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#1
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| weiß nich genau ob es hier hin passt aber: was glaubt ihr wird der Charakter mehr durch umgebung oder äussere Einflüsse entwickelt. wird man nur oft ähnlich wie die eltern weil man von ihnen erzogen wurde oder weil man charaktereigenschaften mit vererbt bekommen hat |
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#2
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| Zitat:
Das muss dann nicht unbedingt ein Vorteil sein denn ich glaube ein Mensch sollte darum bemüht sein ein eigenständiges Wesen mit seinem eigenen Charakter zu werden. Ansonsten droht man nur zu einem billigen Abklatsch anderer zu werden. Ich habe schon oft beobachtet, dass bestimmte erwachsene Menschen anderen Nachaffen. Dies kann beispielsweise passieren wenn ein nicht so Wortgewandter Mensch auf jemanden trifft der sehr gut mit der Sprache umgehen kann. Plötzlich übernehmen sie den Wortschatz anderer und fangen auch so zu denken an. Ich finde das sehr interessant und merke das oft im Alltag aber für mich zeugt dieses Verhalten eher davon etwas sein zu wollen was man gar nicht ist. Oft haben diese Zeitgenossen auch keine eigene Meinung und merken es nicht einmal! Den Charakter zu bilden ist ein hartes Stück arbeit und man sollte sich dabei besser auf sich selbst konzentrieren als sich Vorbilder zu suchen denen man nacheifert! Für mich sind auch aus diesem Grunde bestimmte Meditationspraktiken ein sehr nützliches Werkzeug um zu sich selbst zu finden und dann merkt man plötzlich welche Kraft in einem selbst steckt und sie steckt in jedem von uns! Man muss nur daran arbeiten! ![]()
__________________ Gruß Lone Wolf Bevor ich mit den Wölfen heule, werd ich lieber harzig, warzig grau, verwandele ich mich in eine Eule oder vielleicht in eine graue Sau. |
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#3
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| das heisst zb ein adoptiv kind wird trotzdem eigenschaften haben wie zb "temprament" ihrer eltern etc. ? |
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#4
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| Zitat:
Wächst das gleiche Kind beispielsweise in einer Religiösen Umgebung auf dann könnte es auch religiös werden. Ich glaube man geht viel zu leicht mit dem Begriff vererben um denn der Charakter eines Menschen ist Formbar und er wird sich verändern. Zum Glück ist das so denn sonst hätten wir keinen freien Willen und könnten uns nicht weiterentwickeln.
__________________ Gruß Lone Wolf Bevor ich mit den Wölfen heule, werd ich lieber harzig, warzig grau, verwandele ich mich in eine Eule oder vielleicht in eine graue Sau. |
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#5
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| also ich hatte mal irgendwann so pädagogisches zeug gelernt, die meinten, dass die gene ca. die hälfte ausmachen und die andere hälfte sind dann einflüsse von aussen (inwieweit man das dann erziehung nennen kann ist ja wieder situationsabhängig). und vor einiger zeit wurde das dann bei planet wissen von sonem gast auch gesagt. er meinte glaube ich, dass die gene lediglich den rahmen vorgeben in dem was verändert werden kann und der rest dann eben die einflüsse sind. klingt eigentlich ganz logisch. soviel dazu |
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#6
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| beides ![]() man sagt ja hälfte gene, hälfte erziehung. wobei neueste erkenntisse eher 70:30 oder 80:20sagen, aber das ändert sich ja alle nase lang ![]() |
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#7
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| Laut Wissenschaft ist der Charakter zu 60% von den Genen geprägt (nicht immer nur zwingend von den Eltern sondern auch Großeltern und anderen Verwandten) und die restlichen 40% definieren sich dann über Entwicklung und Umfeld. Wobei meine persönliche Meinung ist, dass sich die charakterliche Prägung über die Gene bei verschiedenen Menschen höher oder niedriger ausfallen kann.
