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  #1  
Alt 10-02-2009, 14:56
soto-deshi
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Standard Kampfsport Dojo - WEG zum DO ?

Hallo,
finde ich in einem Kampfsport Dojo, neben dem Training auch Hinweise zum Do?
Sicher nicht in einem Verein, der seine Schüler nur für den sportlichen Wettkampf vorbereitet.
Findet Ihr es wichtig, dass in einem Dojo auch die Etikette, die geistigen Hintergründe, ZEN, usw. angesprochen werden?
Muss alles nicht einen klaren Unterrichtsablauf haben?
Der Sensei mehr als nur der " Trainer " sein?
Die Frage beantwortet werden, dass immer der Geist über Sieg oder Niederlage entscheidet.
" Wenn du meditieren lernst, dann gibt es kein du, kein ZEN und keine Meditation" ( Tausend Wege zum Zen) David Baird.
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  #2  
Alt 10-02-2009, 15:12
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Kampfkunst: Karate, etwas Luta Livre
 
Registrierungsdatum: 09.10.2001
Ort: Deutschland, NRW, Raum Köln
Beiträge: 2.381
Standard

Finde an der Stelle den Hinweis immer angebracht das man eine Tätigkeit beginnt und daraus (unter Umständen) ein Weg wird, nicht umgekehrt.

Man fängt mit xy an und vielleicht wirkt sich dies irgendwann auf das gesamte Verhalten, die Einstellung und die Persönlichkeit (positiv) aus. Das ganze anders herum aufzuziehen - also mit der Vorstellung "Persönlichkeitsentwicklung" zu beginnen - passt da imho nur bedingt, auch weil es anders funktioniert.

Deshalb ist für mich auch nicht automatisch klar das ein Wettkampforientiertes Dojo kein Ort der Weglehre sein kann. Fleiß, Disziplin, Einhalten von Regeln, Umgang mit eigenen Stärken und Schwächen, mit Sieg und Niederlage, ... alles Dinge die auch für die Persönlichkeitsentwicklung relevant sein können.
__________________
Grüße, Michael
Karate in Köln und Lindlar
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  #3  
Alt 10-02-2009, 16:54
Benutzerbild von LoneWolf
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Kampfkunst: Thai Boxen/ Kraftsport/Ki- Meditation :-)
 
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Zitat:
finde ich in einem Kampfsport Dojo, neben dem Training auch Hinweise zum Do?
Sicher nicht in einem Verein, der seine Schüler nur für den sportlichen Wettkampf vorbereitet.
Sehe das ganze realistisch! Für die meisten ist die Beschäftigung mit einer KK nichts anderes als eine Tätigkeit die in der Freizeit stattfindet. Was glaubst Du wie viele Mitglieder in einem Verein daran interessiert sind zu meditieren? Wenn das ein Karate- Verein ist dann wollen die Leute Kampfsport machen!

Zitat:
Findet Ihr es wichtig, dass in einem Dojo auch die Etikette, die geistigen Hintergründe, ZEN, usw. angesprochen werden?
In einem Dojo… Das ist wohl meisten eine Turnhalle denn kaum ein verein kann sich eine eigene Lokalität leisten welches den Namen Dojo verdient hätte.

Zitat:
Der Sensei mehr als nur der " Trainer " sein?
Welcher Sensei? Meinst Du den, der in seiner Freizeit Sport macht? Das ist nichts anderes als ein Fußballtrainer den man in der Regel auch mit Du anspricht. Ich persönlich habe einen solchen Sensei noch nicht getroffen. Das was ich gesehen habe waren ganz normale Menschen die sich in ihrer Freizeit sportlich betätigen. ZEN, Meditation oder Philosophie- Fehlanzeige!

Das geht auch gar nicht wenn man sich 2 oder 3 x die Woche in einer Turnhalle trifft! Die Zeit ist zu knapp und jene die sich wirklich für die Tiefgehenden Elemente der Kampfkunst interessieren kannste kaum finden und wenn der Trainer damit anfängt die kostbare Zeit der Meditation zu opfern dann wird er bald alleine in seiner Turnhalle stehen.

Ich glaube man muss sich eben selbst kümmern. Bücher lesen, selbst Meditieren oder vielleicht nebenbei eine innere Kampfkunst ausüben und dort hoffen das zu finden wonach man sucht!

Oder man sucht sich direkt eine Gruppe die ZEN praktiziert.

Ich glaube das ganze in einem Paket zu bekommen so wie Du es vielleicht gerne möchtest scheint schwierig zu sein. Macht man eine KK dann muss man sich auch erst mal auf deren rein Technischen Aspekte konzentrieren. Nebenbei kann man immer noch für sich meditieren aber die Technik steht da erst mal im Vordergrund und erst wenn Du die gemeistert hast dann kannst Du auch das geistige nach und nach mit einfließen lassen.

