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Philosophie, Esoterik und Tradition Diskussionen zu philosophischen und traditionellen Aspekten von Kampfkunst, Kampfsport und Selbstverteidigung.



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  #16  
Alt 14-02-2016, 12:19
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Zitat:
Zitat von KAJIHEI Beitrag anzeigen
Mal eine fröhliche These von mir wie gewohnt.

Ich behaupte mal das die Grundeinstellung von anderen Menschen nie mehr zu erwarten als von sich selbst richtig ist.
Man muß das natürlich runterrechnen. Jemand der im Rollstuhl sitzt kann halt nicht rennen.
Auf der anderen Seite heißt das aber auch Ausreden eben nicht gelten zu lassen.
Anmerkung:
ich nehme dieses Zitat nur als Aufhänger und Beispiel für ein Bewertungsmuster und dessen mögliche Folgen. Das heißt nicht, dass die daraus gefolgerten Einstellungen auf den Zitierten zutreffen, oder dass er die nachfolgend in Anführungszeichen (" ") gesetzten Sätze gesagt oder vertreten hätte. Es geht mir lediglich darum aufzeigen, warum ich diese im Zitat geäußerte These für falsch halte. Falsch in Bezug auf den angemessenen Umgang mit Mitmenschen, auch wenn es für das eigene Selbstwertgefühl und eventuell auch persönlichen Erfolg vorteilhaft sein kann.


Den letzten Satz interpretiere ich nun so, dass man von anderen nicht nur nicht (nie) mehr erwarten sollte, als von sich selbst, sondern auch nicht weniger.
Die "fröhliche These" scheint also davon auszugehen, dass alle Menschen auf allen Gebieten das gleiche Leistungsvermögen aufweisen, solange nicht klar sichtbare kausale Gründe (Rollstuhl) für eine Minderleistung vorliegen.
Das scheint mir doch eine sehr simplifizierte Weltsicht, die die eigene Person als Maß aller Dinge nimmt.
Insbesondere wird natürlich eigenes Versagen auf einem Gebiet dadurch relativiert, dass man erklärt, das wäre nicht so wichtig : "Was ich nicht hinkriege, muss man nicht hinkriegen"
Eigene Erfolge jedoch als für jeden schaffbar erklärt: "Ich hab's ja auch geschafft..."

Damit kann ein Dünner oder Dicker, der abgenommen hat, allen Dicken erklären, dass es doch geht, er sei der Beweis, alles andere wären Ausreden. Der gleiche Dünne hat vielleicht Schwierigkeiten, sein Temperament in sozialen Situationen zu zügeln und erklärt dann, das ginge halt nicht oder sei nicht so wichtig.
Jemand der studiert hat und/oder einen guten Job, kann dem HartzIV-Empfänger erklären, er solle sich nicht so anstellen, wenn er wollte, ginge es, Beweis: die eigene Person.
Gerne werden auch außergewöhnliche Leistungen (z.B. schlechter Hauptschulabschluss und nun Dr. der Physik) als Beispiel des grundsätzlich Machbaren aufgeführt, um den anderen zu "motivieren". Leute, denen das allerdings tatsächlich nicht möglich ist, bekommen dann zusätzlich zu dem sachlichen Versagen auch noch eine Schuld für das eigene Versagen aufgebürdet. Ein Hauptproblem der "Positiv Denken"-Ideologie.
Umgekehrt werden Leistungen, die andere bringen, zu denen man selbst nicht fähig war, als "unnötig" abgewertet.

Das ist IMO der Nährboden, auf dem auch Unverständnis und Diskriminierung von benachteiligten Minderheiten wächst.
Beim berühmten Beinbruch und eventuell auch beim Rollstuhlfahrer, sieht man noch ein, dass der nicht rennen kann.
Bei einem psychischen Kranken sieht man das von außen nicht.
Dann versucht man vielleicht, den Zustand des Gegenübers aus der eigenen Erfahrungswelt zu bewerten:
"Depression? - Ja, ich war auch schon mal melancholisch, da muss man sich zusammenreisen"
"PTBS? - Ja, mich haben Dinge auch schon mal länger verfolgt, aber das ist doch schon so lange her, mal muss gut sein, komm mal drüber weg."
"Hunger? - Ja, ich hab auch schon mal das Frühstück vergessen"
"Arm? - Ja, mir hat Vati auch schon mal den Geldhahn zugedreht, weil ich seinen Porsche zu Schrott gefahren habe"

Auch die Resilienz, d.h. die psychische Widerstandsfähigkeit, ist nicht bei allen Menschen gleich stark ausgeprägt.
D.h. daraus, dass man es selbst geschafft hat, schwierige Lebensumstände zu meistern und unbeschadet zu überstehen, kann man nicht schließen, dass ein anderer in gleicher Weise in der Lage sei.

