentlich Ältere angefangen, die seit jahrzenten wohl keinen Sport gemacht haben, während ich seit meiner Kindheit regelmässig Sport betreibe. Wenn ich versuche einen Vergleich zwischen mir und diesen meinen Trainingspartner anzustellen, könnte man vielleicht auch auf die Idee kommen, diese als unbegabt zu bezeichnen, einfach deshalb, da ich technisch nach einem halben Jahr so weit war wie manche von diesen jetzt noch nicht sind, was natürlich auch auf die Trainingshäufigkeit zurück zu führen ist. Aber es haben doch alle geschafft, die "einfachen" Abläufe zu erlernen. Wobei es dann halt Probleme gibt, sind komplexere Übungen. Dies liegt aber halt an der mangelnden Wiederholung, wenn die Trainingshäufigkeit zu gering ist.

zu b)
es gibt auf jeden Fall auch Leute, die zu lange und ausführlich erklären. Bzw. es bringt einfach nichts auf 10 Dinge gleichzeitig hinzuweisen, da sowieso niemand soviel gleich umsetzen kann. Da lieber kurz grundlegende Dinge ansprechen und dann einzelne Korrekturen vornehmen.

zu c)
ist jetzt die Frage, was als "immer noch nicht richtig" angesehen wird. Würde mich doch als sportlich und aufnahmefähig bezeichnen. Allerdings gibt es immer noch Dinge, die trotz häufiger Erklärung an meinen Techniken verbessert werden. Und das nach vermutlichen 650-750 Trainingseinheiten.


Als grundsätzlichen Ratschlag kann ich auch nur Dinge anführen, die bereits genannt wurden.
Mit der Zeit herauszufinden, wen man wie stark/häufig verbessern muss, damit diese Person einen Fortschritt erzielt, ohne überfordert zu sein oder demotiviert zu werden.
Die Korrekturen von den größeren zu feineren vornehmen.
Und bei Bedarf das Training aufteilen, damit jeder auch mal nach seinem Können gefordert wird.
Und die Leute bei Partnerübungen durchaus auch ermutigen, sich gegenseitig auf Fehler hinzuweisen. (Endet bei uns dann doch auch ab und zu so, dass zwei Leute nach dem Training noch beim Trainer stehen, um zu klären wessen Ausführung besser ist, wenn es sich um nicht offensichtliche Fehler handelt) .Denn zum einen müsste man manche Leute wirklich alle 5 min auf den gleichen Fehler hinweisen, hat aber ja auch noch andere auf die man schauen muss.

Gruß
zephyr
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  #17  
Alt 02-03-2005, 18:07
Yasha Speed
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Talking

ich bin so einer vom schauorchester ungelenk, bei kir dauerts ewig, bis ich mal nen bewegungsablauf drin hab, von kata ganz zu schweigen, und ablenken laß ich mich von kleinigkeiten (typischer ektomorph, ich stolper über meine eigenen füße und bin hyperaktiv)

da hilft nur üben, üben, üben. drillen, bis man nicht mehr kann. ob das allerdings geht, wenn die leute nur 3x die woche trainieren, ist fraglich, ich mach halt viel daheim.
gegen die ablenkung hat bei mir immer geholfen, wenn sensei mit grimmigem gesichtsausdruck in meiner nähe stand und mir ungnädige blicke zugeworfen hat
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  #18  
Alt 02-03-2005, 19:14
Benutzerbild von Kung-fuWurst
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Zitat:
Zitat von Yasha Speed
gegen die ablenkung hat bei mir immer geholfen, wenn sensei mit grimmigem gesichtsausdruck in meiner nähe stand und mir ungnädige blicke zugeworfen hat
Genau das lenkt mich ab.

Und vielleicht nochmal ein Tip: Bei manchen ist es so das sie einfach mal darüber
nachdenken müssen (so Bewegungs Ablauf mäßig) und danach klappt es viel besser. Daher sollte man sie Leutchen am besten nicht zu sehr unter Stress setzen damit sie diese Zeit die sie brauchen um die Übung zu verinnerlichen erstmal haben müssen.
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  #19  
Alt 03-03-2005, 16:00
Benutzerbild von Lars´n Roll
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Kampfkunst: Rock´n Roll is a Full Contact Sport (S. Tyler, Aerosmith)
 
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Als ich den Titel des Threats gelesen habe, da dachte ich, es geht um mich. So´n Mist! Ich krieg hier einfach nicht die Aufmerksamkeit, die ich verdiene.
__________________
Rock´n Roll above all !
Chris bamboozle: Warum darf Lars hier eigentlich reinspammen und sich aufführen wie ein Grundschulkind?
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  #20  
Alt 03-03-2005, 19:09
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Kampfkunst: das Leben....
 
