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  #226  
Alt 21-10-2005, 10:09
Benutzerbild von ths74
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Standard Kampfkunst und Buddhismus

Ich denke eine Antwort zu diesem Thema kann man in einer weiteren Tiefe finden. In allen Religionen und Philosophien, beschäftigt man sich mit dem Tod und dem Sterben. Und hier sehe ich einen wichtigen Ansatz. Die Sicht über ein Leben nach dem Tod und die eigene Sterblichkeit im kosmischen Kontext, ist endscheidend. Wenn mit klar ist, dass jeder irgendwann körperlich sterben wird, seine Seele aber weiterleben wird, und je nach Glauben, reinkaniert wird, ist das Töten bei ausüben einer Kampfkunst "nur" ein Eingriff in Reinkanations-Zyklen.

Ich bin nicht sehr tief mit der Materie des Buddhismus vertraut, aber ich denke, dass es da bestimmt so etwas wie Verhältnismäßigkeit gibt.

"Wenn dich einer schlägt, dann halt ihm auch die andere Wange hin." heist nicht, dass ich mir alles gefallen lassen muss. Und der Angriff ist doch meist auch die effektivste Verteidigung. Ich denke zum Weg eines Kriegers gehört die entwicklung einer Fähigkeit. Die Fähigkeit sich die Ausmaße seiner Entscheidung zu Kämpfen und evtl. auch zu Töten bewusst zu sein. Und mit einem Reinen Herzen zu Kämpfen. Wenn ich weiss dass ich unschuldig bin, wenn ich weiss, dass mein Gegenüber auf keine andere Weise zu beschwichtigen ist, wenn ich weiss, dass mir die Flucht unmöglich ist, und mir klar ist, dass ich über Leben und Tod entscheide, aber nicht über die Seele des anderen, sondern diese sich vor einer anderen Macht verantworten muß, so wie ich, dann erkenne ich dass Buddhismus / Religion auch Kämpfen darf.
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  #227  
Alt 21-10-2005, 14:47
Benutzerbild von jinkazama
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Kampfkunst: Ich trickse Gegner aus und überrasche sie.
 
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Kriegskunst oder Kampfkunst ist das ausleben eines aggressiven Charakters, sie ist also vom Buddhismus zu trennen.

Aber wenn man es als Sport macht und eigentlich aber niemals kämpft, dann kann es mit Chan vereint werden. Wenn es eine Art ist, Hartnäckigkeit und Ausdauer zu trainieren dann ist es Buddhismus.
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  #228  
Alt 24-10-2005, 10:52
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Zitat:
Zitat von xzibit
Kriegskunst oder Kampfkunst ist das ausleben eines aggressiven Charakters, sie ist also vom Buddhismus zu trennen.
Kann man das so einfach?
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  #229  
Alt 29-10-2005, 16:34
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Kampfkunst & Buddhismus ist wie F*cken & Jungfräulichkeit.
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  #230  
Alt 04-11-2005, 08:45
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Kämpfen & Buddhismus vieleicht, aber Kampfkunst heisst nicht, dass es jemals angewandt werden muss.
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  #231  
Alt 04-11-2005, 09:31
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Zitat:
Zitat von nickless
Kämpfen & Buddhismus vieleicht, aber Kampfkunst heisst nicht, dass es jemals angewandt werden muss.
Kampfkunst kann also auch sein "Kämpfen ohne zu Kämpfen"?
Ist es dann überhaupt noch eine Kampfkunst?
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  #232  
Alt 05-11-2005, 03:12
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hallo zusammen...

ich habe nicht alles hier gelesen doch wurde die frage oft wiederholt: "hat buddhismus was mit den kriegskünsten zu tun?"

das einzig kriegerrische am buddhismus ist der kampf im eigenen geiste.
genau wie bei den moslems der Djihat kein "heiliger Krieg ist" sonder der "Krieg in dir" (was natürlich ziemlich falsch ausgelegt wurde) geht es im buddhismus auch nur darum seine eigenen grenzen zu sprengen, egoismus und hass zu tilgen und "erleuchtet" bzw. einfach nur ein guter mensch zu werden.

irgendwo hab ich was von einem buddha mit flammenschwert gelesen der die armee des bösen besiegt hat etc. das wurde falsch ausgelegt. Mara der anführer dieser Arme stellt hier die negativen fasetten des geistes dar, ergo "kämpft" buddha nur gegen sich selbst...

es ist doch wie in allen religionen und meiner meinung nach beschreiben es die Sufis und Buddhisten am einfachsten.
Die Buddhanatur bzw. der göttliche tropfen oder einfach nur Unterbewusstsein genannt, beinhaltet den schlüssel zur geistigen vollkommenheit. unsere negativen,jedoch menschlichen, eigenschaften wie egoismus und haß bilden das bewusstsein. diesen gilt es zu kontrollieren........ der rest geschieht von selbst

also.. was die shaolin da treiben is keine 5 punkte herzexplosionstechnik des grauens.. sondern nur die darstellung ihres geistigen kampfes

ciao
sid
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  #233  
Alt 06-11-2005, 08:50
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Zitat:
Zitat von Siddharta
also.. was die shaolin da treiben is keine 5 punkte herzexplosionstechnik des grauens.. sondern nur die darstellung ihres geistigen kampfes
1. "die Shaolin" was ist das?
2. können wir wirklich behaupten, dass die Kämpfe (in früherer Zeit lt. Geschichte auch tödliche Kämpfe) nur eine "Darstellung" ihres "geistigen Kampfes" sind?
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  #234  
Alt 06-11-2005, 10:21
Benutzerbild von jinkazama
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Kampfkunst: Ich trickse Gegner aus und überrasche sie.
 
