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#1
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| Obwohl ich mich schon einen längeren Zeitraum mit den Kampfkünsten beschäftige, bin ich bisher, nur bei meinem Versuch in Aikido ( 1 1/2 Jahre ) etwas mit Zen in Berührung gekommen. Ich finde das sehr schade, da ich besonders im Buch von Chuck Norris, Zen-Kampfkunst, sehr gute Hinweise auf auf ein Budo-Training gefunden habe. Sind unsere Lehrer mit ihren Schülern überfordert oder warum werden in vielen Kampfsport- Kampfkunstschulen nur die Techniken des jeweiligen Stils gelehrt? Die Beziehung zwischen dem Lehrer, dem Sensei und dem Schüler soll ganz in der Tradition des fernen Ostens stehen. Für das, was der Schüler zu erlernen hofft, steht hier der Lehrer, dem daher uneingeschränkt Aufmerksamkeit und Respekt gebühren. Wollen das die Schüler nicht oder wollen die Lehrer nur viele,viele Schüler und damit mehr Geld? Wer kann etwas darüber sagen? |
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#2
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| Zitat:
die wichtigsten: -zeitmangel... zeit ist eines der kostbarsten güter in unserer gesellschaft. geld, leistung, stress, termine... um eine kampfkunst zu vermitteln muss man dafür sorgen, dass in kurzer zeit sichtbare erfolge entstehen. -die einstellung der schüler, die letztlich auch die einstellung der schule bestimmen... wer mit der motivation kämpfen zu lernen, sich auszupowern, sich selbst verteidigen zu können etc zum kampfsport findet, will dann auch seine vorstellung umgesetzt sehn. -das wissen der lehrer. welcher kampfsportlehrer hat heute noch die zeit, diese langwierige und zumindest finanziell unfruchtbare geistige ausbildung durchzumachen? und vorallem WO bzw bei wem? kämpfen hat man halbwegs schnell gelernt... 5 jahre und man hat ein beeindruckendes repertior an kicks, schlägen, körperbeherrschung etc drauf... -die rationalität... was bringt mir zen? kann ich das essen? kann ichs verkaufen? -die schlechte vermarktung... religion schafft es doch auch etwas in erster näherung nutzloses finanziell zu vermarkten grüße |
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#3
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| Ich hab auch festgestellt, daß viele Schüler kein Interesse am Do haben, weshalb es dann oft untergeht, da die Schulen es sich nicht leisten können, ihre Schüler zu verprellen. Viele Lehrer kommen aus solchen Schulen und können deshalb dieses Wissen auch nicht weitergeben. Glücklicherweise gibt es Ausnahmen, und wenn man wirkliches Interesse hat, wird man schließlich auch eine Schule finden, wo man auch das lernen kann. Notfalls selbst eine Gruppe zusammenstellen und hartnäckig sein! |
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#4
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| naja... für die weitervermittlung gesundem denkens braucht es (meiner erhabenen meinung nach ) keine religion. ![]() Geändert von UlkOgan (20-12-2006 um 11:19 Uhr). |
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#5
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| Imho geht es darum sich mit einer Kampfkunst auseinanderzusetzen um so (nach Möglichkeit) den "Weg" zu beschreiten. Vor einer Entwicklung im Sinne des Do steht also die Auseinandersetzung mit der Technik, nicht anders herum. Ob dein Trainer/Lehrer den über die Technik hinausgehenden Erwartungen gerecht wird ist dann ein anderes Ding. |
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#6
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| Die Abhandlung hier gefällt mir sehr gut; zu finden unter Downloads, Taekwondo. "DO - Der geistige Weg" http://www.tusende.de/index.php Ist nicht TaekwonDO bezogen sondern allgemein gehalten. Hier die Diskussion dazu http://www.taekwondoforum.info/phpBB...190755a35829b1
__________________ Die fließenden Wasser eines Flusses versuchen nie untereinander schneller als die anderen zu sein. |
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#7
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| soto-deshi, du siehst es doch auch an dir selber, oder? Dein Kampfkunstlebenslauf (Taekwon-Do, ITF, Karate-Do Shotokan, Kick-Boxen, Ju-Jutsu, Aikido, Combat Arnis) und deine derzeit ausgeübten Martial Arts (Karate,kick-boxen) sagen schon etwas aus. Nämlich, dass die meisten Schüler hierzulande nicht lange (in Relation zu den traditionellen, ehrerbringenden Schülern im fernen Osten) bei ihrem Trainer bleiben. Und ehrlich gesagt, seh ich's auch so wie Ulk. Wenn mir jemand was von der Lehre der Leere erzählen wollte und auch noch dafür sorge, dass sein Geldbeutel nicht leer ist, wäre ich skeptisch. Da such ich mir lieber einen Trainer/Lehrer/Sensei/whatever, bei dem ich ordentlich trainieren kann. Der "Do" ist für mich unnötiges Beiwerk, insofern, dass ich Prozesse des geistigen Reifens nicht gezielt anstrebe. Es ist nur die Folge meines Trainings in einem gesunden Umfeld.