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Zitat:
Zitat von Litschi
Ab meinem Grad muss man vermehrt in den Trainings aushelfen oder sie gar leiten und da das alles doch noch recht neu für mich ist, möchte ich gleich mal euren Rat zu einem Problem, dass mir immer wieder zu schaffen macht.

Viele von euch haben sicher immer wieder Schüler (sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche) erlebt, die
a.) Total unbegabt zu sein scheinen, also sich keine einfachen Bewegungsabläufe merken könnne und dazu noch ziemlich unkordiniert sind
b.) bei Erklärungen oft und schnell abgelenkt werden, wenn z.B. neben an ein höheres Kata gemacht wird
c.) denen man etwas 10 mal erklären kann und sie machen es immer noch nicht richtig

Was soll ich bei solchen Schüler tun. Zum einen denke ich, kann ich nicht zuviel Zeit mit ihnen "verschwenden", da sonst die anderen, begabteren Schüler nicht weiter kommen, anderer Seits möchte ich doch auch, dass nicht so begabte Schüler ihre Fortschritte machen.

Euren Rat?

Gruss!

Litschi
Lol................. ähm nun ja das kommt mir irgendwie bekannt vor, ich oute mich mal, ich währe da ein gutes Beispiel!

Ich gehöre halt nicht zu denjenigen die es gleich beim ersten mal zeigen, sofort verstehen. Ich bin jetzt nicht gerade unsportlich, bin einigermaßen gelenkig, hab eine gute Dehnung und die akrobatik Sachen fallen mir auch nicht schwer, doch diese Wushu Formen sind einfach sehr komplex, manche haben halt so ein Talent, die schauen sich das einmal an und können es dann sofort, ich muss an so eine Form schrittweise ranngehen, die Bewegungsabläufe aufteilen, erst den ersten Teil dann den zweiten usw. aber das glaub ich versteht der Trainer nicht so. Dann zeigt er halt die ganze Form nochmal und ich krieg wieder die hälfte nicht mit und kann mir nur ein Teil merken. Wenn der dann das mit so einem missmutigen und genervten Blick nochmal zeigt dann bin ich völlig verkrampft und dann klappt bei mir gar nix mehr.

Also ein Tipp von mir, wenn du solche Leute hast, zeig es ihnen vielleicht Schrittweise, lass sie die Schritte sehr oft wiederholen und dabei immer freundlich bleiben und nicht genervt/verärgert/gefrustet dreinschauen, das führt nur dazu das die Leute noch blockierter sind und sich dann gar nichts mehr merken können. Klar es ist ne Kampfsportschule und kein Kindergarten, doch wenn der jenige der mir was zeigen soll schon mit "So" einem Blick daher kommt dann ist meine Motivation schon sowas von im Keller........
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  #21  
Alt 03-03-2005, 19:48
Benutzerbild von Litschi
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Kampfkunst: Kyokushin-Kai Karate und Kissenschlacht
 
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Oki mal was grundlegendes zu meinen Trainingsmethoden:

1.) Ich verlange von niemanden ein Bewegungs-Einstein zu sein. Katas werden IMMER Schrittweise angefangen und Schlüsselstellen werden genauer betrachtet.
2.) Meiner Meinung nach sind meine Erklärungen nicht zu lange, so dass jeder mal aufpassen könnte ohne dabei einzuschlafen
3.) Ist Unterricht für mich etwas, das auf GEGENSEITIGKEIT beruht. Sowohl Output und Input von mir als auch von den Schülern

Was mich dann stört und wo meine Frage lag: Was tun mit solchen, die NICHT lernen zu WOLLEN und dazu noch total ungelenkig zu sein scheinen, also eigentlich gerade solche, die es besonders nötig hätten.

Aber eigentlich habe ich meine Frage schon als beantwortet betrachtet (der Thread ist ja eigentlich schon n' bisschen älter... warum plötzlich dieses Interesse? ) und wenn ich ehrlich bin, hab jetzt auch nicht sonderlich neue Ideen gehört. Zudem löst sich das Problem langsam aber sicher. Ich war anfangs einfach zu unsicher, was meine Methoden anbelangt und hatte noch zu wenig Erfahrung.

