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  #106  
Alt 15-09-2010, 14:08
Benutzerbild von kanken
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Kampfkunst: Karate
 
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Zitat:
Zitat von Thorre Beitrag anzeigen
Was mich stört, bei der ganzen Aufregung: Keiner der Kritiker fragt nach Inhalten. Keiner fragt: Wie meditierst Du? Wie gehst Du mit Deiner Angst um? Wie gehst Du mit Verletzungen, Schmerzen und Krankheit um? Was denkst Du über Deinen Tod? Auf welche Weise willst Du eigentlich kämpfen? Warum ist Dir Sinnesschärfung wichtig?
Nun gut, dann frage ich mal (nachdem ich dazu auf deiner Homepage keine Info gefunden habe):

Wer waren Deine Lehrer:

Wo hast du bei wem wie lange welchen KK-Stil geübt?

In welcher Richtung des Buddhismus sitzt du? Wer ist dort dein Lehrer? In welcher Dharma-Linie stehst du?

Grüße

Kanken
__________________
Der Weg zum innersten Kern unseres Seins führt nicht an unseren tiefsten Ängste und Gefühlen vorbei, sondern mitten in sie hinein und hindurch.
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  #107  
Alt 15-09-2010, 14:10
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Kampfkunst: ja
 
Registrierungsdatum: 16.02.2010
Alter: 36
Beiträge: 52
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ist der punkt nicht auch eher der, dass auch damals krieger schon keine ehrenwerten menschen waren. die verklärung fängt doch schon damit an, dass vielleicht weder die tempelritter, samurais, kampfmönche oder sonstwer friedvoll, nachsichtig und anständig waren. daher die besetzung des begriffs krieger eventuell auch kein problem der neuzeit ist...
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  #108  
Alt 15-09-2010, 14:40
Benutzerbild von Thorre
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Kampfkunst: CMA, Sanda, MNK
 
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Beiträge: 946
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Zitat:
Zitat von pilgrim Beitrag anzeigen
Was hat das aber denn mit "Krieger"-sein zu tun?

"Krieger" ist ein sozial bestimmter Status, eine gesellschaftliche Gruppe, ein Beruf, ein Stand, ....
Je nach Gesellschaftsstruktur.

Jemand, der auf einem spirituellen Weg unterwegs ist, der mit Kämpfen oder Kämpfen können verbunden ist, ist doch deswegen kein "Krieger"?
Warum nicht, Pilgrim?

Wenn es um die berufliche Frage geht: Ich verdiene mein Geld ausschließlich mit "Kriegersachen" d.h. ich gebe Unterricht im Schießen, Schlagen und Stechen, aber auch im geistigen Weg, der für mich dazu gehört. Mit anderen Worten, ich widme mich dieser Sache vollzeitmäßig, nicht nur ein oder zwei Trainings pro Woche.

Das tue ich schon seit ziemlich langer Zeit, und dazu hat auch gehört, Leute aus dem Sicherheitsbereich zu coachen, sowie selbst auch ab und zu in der Branche zu arbeiten. Und obwohl ich damit nur hin und wieder zu tun habe, frage ich mich, warum sollte man einen Bodyguard-Trainer aus dem 18.Jahrhundert als Krieger ansehen, einen aus dem 21. aber nicht?

Gruß Thorre

Geändert von Thorre (15-09-2010 um 15:21 Uhr).
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  #109  
Alt 15-09-2010, 14:59
Benutzerbild von Thorre
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: CMA, Sanda, MNK
 
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Beiträge: 946
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Zitat:
Zitat von kanken Beitrag anzeigen
Nun gut, dann frage ich mal (nachdem ich dazu auf deiner Homepage keine Info gefunden habe):

Wer waren Deine Lehrer:

Wo hast du bei wem wie lange welchen KK-Stil geübt?

In welcher Richtung des Buddhismus sitzt du? Wer ist dort dein Lehrer? In welcher Dharma-Linie stehst du?

Grüße

Kanken
Hey Kanken, ich übe Kampfkunst seit meinem 12.Lebensjahr und in praktiziere Zen seit meinem 17. oder 18. Lebensjahr.

In der ganzen Zeit hatte ich verschiedene Lehrer, in verschiedenen Disziplinen und das hat sich bis zum heutigen Tag nicht geändert, z.B. Alexander Liu (der vielen Berlinern aus der Wushu-Szene auch heute noch ein Begriff ist), Nikolai Stoikow (ein Freund und Lehrer aus dem Ninjutsu), Sotetsu Yuzen Roshi (buddh. Name von Dr. Zernickow, Meister des Rinzai Zen), Isidoro Parra (Lehrer für Shaolin Kung Fu), Ismet Himmet (Wudang Pai Lehrer).