__________________ World Grappling League |
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#8
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| Zitat:
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#9
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| Habe fast den Eindruck im Westen herscht in Bezug auf KK. ein teilw. idealisiertes Bild in Bezug auf Meister u. Schüler; was zwar tatsächlich nicht schlecht wäre, aber selten ist und sich wenn dann, auf ein paar Weisheiten beschränkt. Ein KK Lehrer ist nicht automat. auch geistiger/spiritueller, ... etc. Meister od. Führer. Er ist auch gar nicht verpflichtet, und es hat auch nicht jeder Interesse daran; wie ja bereits erwähnt. Mag ein chin. , jap. , .. Meister od. Großmeister noch so gut sein, deswegen ist er nicht automatisch Taoist od. Buddhist oder was auch immer, und selbst dann ist noch nicht gesagt ob er sich auch tatsächlich damit auskennt. Habe im Lauf der Jahre im Unterricht, in zahlreichen Kursen, Seminaren, etc. nur 2 KK Lehrer getroffen, die sich damit ernsthaft befaßen und dieses auch weitergeben; einer davon war ein taoist. Priester, der sich aber mit Aussagen über "Do" u. "Tao" zurückhält und genau überlegt, wem er was und wieviel erzählt. Es sollte auch jeden selbst überlaßen bleiben in welche geistige Richtung er sich orientiert und mit ein paar gelegentlichen Weisheits-, Kalendersprüchen u. ein bißchen Buddhismus u. Meditation hier u. da ist es nicht getan. Geändert von Alpensahne (28-12-2006 um 17:15 Uhr). |
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#10
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| also, ich finde, es gehört mit zur Kampfkunst und somit mit zum Allgemeinwissen, welches ein Lehrer einfach haben sollte. Sagen, wir sind rationale Europäer und haben das deshalb nicht nötig, finde ich einfach nur schwach. Zumindest ein Mindestmaß sollte Voraussetzung sein, es gehörte früher in den Ursprungsländern ja auch mit dazu. Ich habe mir den Spaß gemacht, bei verschiedenen Schulen darauf zu achten und es ist ein himmelweiter Unterschied, wieviel schneller man als einfacher Schüler Zugang bekommt, bzw "gleichgeschaltet" wird, wenn der Lehrer diese Fähigkeiten hat bzw anwendet. |
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#11
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| Von welchen teifgreifenden erkenntnissen wird denn hier überhaupt gesprochen? Verlangst du denn, dass dein lehrer dich zu geistigen Erleuchtung führt? Natürlich gehört es dazu, dass man im Dojo, Gym oder wie auch immer Respeckt oder Verantwortung lernt aber da hört es denn meiner Meinung nacvh auch schon auf. Welchen weg du gehen willst und wohin du dich Entwickeln willst, dass musst du selbst entscheiden, ich bin 18 Jahre und habe sehr viel von älteren (nicht alten sondern einfach älter als ich) Menschen gelernt, zumindest empfiunde ich es so, von meinem altem Gitarrenlehrer, von meinem Vater und meiner Großmutter hab ich sehr viel gelernt, was meine Auffassungen über Gott und die Welt und moralische Ansichten stark geprägt hat und enorm zu meiner charackterlichen Entwicklung beigetragen hat. Du musst das Gespräch mit solchen Menschen suchen und zhören was sie dir zu sagen haben, du kanst dabei einiges lernen und ich bin dankbar, dass ich dieses tun konnte. Ich finde aber, dass es nicht zwangsläufig die Aufgabe des Lehrers ist, solche Inhalte in sein Tariningsprogramm aufzunehmen, ich würde dies eher als fatal empfinden, wenn Kinder/jugendliche die zum Karate, Taekwondo, Ju-Jutsu etc. gehen, dort lernen was sie zu denken und fühlen haben. Von einem Lehrer erwarte ich natürlich geistige Reife, aber ich denke mal diese wird er, sofern vorhanden, eh vllig von selbst vermitteln, auch Aufgrund seiner Vorbildfunktion oder wenn du dich mal so ganz locker mit deinem Lehrer unterhälst. Ich hab damals mit 14/15 teilweise 1 Stunde lang oder mehr nur mit meinem Gitarrenlehrer gesessen und geredet, ich hab dabei sehr viel, jenseits des Gitarre süielens gelernt und dafür bin ich ihm noch immer sehr dankbar. |
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#12
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| ich spreche hier von der non-verbalen, fühlbaren Verbindung, die zwischen Lehrer-Schüler entstehen kann, wenn der Meister a.) es kann und b.) es will. Vergleichbar mit Einfühlsamkeit fühlt der Meister sozusagen den Schüler und kann ihm so besser weiterhelfen. Umgekehrt bekommt der Schüler so etwas wie Energie vom Meister, durch die er leichter lernt/versteht. Vergleichbar mit "im-Fluß-sein" anstatt vor mühsam sich hinzustapfen... |
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#13
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| Ich verstehe dich und vermisse das auch. Schätze auch, daß einfach zu viele Leute es in unserer heutigen Gesellschaft einfach nicht mehr wollen. Alles muss schnell gehen und muss dir sofort irgendwo helfen oder einfach zu verstehen sein (siehe Katholizismus). Wenn ein Lehrer mit solchen Lehren aufhört, weil die Schüler es einfach nicht hören wollen und die Schüler dann wieder Schüler haben und jene dann wieder... das potenziert sich halt sehr schnell und nach wenigen Generationen ist dies futsch bis kaum auffindbar. |
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#14
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| Ich hatte Glück... sonst wüßte ich wahrscheinlich nicht, daß es möglich ist... ![]() |
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#15
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| Do- der Weg des Kriegers. Was ist das eigentlich? Wohin führt er? Ich hab vielleicht eine Ahnung die ich nicht klar in Worte fassen kann, weiß es aber nicht genau. Ich glaube aber, daß ein intelligenter Schüler, der sich lange Zeit und intensiv mit einer KK beschäftigt, es auch ohne spirituelle Extrawürste während des Trainings irgendwann verstehen wird. |
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