__________________ "KUM APEM A, APEM BEBA" "GYE NYAME" |
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#8
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| und heisst das dass babys die jetzt mal theoretisch esoliert aufwachsen würden die gleichen werte(die ja dann denn charakter mit definiren) wie wir hätten |
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#9
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| Werte sind meiner Meinung nach nicht mit dem Charakter gleichzusetzen. Wenn Kinder isoliert aufwachsen, kann ich mir aber gut vorstellen, dass sich das auf ein Level von "Ich tu dir nichts, wenn du mir auch nichts tust" einpendelt. Man ist nett, weil man dann selbst nett behandelt wird. Das dürfte dann aber eher aus der Erfahrung mit Konflikten heraus resultieren, als angeboren sein. |
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#10
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| der charackter wird meiner Meinung nach weder durch die Umgebung, noch durch äußere Einflüsse entwickelt, ebensowenig durch das soziale Umfeld. Meiner Meinung nach entscheidet eben nicht das Umfeld darüber, wie man wird, sondern man selber entscheidet, wie man sein will, das Umfeld und sonstige äußere Einflüsse geben vielleicht eher nur eine Richtung vor, die man gehen kann, bestimmen aber keinesfalls, wie man vom Charackter ist/wird. Jeder Mensch ist nunmal anders, entwickelt sich so, wie er es für richtig hält. Meine persönliche Meinung ist das es auch etwas damit zu tun hat, wie man die Dinge eben sieht und was man daraus macht. Es scheint Menschen geben, denen viel schlimme Dinge passiert sind, die dadurch von Hass zerfressen sind und eben größtenteils auch nur noch so empfinden können, könnte man schon sagen, das dieser "Charackter" so durch äußere Reize geformt wurde, aber im Grunde ist das falsch, die äußeren Reize haben eine Richtung vorgegeben, der man einfach gefolgt ist. Es liegt eben an einem selber, ob man den Weg geht, der einem gegeben ist, oder ob man seinen eigenen Weg geht, denn genausogut hätte man wenn einem schon viele schlimme Dinge passiert sind sagen können: was solls, das Leben geht weiter, ich lebe nicht in der Vergangenheit, sondern in der Gegenwart und schaue nach vorne und mach das beste daraus, bin gesund, mir geht's gut und genieße das Leben. Dabei wären weder die äußere Einflüsse, noch das soziale Umfeld daran beteiligt gewesen, wie man selber wird. |
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#11
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| interessante frage, wer sich näher damit befassen will, vor allem mit aggressivem verhalten, dem empfehle ich "anatomie der menschlichen destruktivität" von erich fromm. es heißt es ja oft, das es krieg, sinnlose gewalt, etc. nur aufgrund der "menschlichen natur" gibt, d. h. dass diese negativen erscheinungen unvermeidbar sind (ist auch keine neue vorstellung, siehe thomas hobbes: "der mensch ist dem menschen ein wolf", etc.). abgesehen davon, dass dies eine zu einfache rechtfertigung für gewalt ist und man somit dazu neigt, gewalt als etwas vollkommen natürliches, nicht zu beinflussendes anzusehen und zu sagen "schade, aber ist nun mal so", ist diese vorstellung laut erich fromm (der war übrigens ein bedeutender sozialpsychologe) auch falsch. seine ganzen gründe dafür darzulegen würde nun etwas zu weit führen, deshalb will ich das ganze nur kurz erläutern. der menschliche charakter ist sozusagen der ersatz für die instinkte, die dem menschen im gegensatz zum tier, das ein vollständiges "programm" eingespeichert hat, wie es sich verhalten soll, etc., fehlen. das heißt natürlich nicht, dass der mensch keine instinkte hat, aber die sind nicht in einem solchen maße vorhanden wie beim tier. äußere umstände führen nun dazu, dass die ausbildung bestimmter charakterzüge bevorzugt wird, andere nicht. im gegensatz zu freud, der meinte die charakterentwicklung eines menschen sei mit 5 bis 6 jahren, im kindesalter, bereits zum großteil abgeschlossen, sagt fromm, dass sich der charakter später immer noch stark verändern kann, wenn die intensität des einflusses groß genug ist. bei aggressionen muss man jedoch