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  #151  
Alt 19-12-2007, 20:23
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Ah ja - und was soll das genau sein, "positive Gedanken" - wer entscheidet darüber?

.
Du, wer sonst?
Und was Dir wirklich wichtig ist, stellt sich im LAufe der zeit von selbst heraus, wenn Du achtsam mit Deinen Gedanken umgehst.


Es geht nicht darum, irgendeines Autor`s Moralvorstellungen genauso unmündig zu übernehmen, wie wir uns von Meedien und Co unsere Wertmaßstäbe aufdrücken lassen-
es geht darum, durch bewußtes Denken zurückzufinden zu Achtsamkeit, Eigenverantwortung und selbstbestimmtem Leben!
(und dazu ist shivanandas Idee, die Gednaken zu beobachten und zu lenken, wirklich gut...)

Geändert von scarabe (19-12-2007 um 20:25 Uhr).
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  #152  
Alt 19-12-2007, 20:29
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Zitat:
Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
Du, wer sonst?
Und was Dir wirklich wichtig ist, stellt sich im LAufe der zeit von selbst heraus, wenn Du achtsam mit Deinen Gedanken umgehst.
Um festzustellen, was mir wichtig ist, muss ich nicht an meinen Gedanken herumdoktoren, ich muss nur auf mich selbst hören.


Zitat:
Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
Es geht nicht darum, irgendeines Autor`s Moralvorstellungen genauso unmündig zu übernehmen, wie wir uns von Meedien und Co unsere Wertmaßstäbe aufdrücken lassen-
es geht darum, durch bewußtes Denken zurückzufinden zu Achtsamkeit, Eigenverantwortung und selbstbestimmtem Leben!
Woher kommen denn dann die Maßstäbe? Wenn ich die Gedanken in eine bestimmte Richtung lenken möchte (in die "positive"), dann muss ich die Richtung erst einmal kennen? Woher?
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  #153  
Alt 19-12-2007, 21:57
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Du kannst z.B. sämtliche Religionen und Philosophien studieren und Dir dann die Gemeinsamkeiten herausschreiben...

oder Du beginnst mit: nicht töten (und keine mord- und todes-sensationslüsternen Gedanken), nicht verletzen (und verletzende Worte oder Gedanken meiden), analysieren, was ist nur Geltungsdrang Deines Egos und was sind wirkliche Bedürfnisse, die Dir gut tun...
usw, benutz einfach Deine Fantasie...
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  #154  
Alt 19-12-2007, 22:06
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@Scarabe: Ist es ernsthaft nötig, nach den auf vielen Weisen erschreckenden Ausschnitten sich noch mehr von diesem Autor anzutun? Ich halte die Texte für dumm und gefährlich.

Doch an dich die Frage, wie du dir diesen Vorgang der persönlichen Gedankenkontrolle vorstellst - abgesehen von der Frage der richtigen Kathegorisierung? Soll ich mir dann bei jedem Gedanken denken, der war "gut", der war "schlecht" und dann bei letzterem aufhören? Dann würde ich aber denken, dass ich nicht an das Letzte sondern an das davor denken soll. Folglich denke ich aber weiterhin an den "schlechten" Gedanken.
Du kennst doch die Aufforderung: Egal was du tust, denke nicht an Eisbären! Und was tust du?
Es ist ein ganz normaler Vorgang, wenn man an seiner Einstellung zu etwas arbeitet oder versucht eine Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, aber dieses simple "Alles-wird-gut-Gedenke" führt doch zu nichts. Mit Problemen sollte man sich auseinandersetzen, nicht sie verleugnen.
Sehr passend war die kleine Anekdote mit dem Priester und dem Obdachlosen. Hier wird einfach völlig die Lebenssituation der beiden Personen vergessen. Der Obdachlose sind ganz real nur "Scheiße". Das lässt sich auch nicht wegdenken.

Ich halte es so, wie es ein berühmtes Zitat sagt: "Die Gedanken sind frei" - zum Glück!
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Mit freundlichen Grüßen
'Mach weiter, wo andere aufhören.'
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  #155  
Alt 19-12-2007, 22:14
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machs wie mit dem Atmen:
Nicht ganz so unachtsam, daß Du Dir Deines Atmens nur bewußt wirst, wenn Du keine Luft mehr bekommst, sondern eher so, daß Du Dir bewußt bist, DASS Du atmest- und wenn Du mal ausser Atem gerätst oder etwas anders ist, merkst Du es sofort und kannst ggf. rechtzeitig etwas unternehmen. Und ab und zu machst Du bewußte Atemübungen.
Dh., wenn Du Stiche beim Atmen spürst oder Beklemmungen oder was auch, dann versuchst Du ja auch, das auszugleichen.

