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#1
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| Hallo, folgendes Beispiel: Zwei kleine Kinder (Geschwister) haben gemeinsam Zugriff auf ein tolles Spielzeug. Das eine Kind ist körperlich überlegen und spielt daher mit dem Spielzeug, wann immer es will. Die Mutter kriegt das mit und findet das aus irgendeinem Grund nicht richtig und führt daher Benutzungsregeln ein, die die Benutzungszeiten gleichmäßig auf die beiden Kinder verteilen. (Gesetzgebung)Wenn nun das stärkere Kind seine Nutzungszeit überschreitet, hat das schwächere Kind aufgrund der Regeln die Grundlage, dem stärkeren Kind Vorwürfe zu machen (Schuldzuweisung) und mit Sanktionen durch die Mutter zu drohen. Dadurch wird das stärkere Kind angsterfüllt und seine vorherige Zufriedenheit ist dahin. Das schwächere Kind ist auch unter Druck auf seine vermeintlichen Rechte zu pochen, während es sich vorher getrost in seine naturgegebene Lage fügen konnte. Die Mutter ist auch unter Druck, da sie in der Pflicht ist, die Einhaltung der Regeln zu beurteilen und sanktionieren, weil sie sonst von den Kindern die Schuld zugewiesen bekommt. Ergebnis: alle haben Angst und Rechte und Pflichten, wo vorher nur Natur und Freude und Freiheit war ![]() Sündenfall = Unterscheidung in Gut und Böse (Gesetze + Schuldzuweisung) -> Vertreibung aus dem Paradies Wir sehen, ohne die "gerechte" Regel war alles besser, oder? ![]() Geändert von bluemonkey (19-02-2009 um 19:14 Uhr). |
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#2
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| Das Problem liegt für mich nicht in den Gesetzen. Sie werden für mich eher langsam zum Problem, weil sie so unüberschaubar geworden sind das selbst jene die sie geschaffen haben keinen Durchblick mehr haben.Dazu kommt es das es langsam so scheint das man nur noch bemüht ist wie man mit dem und dem Gesetz sich aus etwas anderem rauswinden kann, oder man einfach in der finanziellen oder sonstigen Stellung ist drauf zu scheißen.Ich sehe viel tiefgründiger was im Menschen vorgeht. Meiner Meinung nach leben wir in einer heuchlerischen Gesellschaft sondergleichen.Hier wird schon den Kindern viel von Moral erzählt,die aber die Eltern selber nicht mal einhalten. Und das zieht sich durch die ganze Gesellschaft. Siehe Politik ,Wirtschaft. Jeder erzählt von Werten,Maßstäben , Regeln, aber entweder hält man sich nicht daran, bricht mit ihnen, wenn man sie nicht braucht, oder zieht sie heran, wenn man einen eigenen Vorteil davon hat.Ist nicht verwunderlich das sich das andere irgendwann abschauen oder ? Das ganze versucht man zu managen mit Gesetzen und neuen Regelungen. Immer mehr Gesetze immer mehr Regeln. Aber wozu führt das ?Der Mensch wird zugeschnürt, beengt so daß immer mehr dann dem extrem gefröhnt wird.Natürlich sind lange nicht alle so. Die Menge ist aber doch beachtlich. Und auf der anderen Seite sind jene die Anständig durchs Leben gehen und sehen das sie im Grunde immer nur Nachteile davon haben. Manchen reichst irgendwann und beißen selber zu, manche brechen, einige zerstreuen sich mit allerlei Rauschmitteln und Konsumgütern, manche kriegen Erstaunlicher Weise überhaupt nichts von mit usw.. Das alles schubst den Kreislauf immer nur noch weiter an... Achja und dabei wird immer wieder gerne Eigenverantwortung ins Spiel gebracht. Ich halte es für einen schlechten Witz von Eigenverantwortung zu reden bei Politikern und Wirtschaftlern die diese Regelmäßig nicht einhalten, bei Eltern die diese nicht einhalten, in einer Gesellschaft die dir konsequent suggeriert immer mehr zu Wollen.Wer sagt den schon nein, wenn er die Möglichkeit hat etwas zu bekommen was er eigentlich nicht darf oder unmoralisch wär.Wer verzichtet dann auf seine Biergierde ? Viele grüße, iron Geändert von shin101 (19-02-2009 um 19:32 Uhr). |
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#3
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![]() Aber ob Faustrecht wirklich glücklicher macht ... ich weiß ja net.