unterscheiden zwischen "gutartiger aggression", wenn jemand beispielsweise von einem wilden tier angefallen wird und sich verteidigt (gutartig, da diese aggression, die sich jedoch in den meisten fällen durch flucht statt durch kampf äußert, dem erhalt des lebens und der art dient), und der "bösartigen aggression", also tötung anderer ohne nutzen, bei der ein lustgefühl empfunden wird (bösartig, da sinnlos und unvorteilhaft für die arterhaltung). um die theorie zu untermauern, dass bösartige aggressionen durch äußere umstände entstehen, werden auch fakten dargelegt, zum beispiel, "primitive kulturen" (sowohl vor tausenden von jahren, als auch heute noch), bei denen CHARAKTERzüge wie sadismus, necrophilie (dabei sind nicht nur sexuelle perversionen gemeint, sondern auch charaktere. der sadistische charakter will dabei andere unter völliger kontrolle haben, sie dabei aber am leben erhalten, während der necrophile charakter nach zerstörung alles lebendigen trachtet. hitler zum beispiel hatte beide charakterzüge in sich vereint) habgier, etc. nicht, bzw. kaum auftauchten, da es hier kaum hierarchische strukturen gab und die äußeren einflüsse positiv auf die entwicklung des charakters einwirkten. im gegensatz dazu das deutsche kaiserreicht zur zeit des 1. WK oder der nationalsozialismus, mit stark ausgeprägten hierarchischen strukturen, starken klassenunterschieden und idiolgien (nationalismus, rassismus), die sich nachteilig auf den charakter auswirken. das heißt aber natürlich nicht, dass es keine menschen gibt, die "genetisch vorbelastet" sind, aggressive charakterzüg aufzuweisen (genauso wie bei der schizophrenie, die ja auch entweder durch veranlagung oder durch äußere umstände entstehen kann). so ist auch nicht ausgeschlossen, dass hitler eine bestimmte veranlagung hatte (leichter autismus, der verhinderte dass seine mutter, die in bedingungslos liebte, in geradezu verhätschelte, positiv einwirken konnte, da er die liebe nicht "eindringen" und zulassen wollte, bzw. konnte), so dass er schließlich zu dem diktator wurde der er mal war. fazit ist also dass die äußeren einflüsse einen großen einfluss auf die bildung des charakters haben, allerdings gibt es genetische dispostionen, die bestimmte charakterzüge bevorzugt ausbilden lassen. |
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#12
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| Wirklich eine gute Frage. Habe ich mich noch nie dammit beschäftigt, aber spontan würde ich sagen: beides. Ich selbst bemerke an mir Eigenschaften meiner Eltern (die ich z.T. nie haben wollte), bin aber vom Grundcharakter her völlig anders. Ich denke, der "Charakter", also das, was du bist, wie du dich darstellst und wie du handelst, wird eher von aussen geprägt im Laufe vieler Jahre. Man verändert sich ja auch ständig. Früher, noch vor wenigen Jahren, habe ich Dinge getan die ich Heute nie mehr tun würde. Aber bin ich deshalb ein anderer "Charakter"? Zum anderen kommts halt auch darauf an, wie leicht man beeinflussbar ist. Wenn dir jeden Tag gesagt wird, wie hohl du bist, glaubst du's vielleicht irgendwann... |
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#13
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| Ich kann die Leute nicht verstehen, die auf Teufel komm raus auf "alles umweltbedingt!" oder "alles genetisch!" hinauswollen.
__________________ But if they tell you that I've lost my mind Baby it's not gone just a little hard to find Geändert von Trinculo (14-04-2009 um 16:27 Uhr). |
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#14
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| Na dann frag´ich doch mal, wie sich eure KK / KS auf eure Chrakterbildung ausgewirkt hat ? Oder auf eine etwaige Charakteränderung ? Bin auf die Antworten gespannt und gebe dann meine Eindrücke zu meiner Person ab ![]()
__________________ das Wichtigste ist der Kampfgeist, alles Andere ist primär ! |
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#15
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__________________ But if they tell you that I've lost my mind Baby it's not gone just a little hard to find |
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