Und so ist es mit den Gedanken auch, ich lasse sie weitestgehend in Ruhe kommen und gehen.
Aber wenn mich mal etwas zu sehr fesselt oder ich jemandem zu sehr grolle, oder wünschte, jemand würde ...(zensiert), dann meldet sich eben jene innere Zensur und ich diszipliniere mich dahingehend, mir gewisse Gedankengänge nicht weiter auszumalen, sie zu hinterfragen oder bewußt stattdessen nach konstruktiveren Möglichkeiten zu suchen.
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  #156  
Alt 19-12-2007, 22:32
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Anmerk/Mod:

Okay an alle:

Da der Text scheinbar unvereinbar für die meißten ist können wir uns einfach an Scarabes Frage halten ?

Hier nochmal:

Zitat:
Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
Also- Wer hat sich nicht schon einmal anstecken lassen von allgemeiner Aggression, Mißtrauen, Sensationslust etc....
Oder daß man, statt sich um die eigenen Belange zu kümmern, mißmutig andere beobachtet und versucht, möglichst viele Schwächen und Fehler bei ihnen zu finden, weil das heutzutage eben so üblich ist oder man um seine Position bangt...?
Und wer hat es noch nicht erlebt, daß man sich auf irgendwas nicht konzentrieren kann, weil einem etwas anderes durch den Kopf spukt?

Ich ertappe mich jedenfalls manchmal dabei, obwohl ich mich lieber mit anderem beschäftigen würde.

Aber: Wie frei von Anhaften kann/darf man heutzutage denn überhaupt sein, gerade Familie und Verpflichtungen kann man ja nicht einfach ignorieren?
Das war das Thema

Danke,
iron
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  #157  
Alt 19-12-2007, 23:14
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Zitat:
Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
usw, benutz einfach Deine Fantasie...
Ich soll also meine Fantasie benutzen, um mir Kriterien auszudenken, und mich dann zwingen, alle meine Gedanken Richtlinien zu unterwerfen, die meiner Fantasie entsprungen sind? Das ist natürlich eine revolutionäre Idee, die dem Übel in der Welt abhelfen könnte.
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  #158  
Alt 19-12-2007, 23:44
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Ich soll also meine Fantasie benutzen, um mir Kriterien auszudenken, und mich dann zwingen, alle meine Gedanken Richtlinien zu unterwerfen, die meiner Fantasie entsprungen sind? Das ist natürlich eine revolutionäre Idee, die dem Übel in der Welt abhelfen könnte.

Zitat:
Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
oder Du beginnst mit: nicht töten (und keine mord- und todes-sensationslüsternen Gedanken), nicht verletzen (und verletzende Worte oder Gedanken meiden), analysieren, was ist nur Geltungsdrang Deines Egos und was sind wirkliche Bedürfnisse, die Dir gut tun...
usw, benutz einfach Deine Fantasie...
Qoute schon das ganze, dann kommt auch ein anderer Sinn dabei raus


Viele grüße,
iron
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  #159  
Alt 20-12-2007, 06:57
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Zitat:
Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
oder Du beginnst mit: nicht töten (und keine mord- und todes-sensationslüsternen Gedanken), nicht verletzen (und verletzende Worte oder Gedanken meiden), analysieren, was ist nur Geltungsdrang Deines Egos und was sind wirkliche Bedürfnisse, die Dir gut tun...
usw, benutz einfach Deine Fantasie...
So wirklich anders wird der Sinn nicht Im Prinzip lässt sich die Aussage reduzieren auf: halte Dich an die moralischen Grundsätze der meisten menschlichen Gesellschaften. Das ist nun nicht gerade überragend neu. Alter Wein in neuen Schläuchen. Es bliebe zu beweisen, dass die Einhaltung dieser Normen besser funktionierte, wenn jeder Swami Sivanandas Gedankenkontrolle anwendete.