Es stellt sich also IMO die Frage, auf welcher Wissensbasis man in obiger These bestimmt, was "Ausreden" sind und was zulässige Gründe, die Anforderungen runterzurechnen.

Natürlich gibt es Leute, die sich mit ihren Glaubenssätzen selbst im Weg stehen, denen kann man eventuell helfen, zu erkennen, das bestimmte Annahmen über sich selbst oder die Welt nicht richtig sind.
Das setzt aber voraus, dass man zuerst mal offen zuhört und sich die Sache genau anschaut, bevor man sein Urteil trifft bzw. seine eigene Erfahrungswelt überstülpt.
Die volkstümlich sehr beliebte Bootcamp-Psychologie scheint mir dagegen eher geeignet, Widerstände oder Rückzug zu fördern.

Geändert von Gast (14-02-2016 um 12:24 Uhr).
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  #17  
Alt 14-02-2016, 12:43
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Du kannst es besser
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  #18  
Alt 14-02-2016, 14:10
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Zitat:
Zitat von Myth-Lee Beitrag anzeigen
Aber dann heißt es nur "Ein Behinderter", weil "Ein Mensch mit Behinderung" zu viel Mühe kostet.
...
- Wenn man sagt Behindert, dann findet eine Reduktion statt, dazu hat NIEMAND ein Recht und deshalb darf Keiner so etwas sagen, weil es ungerecht ist.
Und in ein paar Jahren zählt "Ein Mensch mit Behinderung" als Reduktion und was soll man dann sagen?
__________________
“Das ist zwar peinlich, aber man darf ja wohl noch rumprobieren.”
- Evolution
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  #19  
Alt 14-02-2016, 14:13
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Zitat:
Zitat von Myth-Lee Beitrag anzeigen
Du kannst es besser
Bitte sachbezogen und nicht personenbezogen diskutieren.
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  #20  
Alt 14-02-2016, 15:06
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Ja ihr habt beide Recht.

Wie wärs denn, wenn wir uns mal einigen, wann eine Ausdifferenzierung sich nicht mehr lohnt?

Es gibt Begriffe, die sich nicht mehr ändern werden. Müsli wird bestimmt nicht mehr umbenannt. Und man könnte es auch niemals mythologisieren oder politisieren.

Meiner Meinung nach muss man die Offenheit tragen, "alles Falsche" einmal so zu ändern, wie die Mehrheit das für "akzeptabel" und damit für das derzeit Beste hält - aber ganz sicher nur, wenn die Minderheit zufriedenstellend berücksichtigt wurde!
Vielleicht schleift sich dann ja etwas "Unteilbares" mit der Zeit ein. Vielleicht will es auch jemand mit guten Gründen nochmal ändern, dann soll er doch die Chance haben (ohne sie ihm geben zu müssen), seine friedlichen Absichten zu erklären.

Wir sehen doch, wie sehr sich die Leute dem Versperren hingeben und solange sie nicht leiden, das "Abfallen" als in weiter Ferne wahrnehmen.

Also mal ganz krass gesagt, und ihr wisst, dass ich das bestimmt nicht so !meine! Aber was wäre, wenn Schwarze (schwierig, ich will nicht reduzieren!) aufeinmal sagen: "Wir kommen aus dem Land Neger, und wollen dementsprechend auch so genannt werden."

Da dürfte es doch keine Diskussion geben, weil doch derjenige selbst wissen muss, wie er seine Staatenzugehörigkeit definiert. Vielleicht kann man noch sagen: "Du hörmal, das war hier lange ein Begriff zur Diskriminierung, Diffamierung, Diskreditierung, Beleidigung und wirklich alles andere als gut - wir hätten uns nie vorstellen können, dass das jemand mal verlangen würde."

Aber wenn er dann trotzdem "Ja." sagt?

Die Anstrengung ist nicht das "Aufhalten" des Herzens, sondern die Verhaltensänderung, wenn man etwas als Falsch erkannt hat und dann zukünftig besser machen möchte.

Ich will einfach der indifferenzierten Braunenlogik entgegen treten, die sich im Moment wie ein Virus in den Köpfen der Bevölkerung verbreitet. Sogar unter den Linken, was komisch wirkt im Sinne des Französischen "drôle".

