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#1
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| Hagakure... Hagakure Hat jemand dieses faszinierende Buch gelesen? So trocken und schlicht, so entschlossen und kompromislos... So ganz gegen den heutigen Zeitgeist, - auch für die damalige Zeit bereits etwas zu ritterlich... Man wird so richtig nostalgisch nach verlorengegangenen Werten, - Mut, Ehre, Treue... Und diese absolute Todesbereitschaft, wie bei den Märtyrern der ersten christlichen Jahrhunderten. Für mich, einen ganz "abendländischen" Menschen, ist dieses Buch eine richtige Offenbarung, - bin noch ein wenig unter Schock, - im guten Sinn. Geändert von Quereinsteiger (23-12-2008 um 14:42 Uhr). |
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#2
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| Bin damals durch den Film "Ghostdog" aufs Buch aufmerksam geworden und hab den Kauf nicht bereut. Vor allem lassen sich die vielen versteckten Hinweise auch im alltäglichen Leben umsetzen und anwenden. Manchmal frag ich mich schon ob die Sitten und Bräuche damals wirklich so streng und rein waren. |
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#3
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| Ein wahnsinnig gutes Buch! Ein Muss für jeden Kampfkünstler!
__________________ M.A.S.D.Wir verstehen unser Handwerk! |
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#4
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| Jedem nur zu empfehlen, auch wenn ich mich persöhnlich so nicht einem Lehnsherren unterwerfen könnte wie im Buch beschrieben. Viele grüße, iron |
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#5
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| Eben das kannst du ja auch leicht auf andere Dinge/Bedeutungen übertragen. |
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#6
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| Die moralische Stärke der Leute aus den Geschichten ist in der Tat beeindruckend. Das taugt zu einem gewissen Grad schon als Vorbild. Man sollte dabei aber auch bedenken, dass diese Gesellschaft - so erscheint es mir zumindest - wahrscheinlich einen deutlich stärkeren Zwang auf ihre einzelnen Mitglieder ausgeübt hat als das heute in der westlichen Welt der Fall ist. Die Leute waren eben auch weniger frei als wir und in viel stärkerem Maß an gesellschaftliche Zwänge gebunden. Kann mir nicht vorstellen, dass jemand z.B. Seppuku begehen würde, wenn ihn die gesellschaftliche Tradition nicht dazu zwingen würde. Die lieben das Leben genauso wie wir. Und weiterhin: Wer sagt, dass ich in unserer Gesellschaft gezwungen bin, ein amoralisches Leben zu führen? Das liegt doch an jedem selbst. Nur kann man sich halt bei uns entscheiden, WIE man leben will. Und das konnten die in der alt-japanischen Gesellschaft anscheinend weniger. Abgesehen davon bin ich Europäer. Ich habe meine eigenen Wertmaßstäbe, und die sind den alt-japanische nicht unterlegen oder minderwertig zu ihnen. Sie sind allerdings anders. Und ich stehe zu ihnen und sehe nicht ein, warum ich Wertmaßstäbe einer anderen, extrem starren und unflexiblen Gesellschaft übernehmen sollte, die einen vollkommen anderen ethnischen und geschichtlichen Hintergrund hat als meine eigene. Und das ist an sich doch auch schon ein gewisser moralischer Wert, oder? Geändert von Ginger (23-12-2008 um 16:41 Uhr). |
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#7
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| Ja habe es gelesen. Ein sehr spannendes Buch. Ich persöhnlich hatte Mühe mit der propagierten, kompromisslosen Autoritätsgläubigkeit. Dies ist jedoch durch den Geschichtlichen Kontext etwas neutral zu begutachten. Sollte es dringenst wieder mal lesen, habe aber noch nen riesen Stapel Bücher auf meinem Nachttisch, welcher zuerst vernichtet werden muss.
