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  #1  
Alt 12-08-2009, 11:18
Benutzerbild von pilger
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Kampfkunst: Tai Chi Chuan
 
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Standard Leben im Hier und Jetzt - Vereinbar mit dem Planen der Zukunft?

Guten Morgen

Inspiriert von meiner persönlichen Lebenseinstellung in Verbindung mit einigen der jüngeren Threads in diesem Unterforum möchte ich gerne ein Gespräch lostreten über das Leben im Hier und Jetzt und inwieweit sich dies mit dem Philosophieren und reden/planen über die Vergangenheit und Zukunft verbinden/übereinbrigen lässt.

Ich persönlich kann mittlerweile immer mehr bzw. immer öfter den Augenblick genießen, im Augenblick sein. Längst natürlich noch nicht ständig...
Geholfen haben mir hierbei verschiedene "Werkzeuge" wie eben Tai Chi Chuan, Qigong, Meditation, aber auch liebe Menschen um mich herum. Und auch nachdenken und reden. Gerade in jüngster Zeit schafft es meine "neue" Freundin, mich immer wieder ins hier und jetzt zu ziehen, wenn ich mir eben dann doch mal wieder ZU VIEL "nen Kopf um ungelegte Eier mache".

Tja, "darf" man das eigentlich, wenn man doch immer schön im hier und jetzt sein möchte? *g

Ich persönlich finde, dass man trotz des Genießen des Augenblicks sehr wohl auch sein Leben in eine Richtung zumindest teilweise planen kann. ALLERDINGS: In Maßen und nach der inneren Stimme richtend. Das heißt für mich zum "richtigen" Zeitpunkt das "richtige" "Tun". Wobei es dann, wenn man in dieser Art Flow ist, im Prinzip kein "Tun" ansich ist. Man handelt lediglich im Fluss der Dinge, so dass das Tun eher eine Art des "Nichttun" ist, zumindest nicht ein erzwungenes (Stichwort Wuwei).

Und da genau möchte ich gerne ansetzen. Wie seht ihr das: Bedeutet Leben im Hier und Jetzt für euch, gar nicht über die Zukunft nachzudenken?

Bedeutet es weiter, gar nicht darüber nachzudenken, ob es ein Leben außerhalb von diesem gibt?

Oder eben in Maßen grübeln??

Oder plant ihr gar alles durch, um (vermeintliche) Sicherheit zu bekommen und vergesst dadurch lieber und öfter das Genießen des Augenblicks??

Bin mal gespannt
Liebe Grüße
Pilger
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Geändert von pilger (12-08-2009 um 11:32 Uhr). Grund: Titel war zu ungenau, im Text hatte ich was vergessen
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  #2  
Alt 12-08-2009, 20:44
Benutzerbild von LoneWolf
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Standard

Tach Pilger

Zitat:
Und da genau möchte ich gerne ansetzen. Wie seht ihr das: Bedeutet Leben im Hier und Jetzt für euch, gar nicht über die Zukunft nachzudenken?

Bedeutet es weiter, gar nicht darüber nachzudenken, ob es ein Leben außerhalb von diesem gibt?
Ich glaube, dass das Verweilen des Bewusstseins im Hier und Jetzt die normalen Denkvorgänge ändert. Beispiel: Man ertappt sich ja oft dabei, dass man gewisse Dinge die man tun muss erst noch Gedanklich formuliert. Wenn ich also noch den Mülleimer die Treppe runter bringen muss dann kann ich das einfach tun oder aber ich sage: „Gleich muss ich noch den Mülleimer runter bringen!“

Solche Ausdrücke wie „Ich muss…“ „Ich werde…“ sagen aus, dass man eigentlich noch nicht bereit dazu ist eine gewisse Sache zu erledigen.

Das Verweilen im „Hier und Jetzt“ hat für mich etwas damit zu tun, dass man dem Bewusstseinszustand des „Seins“ erreicht. Ist man in diesem „Sein“ dann denkt man nicht mehr in solchen Kategorien. Die Gedanken sind klar und auf den Punkt natürlich fokussiert. Das übliche „Gedankenwirrwarr“ ist nicht mehr vorhanden. Man wirft also all den Ballast ab den diese zerstreuten Gedanken mit sich bringen.