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Das scheint ja fast, als wären sie in den Krieg gezogen um ihren Geist zu schulen? und aus Mitleid die Feinde niederzumetzeln.

Oder vielleicht war es einfach, weil sie es mussten weil sie sonst alle umgebracht worden wären. Es also keineswegs aus buddhistischer Überzeugung war. Es kann natürlich auch gewesen sein, dass sie ihren Besitz nicht verlieren. und etwas zu essen haben.

Geändert von jinkazama (06-11-2005 um 10:23 Uhr).
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  #235  
Alt 07-11-2005, 15:14
Benutzerbild von nickless
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Zitat:
Zitat von Siddharta
ich habe nicht alles hier gelesen doch wurde die frage oft wiederholt: "hat buddhismus was mit den kriegskünsten zu tun?"
Das war nie die Frage. Natürlich hat Buddhismus nichts mit Kriegskunst zu tun, wie kommt man denn auf so eine Idee soweit hättest du schon lesen sollen
Es ging darum ob sich Kriegskunst und Buddhismus vereinbaren lässt. Wobei ich glaube, dass es eher um Kampfkunst als um Kriegskunst geht.

Aber ansonsten hast du schon gewissermaßen recht. Ich bin der Meinung man sollte den "Kampf" in Kampfkunst primär nicht als Kampf gegen andere sondern als Kampf gegen sich selbst sehen. Und so gesehen kann ich mir schon vorstellen, dass buddhistische Mönche Kampfkunst trainiert haben.

Irgendwo in meinem Hinterkopf habe ich auch noch irgendeine Geschichte von Mönchen, die ich jedoch jetzt nicht mehr zusammen bekomme. In groben Zügen ging es darum, dass irgend ein hoch gestellter Mönch (oder so) in ein Kloster kommt um dessen Mönche verkommen und ziemlich "schlaff" und so vorzufinden, weil sie ja Jahrelang nicht viel mehr als Meditiert haben. Darum fängt er sie an in irgendeiner Kampfkunst, die mir ebenfalls entfallen ist, zu trainieren.
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  #236  
Alt 07-11-2005, 22:58
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Hallo du ohne Nick,

jaja, die alte Story vom Inder Bodhidharma, der zum Shaolintempel pilgerte und den Schlaffis dort eine olympiareife Gymnastik verschrieb, die sich als Nebenprodukt auch im Einsatz gegen Räuber und wildes Getier bewährte.

Wird allgemein als Legende angesehen, zeigt aber die (vermutlich wahre?) Tendenz, dass (Zen-buddhistische) Kampfkünste ursprünglich von Indien nach China exportiert wurden und dort auf ziemlich fruchtbaren Nährboden gefallen sind.

In derartigen Kampfkünsten wurde imho (reine Vermutung, ich kann das nicht belegen) nicht als Primärziel das Besiegen Anderer geübt, denn dann hätte man sich mit waffenlosen Techniken nicht lange aufgehalten. Es ging wohl mehr um körperliche, sportliche Fitness, um schnell weglaufen und im Notfall sich und andere schützen zu können. Viele artistische Einlagen und Nachahmungen diverser "tierischer" Manöver dienten wohl auch eher der Abschreckung und waren weniger für eine realistische SV-Situation konzipiert. Wie gesagt, Ziel war nicht Besiegen, sondern Überleben.

Mit "Kriegskunst" hat Buddhismus wohl weniger was zu tun, aber zu einer derart verstandenen "Kampfkunst" kann ich mir die Bezüge gut vorstellen. Sie ist ja nicht da, um Aggressionen zu kultivieren und auszuleben, sondern viel eher, um sie einzudämmen, bei sich selbst (durch sportliches Training) und anderen.

Oder nicht?

Gruß

BB.
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  #237  
Alt 22-02-2006, 02:17
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Hallo Michael, ich sehe du hast ein grosses Wissen über Kampfkünste.
Ich habe eine Projektarbeit für die Schule und hoffe, du kannst mir in Bezug auf die Geschichte der Kampfkünste und Psychologie helfen. Ich brauche Texte aus Bücher oder aus dem Internet, welchen ich lieber bevorzuge.Wenn du etwas weisst hoffe ich das es Dich nicht scheut dein Wissen mit mir zu teilen. herzlichen Dank

mit freundlichen Grüssen,
Onaga
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