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#1
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| Hallo, ich habe ein kleines Verständnisproblem, und bräuchte dort etwas Hilfe. Ich lese grade das Buch "Kempo - Die Kunst des Kampes". In der Erklärung der Daoistischen Sichtweise gibt es folgende Textstelle: "Im Yin und Yang haben die 4 Jahreszeiten und die ganze Vielfalt der Dinge ihren Ursprung. Die belebten Geschöpfe und die unbelebten Gegenstände wurden aus ein und dem selben Material erschaffen. Sie sind die materielle Substanz der 'Lebensenergie' (Qi), ihre Manifestation." Dies ist die erste Textstelle, in der das Qi ganz unvermittelt auftaucht. Wenn es nun heißt, im Yin und Yang liegt die ganze Vielfalt der Dinge, ist daraus dann auch das Qi hervorgegangen, oder ist Qi eine eigenständige Einheit, unabhängig vom Yin und Yang. Und wenn nun das Qi aus dem Yin und Yang hervorging, warum werden dann als Erklärung für das Qi Begriffe wie Luft, Athmung, Äther, Prozesse oder Erscheinungen gebraucht? Und nicht Yin und Yang? Vielleicht verstehe ich auch grade etwas völlig falsch und steh auf dem Schlauch. Sagt mir bescheid, wenn das der Fall ist, oder erklärt es mir bitte. Faxandu |
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#2
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| das qi hat mit yin und yang eigentlich nichts zu tun. qi kann auch als universale lebensenergie verstanden werden aus der alles hervorgegangen ist, also das ganze leben. ying und yang sind dann die beiden kräfte die alles leben im gleichgewicht halten. das leben besteht sozusagen aus negativ und positiv bzw. aus gegensätzen und ying kann nicht ohne yang und umgekehrt existieren. im tai chi versucht man z. b. die beiden pole wieder zusammen zubringen, quasi zu zerschmelzen, weil man sonst aus dem gleichgewicht gerät, da der eine mehr yang oder der andere mehr ying hat. Geändert von Engin (13-03-2007 um 20:05 Uhr). |
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#3
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| Es gibt drei große im Raume. Die positive, die negative und die neutrale. Also Yin , Yang und den sogenannten höchsten Pol , die mitte, die neutrale. Man kann Yin Energie kultivieren , sowie Yang, sowie die neutrale. Klassisch gesehen mist man der neutralen den höchsten Wert zu. Da man sagt das sie zurück zum rechten Weg führt ![]() (Ich würde hinzufügen am schnellsten. Wobei schnell immer realtiv ist was im tieferen Nachdenken jegwede Disskusion auflöst. Das heißt mit anderen Worten für den einen kann das eine schnell sein sowie für den anderen das nächste ). In dem Fall ist aber folgendes gemeint zb. in dir selbst gibt es auch die Pole Yin Und Yang. Umso mehr diese beiden im Ausgleich stehen um so mehr QI . Umso weniger ausgleich umsoweniger QI. In den Kampfkünsten nutzt man nur zusätzlich die Intention, weil die Neutralität es schwer hat sich zu verteidigen. Was aber in der Regel dann nicht mehr das muss ist ! Hhm, wenn ich dir erkläre mit einem Satz. Alles basiert auf Yin Und Yang . Verstehst du dann ? weißt du dann was Yin und Yang ist ? Erahnst du ihre Tiefe spürst du ihr Wirken. Siehst du ihre Wiederkehr ? Nein . Es geht darum das du dir selber darüber gedanken machst, forscht . Dir die Dinge bewußtmachst. Spürst, erlebst, neue Wege gehst. Erfahrung sammelst. Dies vermittelt dir die tiefe der Worte Yin und Yang, alles und doch nichts ! Das kann dir kein Buch geben noch keine Praxis, nur du selbst !! ![]() Das heißt jetzt nicht das du dein Buch wegwerfen sollst. Du brauchst einen Ansatz. Aber wenn du tiefer forscht wirst du irgendwann merken das Bücher etc.. dir nicht mehr weiterhelfen können ![]() Gruß!!!! ![]() Geändert von shin101 (13-03-2007 um 20:55 Uhr). |
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#4
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| Die Lehre von Yin und Yang und die Lehre vom Qi sind zwei unterschiedliche Theorien, die (u.a.) der chinesischen Medizin zugrundeliegen. Yin und Yang sind polare Gegensätze - also eigentlich keine Entitäten (=etwas Seiendes, etwas, das existiert), sondern Beschreibungen/ Klassifikationen von Naturphänomenen. Die ursprünglichste Bedeutung von Yin und Yang ist die von Materie und Nichtmaterie. In der chinesischen Schöpfungsgeschichte gibt es die Vorstellung, daß es einen ursprünglichen Zustand des Nichtgetrenntseins von Materie/Nichtmaterie gegeben hat ("Aus dem Einen wurden die Zwei"). Im menschlichen Körper gehört das Qi zum Yang. (Yang = Qi + Wärme) |