Um Deine Frage aus meiner Sicht der Dinge zu beantworten:

Nein, es bedeutet nicht, dass man nicht mehr über gewisse Dinge welche die Zukunft betreffen nachdenkt aber man denkt anders nach. Man produziert eben keine unnötigen Gedankengänge mehr, die uns beispielsweise eher weiter von dem eigentlichen Ziel abbringen. Man tut es aus der Natürlichkeit des Seins heraus.

Ich glaube wenn man nur noch aus diesem natürlichen „Sein“ heraus „Ist“ dann hat man sicherlich schon das hinter sich was man Erleuchtung oder Satori nennt.

Wenn ich manchmal meditiere dann habe ich das Gefühl als könnte ich Zeit und Raum einfrieren und von genau dieser Ebene aus ist sehr vieles möglich. Dann öffnet das Universum so manchen Schleier und man denkt in ganz anderen Dimensionen.

Zitat:
Oder eben in Maßen grübeln??

Oder plant ihr gar alles durch, um (vermeintliche) Sicherheit zu bekommen und vergesst dadurch lieber und öfter das Genießen des Augenblicks??
Ich erreiche diesen Bewusstseinszustand öfter als früher. Früher musste ich dazu meditieren aber heute geht das vom einen auf den anderen Augenblick wenn ich es denn möchte. So ganz darauf einlassen fällt mir aber schwer. Ich glaube da muss sich noch einiges in mir tun! Ich verweile einfach noch zu gerne in den üblichen Denkmustern und ertappe mich oft dabei, dass ich einfach mal mein Kopfkino in Form von Tagträumen benutze.

Das ganze ist halt auch ein Seelischer Entwicklungsprozess der dauern kann.
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Gruß Lone Wolf
Bevor ich mit den Wölfen heule, werd ich lieber harzig, warzig grau, verwandele ich mich in eine Eule oder vielleicht in eine graue Sau.
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  #3  
Alt 12-08-2009, 20:51
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Zitat:
Zitat von LoneWolf Beitrag anzeigen
Ich glaube wenn man nur noch aus diesem natürlichen „Sein“ heraus „Ist“ dann hat man sicherlich schon das hinter sich was man Erleuchtung oder Satori nennt.

Eine Erleuchtung vielleicht, aber nicht die Erleuchtung.


Viele grüße,
Shin
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  #4  
Alt 12-08-2009, 20:59
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Zitat:
Eine Erleuchtung vielleicht, aber nicht die Erleuchtung.
Du meinst es gibt mehrere? Erkläre das mal etwas genauer, bitte!
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Gruß Lone Wolf
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  #5  
Alt 12-08-2009, 21:06
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Zitat:
Zitat von pilger
...Gerade in jüngster Zeit schafft es meine "neue" Freundin, mich immer wieder ins hier und jetzt zu ziehen...
ihr habt also regelmäßig Sex. Danke für diese Information.
Es gilt aber auch in anderen Bereichen ganz bei der Sache zu sein.


Gruß
Alfons.
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  #6  
Alt 12-08-2009, 21:17
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Zitat:
Zitat von LoneWolf Beitrag anzeigen
Du meinst es gibt mehrere? Erkläre das mal etwas genauer, bitte!
Man unterscheidet zumindest in buddhistischen Richtungen zwischen plötzlicher Erleuchtung und allmälicher Erleuchtung.Es gab sogar mal in der Zen Tradition einen Streit deswegen :

Zitat:
Mit dem 6. chinesischen Zen-Patriarch, Hui-neng (jap. Eno, 638-713), dem ‚Meistervom großen Spiegel‘ des ‚Plattform-Sutra‘, beginnt die Geschichte des Zen-Buddhismus im engeren Sinne. Den historischen Hintergrund dafür bildet die von den beiden Schülern des 5.chinesischen Zen-Patriarchen, Hung-jen (jap. Gunin, 601-674), im Streit um die legitime Nachfolge vollzogene Spaltung des Zen in eine Südschule, begründet von Hui-neng, und eine schon nach wenigen Generationen bedeutungslos gewordene Nordschule, begründet von Shenhsiu (jap. Jinshu, 670-762).