Und da liegt das Problem: das ist reines Wunschdenken. All die großen Yogis, die ihre Tage mit Visualisieren, Konzentrieren und Meditieren verbringen, waren das, was man bei der Bundeswehr recht treffend "Zivilversager" nennt. Wenn ich nichts anderes zu tun habe, als mich meiner "Erleuchtung" zu widmen, dann habe ich gut reden. Von der Praxis des alltäglichen Lebens haben diese Menschen soviel Ahnung wie der Papst von Sexualität. Will ich etwas über das richtige Leben wissen, dann frage ich lieber eine Frau, die unter nicht immer ganz einfachen Bedingungen Kinder großgezogen hat und ihnen vernünftige Werte auf den Weg gegeben hat, als einen Theoretiker, der im stillen Kämmerlein hin- und herdenkt.

Diese ganze Gedankenkontrollideologie tut so, als müsste man ständig manichäische Gut-Böse-Entscheidungen treffen à la: Soll ich diese Person jetzt töten? Soll ich dieses Auto jetzt stehlen? Und Dank des großen Bruders Gedankenkontrolle steht man ja auf der "positiven" Seite und wird sich für Nicht-Töten und Nicht-Stehlen entscheiden ... In Wirklichkeit sind es viele Entscheidungen, die den Kurs des Lebens bestimmen, und die sind nicht so schwarzweiß: welche Ausbildung wähle ich? welchen Partner? welchen Arbeitsplatz etc.? Und da hilft nur Nachdenken, nicht "sich auf positiv programmieren".
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  #160  
Alt 20-12-2007, 09:31
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Zitat:
Zitat von iron101headDareius Beitrag anzeigen
Mir gings einfach darum zitierten Text und Themenfrage nicht zu verwechseln. Ich denke der gewählte Text war vielleicht unglücklich von Scarabe gewählt da ihre Frage die sich ja nicht direkt auf den Text bezog sondern mehr über einen Teilaspekt die dieser Text ausdrückt bezog.
Nun, nachdem ich den Text gelesen habe, denke ich, er war sehr bewußt gewählt:
Der Titel des Threads ist nahezu identisch (Kraft / Macht) und Voraussetzungen, Argumentationen und Schlußfolgerungen scarabe decken sich weitesgehend mit dem Text. Das erstaunt nicht, da an irgendeiner Stelle erwähnt wird, daß er derzeit die Grundlage des Nachdenkens und Vergleichens bildet und - u.a. - zu diesem Thread geführt hat.
Ich halte es eher für unglücklich sich nun von diesem ganz offensichtlich zugrunde liegenden Text zu distanzieren und ihn zu relativieren.

Denn dann kommt wie Trinculo bemerkt am Ende nur sehr allgemein heraus, daß es gut sei, Entscheidungen zu überdenken und an allgemeine moralische Werte anzupassen.
Oder daß es gut sei, sich zu konzentieren oder bei Problemlösungen strukturiert zu denken. ABer das sind Allgemeinplätze.


Zitat:
Ich war darauf eingegangen wurde aber scheinbar übersehen Aber ich wiederhole es nochmal. Es gibt allerlei Ströhmungen die sich Gedanken, Religiose und philosophische Konzepte zur Nutze machen. Davon dann auf seine brauchbarkeit zu schließen halte ich für gewagt.
Ich habe es keineswegs übersehen und bin auch darauf eingegangen. Eben dies war einer der Gründe, den Ursprungstext zu lesen!
Ich vermute eher nicht, daß Scientology sich Gedanken des Yoga zunutze gemacht hat. Auditing ist eine Gesprächspraxis, die eher an Beichte und Psychotherapie erinnert, auch wenn Hubbard die Psychoanalyse eher als Gegenbild gesehen hat.
Jedoch das Ziel, nämlich kontrolliert zu denken und die negativen Auswirkungen des reaktiven Verstands zu verringern sind identisch.

Und die Lektüre hat mich darin bestärkt, daß das, was dieser eine Yogi möchte (oder Yoga allgemein?) ebenso nicht erstrebenswert ist, wie das, was Scientology tut.
Ich muß nicht von einem aufs andere schließen und habe das auch in meinem Post nicht getan. Ich sehe Parallelen zweier Systeme, die ich beide nicht gutheiße.

Zitat:
Zb wird die christliche Lehre auch in Sektenformen benutzt.
Auch wenn ich selbst (Berufs-) Christ bin, habe ich keinerlei Probleme, den Mißbrauch christlicher Lehre oder Praxis zu benennen. Und habe das in meinem Leben bisher auch so getan.