----

Wir haben ja auch ein nicht zu verachtendes Problem mit Anhängern des Salafismus, die in den Schulen "Abitur" machen und mit ihrem aggressiven Charme jeden Lehrer, der nicht die verlangte Note vergibt, als Rassist bezeichnet wird. Im Anschluss bweschert sich der Salafist an den offiziellen Beschwerdestellen und es wird immer ungemütlich. Keiner traut sich mehr, kraft seiner Vernunft dem entgegen zu treten. Das ist fürchterlich und vollkommen undemokratisch!

Das hat bisweilen Ausmaße angenommen, die jeden vernünftigen Umgang verwehren, weil man uns die Selbstbestimmung genommen hat... aber wer eigentlich?

Doch die, die sagen: "Lass bloß alles wie es ist."

Und ich sage: "NEIN. Es gibt so Phieles, was wir verbessern können!"

Dann kommt ihr und jodelt "Du Jesus von Nazarett." und macht alles kaputt, weil ihr gerne Kreuze bastelt, Nägel hämmert und das süße Feuer schmecken wollt. Es ist manchmal wie eine Hexenjagd... Aber mir ist das jetzt ehrlich gesagt egal. Ich bin jetzt ruhig, nachdem ich nochmal von meinem alten Forenkumpel Kajihai zurecht gewiesen wurde (Sorry mein Freund).

Was glaubt ihr, warum sich noch keiner hier getraut hat offen zu zugeben, dass er behindert ist?

Findet ihr das nicht komisch?

Wo sind die denn alle Menschen mit Behinderung? Dürfen die kein Karate, Wing Tsung oder Ninjutsu machen? Was ist, wenn die mal in eine Halle wollen und in der ersten Reihe sitzend zugucken möchten?

Geht ihr vorbei oder bietet ihr das Tragen an?

Ich vermute: Eher kommt ein Spruch wie "Wäre gutes Training."

Ja es ist ein schwieriges Thema. Und ich sehe ein, dass ich nicht alles richtig gemacht habe, als ich auf eure Provokationen reagiert habe. Vielleicht aber können wir ja jetzt mal die Internetlandschaft überdenken und einladender gestalten...

Vor allem für Wärme und Vernunft.

FG
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  #21  
Alt 14-02-2016, 16:00
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Zitat:
Zitat von Myth-Lee Beitrag anzeigen
Also mal ganz krass gesagt, und ihr wisst, dass ich das bestimmt nicht so !meine! Aber was wäre, wenn Schwarze (schwierig, ich will nicht reduzieren!) aufeinmal sagen: "Wir kommen aus dem Land Neger, und wollen dementsprechend auch so genannt werden."


http://joyreactor.com/post/841887

Zitat:
Zitat von Myth-Lee Beitrag anzeigen
Was glaubt ihr, warum sich noch keiner hier getraut hat offen zu zugeben, dass er behindert ist?

Findet ihr das nicht komisch?
nein, ich finde es sehr vernünftig, wenn man im Internet nicht private Dinge breit tritt.

Geändert von Gast (14-02-2016 um 16:20 Uhr).
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  #22  
Alt 14-02-2016, 17:01
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Es wird ja auch keiner ankommen und schreiben "Hallo mein Name ist Loose ich kaufe hier ein..."

Aber eine Unterteilung in KKB-für Menschen mit und für Menschen ohne ist doch Nonsense.

Nur mal so. Damit will ich dem fettmakierten aber nicht widersprechen.

Edith: Weil gerade so passend! zum Bild

Was in den Medien mit Roberto Blanko gemacht wurde fand ich auch nicht in Ordnung. Das ging gar nicht.

Aber ich will das auch nicht vertiefen, es war wirklich ein abstraktes Beispiel!

FG
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  #23  
Alt 14-02-2016, 19:01
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Myth-Lee = Smoo ?!

Aber wo ist Smoo?
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  #24  
Alt 14-02-2016, 19:43
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Zitat:
Zitat von Myth-Lee Beitrag anzeigen
Es wird ja auch keiner ankommen und schreiben "Hallo mein Name ist Loose ich kaufe hier ein..."
...
Aber ich will das auch nicht vertiefen, es war wirklich ein abstraktes Beispiel!
So, da hast Du uns mal wieder in eine schöne Sackgasse reinmanövriert,
warum muss es eigentlich immer der Rundumschlag sein,
warum können wir uns nicht mal auf einzelne Aspekte der Fragestellung konzentrieren?