Der Kern der sachlichen Differenzen betrifft das Verständnis der in der Meditation (Dhyana) gewonnenen Erleuchtung (Sanskrit Bodhi, chines. Wu, jap. Satori): liegt sie, nur nicht um sie wissend, schon vor, so daß die meditative Übung allein ihrer Bewußtmachung in einem plötzlichen Erlebnis dient (Südschule), oder muß sie mit Hilfe meditativer Übung durch Beseitigung aller von (zu Handlungen führenden) Absichten und (im Denken auftretenden) Meinungen gebildeten Verunreinigungen erst schrittweise vorbereitet werden (Nordschule)?

Für die intentionslose und vorstellungslose Bewußtheit ‚nach‘ der Erleuchtung, den ‚nichtanhaftenden Geist‘, wo Geist und Nicht-Geist (jap. Mu-shin) in der Geist-Natur übereinstimmen, ist bereits vom 3. chinesischen Zen-Patriarchen Seng-ts’an (jap. Sosan, † 606) der für das ganze Zen bedeutsame Begriff ‚nicht-denkendes Denken‘ eingeführt worden, um den besonderen, von der Subjekt-Objekt-Spaltung freien Zustand der Prajna, nämlich der ‚Leerheit‘ (Shunyata) zu charakterisieren.

So verwerfen die Meister der Südschule grundsätzlich jede Sutren-Autorität und jede Stufung der Meditation und konzentrieren sich auf deren nachfolgende Entfaltung in der meditativen Übung (im Rinzai weitergeführt), während die Meister der Nordschule der Sutren-Lektüre großes Gewicht für die Entwicklung von Stufen der Meditation beilegen und die Reinigung des Geistes auch zur Vervollkommnung anderer Tätigkeiten oder ‚Wege‘ (chines. Tao, jap. Do) nutzen (im Soto wieder aufgegriffen).

Quelle : Buddhismus+ZEN II


Satori an sich ist ein Zustand und kann nicht als Die Erleuchtung gelten, dass wird schon im Kontext zu Nirvana klar. In der Buddhistischen Geschichte gab es mehrmals Warnungen dessen betreffend. Nämlich Satori oder Samadhi nicht als die Erleuchtung wahrzunehmen.Dies sind Zustände großer Reinheit und Klarheit, aber nicht die Erleuchtung. Wer wirklich dort eintreten kann, betritt im Grunde einen Bereich wo man noch vorsichtiger sein muss, weil jetzt ist man in einem Zustand wo nicht einfach nur schlechte Dinge einem von vorankommen abhalten wollen, sondern die "Guten " Dinge.



Viele grüße,
Shin
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  #7  
Alt 12-08-2009, 21:25
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Ja, ich glaube zu verstehen was Du meinst, Shin!

Das was ich unter Erleuchtung verstehe geht sicherlich auch über den des Satori hinaus.
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Gruß Lone Wolf
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  #8  
Alt 13-08-2009, 09:28
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Zitat:
Zitat von LoneWolf Beitrag anzeigen
Tach Pilger



Ich glaube, dass das Verweilen des Bewusstseins im Hier und Jetzt die normalen Denkvorgänge ändert. Beispiel: Man ertappt sich ja oft dabei, dass man gewisse Dinge die man tun muss erst noch Gedanklich formuliert. Wenn ich also noch den Mülleimer die Treppe runter bringen muss dann kann ich das einfach tun oder aber ich sage: „Gleich muss ich noch den Mülleimer runter bringen!“

Solche Ausdrücke wie „Ich muss…“ „Ich werde…“ sagen aus, dass man eigentlich noch nicht bereit dazu ist eine gewisse Sache zu erledigen.