Aber trotzdem danke!
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  #22  
Alt 12-04-2006, 09:12
Benutzerbild von MatzeOne
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Kampfkunst: working on my stand up & teaching grappling
 
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Zitat:
Zitat von Kensei
Schwierig wirds nur, wenns jüngere sind die von ihren Eltern zur bewegungs- und Beschäftigungstherapie ins Dojo geschickt werden und eigentlich selber keinen bock haben...
Der Grund wieso ich hier reinschreibe ist der andere. Ich (das Kind meiner Eltern) möchte meine Eltern endlich mal mehr Sport treiben lassen. Mein Vater spielte bis vor seinem Sturz vor paar Monaten (Rippe gebrochen) recht regelmäßig (einmal die Woche, sofern meine Mutter es zugelassen hat) Tennis. Aber ansonsten ist da nicht viel mit Bewegung. Hab schon beide versucht ins Qi Gong zu schicken und das werde ich demnächst auch wieder mit mehr "Druck" versuchen. Da die Bewegungen aber doch nicht so einfach für Grobmotoriker sind, überlege ich, was ich machen kann, dass die beiden nicht gleich frustriert aus der Stunde gehen.
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World Grappling League
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  #23  
Alt 12-04-2006, 11:24
Benutzerbild von Tsunetomo
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Kampfkunst: jiu-jitsu, okinawa kobudo
 
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Am besten in einem Einzelgespräch mit dem Schüler reden, um zu fragen woran das liegen könnte. (manchmal kann es auch helfen falls ein Schüler undiszipliniert ist. Dann kann man ihm sagen das mans ernst meint)

Gruß,
Tsunemoto
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"One who is a samurai must, before all things, keep constantly in mind, by day and by night....that he has to die" - Daidoji Yuzan
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  #24  
Alt 12-04-2006, 12:32
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Kampfkunst: Muay Thai und zu wenig Jun Fan / JKD und Kali
 
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Zitat:
Zitat von MatzeOne
Der Grund wieso ich hier reinschreibe ist der andere. Ich (das Kind meiner Eltern) möchte meine Eltern endlich mal mehr Sport treiben lassen. Mein Vater spielte bis vor seinem Sturz vor paar Monaten (Rippe gebrochen) recht regelmäßig (einmal die Woche, sofern meine Mutter es zugelassen hat) Tennis. Aber ansonsten ist da nicht viel mit Bewegung. Hab schon beide versucht ins Qi Gong zu schicken und das werde ich demnächst auch wieder mit mehr "Druck" versuchen. Da die Bewegungen aber doch nicht so einfach für Grobmotoriker sind, überlege ich, was ich machen kann, dass die beiden nicht gleich frustriert aus der Stunde gehen.
Mir wurde mal gesagt: "Man kann niemanden zu etwas zwingen was er nicht möchte"
Stimmt nicht immer, mit Gewalt oder Druck geht alles, aber du willst ja, dass sie sich selber dafür begeistern. Ergo dürfte es sehr schwer fallen wenn sie wirklich keine Lust dazu haben. Wenn man sich mit jemanden darüber unterhält sollte man merken können, welche Art von Widerstand da ist.
Es gibt solche, die haben Angst sich im Training zu blamieren aber eigentlich schon Lust das zu können. Bei dieser Art hat man eine Chance eine "exotherme Reaktion" hervorrufen zu können.
Es gibt aber auch wieder solche, die überhaupt keine Lust haben und da wird es wohl nahezu unmöglich.

Andersrum solltest du auch nicht zu aufdringlich sein... mein Vater und seine Brüder waren alle gleichzeitig in ihrer Midlife Crisis und 2 gingen Paddeln und einer Laufen (Joggen, nicht weglaufen ). Mein Vater ging Motorrad fahren.
Aber da wurde ich auf jeder Familienfeier damit bombardiert. Ich sollte doch mal mit Laufen gehen oder Paddeln und das wäre alles so toll ...
Nur mein Vater setzte sich durch. Das Argument "Ich zahl dir den Motorradschein" war zu gut

So genug gesabbelt.
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  #25  
Alt 12-04-2006, 13:30
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Kampfkunst: -
 
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Zitat:
Zitat von MatzeOne
Der Grund wieso ich hier reinschreibe ist der andere. Ich (das Kind meiner Eltern) möchte meine Eltern endlich mal mehr Sport treiben lassen. Mein Vater spielte bis vor seinem Sturz vor paar Monaten (Rippe gebrochen) recht regelmäßig (einmal die Woche, sofern meine Mutter es zugelassen hat) Tennis. Aber ansonsten ist da nicht viel mit Bewegung. Hab schon beide versucht ins Qi Gong zu schicken und das werde ich demnächst auch wieder mit mehr "Druck" versuchen. Da die Bewegungen aber doch nicht so einfach für Grobmotoriker sind, überlege ich, was ich machen kann, dass die beiden nicht gleich frustriert aus der Stunde gehen.
Da hilft oft der Tipp mit dem "Kieser-Training." Dort treiben sich keine "Fitnessclowns" herum. Man ist in einer halben Stunde durch und muss nur zweimal in der Woche gehen. Das ist ein guter Einstieg für Fitnessmuffel. Wenn der Rücken besser wird, die Bewegungen kräftiger, etc., kommt meist auch die Lust an anderer Bewegung.