Und weil ich denke, dass wir alle relativ gut nachvollziehen können,
was es heißt, zu einer körperbehinderten, ethnischen, religiösen, ... Minderheit zu gehören,
möchte ich jetzt mal eine Minderheit ins Spiel bringen, bei der mir persönlich der 'Nachvollzug' einfach immer noch sehr schwer fällt:
es geht um die 'geistig Behinderten',
da habe ich mir z.B. schon Gedanken gemacht, wie ich vielleicht reagiert hätte,
wenn mir ein Arzt gesagt hätte, dass mein ungeborenes Kind möglicherweise in dieser Hinsicht nicht ganz 'normal' sein würde ...

warum ich jetzt gerade diese Klientel ins Spiel bringe?
na ja, bei uns im Nachbardorf gibt es eine Einrichtung für 'seelenpflegebedürftige' Menschen, und da diese 'Einrichtung' gute Arbeit leistet, komme ich gelegentlich mit ihnen zusammen, Berührungsängste gibt es da eigentlich nicht mehr, trotzdem bleiben für mich noch viele Fragen offen,
aber immerhin habe ich jetzt die leichte Sprache gelernt,
und ihr könnt mir glauben, es ist ganz schön schwierig, Sachverhalte ordentlich in diese Sprache zu transferieren ...

gruß hafis
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Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch. (Descartes)
Life is complex. It has real and imaginary components. (Rich Rosen)
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  #25  
Alt 14-02-2016, 21:03
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Zitat:
Zitat von theos Beitrag anzeigen
Myth-Lee = Smoo ?!

Aber wo ist Smoo?
Der hat sich gerade einmal erfolgreich abgeschüttelt, als er beim Laufen den roten Augen auf den Straßen, die an ihm vorbeigesprungen sind, entgegenspringend und joggend auswich.

Warum nehmen wir uns nicht eigentlich immer mal wieder eine Wechseldusche vor und fühlen uns eine Runde wie neugeboren?

FG





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  #26  
Alt 14-02-2016, 21:05
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Zitat:
Zitat von Hafis Beitrag anzeigen
So, da hast Du uns mal wieder in eine schöne Sackgasse reinmanövriert,
warum muss es eigentlich immer der Rundumschlag sein,
warum können wir uns nicht mal auf einzelne Aspekte der Fragestellung konzentrieren?

Und weil ich denke, dass wir alle relativ gut nachvollziehen können,
was es heißt, zu einer körperbehinderten, ethnischen, religiösen, ... Minderheit zu gehören,
möchte ich jetzt mal eine Minderheit ins Spiel bringen, bei der mir persönlich der 'Nachvollzug' einfach immer noch sehr schwer fällt:
es geht um die 'geistig Behinderten',
da habe ich mir z.B. schon Gedanken gemacht, wie ich vielleicht reagiert hätte,
wenn mir ein Arzt gesagt hätte, dass mein ungeborenes Kind möglicherweise in dieser Hinsicht nicht ganz 'normal' sein würde ...

warum ich jetzt gerade diese Klientel ins Spiel bringe?
na ja, bei uns im Nachbardorf gibt es eine Einrichtung für 'seelenpflegebedürftige' Menschen, und da diese 'Einrichtung' gute Arbeit leistet, komme ich gelegentlich mit ihnen zusammen, Berührungsängste gibt es da eigentlich nicht mehr, trotzdem bleiben für mich noch viele Fragen offen,
aber immerhin habe ich jetzt die leichte Sprache gelernt,
und ihr könnt mir glauben, es ist ganz schön schwierig, Sachverhalte ordentlich in diese Sprache zu transferieren ...

gruß hafis
NA ENDLICH MAL!



Du hast unrecht.
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  #27  
Alt 14-02-2016, 21:36
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Kampfkunst: Taekrennweg
 
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Wünsche ich gute Nacht



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  #28  
Alt 15-02-2016, 08:34
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ja die ähnlichkeiten sind verblüffend, der erfolg ist ähnlich zu erwarten.
Ein Bewusstsein für Minderheiten

der aufruf basiert auf ein paradoxon, den man oft hört:
der aufruf zur solidarität gilt für alle. solidarität heisst stellt euch nicht so an, werdet toleranter, bessert euch, gleicht euch an. es entsteht die minderheit die das nicht machen will, und kein gehör verdient.
es ähnelt meinem lieblingsaufruf: es soll besser für uns alle werden (ausser für die leute die gegen uns sind).

