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#151
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| Und was Dir wirklich wichtig ist, stellt sich im LAufe der zeit von selbst heraus, wenn Du achtsam mit Deinen Gedanken umgehst. Es geht nicht darum, irgendeines Autor`s Moralvorstellungen genauso unmündig zu übernehmen, wie wir uns von Meedien und Co unsere Wertmaßstäbe aufdrücken lassen- es geht darum, durch bewußtes Denken zurückzufinden zu Achtsamkeit, Eigenverantwortung und selbstbestimmtem Leben! (und dazu ist shivanandas Idee, die Gednaken zu beobachten und zu lenken, wirklich gut...) Geändert von scarabe (19-12-2007 um 20:25 Uhr). |
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#152
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| Zitat:
__________________ « Why let reality spoil a perfectly good theory?» Origin unknown |
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#153
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| Du kannst z.B. sämtliche Religionen und Philosophien studieren und Dir dann die Gemeinsamkeiten herausschreiben... ![]() oder Du beginnst mit: nicht töten (und keine mord- und todes-sensationslüsternen Gedanken), nicht verletzen (und verletzende Worte oder Gedanken meiden), analysieren, was ist nur Geltungsdrang Deines Egos und was sind wirkliche Bedürfnisse, die Dir gut tun... usw, benutz einfach Deine Fantasie... |
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#154
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| @Scarabe: Ist es ernsthaft nötig, nach den auf vielen Weisen erschreckenden Ausschnitten sich noch mehr von diesem Autor anzutun? Ich halte die Texte für dumm und gefährlich. Doch an dich die Frage, wie du dir diesen Vorgang der persönlichen Gedankenkontrolle vorstellst - abgesehen von der Frage der richtigen Kathegorisierung? Soll ich mir dann bei jedem Gedanken denken, der war "gut", der war "schlecht" und dann bei letzterem aufhören? Dann würde ich aber denken, dass ich nicht an das Letzte sondern an das davor denken soll. Folglich denke ich aber weiterhin an den "schlechten" Gedanken. Du kennst doch die Aufforderung: Egal was du tust, denke nicht an Eisbären! Und was tust du? Es ist ein ganz normaler Vorgang, wenn man an seiner Einstellung zu etwas arbeitet oder versucht eine Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, aber dieses simple "Alles-wird-gut-Gedenke" führt doch zu nichts. Mit Problemen sollte man sich auseinandersetzen, nicht sie verleugnen. Sehr passend war die kleine Anekdote mit dem Priester und dem Obdachlosen. Hier wird einfach völlig die Lebenssituation der beiden Personen vergessen. Der Obdachlose sind ganz real nur "Scheiße". Das lässt sich auch nicht wegdenken. Ich halte es so, wie es ein berühmtes Zitat sagt: "Die Gedanken sind frei" - zum Glück!
__________________ Mit freundlichen Grüßen 'Mach weiter, wo andere aufhören.' |
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#155
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| machs wie mit dem Atmen: Nicht ganz so unachtsam, daß Du Dir Deines Atmens nur bewußt wirst, wenn Du keine Luft mehr bekommst, sondern eher so, daß Du Dir bewußt bist, DASS Du atmest- und wenn Du mal ausser Atem gerätst oder etwas anders ist, merkst Du es sofort und kannst ggf. rechtzeitig etwas unternehmen. Und ab und zu machst Du bewußte Atemübungen. Dh., wenn Du Stiche beim Atmen spürst oder Beklemmungen oder was auch, dann versuchst Du ja auch, das auszugleichen. Und so ist es mit den Gedanken auch, ich lasse sie weitestgehend in Ruhe kommen und gehen. Aber wenn mich mal etwas zu sehr fesselt oder ich jemandem zu sehr grolle, oder wünschte, jemand würde ...(zensiert), dann meldet sich eben jene innere Zensur und ich diszipliniere mich dahingehend, mir gewisse Gedankengänge nicht weiter auszumalen, sie zu hinterfragen oder bewußt stattdessen nach konstruktiveren Möglichkeiten zu suchen. |
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#156
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| Anmerk/Mod: Okay an alle: Da der Text scheinbar unvereinbar für die meißten ist können wir uns einfach an Scarabes Frage halten ? Hier nochmal: Zitat:
Danke, iron |
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#157
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| Ich soll also meine Fantasie benutzen, um mir Kriterien auszudenken, und mich dann zwingen, alle meine Gedanken Richtlinien zu unterwerfen, die meiner Fantasie entsprungen sind? Das ist natürlich eine revolutionäre Idee, die dem Übel in der Welt abhelfen könnte.