Gruß

PS: Man muss den "Hintergrund" der Schüler kennen. Dann kann man gezielter die richtigen didaktischen Mittel einsetzen.
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  #26  
Alt 14-04-2006, 11:03
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Kampfkunst: ja
 
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Beiträge: 421
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Zitat:
Zitat von Litschi
Ab meinem Grad muss man vermehrt in den Trainings aushelfen oder sie gar leiten und da das alles doch noch recht neu für mich ist, möchte ich gleich mal euren Rat zu einem Problem, dass mir immer wieder zu schaffen macht.

Viele von euch haben sicher immer wieder Schüler (sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche) erlebt, die
a.) Total unbegabt zu sein scheinen, also sich keine einfachen Bewegungsabläufe merken könnne und dazu noch ziemlich unkordiniert sind
b.) bei Erklärungen oft und schnell abgelenkt werden, wenn z.B. neben an ein höheres Kata gemacht wird
c.) denen man etwas 10 mal erklären kann und sie machen es immer noch nicht richtig

Was soll ich bei solchen Schüler tun. Zum einen denke ich, kann ich nicht zuviel Zeit mit ihnen "verschwenden", da sonst die anderen, begabteren Schüler nicht weiter kommen, anderer Seits möchte ich doch auch, dass nicht so begabte Schüler ihre Fortschritte machen.

Euren Rat?

Gruss!

Litschi
Ich (Boxtrainer) bin da nicht nett! Wer nicht aufmerksam ist beim Training, kann seinen Trainingspartner verletzen - auch Kinder. Wer nicht aurmerksams ist, macht Liegestütz, da gibts kein Pardon. Disziplin zu erlernen und den Lehrer zu respektieren gehört auch zum Training dazu. Wer im Training redet und unaufmerksam ist, respekiert weder mich noch die anderen Schüler. Wer das nicht kapiert, fliegt bei mir raus.
Klar gibt es genug Schüler, die Bewegungsabläufe gar nicht oder nur sehr schwer verinnerlichen aber es trozdem lernen wollen und Spaß haben beim Training. Da erklär ich gebetsmühlenartig einfach immer wieder von vorn . So ists nunmal. Kleine Fortschritte sind auch Fortschritte. An der richtigen Stelle loben und konstruktiv kritisieren.

Das sind alles Dinge, die man bei uns in speziellen Trainerausbildungen erlernt. Ich halte es grundsätzlich nicht für gut, höher graduierte Schüler unreflekiert als Trainer einzusetzen, vielleicht als Unterstützung beim Training, das ist okay. Das Durchlaufen eines Prüfungsprogrammes oder eine langjährige praktische Erfahrung in der entsprechenden KK macht aus niemandem einen guten Trainer, der seine Schüler zu begaben weiß.
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  #27  
Alt 16-04-2006, 15:42
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Kampfkunst: Taekwondo
 
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Hallo,

ich muss gestehen, dass ich nicht alles durchgelesen habe, aber ich möchte auch meinen Senf dazugeben.

Meiner Meinung nach kommt es darauf an, ob der Schüler lernen will, oder nicht.
Will er lernen aber hat Schwierigkeiten damit, lässt man ihn einfach kleinere Schritte machen als die anderen (die ihm aber ganz sicher sehr viel bedeuten).
Will er nicht lernen, redet man zuerst mit ihm ("Warum bist du hier?", natürlich subtiler) und wenn das nicht hilft, mit den Eltern. Es gibt leider zuviele Kinder, die einfach in Kurse reingesteckt werden...

Auch wichtig ist, wie motivierend der Unterricht ist; Kinder wollen Abwechslung, wenn sie die nicht kriegen werden sie leicht abgelenkt. Also weniger reden, mehr vormachen und noch mehr die Kinder machen lassen.