zudem haben minderheiten oft entgegengesetzte interesse und stehen nicht umsonst etwa am rande der gesellschaft. kranke als eine minderheitsgruppe zu nennen schafft auch eine verzerrte vorstellung vom minderheiten, die normalerweise über volk, religion, politik, ... allgemein geistige ausrichtung oder bräuche zugeordent werden.
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  #29  
Alt 15-02-2016, 10:02
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Zitat:
Zitat von fang_an Beitrag anzeigen
ja die ähnlichkeiten sind verblüffend, der erfolg ist ähnlich zu erwarten.
Ein Bewusstsein für Minderheiten

der aufruf basiert auf ein paradoxon, den man oft hört:
der aufruf zur solidarität gilt für alle. solidarität heisst stellt euch nicht so an, werdet toleranter, bessert euch, gleicht euch an. es entsteht die minderheit die das nicht machen will, und kein gehör verdient.
es ähnelt meinem lieblingsaufruf: es soll besser für uns alle werden (ausser für die leute die gegen uns sind).

zudem haben minderheiten oft entgegengesetzte interesse und stehen nicht umsonst etwa am rande der gesellschaft. kranke als eine minderheitsgruppe zu nennen schafft auch eine verzerrte vorstellung vom minderheiten, die normalerweise über volk, religion, politik, ... allgemein geistige ausrichtung oder bräuche zugeordent werden.
Das ist zu einfach dargestellt und zeigt die eigene Erfahrung auf, die, wenn auch objektivierbar und daher richtig, für dieses Thema nicht auch dogmatisch leitende Wirkung haben darf - zumindest kurzweilig kann man das schaffen, bis die Hardcore Idealisten wieder alles zerschießen, weil sie nur Links oder Rechts, statt mit Links und Rechts gleichzeitig sehen...

Weil:
Es hin und wieder mal angebracht ist sich darüber Gedanken zu machen, ob wir die Entwicklung noch richtig überblicken.

Denn:
Es gibt Missstände, die es schon lange gibt, die man irgendwie auch als vollkommen normal ansieht und trotzdem uns alle angehen, da sie Zeit rauben und Kosten verursachen. Wenn keiner darüber spricht, kann es bestimmt nicht besser werden.

Das ist wie mit der Theorie, dass es ein kleines Bischen Kriminalität braucht, damit die anderen wissen, wo es besser nicht hingeht. Das ist auch mit Sicherheit richtig.
Aber Wo findet die meiste Kriminalität statt, die allen am meisten schadet? Bestimmt nicht beim kleinen Ladendiebstahl oder wenn Kiffer Herbert, mal wieder 2 Gramm zu viel dabei hatte.

Aber genau die trifft es dann immer am härtesten. Hausverbote und MPU lassen grüßen, obwohl der eine niemandem schaden wollte und in Not war wobei der andere von seinem Recht auf Rausch ähnlich der Kneipengänger Gebrauch machen wollte.

Paradox?

Mhh

Vielleicht auch, dass Uli Hoeneß und Alice Schwarzer noch als Vorbilder dienen? Oder tragen wir doch im Herzen die Fähigkeit zu verzeihen, um uns auch so die Klarsicht auf deren Leistung für die Öffentlichkeit zu erhalten?

Äußerst schwierig!

Ich spiele nur mit meinen Gedanken in den Tag hinein. Natürlich ist es Luxus aus der Sicherheit fast schon von oben herab auf Missstände zu gucken und sich dabei feuchtfröhlich den Café zu schlürfen.

Was mich antreibt ist die Sorge, dass sich noch mehr Leute der Verallgemeinerung anschließen, sich der Offenherzigkeit verschließen und nur noch Dummstuss im Internet der ordentlichen Diskussion vorziehen. Weil es einfach so cool geworden ist Rotze für den Effekt zu schreiben. Liest man in Hurenforen mit, dann stellt man fest, dass der Umgang in solchen Netzwerken merkwürdiger Weise gut ist. Das ist doch lächerlich. Nicht wegen des ältesten Gewerbes der Welt, sondern weil wir Kampfsportler uns irgendwie nicht friedlich verhalten können. Wie wärs, wenn wir unsere Kampfkraft in die Geistestätigkeit übertragen und mit etwas mehr Weitsicht, sowie Offenheit an schwierige Themen herantreten. Ich verfolge diese Idee unten auch weiter.

OK, ja... Diskussion? Oder Sammelthread? Was ist es?

Keine Ahnung.

