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  #1  
Alt 16-10-2005, 18:49
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Jiu-Jitsu
 
Registrierungsdatum: 01.10.2005
Beiträge: 32
Standard Meister gefunden?

Hi,
habe ein etwas größeres(?) Problem und zwar ist mein Trainer nicht mein Meister!!
Normalerweise ist es doch so, dass man seinen Trainer als Meister ansieht- der Sensei eben. Aber mein Trainer ist eben mein Trainer und nicht mein Meister (Versteht ihr den Unterschied?).
Und jetzt frage ich mich eben ob ich da irgent etwas falsch verstanden habe und das schon seit 4 Jahren.
Ein Meister ist doch mehr als bloß einer der einen im Dojo trainirt sondern einem auch geistige Werte vermittelt und zu dem man eben eine besondere Beziehung aufbaut- oder?

____________________________________

Zitat:
Mir tut jeder Mensch leid, der nicht genug Fantasie hat einWort mal so mal so zu schreiben
v. Mark Twain
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  #2  
Alt 16-10-2005, 19:43
Benutzerbild von JuMiBa
Global Moderator
Kampfkunst: Ju-Jutsu, Kickboxen, Brazylijskie Jiu-Jitsu, Karate
 
Registrierungsdatum: 17.11.2002
Ort: Sachsen
Alter: 29
Beiträge: 5.385
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Wäre schön, wenn es so wäre, aber das klappt dann wohl meistens nur im Film...
Ich habe bis jetzt auch noch keinen Meister in Deinem Sinne gefunden und ich denke, 80% der Forumsmitglieder hier geht es genauso. Aber ich kann gut damit leben, ziehe mir von jedem Trainer das raus, was ich bekommen kann und hole mir die geistigen Werte woanders...

Gruß Micha
__________________
Und immer schön trainieren! Ausruhen kann man sich, wenn man tot ist...
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  #3  
Alt 16-10-2005, 19:59
Benutzerbild von malice
gesperrt/gebannt
Kampfkunst: Melange
 
Registrierungsdatum: 21.06.2005
Alter: 35
Beiträge: 1.811
Standard

Ich hätte auch gern einen "Meister". Aber das gibts wohl bloß im Film. Mein TaiChi-Lehrer ist sehr gut aber es fehlt die persönliche, freundschaftliche Basis oder "Wellenlänge". Meine Kamftrainer sind halt Trainer. Ich wünsche mir schon seit langem einen Menschen, der mir sowohl in philosophisch-politisch-moralisch-psychologischer Richtung weiterhilft als auch im Kampfkunstbereich.
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  #4  
Alt 16-10-2005, 22:22
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Shotokan
 
Registrierungsdatum: 25.03.2005
Ort: Duisburg
Alter: 31
Beiträge: 183
Standard

Da scheine ich ja einen absoluten Glücksfall zu haben.

Es ist halt so, wie jemand mal geschrieben oder mir gesagt hat. Ein Sensei kann dich nur da abholen, wo du bist.

Übrigens habe ich bei dem Jungen Trainer Ende gemacht. Passte nicht zu mir.

Der Ältere sagt beim Training zum Teil nicht fiel, doch kennt seine Schüler. Das er ein alter Hase ist, merkt man auch.

Mit ihm kann man sich nach dem Training sehr gut unterhalten (auch nicht Trainings Spezifisch) . Für Fragen, soweit es geht, hat er immer ein offenes Ohr und gibt auch Ratschläge.

Ebenso Thema SV. Erklärt einige Dinge, aber gleichzeitig kam bei ihm das letzte Mal in der Theorie um Grunde das gleiche, wofür hier ein ganzer Thread gebraucht wurde.