Zitat:
Schau, wir haben jetzt 10 Seiten, davon sind vielleicht 2 vom Thema. Gehen wir mal davon aus das der Text des Yogis arg bedenkliche Tendenzen hat, hat es trotzdem fast niemand geschafft sich der Fragestellung unter dem Text von Scarabe zu widmen.
Nun, ich habe wiederholt ausgedrückt, daß ich diese Differenzierung nicht für sinnvoll halte. Aussagen zum Text beschäftigen sich mindestens indirekt mit der Fragestellung von Scarabe.
Wenn du der Meinung bist, es gäbe nur zwei Seiten zum Thema, dann entgehen dir etwas meine ich.

Zitat:
Man sollte definitiv im Auge behalten das Yoga eine Kultivierungsschule ist ähnlich wie es zu Jesu Zeiten die Essener waren.
Dementsprechend sind Lehre und Texte aufgebaut, dass das nicht für alle was ist ist klar.
Ich weiß nicht, was eine "Kultivierungsschule" ist? Interessanterweise finde ich diesen Begriff bei Google nahezu ausschließlich im Kontext der Falun Gong?!
Falun Gong unterscheidet sich aber in Lehre und Praxis zutiefst von der Gruppe der Essener?!
Was also ist eine "Kultivierungsschule"?

Aber vorausgesetzt, dieser Text richtet sich nur an eine definierte Gruppe von Anhängern, dann ist zunächst zu klären:
Gehört scarabe zu einer entsprechenden Gruppe (ich bewege mich nur selten in diesem Teil des Forums, vielleicht bin ich einfach schlecht informiert) oder aber nicht? Das würde ja die Aussagen jeweils anders verstehen lassen.

Und weiter: Wenn sich dieses Gedankengut nur an bestimmte Menschen richtet (du hattes ja so einen Einwand schon einmal gebracht), wie können dann Außenstehende hier im Forum sich dazu verhalten?


Und was ist daran so Schlimm ?Ich hatte auf dem Berrufskolleg Soziologie.Spätestens wenn man das Fach hatte sollte man Wissen das man andauernd manipuliert wird. Im Fernsehen , im Radio, Zeitung, Freunde, dies ist ein Aspekt der andauernd stattfindet.

Zitat:
Ist dein Umfeld, die Masse ?
Reden wir über uns? Die Frage von Scarabe war nicht allgemeiner und theoretischer Natur, sondern an die Erfahrungen der Einzelnen gerichet. Es ging nicht um einen theoretischen Diskurs.

Abgesehen davon finde ich Sätze wie "die Masse der Menschen läßt sich manipulieren" ähnlich snnfrei wie "der Italiener ißt nur Spaghetti". Solche Ansätze sind sachlich falsch: "Die Masse" setzt sich in der Regel aus Individuen zusammen. Allen anderen zu unterstellen, sie würden sich willenlos manipulieren lassen und sich nicht mit sich, ihrem Leben und ihren Lebensbedingungen auseinandersetzen halte ich für eine entweder arrogante oder aber schlicht kulturpessimistische Ansicht. Ich denke hier ist eher letzteres der Fall. Macht man sich aber die Mühe und begegnet den Einzelnen, aus denen sich die Masse zusammensetzt, verändert sich dieses Weltbild - normalerweise - schnell.

Zitat:
Sicherlich.Aber du gehst da von deiner persöhnlichen Sichtweise aus. Ich müßte dafür persöhnlich werden und fragen was für einem Beruf du nachgesht wie dein umfeld ausschaut ,was die für einem Beruf nachgehen und was sie für ein Umfeld haben.
Hätte ich kein Problem mit. Aber wichtig ist doch dabei: Ich kann mein Umfeld selbst bestimmen und gestalten. Das wird immer wieder und gern übersehen: Ich habe die Wahl und Möglichkeit, mein Leben so zu gestalten, daß und wie es mir guttut.
Selbst ob Menschen mich anlächeln oder anknurren kann ich wesentlich beeinflußen.
Und bei Bedingungen, die ich tatsächlich nicht beeinflussen kann - und das sind weit weniger, als man oft annimmt - kann ich mir aussuchen, wie ich mit ihnen umgehe, darauf reagiere.

Zitat:
Bisher hast du für dich zum Ausdruck gebracht das bei dir alles in Ordnung ist und überspitzt ausgedrückt alle die diese Methodik nutzen in der Klapse landen.
Ich meinte das nicht überspitzt: Für Menschen, die entsprechend disponiert sind, kann m.E. Gedankenkontrolle durchaus ein verstärkender Faktor sein.