__________________ « Why let reality spoil a perfectly good theory?» Origin unknown |
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#158
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| Zitat:
![]() Viele grüße, iron |
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#159
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| Zitat:
Im Prinzip lässt sich die Aussage reduzieren auf: halte Dich an die moralischen Grundsätze der meisten menschlichen Gesellschaften. Das ist nun nicht gerade überragend neu. Alter Wein in neuen Schläuchen. Es bliebe zu beweisen, dass die Einhaltung dieser Normen besser funktionierte, wenn jeder Swami Sivanandas Gedankenkontrolle anwendete. Und da liegt das Problem: das ist reines Wunschdenken. All die großen Yogis, die ihre Tage mit Visualisieren, Konzentrieren und Meditieren verbringen, waren das, was man bei der Bundeswehr recht treffend "Zivilversager" nennt. Wenn ich nichts anderes zu tun habe, als mich meiner "Erleuchtung" zu widmen, dann habe ich gut reden. Von der Praxis des alltäglichen Lebens haben diese Menschen soviel Ahnung wie der Papst von Sexualität. Will ich etwas über das richtige Leben wissen, dann frage ich lieber eine Frau, die unter nicht immer ganz einfachen Bedingungen Kinder großgezogen hat und ihnen vernünftige Werte auf den Weg gegeben hat, als einen Theoretiker, der im stillen Kämmerlein hin- und herdenkt. Diese ganze Gedankenkontrollideologie tut so, als müsste man ständig manichäische Gut-Böse-Entscheidungen treffen à la: Soll ich diese Person jetzt töten? Soll ich dieses Auto jetzt stehlen? Und Dank des großen Bruders Gedankenkontrolle steht man ja auf der "positiven" Seite und wird sich für Nicht-Töten und Nicht-Stehlen entscheiden ... In Wirklichkeit sind es viele Entscheidungen, die den Kurs des Lebens bestimmen, und die sind nicht so schwarzweiß: welche Ausbildung wähle ich? welchen Partner? welchen Arbeitsplatz etc.? Und da hilft nur Nachdenken, nicht "sich auf positiv programmieren".
__________________ « Why let reality spoil a perfectly good theory?» Origin unknown |
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#160
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| Zitat:
Der Titel des Threads ist nahezu identisch (Kraft / Macht) und Voraussetzungen, Argumentationen und Schlußfolgerungen scarabe decken sich weitesgehend mit dem Text. Das erstaunt nicht, da an irgendeiner Stelle erwähnt wird, daß er derzeit die Grundlage des Nachdenkens und Vergleichens bildet und - u.a. - zu diesem Thread geführt hat. Ich halte es eher für unglücklich sich nun von diesem ganz offensichtlich zugrunde liegenden Text zu distanzieren und ihn zu relativieren. Denn dann kommt wie Trinculo bemerkt am Ende nur sehr allgemein heraus, daß es gut sei, Entscheidungen zu überdenken und an allgemeine moralische Werte anzupassen. Oder daß es gut sei, sich zu konzentieren oder bei Problemlösungen strukturiert zu denken. ABer das sind Allgemeinplätze. Zitat:
Ich vermute eher nicht, daß Scientology sich Gedanken des Yoga zunutze gemacht hat. Auditing ist eine Gesprächspraxis, die eher an Beichte und Psychotherapie erinnert, auch wenn Hubbard die Psychoanalyse eher als Gegenbild gesehen hat. Jedoch das Ziel, nämlich kontrolliert zu denken und die negativen Auswirkungen des reaktiven Verstands zu verringern sind identisch. Und die Lektüre hat mich darin bestärkt, daß das, was dieser eine Yogi möchte (oder Yoga allgemein?) ebenso nicht erstrebenswert ist, wie das, was Scientology tut. Ich muß nicht von einem aufs andere schließen und habe das auch in meinem Post nicht getan. Ich sehe Parallelen zweier Systeme, die ich beide nicht gutheiße. Zitat:
Zitat:
Wenn du der Meinung bist, es gäbe nur zwei Seiten zum Thema, dann entgehen dir etwas meine ich. Zitat:
Falun Gong unterscheidet sich aber in Lehre und Praxis zutiefst von der Gruppe der Essener?! Was also ist eine "Kultivierungsschule"? Aber vorausgesetzt, dieser Text richtet sich nur an eine definierte Gruppe von Anhängern, dann ist zunächst zu klären: Gehört scarabe zu einer entsprechenden Gruppe (ich bewege mich nur selten in diesem Teil des Forums, vielleicht bin ich einfach schlecht informiert) oder aber nicht? Das würde ja die Aussagen jeweils anders verstehen lassen. Und weiter: Wenn sich dieses Gedankengut nur an bestimmte Menschen richtet (du hattes ja so einen Einwand schon einmal gebracht), wie können dann Außenstehende hier im Forum sich dazu verhalten? Und was ist daran so Schlimm ?Ich hatte auf dem Berrufskolleg Soziologie.Spätestens wenn man das Fach hatte sollte man Wissen das man andauernd manipuliert wird. Im Fernsehen , im Radio, Zeitung, Freunde, dies ist ein Aspekt der andauernd stattfindet. Zitat:
Abgesehen davon finde ich Sätze wie "die Masse der Menschen läßt sich manipulieren" ähnlich snnfrei wie "der Italiener ißt nur Spaghetti". Solche Ansätze sind sachlich falsch: "Die Masse" setzt sich in der Regel aus Individuen zusammen. Allen anderen zu unterstellen, sie würden sich willenlos manipulieren lassen und sich nicht mit sich, ihrem Leben und ihren Lebensbedingungen auseinandersetzen halte ich für eine entweder arrogante oder aber schlicht kulturpessimistische Ansicht. Ich denke hier ist eher letzteres der Fall. Macht man sich aber die Mühe und begegnet den Einzelnen, aus denen sich die Masse zusammensetzt, verändert sich dieses Weltbild - normalerweise - schnell. Zitat:
Selbst ob Menschen mich anlächeln oder anknurren kann ich wesentlich beeinflußen. Und bei Bedingungen, die ich tatsächlich nicht beeinflussen kann - und das sind weit weniger, als man oft annimmt - kann ich mir aussuchen, wie ich mit ihnen umgehe, darauf reagiere. Zitat:
Wär schön, wenn bei mir alles in Ordnung wäre. Ich vermute, in dem Augenblick wär men Leben zu Ende und ich würde gehen. Eines, was ich gerade für wichtig halte, ist, Gedanken und Gefühle zuzulassen. Mit Menschen im Austausch sein. Maßtstäbe und Lebensdeutung aus seiner Religion und - auch ganz wichtig - auch seiner KK Praxis ableiten. Offen sein für alles, was begegnet. Für Menschen, die glauben sicher leichter, als für andere: Sich geborgen wissen und Welt und Mitmenschen - trotz allem - positiv sehen können. Sich ruhig auch mal ablenken lassen und ruhig auch mal "Unterschichtenfernsehen" schauen in dem Bewußtsein, daß einen daß nicht aus der Bahn wirft. |
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#161
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| Gesagt habe ich, daß mir bei psychisch Erkrankten u.a. auch das Symptom der Gedankenkontrolle begegnet ist. Daher meine Frage, ob Gedankenkontrolle ein unabdingbarer Bestandteil von Yoga ist. Ich selbst habe mich nur wenig mit Yoga beschäftigt. Es gibt aber Yoga-Einflüsse in bestimmten Richtungen des Aikido, ohne daß Gedankenkontrolle dabei vorkäme. |
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#162
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| „Einstweilen, bis den Bau der Welt Philosophie zusammenhält, erhält sie das Getriebe durch Hunger und durch Liebe.“ (Friedrich Schiller)
__________________ der tiefere Sinn der Kampfkünste |
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#163
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#164
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| Die geistigen Freunde, an die ich mich gerne anlehne verbreiten ungefähr folgendes Bild: Vor der "Erleuchtung" (tiefgreifende spirituelle Erfahrung, wie die Zusammenhänge wirklich sind), hält man sich an eine vorgegebene Moral (nicht töten, nicht lügen...) die dazu führt, das man den Geist einigermaßen frei hat (keine dauernde Angst vor der Polizei ), um sich mit der Geistesschulung (nicht Kontrolle! eher Kennenlernen) zu beschäftigen. Nach der Erleuchtung handelt man spontan richtig (d.h. dem Kontext angemessen, absichtslos, "wuwei"), dann braucht man keine starren Regeln mehr.Ob das (Erleuchtung) auch eine Utopie ist, sei mal dahingestellt. Meine persönliche Erfahrung ist, dass sich durch eher ganzheitliche Übungen wie (ungeführte) Meditation, und Taijiquan, ganz allmählich gewisse eher störende Ego-Einflüsse relativieren, bzw. ihre Bedeutung verlieren, ohne dass ich bewusst irgendwelche Unterscheidung und Kontrolle treffen muss. Ich glaube da gibt es auch Selbstregualtionsmechanismen, denen man den Raum und die Gelegenheit geben kann, sich zu entfalten. Was mir auffällt, ist, dass die Welt (Friede, Freude, Eierkuchen...), wie sie sich manche wünschen, würde Sie in einem Buch, Theaterstück oder Film beschrieben, keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken würde.
__________________ der tiefere Sinn der Kampfkünste |
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#165
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| Die Absichtslosigkeit und wuwei funktionieren auch prima ohne Erleuchtung ![]()
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