__________________ Das Leben ist eher breit als lang |
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#4
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| Das starke Kind wird sich durch seine naturgegebene Güte ja auch dem schwächeren erbarmen und es auch mal spielen lassen, oder? Was dann das schwache Kind um so mehr freut, da es sich um ein Geschenk aus reinem Herzen handelt, nicht um eine durch Schuldzuweisung erzwungene Angstgabe ![]() |
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#5
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| Zitat:
Viele grüße, iron |
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#6
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![]()
__________________ Das Leben ist eher breit als lang |
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#7
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| Umsorgen wir nicht lieber die schwachen, kleinen, zarten als die wehrhaften, starken oder gar nur weil wir müssen, weil viele kleine, schwache sich einige leisten können, die stärker sind als wir? Hat der Starke nicht durch seine Güte Bestätigung seiner Überlegenheit und der Schwache.. na die Güte eben ![]() gibt's dazu nicht eine Meinung von Nietzsche? ![]() |
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#8
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| Ein Grund KK zu lernen |
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#9
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| Bis zum Alter von etwa zwei Jahren sind Kinder gar nicht in der Lage zu teilen, oder einzusehen das man Sachen zurück geben muss. Eine Regel würden die erstmal gar nicht verstehen. Bis zum 4 Jahr wird es dann langsam Besser. |
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#10
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| Hallo bluemonkey, ich halte es für sehr "kompliziert", wenn die Mutter ihre entscheidung davon abhängig macht schuldzuweisungen von den Kindern möglicherweise zu bekommen. Ich nehme an, dass dieses Thema ein Resultat des Austausch mit Vakuum ist. Wie gesagt, sollte man Gesetzt nicht so wörtlich nehmen, im Sinne von einem BGB zum Beispiel. Vakuum schließt, wie ich ihn verstehe, schon auch "ungeschriebene Verhaltensregeln usw." mit ein, in seiner Argumentation. Nur sind niedergeschriebene Gesetze eben fix und greifbarer. Ebenfalls denke ich, dass diese "Struktur" dazu führen kann Menschen von der Eigenverantwortlichkeit zu "entkoppeln". Wie gesagt kann.
__________________ Das Verstehen ist ein Wiederfinden des Ich im Du. Geändert von dermatze (19-02-2009 um 22:27 Uhr). |
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#11
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| Erst im nachhinein sieht man vielleicht das was mir damals nicht gepasst hat,war doch nicht ganz so schlimm für mich. Zitat:
Viele grüße, iron |
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#12
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| Hi, ich erwähnte die Mutter losgelöst vom Thema (erstmal). Stimme dir soweit zu, weil die Mutter ja fiktiv ist und schlecht analysiert werden kann, was sie bewegt so zu handeln. Vielleicht Angst die Bestätigung durch ihre Kinder zu verlieren, oder von anderen für eine schlechte Mutter gehalten zu werden, oder oder oder. Klar lassen sich Auswirkungen auf Ursachen zurückverfolgen. Die Frage ist doch, wie weit gehe ich zurück oder wann bin ich mit meiner Antwort zu frieden. Auch ein Täter hat ja seine "Beweggründe", bewusst oder nicht. Wo sind die zu finden? In seiner Kindheit vielleicht. Bin ich jetzt mit der Antwort zu frieden? Kann schließlich jetzt sogar eine Art von Verständnis für den Täter entwickeln, statt zu schreien:"Rübe runter". Und? Weit genug zurückgedacht? edit: Ich lese gerade, mein Beitrag klingt so "streng". So ist das nicht gemeint, ja. Ich sitze hier bequem, ohne Messer zwischen den Zähnen.
__________________ Das Verstehen ist ein Wiederfinden des Ich im Du. Geändert von dermatze (19-02-2009 um 22:29 Uhr). |
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#13
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| Ist das eine natürliche Entwicklung oder Folge der Erziehung? |
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#14
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| Wollte ich auch gefragt haben. Und... wie stellt man das fest.
__________________ Das Verstehen ist ein Wiederfinden des Ich im Du. |
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#15
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![]() Man könnte sogar davon ausgehen, dass die Regel nicht explizit formuliert wird, sondern nur allgemein "lass Deinen kleinen Bruder auch mal ran". Irgendwie muss das Gehirn ja gewaschen werden? Oder kommen Kinder etwa von selbst darauf, ihr Recht einzufordern, weil Gerechtigkeitssinn angeboren ist? |
![]() |
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