Das gleiche gilt übrigens auch für andere Bereiche. So setzt er Dinge von anderen KKs ein, wo die es z.b. beim lernen besser haben, oder andere Möglichkeiten besitzen. ...
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  #5  
Alt 16-10-2005, 23:26
Benutzerbild von Sordid
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Krav Maga Maor, Doce Pares Escrima
 
Registrierungsdatum: 10.08.2005
Ort: Wien / Hamburg
Alter: 33
Beiträge: 395
Standard

Zitat:
Zitat von Shantala Schulze
Ein Meister ist doch mehr als bloß einer der einen im Dojo trainirt sondern einem auch geistige Werte vermittelt und zu dem man eben eine besondere Beziehung aufbaut- oder?
Im Film auf jeden Fall.
Im echten Leben? Wieviele Stunden in der Woche verbringst du mit deinem "Meister"? Wird wohl für einen Mitteleuropäer kaum ausreichen, um diese besondere Bindung aufzubauen. Außerdem bist du als junger, westlicher Mensch vermutlich viel zu emanzipiert für sowas.
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  #6  
Alt 16-10-2005, 23:43
Benutzerbild von Brüffel
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Kali Eskrima
 
Registrierungsdatum: 31.01.2003
Ort: Magdeburg
Alter: 27
Beiträge: 40
Standard

würde auch sagen, dass es sowas eigentlich nur im film gibt. vielleicht ist man früher im alten china bei einem meister in die lehre gegangen um was fürs leben zu lernen, da hat man dann aber auch unter einem dach gewohnt.
die zeiten haben sich geändert. aber sicherlich zeichnet sich ein guter trainer oder meister auch durch soziale kompetenzen aus. unser hat uns z.b. letztens zum essen eingeladen um seinen geburtstag ein bissl nach zu feiern.

wenn du wen zum kuscheln brauchst...such dir ne freundin oder nen freund
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  #7  
Alt 17-10-2005, 07:16
Moderator
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 06.05.2002
Ort: Pullach bei München
Beiträge: 6.047
Standard

Im Übrigen heißt "sensei" nichts anders als "Lehrer." Und der ist in erster Linie auch ein Mensch, der eben Wissen und Training anbietet, um eine Sache/ Kunst beizubringen.

Gruß
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  #8  
Alt 17-10-2005, 08:29
Benutzerbild von Kazuko
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Tan Kee Tze Wushu
 
Registrierungsdatum: 20.04.2003
Ort: Niedersachsen
Alter: 24
Beiträge: 1.258
Standard

Es gibt soetwas schon nur ist es sehr selten.

Ich denke das ich so eine Beziehung wie in den Filmen zu meinem Meister habe z.B. kommt er zu meinem Geburtstag oder ich besuche ihn unter der Woche für Abends.

Dann läuft das Training nur noch privat ab d.h. spontan bei ihm im Keller da er offiziell kaum noch unterrichtet und ich mit seinem "Nachfolger"/Meisterschüler nicht konfrom gehe.

Allerdings unterrichtet er auch nur noch 3 Leute und dann ist eine freundschaftliche Bindung eher möglich als wenn man 3-5 Mal die Woche 20-30 Schüler hat.

Kazuko
__________________
Viele Menschen sind zu gut erzogen um mit vollem Mund zu sprechen, haben
aber kein Problem damit, dies mit leerem Kopf zu tun.
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  #9  
Alt 17-10-2005, 09:30
Benutzerbild von _hal
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Yong Tjun
 
Registrierungsdatum: 07.09.2005
Ort: Linz / Wien
Alter: 28
Beiträge: 151
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also da kann ich auch eine nette geschichte beitragen:

nach einem jahr training kam ich mit meinem meister wiedermal privat ins plaudern - im laufe des gesprächs hat sich dann etwas interessantes herausgestellt... mein sifu ist eigentlich mit mir verwandt, kompliziertere familienstory aber was zählt ist die tatsache, dass er ein "echter" cousin is von dem ich zuvor nie was gewusst habe

naja diese erkenntnis hat unser beider verhältnis sowohl im training als auch außerhalb stark verändert. obwohl wir die sache im training eigentlich außer acht lassen habe ich nun einen meister in meiner familie, und die familienbande sind dem training sehr förderlich

ich habe meinen meister gefunden, nebst den technischen lehrstunden gibts so nebenher auch noch werte&moral

_hal
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  #10  
Alt 17-10-2005, 19:02
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Jiu-Jitsu
 
Registrierungsdatum: 01.10.2005
Beiträge: 32
Standard Danke!!!!