__________________ Liegt der Gockel auf dem Huhn hats mit Wetter nix zu tun. -alte Bauernweisheit |
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#8
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| Zitat:
Zitat:
Auf den Bezug was Werte und Normen angeht hat jeder natürlich seine Freiheit. Aber wozu führt das ? Nimmt tatsächlich jeder automatisch das richtige an ? Ich mein wir leben in einer Konsumgesellschaft die darauf baut das ihre Mitglieder konsumieren. Diese Mitglieder haben die freie Wahl welche Normen und Werte sie wählen, was kommt bei der immer mehr Prämise dann wohl raus ? Zitat:
Wer gibt sich wohl mehr Mühe ?Der weiß das ihm eh nichts passiert wenns schief geht oder der der weiß das er stirbt ? Wer steht heute noch für seine Fehler ein ? Zitat:
Zitat:
Was aus der vermeidlichen Freiheit geworden ist die wir meinen zu haben erleben wir momentan ganz gut. Viele grüße, iron |
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#9
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| Zitat:
![]() Mut, Ehre, Nibelungentreue und Kadavergehorsam sind doch alte deutsche Tugenden und sind auch in der heutigen Zeit noch auf der Welt zu finden, man denke nur an all die Selbstmordattentäter .Ich empfehle den Film Letters from Iwo Jima: ****://de.youtube.com/watch?v=nDsIMbhDJ7k **** durch http ersetzen, ist ein wenig brutal ![]() Geändert von bluemonkey (23-12-2008 um 19:27 Uhr). |
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#10
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| Zitat:
Du kannst auch gerne leben, ohne irgendwas zu kaufen. Wirst dann nur ein bisschen hungrig bleiben. Abgesehen davon kenne ich keinen, der süchtig nach Konsum den ganzen Tag im Geschäft verbringt. Die Sparquote ist in D relativ hoch, einer der grossen Vorteile unserer Gesellschaft gegenüber der amerikanischen in dieser Krise. Was ist das richtige? Das richtige für mich ist nicht das richtige für dich, weil wir unterschiedliche Ansichten haben, denn wir sind frei in unserer Entscheidung. Und hier kann nicht jeder machen was er will. Es gibt hier ne Menge Gesetze. Noch nicht gemerkt? Zudem: wenn du eine Kündigung mit Selbstmord gleichsetzt, hast du ein ernsthaftes psychisches Problem. Abgesehen davon glaube ich auch nicht, dass die das alles so heiss gegessen haben, wie es in diesem Buch gekocht ist. |
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#11
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| e Geändert von Ogami Itto (08-11-2011 um 15:39 Uhr). |
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#12
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| Zitat:
Das mit der Sparquote stimmt übrigens so halb. Eigentlich ist eine hohe Sparquote nicht besonders gut für eine Marktwirtschaft. Geld ist schließlich das "Öl" des Wirtschaftskreislaufs. Wenn zu viel gespart wird, schwächt das - bildlich gesprochen - den Kreislauf. Auch jetzt ist die hohe Sparquote nicht unbedingt in jeder Hinsicht gut. Sie ist insofern gut, als dass in D viel weniger auf Pump gelebt wird (obwohl sich das auch langsam an die USA anpasst, s. Privatinsolvenzen). Aber auch jetzt fehlt das Geld dem Wirtschaftskreislauf. Zumal die Banken selbst knapp sind mit Geld, das die Unternehmen für Investitionen benötigen. : Genau so ist es! Zum einen gibt es jede Menge Gesetze und zum anderen gibt es immer noch einen von 99,9% aller Menschen akzeptierten Ethik- und Wertekanon. Das über einzelne Punkte, etwa die Produktion von Stammzellen, gestritten wird, ist kein Zeichen von Schwäche. Es zeigt vielmehr, das bei uns nicht eine quasi-diktatorische Zentralinstanz Wertemaßstäbe setzt, so wie es etwa der katholische Papst es sich anmaßt, sondern dass die Gesellschaft im Dialog mit sich selbst Argumente und Gegenargumente austauscht. Das bietet auch die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln. . Eher, geschrieben, ohne groß nachzudenken .Bei mir hat das Hagakure denn auch einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Einerseits fand ich es als historische Quelle zur japanischen Ideengeschichte nicht uninteressant. Und es werden darin ja auch durchaus "Alltagsgeschichten" erzählt. Das war sehr interessant. Aber dieser unsägliche Kadavergehorsam, der da aus jeder Zeile trieft, ist schon reichlich widerlich. Das ist genau die Haltung, die junge Menschen zu willigem Kanonenfutter macht. Im Zweiten Weltkrieg hat sich die Wirkung solcher Literatur und einer solchen Geisteshaltung sowohl in Japan als auch in Deutschland gezeigt. Millionen junge Bürschlein haben sich abschlachten lassen und Millionen anderer Menschen sind von ihnen getötet worden - selbst als der Krieg längst verloren war. Insofern ist an der Ideologie des Hagakure nichts "heldisches". Sie ist einfach nur dumm und unmenschlich. |
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#13
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| ich gelesen es haben tun ![]() auf jedenfall interessant und lesenswert ![]()
__________________ Schim Schin Tall Jon |
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#14
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![]() Geändert von Ginger (25-12-2008 um 12:06 Uhr). |
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#15
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| Zitat:
Zitat:
Viele grüße, iron |
![]() |
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