Wär schön, wenn bei mir alles in Ordnung wäre. Ich vermute, in dem Augenblick wär men Leben zu Ende und ich würde gehen.

Eines, was ich gerade für wichtig halte, ist, Gedanken und Gefühle zuzulassen.
Mit Menschen im Austausch sein.
Maßtstäbe und Lebensdeutung aus seiner Religion und - auch ganz wichtig - auch seiner KK Praxis ableiten.
Offen sein für alles, was begegnet.
Für Menschen, die glauben sicher leichter, als für andere: Sich geborgen wissen und Welt und Mitmenschen - trotz allem - positiv sehen können.

Sich ruhig auch mal ablenken lassen und ruhig auch mal "Unterschichtenfernsehen" schauen in dem Bewußtsein, daß einen daß nicht aus der Bahn wirft.
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  #161  
Alt 20-12-2007, 09:41
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Zitat:
Zitat von iron101headDareius Beitrag anzeigen
Sorry da komm ich nicht ganz drum deine Aussage damit Gleichzusetzen das dem zu Folge alle Yoga praktizierenden ein Fall für die psychatrie sind ?!?
Meine Ausage in dieser Weise bewußt mißzuverstehen ist ein wenig unnett. Daß alle Yoga-Praktizierenden psychisch krank sind oder werden habe ich an keiner Stelle behauptet.
Gesagt habe ich, daß mir bei psychisch Erkrankten u.a. auch das Symptom der Gedankenkontrolle begegnet ist.

Daher meine Frage, ob Gedankenkontrolle ein unabdingbarer Bestandteil von Yoga ist.
Ich selbst habe mich nur wenig mit Yoga beschäftigt. Es gibt aber Yoga-Einflüsse in bestimmten Richtungen des Aikido, ohne daß Gedankenkontrolle dabei vorkäme.
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  #162  
Alt 20-12-2007, 09:44
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
In Wirklichkeit sind es viele Entscheidungen, die den Kurs des Lebens bestimmen, und die sind nicht so schwarzweiß: welche Ausbildung wähle ich? welchen Partner? welchen Arbeitsplatz etc.? Und da hilft nur Nachdenken, nicht "sich auf positiv programmieren".
Ein Zitat für die Kontrollfreaks und Weltverbesserer:

„Einstweilen, bis den Bau der Welt Philosophie zusammenhält,
erhält sie das Getriebe durch Hunger und durch Liebe.“

(Friedrich Schiller)
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  #163  
Alt 20-12-2007, 10:05
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  #164  
Alt 20-12-2007, 10:07
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Die geistigen Freunde, an die ich mich gerne anlehne verbreiten ungefähr folgendes Bild:

Vor der "Erleuchtung" (tiefgreifende spirituelle Erfahrung, wie die Zusammenhänge wirklich sind), hält man sich an eine vorgegebene Moral
(nicht töten, nicht lügen...) die dazu führt, das man den Geist einigermaßen frei hat (keine dauernde Angst vor der Polizei), um sich mit der Geistesschulung (nicht Kontrolle! eher Kennenlernen) zu beschäftigen. Nach der Erleuchtung handelt man spontan richtig (d.h. dem Kontext angemessen, absichtslos, "wuwei"), dann braucht man keine starren Regeln mehr.
Ob das (Erleuchtung) auch eine Utopie ist, sei mal dahingestellt.
Meine persönliche Erfahrung ist, dass sich durch eher ganzheitliche Übungen
wie (ungeführte) Meditation, und Taijiquan, ganz allmählich gewisse eher störende Ego-Einflüsse relativieren, bzw. ihre Bedeutung verlieren, ohne dass ich bewusst irgendwelche Unterscheidung und Kontrolle treffen muss.
Ich glaube da gibt es auch Selbstregualtionsmechanismen, denen man den Raum und die Gelegenheit geben kann, sich zu entfalten.

Was mir auffällt, ist, dass die Welt (Friede, Freude, Eierkuchen...), wie sie sich manche wünschen, würde Sie in einem Buch, Theaterstück oder Film beschrieben, keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken würde.
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  #165  
Alt 20-12-2007, 10:15
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Die Absichtslosigkeit und wuwei funktionieren auch prima ohne Erleuchtung
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