Grüße
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  #28  
Alt 16-04-2006, 17:03
Benutzerbild von >Sushi<
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Kampfkunst: Taekwondo
 
Registrierungsdatum: 16.11.2005
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Zitat:
Zitat von Litschi
Ab meinem Grad muss man vermehrt in den Trainings aushelfen oder sie gar leiten .....
somit solltest du das Lehrkonzept deines Trainers weiterverfolgen

Zitat:
Zitat von Litschi
Viele von euch haben sicher immer wieder Schüler (sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche) erlebt, die .....
zwischen Training für Erwachsene und Kinder liegt ein himmelweiter Unterschied. Vereinfacht gesagt, Kinder muß man begeistern, Erwachsene entscheiden eher rationell.

Zitat:
Zitat von Litschi
a.) Total unbegabt zu sein scheinen, also sich keine einfachen Bewegungsabläufe merken könnne und dazu noch ziemlich unkordiniert sind
b.) bei Erklärungen oft und schnell abgelenkt werden, wenn z.B. neben an ein höheres Kata gemacht wird
c.) denen man etwas 10 mal erklären kann und sie machen es immer noch nicht richtig
.....
ich möchte einfach mal ne Lanze für diejenigen brechen, die ein bisschen schwer von Begriff sind, oder eben schwer lernen.

Zitat:
Zitat von Litschi
Was soll ich bei solchen Schüler tun. Zum einen denke ich, kann ich nicht zuviel Zeit mit ihnen "verschwenden", da sonst die anderen, begabteren Schüler nicht weiter kommen, anderer Seits möchte ich doch auch, dass nicht so begabte Schüler ihre Fortschritte machen......
weil ich es am besten kenne eine kleine Geschichte eines Jungen der mit 7 Jahren von seinen Eltern zum Taekwondo geschickt wurde, weil eine Psychologin einen ADS-Grenzfall bei ihm attestiert hatte.
Der Junge war ein absoluter Bewegungsidiot, vollkommen unbeweglich, konnte nicht mal den Hampelmann richtig, hat sich nicht konzentrieren können und eigentlich mehr die anderen abgelenkt als selbst was zu lernen.

Gott sei Dank hatte er einen geduldigen Lehrer, der ihn , obwohl er sogar schon bei der Prüfung zum Grüngurt 2x durchgefallen war immer wieder motivieren konnte.

Als er mit 10 oder 11 dann die ersten Male auf einer Wettkampffläche stand bei einem Turnier, zeigte sich, dass er sich das erste Mal richtig kozentrieren konnte und Talent hatte.

Der kleine Junge wurde mit 14 bayrischer Meister U 18 im Vollkontakt, besiegte mit 14 den damaligen deutschen Nationalkämpfer und schaffte es bereits mit 15 ins Junioren-Nationalteam und hat an Welt-und Europameistereschaften teilgenommen.

Also nach deinen Worten einer an dem du deine Zeit nicht hättest verschwenden wollen!

Man ist kaum in der Lage das Potential der Menschen - speziell von Kindern und Jugendlichen einzuordenen.
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  #29  
Alt 16-04-2006, 17:10
Benutzerbild von >Sushi<
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Kampfkunst: Taekwondo
 
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ich schreibe das lieber in einem weiteren Post,

denn ich hasse selbst auch allzu langes Geschwafel.

Ein weiteres Beispiel ist ein Junge der vollkommen talentfrei war und sich es sich aber unbedingt in den Kopf gesetzt hat Weltmeister zu werden.

Mit 10, 11 und 12 und noch mit 14 hat er auf Turnieren immer nur Dresche bekommen, war aber stets gut drauf und immer Optimist.

Er hat seine Eltern so lange bequatscht bis er an eine Sportschule durfte wo er jeden Tag mit einem Nationaltrainer trainieren konnte.

Es hat 4 Jahre tägliches Training gebraucht und er wurde sowohl Junioren-Vizewelt als auch Vize-Europameister udn ist mit 18 im Olympiakader.

Auch er hätte bei dir keine Chance bekommen !?!?!?!?!?
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  #30  
Alt 16-04-2006, 17:55
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Kampfkunst: Taekwondo
 
Registrierungsdatum: 04.06.2005
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Hi Sushi, sehr schöne Beispiele.

Es gibt eben einen Unterschied zwischen denen die wollen, aber nicht können, und denen die nicht wollen und deswegen nicht können...

Der Trainer/Meister/Übungsleiter muss aber allen eine Chance geben!

Ein Gespräch reicht oft schon aus den Sachverhalt zu klären, aber leider haben viele "Meister" dafür keine Zeit.

Grüße
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