Das Verweilen im „Hier und Jetzt“ hat für mich etwas damit zu tun, dass man dem Bewusstseinszustand des „Seins“ erreicht. Ist man in diesem „Sein“ dann denkt man nicht mehr in solchen Kategorien. Die Gedanken sind klar und auf den Punkt natürlich fokussiert. Das übliche „Gedankenwirrwarr“ ist nicht mehr vorhanden. Man wirft also all den Ballast ab den diese zerstreuten Gedanken mit sich bringen.

Um Deine Frage aus meiner Sicht der Dinge zu beantworten:

Nein, es bedeutet nicht, dass man nicht mehr über gewisse Dinge welche die Zukunft betreffen nachdenkt aber man denkt anders nach. Man produziert eben keine unnötigen Gedankengänge mehr, die uns beispielsweise eher weiter von dem eigentlichen Ziel abbringen. Man tut es aus der Natürlichkeit des Seins heraus.

Ich glaube wenn man nur noch aus diesem natürlichen „Sein“ heraus „Ist“ dann hat man sicherlich schon das hinter sich was man Erleuchtung oder Satori nennt.

Wenn ich manchmal meditiere dann habe ich das Gefühl als könnte ich Zeit und Raum einfrieren und von genau dieser Ebene aus ist sehr vieles möglich. Dann öffnet das Universum so manchen Schleier und man denkt in ganz anderen Dimensionen.



Ich erreiche diesen Bewusstseinszustand öfter als früher. Früher musste ich dazu meditieren aber heute geht das vom einen auf den anderen Augenblick wenn ich es denn möchte. So ganz darauf einlassen fällt mir aber schwer. Ich glaube da muss sich noch einiges in mir tun! Ich verweile einfach noch zu gerne in den üblichen Denkmustern und ertappe mich oft dabei, dass ich einfach mal mein Kopfkino in Form von Tagträumen benutze.

Das ganze ist halt auch ein Seelischer Entwicklungsprozess der dauern kann.

Hi LoneWolf,

tja, was soll ich sagen.

Erstmal: Schön, dass du diesen Thread mit Leben erfüllt hast

Aber weiter: Tja, wie schon des Öfteren, stimmen wir in unserer Art "Denke" mal wieder ziemlich überein. Das ist ja einerseit schön, bietet mir aber andererseits jetzt wenig Stoff, um weiterzumachen, *grins und *heul gleichzeitig

Dieser Satz, den du anführst:

Zitat:
Ich glaube wenn man nur noch aus diesem natürlichen „Sein“ heraus „Ist“ dann hat man sicherlich schon das hinter sich was man Erleuchtung oder Satori nennt.
stößt mir allerdings etwas auf. Denn ich persönlich habe es nicht so mit dem Wort "Erleuchtung". Bei dir habe ich das ja schon öfter gelesen, sicher habe ich es auch schon das ein oder anderemal selbst verwendet. Aber mir kommt jedesmal so ein "komisches Gefühl" in den Bauch wenn ich darüber lese/höre/schreibe. Ich weiß, das liegt nicht an dir, sondern an mir, weil ich in das Wort etwas hineininterpretiere!
Wieso das so ist kann ich gar nicht genau sagen.
Ich persönlich würde es für mich nicht als Erleuchtung oder Satori definieren, wenn man nur noch aus dem natürlichen Sein heraus handelt, der Ausdruck hat für mich, wie gesagt, einen etwas negativ belegten oder arroganten Beigeschmack. Ich weiß, dass dies NICHT so gemeint ist. Aber ich würde es daher halt eher einfach so bezeichnen:

"Ich bin"

Und deinen Satz:

Zitat:
Ich erreiche diesen Bewusstseinszustand öfter als früher. Früher musste ich dazu meditieren aber heute geht das vom einen auf den anderen Augenblick wenn ich es denn möchte. So ganz darauf einlassen fällt mir aber schwer. Ich glaube da muss sich noch einiges in mir tun! Ich verweile einfach noch zu gerne in den üblichen Denkmustern und ertappe mich oft dabei, dass ich einfach mal mein Kopfkino in Form von Tagträumen benutze.
kann ich für mich nur untersrreichen. Aber es ist einfach schön ab und an mal in diesem Zustand zu sein, auch wenn er sich noch nicht dauerhaft einstellen will, Sauerei aber auch, *g

Liebe Grüße
Pilger
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Geändert von pilger (13-08-2009 um 09:32 Uhr).
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  #9  
Alt 13-08-2009, 09:43
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Zitat:
Zitat von Alfons Heck Beitrag anzeigen
ihr habt also regelmäßig Sex. Danke für diese Information.
Och nööö Alfons,

diese Information hab ich so nicht gegeben.
Meine Freundin zieht mich eben genau bei ANDEREN Dingen ins Hier und Jetzt. Beim S e x braucht sie dies nicht zu tun, da bin ich es von alleine. Und auch bei vielen anderen Dingen, aber nicht immer und nicht ständig.

Und wenn ich mal wieder abschweife und anfange mir Gedanken um bestimmte Lebenssituationen zu machen, DANN ist sie in der Lage, mich durch WORTE oder einfach nur durch NICHTSEXUELLE Berührungen wieder "runter" zu ziehen direkt ins Hier und Jetzt.
Ich bei ihr kann das übrigens auch sehr gut. Wir dienen uns gegenseitig als eine Art Spiegel und "arbeiten" ganz bewusst mit diesem sehr hilfreichen Instrument.
Bei allen Beziehungen die ich bis jetzt hatte, habe ich dies in solch ausgeprägter Form noch nicht erlebt. Eben genau DAS was ich JETZT brauche, *g

Aber um nochmal auf deinen ursprünglichen Kommentar zurückzukommen. Ja, ich habe gemerkt, dass du einen Scherz gemacht hast - einerseits... und es doch so gemeint hast wie du schriebst - andererseits

Viele Grüße
Pilger
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  #10  
Alt 13-08-2009, 14:36
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Hallo Pilger,
Zitat:
Zitat von pilger
Aber um nochmal auf deinen ursprünglichen Kommentar zurückzukommen. Ja, ich habe gemerkt, dass du einen Scherz gemacht hast - einerseits... und es doch so gemeint hast wie du schriebst - andererseits
Genau ich wollte einfach mal sehen ob Du wirklich in dem Thema drinn bist; oder "nur" etwas Angelesenes nacherzählst.


Gruß
Alfons.
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  #11  
Alt 13-08-2009, 14:57
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Zitat:
Zitat von Alfons Heck Beitrag anzeigen
Hallo Pilger,

Genau ich wollte einfach mal sehen ob Du wirklich in dem Thema drinn bist; oder "nur" etwas Angelesenes nacherzählst.


Gruß
Alfons.
Tja wer weiß das schon. Ich sag´s mal so, ich bin in dem Thema drinn, WEIL ich darüber viel gelesen habe (das begann vor Jahren, aber entsprechende Artikel "kommen" immer wieder zu mir) und dies dann immer bewusster umgesetzt habe. Aber längst noch nicht bis zur Vervollkommnung.

Und die o.a. Instrumente, mit denen ich das üben konnte/kann, kamen dann auch zu mir.

Und irgendwann merkte ich, dass das im Jetzt sein auch immer öfter im Alltag einfach geschah. Wirklich BEI/IN der Sache zu SEIN. Ohne mit den Gedanken schon im nächsten Schritt oder beim Abendessen... Einfach das genießen was gerade ist.
Aber für mich scheint es ein sehr laaanger Weg zu sein, dieses Bewusstsein in den meißten Momenten/Lebenssituationen aufrechtzuerhalten.