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#5
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| Ihr habt das ja alles prachtvoll beschrieben, aber ich frage mich gerade, wieviel davon ich verstehen würde, wenn ich micht nicht schon eine ganze Weile damit befassen würde. Ich interpretiere obige Textstellen jetzt- füe "Einsteiger" ganz simpel ausgedrückt- mal so: Alles ist entstanden aus einem großen Energiefeld, bzw. manifestiert sich daraus. Vermutlich hat der Autor nicht differenziert und diese Energie pauschal Qi genannt. Yin und Yang weisen auf das Grundprinzip in unserem Universum hin: die Polarität, bzw. auch auf die Dualität, auf die unser Dasein gestützt ist - (Aufstiegstheorien und Kultivierungsgeschehen jetzt mal vernachlässigt). Warm-kalt, männlich-weiblich, Winter-Sommer, lebendig-tot etc... außerdem steter Fluß, Wandlung, ineinander-Übergehen... Es gibt denn z.B. im Qi Gong auch kaltes und warmes Qi, Erd-Qi z.B. ist kalt (yin), Himmels-Qi ist warm (yang)... |
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#6
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| Naja, dieses "Eine" das "Dao", ist eigentlich keine Energie (=etwas Nichtmaterielles), sondern ein unvorstellbarer Zustand, in dem eben Materie und Nichtmaterie eins sind. Daraus wurden dann die "Zwei" - also es entstand unsere Yin/Yang-Welt, wie wir sie kennen. In dieser Theorie -der Yin/Yang-Theorie ist Qi ein Teil dessen, was bei dieser Teilung entstanden ist. Nach der anderen Theorie -derjenigen vom Qi- besteht alles existierende aus verschiedenen "Aggregatformen" von Qi, also auch die feste Materie. In der Medizintheorie wird der Begriff des Qi eingeschränkter gebraucht und bezeichnet hier ausschließlich Immaterielles, nämlich körperliche, geistige, seelische Funktionen und Prozesse. Manche Arten von Qi im Körper werden als "Yin" oder "Blut" bezeichnet - es handelt sich jedoch immer um Funktionen, nicht um Materie. Aber nochmal kurz und knapp zur Eingangsfrage: Qi ist etwas, das Yin- oder Yang- Qualität haben kann. |
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#7
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![]() Gruß!!! ![]() |
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#8
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![]() Gruß!!! ![]() |
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#9
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| Grade eben trat bei mir ein sonderbarer Effekt ein. Das nenne ich generell den A-Effekt Hab grad nochmal n bissi drüber nachgedacht, und nochmal n bisschen drübergelesen, und jetzt checke ichs langsam. Ich glaub ich muss mich da noch ein bisschen "eindenken" damit ich das alles noch n bisschen besser verstehe... Wird schon ![]() Danke für die Antworten *grinz* MfG Faxandu |
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#10
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| "Faxandu Und wenn nun das Qi aus dem Yin und Yang hervorging, warum werden dann als Erklärung für das Qi Begriffe wie Luft, Athmung, Äther, Prozesse oder Erscheinungen gebraucht? Und nicht Yin und Yang?" das schriftzeichen qi, so habe ich es gelernt, setzt sich aus zwei zeichen zusammen. das obere zeichen bedeutet dampf oder dunst, das zeichen darunter steht für reis. so wurde früher das schriftzeichen qi, also als " dampf oder dunst der beim reiskochen entsteht" gedeutet. in einigen daoistischen texten findet man an stelle des reiszeichen auch das zeichen für feuer. nun, von der vorstellung ausgehend, dass durch eine verbindung der gegensätze, wasser( yin) und feuer (yang) - dampf ( qi ) - entsteht. das schriftzeichen qi wird auch symbolisch interpretiert. aufsteigender dunst ist ein verbreitetes bild für luft, atem oder äther. ein erklärungsversuch, warum qi mit den begriffen luft, atem u.äther in verbindung gebracht wird. |
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#11
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| Es könnte auch banal damit zu tun haben, daß sich aufsteigendes Qi wie aufsteigende Wärme anfühlt. Wenn man nämlich die Übungen machen würde, dann würde auch irgendwann morgens das Gefühl kommen, als sässe man vor einem Fön. |
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#12
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! In einfachen Worten is das doch echt die beste Weise das qi zu beschreiben oder nich?Gruß |
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