Alle diese Freunde und Lehrer haben mich stark beeinflußt, und einige tun das immer noch, denn obwohl ich seit über 25 Kampfkunst übe, schaue ich mich weiter um, damit ich Neues lernen kann.

Wie ist es bei Dir?
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  #110  
Alt 15-09-2010, 15:10
Benutzerbild von pmhausen
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Kampfkunst: Judo, Iaido
 
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Beiträge: 95
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Zitat:
Zitat von Griphes Beitrag anzeigen
Zu der Thematik will ich noch auf einen Artikel von Ellis Amdur, Shihan in Araki Ryu und Toda-ha Buko Ryu hinweisen:
Hiding in the Shadows of the Warrior
Und wem das noch nicht reicht, der lese bitte "Slaughterhouse Five" von Kurt Vonnegut.

Gruß,
Patrick
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  #111  
Alt 15-09-2010, 15:27
Benutzerbild von Klaus
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Kampfkunst:
 
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Es ist doch ein Unterschied, ob man sagt "Wir sind Krieger! Die letzten Helden dieser Welt!", oder ob man vertritt "Ich trainiere 'Warrior skills' und übe mich in der Geisteshaltung weil es mir Spass macht und was bringt". Z.B. weil man mal ne Kampfschwimmerausbildung angefangen hat und das einfach mal wieder weiterverfolgen wollte.

Ich habe den Eindruck dass das manche Leute hier nicht unterscheiden können oder wollen, und dann nicht zimperlich in der Art ihrer Angriffe sind. Kritik habe ich von manchen gelesen, von anderen nur persönliche Angriffe. Und das ist auch etwas für die Psychotherapie. Warum setzt man "Spass am Kämpfen, Reiten, Tauchen, Klettern können" mit "Spass am Töten haben" gleich ?

Wichtig ist, was genau sich jeweils hinter dem Krieger propagieren bzw. unterrichten steckt. Rechte Szene, Airball, oder Freiklettern und Sport mit ein bischen Abenteuerspielplatz und Meditation. Man kann das nicht alles über einen Kamm scheren weil man einen von der jeweiligen Fraktion mal getroffen hat.
__________________
"Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

Geändert von Klaus (15-09-2010 um 15:31 Uhr).
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  #112  
Alt 15-09-2010, 16:05
Benutzerbild von kanken
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Karate
 
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Zitat:
Zitat von Thorre Beitrag anzeigen
Wie ist es bei Dir?
Ich trainiere seit 17 Jahren das Karate nach Toyama Kanken bei meinem Lehrer in Münster (kompletter Stammbaum auf unserer Homepage unter "Unser Stil/Geschichte").
Sitzen tue ich seit 16 Jahren. Nach einem anfänglichen Ausflug in das Zen der Sanbo-Kyodan Linie nach Peter Lengsfeld/Willigis Jäger, bin ich seit 12 Jahren im christlichen Herzensgebet zu Hause (Hesychasmus). Ich glaube jedoch, wie Willigis Jäger, an eine transkonfessionelle Spiritualität, wie in der Philosophia perennis. Man muss sich jedoch für eine Richtung im Rahmen der spirituellen Schulung entscheiden. Interessanterweise gibt es viele Parallelen zwischen Hesychasmus, ZaZen und daoistischer Meditation (diese habe ich durch das Qi-gong in unserem Karate vermittelt bekommen).

Du hast mit Sicherheit recht, wenn du schreibst, das man sich mit dem "Inneren" befassen muss und das dort die schwierigsten Herausforderungen warten.
Ich würde das jedoch gerne von dem Handwerk eines "Kriegers" im historischen Sinne (Schlachtfeld etc.) trennen.

Grüße

Kanken
__________________
Der Weg zum innersten Kern unseres Seins führt nicht an unseren tiefsten Ängste und Gefühlen vorbei, sondern mitten in sie hinein und hindurch.

Geändert von kanken (15-09-2010 um 16:12 Uhr).
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  #113  
Alt 15-09-2010, 16:09
Benutzerbild von Thorre
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Kampfkunst: CMA, Sanda, MNK
 
Registrierungsdatum: 19.05.2002
Ort: Berlin
Alter: 39
Beiträge: 946
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Hm, da sind wir uns also gar nicht sooo unähnlich. Vielleicht kommt mit der Zeit mehr gegenseitiges Verständnis. Das beste wäre immer, sich mal real kennenzulernen. Das würde viele Fragen gegenstandslos machen, denke ich.

Gruß Thorre
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