Naja, ich hab ja noch ein paar Jährchen - womit ich mich gerade wieder aus dem Jetzt rausgeschossen habe

Grüße
Pilger
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  #12  
Alt 13-08-2009, 15:14
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man kann gar nicht anders als hier und jetzt leben.
selbst wenn von vom anfang oder ende der welt theoretisiert, ist diese denke nur hier und jetzt möglich.

die frage ist eher, ob man sich von zeitgedanken (zukunft, vergangenheit) betäuben lässt oder nicht.

ein gewisses mass an planung in pragmatischen dingen ist aber ganz normal.
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  #13  
Alt 13-08-2009, 15:53
Benutzerbild von Nymphaea Alba
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Zitat:
Zitat von vakuum Beitrag anzeigen
man kann gar nicht anders als hier und jetzt leben.
selbst wenn von vom anfang oder ende der welt theoretisiert, ist diese denke nur hier und jetzt möglich.

die frage ist eher, ob man sich von zeitgedanken (zukunft, vergangenheit) betäuben lässt oder nicht.

ein gewisses mass an planung in pragmatischen dingen ist aber ganz normal.
Seh ich auch so.

Im Hier und jetzt zu leben heißt für mich soviel wie sich nicht vor möglichen, zukünftigen Realitäten zu entsetzen, sondern mit den bereits eingetroffenen Realitäten auf ein möglichst erstrebenswertes Ziel hin zu arbeiten. Bereits negativ eingetroffene Aspekte der eigenen Biographie zu akzeptieren (sich selbst anzunehmen) und zu verwerten und anhand dessen eine vernünftige Planung anzustellen, die weniger von "was könnte sein" als von "was soll sein und ist möglich" beeinflusst wird.
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  #14  
Alt 13-08-2009, 16:08
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Zitat:
Zitat von vakuum Beitrag anzeigen
man kann gar nicht anders als hier und jetzt leben.
selbst wenn von vom anfang oder ende der welt theoretisiert, ist diese denke nur hier und jetzt möglich.

die frage ist eher, ob man sich von zeitgedanken (zukunft, vergangenheit) betäuben lässt oder nicht.

ein gewisses mass an planung in pragmatischen dingen ist aber ganz normal.
Hi vakuum,

genau! Na klar sollte ich mir schon heute den Wecker für morgen stellen, wenn ich weiß, dass ich früh zu nem Termin oder auf Arbeit gehen "muss". Von daher ist eine Alltagsplanung tatsächlich ganz "normal".

Toll ist das gewählte Bild des Betäubens durch den Zeitgedanken. Das wirkt sehr schön

Und schließlich ist es natürlich so. Die "Zeit" namens Vergangeheit ist nichts als ein Sammelsurium an Erinnerungen und die "Zeit" namens Zukunft ist ein vages Gedankengebilde von Dingen, die geschehen könnten.
Wobei ich bei letzterem einen Einfluss nicht ausschließen möchte. Zum einen wirken sich Dinge aus, die ich bereits getan habe und bald ihre Wirkung zeigen werden und zum anderen ist es evtl. möglich, dass man tatsächlich nicht nur Schöpfung, sondern zumindest zu einem Teil auch Schöpfer seines Selbst ist.
Und trotzdem, was bleibt ist lediglich der Augenblick. Was ich mit ihm anfange (entweder vergangenen Zeiten nachsinnen - Tagträume über die Zukunft haben - oder das was gerade ist zu genießen und nach meiner Intuition zu leben) das liegt an jedem Selbst.

Grüße
Pilger
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  #15  
Alt 13-08-2009, 16:11
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Zitat:
Zitat von Nymphaea Alba Beitrag anzeigen
Seh ich auch so.

Im Hier und jetzt zu leben heißt ....
...Bereits negativ eingetroffene Aspekte der eigenen Biographie zu akzeptieren (sich selbst anzunehmen) und zu verwerten....

Hallo Nymphaea Alba

Wichtiger Punkt. Denn das was geschah, egal ob -von wem auch immer- positiv oder negativ bewertet, hat aus mir gemacht, was ich JETZT BIN. Und wenn ich das mal akzeptiere, fällt es mir bedeutend leichter, einfach im Augenblick zu weilen.

Grüße
Pilger
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