Auf jedenfall ist es so lange nichts Schlechtes, solange das teilnehmende "WIR" es dazu nicht verkommen lässt. Ich sehe da auch eine gewisse Pflicht unter Kampfsportlern aufzuzeigen, was es sich zu bekämpfen lohnt, wenn man an der Diskussion teilnimmt. Ohne einen Beitrag zu leisten, oder nur um mich zu widerlegen, das macht doch keinen Spaß. Das kann jeder.

Diesen Gedanken "Für eine gemeinsame Sache gegen alle Art von Missstände" können viele irgendwie nicht vorsichtig weiterdenken. Schnell sind WIR dabei zu kategorisieren. Weil es wieder alles einfacher macht. "Ach hatten wir doch schon. Ist gescheitert. Wofür ein weiterer Versuch?"

Weil es für einen Kämpfer keine Aufgabe gibt. Es gibt nur das Kämpfen bis zum Gong, oder wenn man umfällt - das können viele nicht ertragen ist aber der Fakt den alle Kampfsportler (Ausnahme Kampfkünstler) vereint. Sie alle stehen für die friedliche gemeinsame Sache und die kann nur gut sein. (Anekdote: Manche Turniere wurden beschämender Weise nach her in den Umkleiden noch ausgetragen. Das ist doch arm.)

Es ist zum Beispiel gut, dass wir Parties feiern aber darum geht es hier im Thread nicht. Gut wäre zum Beispiel, wenn man sich schon nur über die Ausbreitung gewisser Missstände gewahr wird.

Hier: https://www.freitag.de/autoren/der-f...tons-von-paris

In dem Link kann man sehen, wie 2013 die Obdachlosigkeit in Paris gehandhabt wurde.

Und hier der Grund, wie es dazu gekommen ist.: Frankreich: Paris vertreibt Obdachlose - Ausland | STERN.de

Das hat von Frankreich aus für alle Großstädte in der EU Bedeutung.

Wenn man durch solche Berichte einen roten Strich zieht, dann scheint man manchmal schlechte Omen erkennen zu können, wenn man den Strich nicht beim zweiten X absetzt, sondern weiterzieht.

In diesem Fall scheint es sich ja mal paradoxer Weise positiv entwickelt zu haben. Schade nur, das mal wieder Wahlen im Spiel wahren.

Worte sind begrenzt. Der Geist dahinter aber nicht... Ja nach dem, ob man es möchte, oder...

Mit freundlichen Grüßen entlässt sich der Müsli essende Smoo

ins Lernen

Cu
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  #30  
Alt 15-02-2016, 10:09
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Zitat:
Zitat von Hafis Beitrag anzeigen
So, da hast Du uns mal wieder in eine schöne Sackgasse reinmanövriert,
warum muss es eigentlich immer der Rundumschlag sein,
warum können wir uns nicht mal auf einzelne Aspekte der Fragestellung konzentrieren?

Und weil ich denke, dass wir alle relativ gut nachvollziehen können,
was es heißt, zu einer körperbehinderten, ethnischen, religiösen, ... Minderheit zu gehören,
möchte ich jetzt mal eine Minderheit ins Spiel bringen, bei der mir persönlich der 'Nachvollzug' einfach immer noch sehr schwer fällt:
es geht um die 'geistig Behinderten',
da habe ich mir z.B. schon Gedanken gemacht, wie ich vielleicht reagiert hätte,
wenn mir ein Arzt gesagt hätte, dass mein ungeborenes Kind möglicherweise in dieser Hinsicht nicht ganz 'normal' sein würde ...

warum ich jetzt gerade diese Klientel ins Spiel bringe?
na ja, bei uns im Nachbardorf gibt es eine Einrichtung für 'seelenpflegebedürftige' Menschen, und da diese 'Einrichtung' gute Arbeit leistet, komme ich gelegentlich mit ihnen zusammen, Berührungsängste gibt es da eigentlich nicht mehr, trotzdem bleiben für mich noch viele Fragen offen,
aber immerhin habe ich jetzt die leichte Sprache gelernt,
und ihr könnt mir glauben, es ist ganz schön schwierig, Sachverhalte ordentlich in diese Sprache zu transferieren ...

gruß hafis
Wenn du mir versprichst mir nicht nur aufzuzeigen, dass ich kompliziert schreibe sondern auch Beiträge zum Thema einstellst, dann verspreche ich dir, dass ich ab nach diesem Posting nur noch eine DinA-4 Seite mit einfachsten Sätzen poste. Mit ganz klarer einfacher Sprache

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