Ich finde das ist dann schon ein hartes Stück Arbeit für einen Normalo der nebenbei auch noch andere Verpflichtungen in seinem Alltag zu meistern hat!
__________________
Gruß Lone Wolf
Bevor ich mit den Wölfen heule, werd ich lieber harzig, warzig grau, verwandele ich mich in eine Eule oder vielleicht in eine graue Sau.

Geändert von LoneWolf (10-02-2009 um 17:06 Uhr).
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  #4  
Alt 10-02-2009, 17:12
Benutzerbild von Sportler
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Kampfkunst: die schwarze Hand
 
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Zitat:
Zitat von soto-deshi Beitrag anzeigen
Hallo,
finde ich in einem Kampfsport Dojo, neben dem Training auch Hinweise zum Do?
Sicher nicht in einem Verein, der seine Schüler nur für den sportlichen Wettkampf vorbereitet.
Findet Ihr es wichtig, dass in einem Dojo auch die Etikette, die geistigen Hintergründe, ZEN, usw. angesprochen werden?
Muss alles nicht einen klaren Unterrichtsablauf haben?
Der Sensei mehr als nur der " Trainer " sein?
Die Frage beantwortet werden, dass immer der Geist über Sieg oder Niederlage entscheidet.
" Wenn du meditieren lernst, dann gibt es kein du, kein ZEN und keine Meditation" ( Tausend Wege zum Zen) David Baird.
Jetzt bin ich auf Euere Antworten gespannt. soto-deshi
Fändest du es richtig, wenn der "Sensei" euch seine Weisheiten über das Christentum/Judentum, den Islam oder Politik aufdrängt? Wer sich dafür interessiert kann ja fragen, weil sich der Trainer evtl. mit Zen beschäftigt. Aber warum sollte das Platz im Training finden?
Die Verbindung von Karate und Zen ist imho so ähnlich wie "schreiben" und "christliche Klöster". Die Umstände waren im Mittelalter so, dass man eben hauptsächlich im Kloster schreiben gelernt hat - und dort waren es christliche Texte. Das heißt aber nicht, dass beides irgendwie zusammengehört oder "richtiges Schreiben" immer christlich angehaucht sein muss. Nicht jeder Japaner ist Buddhist - im Gegenteil, die interessieren sich ziemlich für uns Europäer. Warum sollte sich also jeder Karateka mit Zen-Buddhismus befassen?

Geändert von Sportler (10-02-2009 um 17:17 Uhr).
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  #5  
Alt 10-02-2009, 18:28
Heros
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Zitat:
Zitat von Sportler Beitrag anzeigen
Warum sollte sich also jeder Karateka mit Zen-Buddhismus befassen?
Naja zumindest Meditation, Katas und Atemübungen sind nunmal Aspekte des Karate, oder anderer fern-östlicher Künste. Vieles leitet sich vom Zen-Buddhismus ab...

Die Entwicklung des Geistes und die Wichtigkeit wird ja immer wieder betont.
Vondaher kann man auch net sagen Karate ist wie westliches Boxen.
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  #6  
Alt 10-02-2009, 19:27
Benutzerbild von LoneWolf
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Kampfkunst: Thai Boxen/ Kraftsport/Ki- Meditation :-)
 
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Zitat:
Die Entwicklung des Geistes und die Wichtigkeit wird ja immer wieder betont.
Vondaher kann man auch net sagen Karate ist wie westliches Boxen.
Nun, es ist schon unweigerlich so, dass die körperliche Technik ihre Grenzen hat und es ist sicherlich richtig, dass gewisse Atemübungen etc. die Technik erst perfekt machen. Andererseits stößt man mit solchen Meditationsübungen auch Tore auf die eigentlich nichts mehr mit dem Aspekt des Kämpfens zu tun haben.

Ich glaube man sollte nicht vergessen, dass es bei vielen Meditationspraktiken schon um eine Religiöse Erfahrung geht die das gesamte Weltbild auf den Kopf stellen können. Denn funktionieren tun sie wenn man es richtig macht und dabei wollte der Sohn oder die Tochter doch nur Karate lernen und stellt sich nun die Frage was da gerade mit seinem Geist passiert! *g*

Ich finde diesen Ansatz hier von sportler schon nicht schlecht:

Zitat:
Fändest du es richtig, wenn der "Sensei" euch seine Weisheiten über das Christentum/Judentum, den Islam oder Politik aufdrängt? Wer sich dafür interessiert kann ja fragen, weil sich der Trainer evtl. mit Zen beschäftigt.
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Gruß Lone Wolf
Bevor ich mit den Wölfen heule, werd ich lieber harzig, warzig grau, verwandele ich mich in eine Eule oder vielleicht in eine graue Sau.
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  #7  
Alt 10-02-2009, 19:52
Heros
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Zitat:
Zitat von LoneWolf Beitrag anzeigen
Nun, es ist schon unweigerlich so, dass die körperliche Technik ihre Grenzen hat und es ist sicherlich richtig, dass gewisse Atemübungen etc. die Technik erst perfekt machen. Andererseits stößt man mit solchen Meditationsübungen auch Tore auf die eigentlich nichts mehr mit dem Aspekt des Kämpfens zu tun haben.
Also für mich ist Meditieren ne reine Entspannungs/Konzentrations Übung. Nur halt was inneres und nix Äußeres...

Religiöse Gefühl kommen da bei mir nicht auf... Eher besseres Körperbewusstsein. Die ganze Sache ist für mich einfach nen interner Aspekt, der dazu gehört, fernab von Glaubensbekenntnissen und Esotherik-Zeugs.
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  #8  
Alt 10-02-2009, 21:49
Benutzerbild von kanou65
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Zitat:
Zitat von Michael1 Beitrag anzeigen
Finde an der Stelle den Hinweis immer angebracht das man eine Tätigkeit beginnt und daraus (unter Umständen) ein Weg wird, nicht umgekehrt.

Man fängt mit xy an und vielleicht wirkt sich dies irgendwann auf das gesamte Verhalten, die Einstellung und die Persönlichkeit (positiv) aus. Das ganze anders herum aufzuziehen - also mit der Vorstellung "Persönlichkeitsentwicklung" zu beginnen - passt da imho nur bedingt, auch weil es anders funktioniert.

Deshalb ist für mich auch nicht automatisch klar das ein Wettkampforientiertes Dojo kein Ort der Weglehre sein kann. Fleiß, Disziplin, Einhalten von Regeln, Umgang mit eigenen Stärken und Schwächen, mit Sieg und Niederlage, ... alles Dinge die auch für die Persönlichkeitsentwicklung relevant sein können.
moin micha,
ein guter standpunkt,mit dem ich leben kann.
aber:wenn mich ein junger mensch in unserem dojo nach der bedeutung von "do" fragen würde, hätte ich größte schwierigkeiten ihm eine befriedigende antwort zu geben.

wir schmücken unsere dojos gern mit begriffen wie "bu-do",hängen asiatische kalligrafien auf usw.
alles nur dekoration?
und:ist das schlimm?
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mit freundlichen Grüßen kanou65
www.flensburger-budo-club.de
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  #9  
Alt 12-02-2009, 19:49
Yasha Speed
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wer kämpfen lernen will, soll karate machen.
wer erleuchtet werden will, soll mönch werden.
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  #10  
Alt 14-02-2009, 13:13
soto-deshi
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Standard Kampfsport Dojo -Weg zu Do?

Hallo,
warum üben wir eine japanische Kampfkunst aus? Wenn ich mich nur sportlich betätigen will, so könnte ich mich auch für kick-boxen, Boxen oder eine Wettkampfsportart entscheiden.

Do bedeutet im Japanischen WEG.
Denn im Budo geht es nicht allein um Wettstreit, sondern viel mehr darum, Frieden und die Meisterschaft über sich selbst zu finden. Do ist der Weg, die Methode die Lehre, durch die man das Wesen seines Geistes und seines Ichs vollkommen verstehen kann.
(aus dem Buch:Zen in den kampfkünsten Japans, Taisen deshimaru-roshi)

Daher gehört in ein " japanisches Kampfsport- Dojo neben dem Training der Technik einfach etwas mehr.
Denn wir üben eine Kampfkunst - keine Techniken nur für einen sportlichen Wettkampf.
Was denkt Ihr darüber, soto-deshi
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  #11  
Alt 16-02-2009, 11:10
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Vorneweg: Ich mach so mehr was Chinesisches.

Zitat:
Findet Ihr es wichtig, dass in einem Dojo auch die Etikette, die geistigen Hintergründe, ZEN, usw. angesprochen werden?
Suum cuique. Ich kann darauf gerne verzichten.

Zitat:
Muss alles nicht einen klaren Unterrichtsablauf haben?
Nicht zwangsläufig. Kommt auf Unterrichtssituation, Gruppengröße, KK an und noch hängt noch vielen anderen Dingen ab. Wenn wir Formen machen, mache wir sie meistens am Anfang. Wenn wir noch Liegestütz, Wandsack o.Ä. machen, dann am Schluss. Dazwischenmache wir: je nach Bedarf!

Zitat:
Der Sensei mehr als nur der " Trainer " sein?
Soll ich dieselbe Partei wählen?
Dieselbe Musik hören?
Dasselbe Essen mögen?
Nein, als sportliches Vorbild kann er gerne genommen werden. Ansonsten suche ich keinen Übervater. Siehe Kant "Was ist Aufklärung".

Zitat:
Die Frage beantwortet werden, dass immer der Geist über Sieg oder Niederlage entscheidet.
Wenn ein 150kg-Soziopath mir ans Leder will, kann ich als 50kg-Hänfling soviele Zen-Sentenzen verinnerlicht haben, wie ich will: wenn ich nicht rechtzeitig Fersengld gebe, werde ich geklatscht.

Grüße
Häretiker
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"Whenever you find yourself on the side of the majority, it's time to pause and reflect."
(Mark Twain)
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  #12  
Alt 16-02-2009, 13:30
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Also ich muss soto deshi schon in einem Punkt zustimmen. Für mich persönlich ist Kampfsport ohne Philosophie schon eine äußerst materialistische Angelegenheit die selten zu etwas konstruktivem oder positivem führt.

Merkwürdigerweise sind es genau jene Menschen die sich für fernöstliche Kampfkünste interessieren und gleichzeitig aber deren Philosophien tonnen möchten. Frage ich mich weshalb man dann nicht gleich zum Boxen oder Ringen geht. Ich persönlich finde es schon etwas bedauerlich, dass viele Kampfkünste hier im Westen unserer Weltanschauung angepasst werden und der Geistige und Philosophische Aspekt einfach ausgeklammert wird.

Das wiederum könnte automatisch zu einem völlig falschen Bild vieler Kampfkünste und auch beispielsweise der Frage nach ihrer Effektivität führen. Ein Karateka ohne Hara beraubt sich selbst der Grundlage! Am ende kommt dann meistens die irrtümliche Erkenntnis, dass dieser oder jener stil nix taugt und Muay Thai je eh das Maß aller Dinge ist… blablabla… kann man hier im KKB immer oft genug nachlesen!

Das ist zwar praktisch kaum zu ändern aber es obliegt doch jedem selbst ob er sich damit dann trotzdem beschäftigt oder nicht. Vorsicht… es könnte sich vielleicht sogar lohnen!
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  #13  
Alt 16-02-2009, 13:35
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Zitat:
Wenn ein 150kg-Soziopath mir ans Leder will, kann ich als 50kg-Hänfling soviele Zen-Sentenzen verinnerlicht haben, wie ich will: wenn ich nicht rechtzeitig Fersengld gebe, werde ich geklatscht.
Du glaubst gar nicht was man für Kräfte entwickelt wenn man muss! Ich würde zwar auch immer das Fersengeld bevorzugen (auch gegen einen anderen 50kg Hänfling) aber wenn es nicht mehr anders geht ist auch ein 150kg Koloss verwundbar und besiegbar!

Aber das ist der falsche Ansatz: Vermutlich würde man durch Zen weder weglaufen müssen, noch in eine Situation gelangen wo man kämpfen muss!
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  #14  
Alt 16-02-2009, 14:07
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Wenn ich mit ZEN nicht in die Situation komme kämpfen zu müssen ... wozu dann kämpfen lernen!?

Gürße
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  #15  
Alt 16-02-2009, 14:23
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Zitat:
Für mich persönlich ist Kampfsport ohne Philosophie schon eine äußerst materialistische Angelegenheit die selten zu etwas konstruktivem oder positivem führt.
Das darfst Du gerne so sehen.
ich seh' das anders.

Ich merke das positive Feedback zwischen meinem Tun und meinem Kopp. Durch die koordinative Tätigkeit wird z.B. meine Kreativität angetriggert. Ich fühle mich körperlich besser und damit auch wieder geistig besser.

Mit Do/Tao kann ich persönlich nicht viel anfangen.

Zitat:
Merkwürdigerweise sind es genau jene Menschen die sich für fernöstliche Kampfkünste interessieren und gleichzeitig aber deren Philosophien tonnen möchten. Frage ich mich weshalb man dann nicht gleich zum Boxen oder Ringen geht.
Boxen und Ringen interessieren mich nicht so wie das, was ich betreibe: chinesisches Boxen in der Infight-Distanz. Mit entsprechender Didaktik und Struktur: klebende Händchen, hölzerne Puppe, Waffen. Finde ich abstrakter, aber auch interessanter als Boxen.

Zitat:
Ich persönlich finde es schon etwas bedauerlich, dass viele Kampfkünste hier im Westen unserer Weltanschauung angepasst werden und der Geistige und Philosophische Aspekt einfach ausgeklammert wird.
Wieso, jeder kann bei dem breit gefächerten Angebot das finden, was er sucht.
Du suchst etwas Traditionelles mit viel Do. Und bist sicher fündig geworden.
Ich suche etwas Traditionelles (im Sinne von überlieferter Didaktik, Struktur, nicht die neuste Sau, die durchs Dorf getrieben wird), aber ohne Do/Tao. Und bin fündig geworden.

Jedem das Seine!

Grüße
Häretiker
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