Hei
danke für diese ganzen Rückmeldungen. Es ist erleichternd zu sehen, dass es vielen wie mir geht aber ich bin auf der Suche nach einem Meister, bzw. ich lasse mich finden und so lange habe ich das Leben als einen Meister gewählt .
Nein mal ehrlich ich vermisse jemanden im Training, der mir mehr vermittelt als bloß die Technik oder wenn es hoch kommt ein paar geschichtliche Hintergründe und die Philosophie der Gürtel usw.
Na ja man kann ja hier recht viel erfahren dass ist ja schon einmal ein Anfang

Grüße Shanti
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  #11  
Alt 18-10-2005, 01:04
Benutzerbild von Sportler
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: U-Do
 
Registrierungsdatum: 25.06.2005
Alter: 23
Beiträge: 2.106
Standard

Werd doch selbst zum Meister!
Das meine ich jetzt übrigens ERNST! Dass du jemanden suchst, der dir Werte vermittelt, genauso wie die Tradition deiner Kunst heißt doch, dass du sehr offen dafür bist. Wieso liest du dann nicht einfach gerade zu der "geistigen Komponente" Bücher und sammelst dein eigenes Wissen? Ich bin der Meinung, dass du davon mehr hast, als es dir von jemand anders als Konsumgut auftischen zu lassen (Im Monatsbeitrag des Vereins inklusive).

Es gibt doch den schönen Spruch: Gib einem Mann einen Fisch und er hat einen Tag zu essen - zeig ihm wie man angelt und er hat ausgesorgt.
Auf uns KKler übertragen heißt das: Selbst ist der Mann/die Frau!
So schön die Vorstellung ist, immer jemanden zu haben, der über einem selbst steht, der immer die passende Antwort hat, der immer weiß, wie er die beste Leistung im Training aus uns rausholt - ist es nicht besser, wenn wir aus eigenem Antrieb das alles vollbringen?
Ein Beispiel:
Mal angenommen, du hast einen eher schlechten Trainer. Soll der dich dann dran hindern, dass du besser wirst? Wenn er dich nicht motivieren kann, dann schau, dass du es selbst schaffst! Dann kannst du es auch in anderen Lebensbereichen.
Genauso, wenn du einen guten Trainer/Meister hast: Der wird nicht immer da sein!
Wenn man also eh dran interessiert ist, sich zu verbessern, wieso tut man es dann nicht?

Klar braucht man auch mal Feedback von anderen, gerne auch von Leuten mit mehr Erfahrung - aber wenn die mal nicht da sind, ist das kein Grund, zu warten bis wieder ein "Meister" kommt, der dir in den A... tritt, damit du z.B. ins Training gehst.

Gute Nacht!
__________________
Es ist ein Mißverständnis, die Gedankenfreiheit bis zur Unabhängigkeit vom Verstande voranzutreiben.
Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.
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  #12  
Alt 18-10-2005, 09:47
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Jiu-Jitsu
 
Registrierungsdatum: 01.10.2005
Beiträge: 32
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Hast natürlich recht aber einen Meister haben heißt ja nicht faul sein und sich alles vorkauen zu lassen sondern eine Person zu haben, die einem Anstöße gibt und Fragen aufstellt auf die man von alleine gar nicht gekommen wäre. Natürlich habe ich mir Infos zum JJ und zum Buddhismus geholt was aber eine gutes Gespräch mit einer anderer Meinung und Erfahrung nicht ersetzt.
Und wie soll ich mein eigener Meister werden ohne einen Meister zu haben? Natürlich kann ich mein eigenes Wissen weitergeben und das mache ich auch für interessierte aber mit wissen alleine bin ich doch noch lange kein Meister!
Ein Meister lebt doch was er weiß oder etwa nicht?

Grüße
Shanti
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  #13  
Alt 18-10-2005, 10:02
Benutzerbild von Schlankili
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Beiträge: 317
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Also ich finde diese Diskussion etwas unsinnig, vielleicht auch, weil ich nicht viel von traditionellem Schnickschnack halte. Ich habe auch einmal einen Schüler gehabt, der mich Meister nennen wollte. Das ging mir persönlich ziemlich auf die Nerven und ich habe einige Wochen gebraucht, bis er mich mit meinem Vornamen angesprochen hat. Ebenso hasse ich das, wenn man mich im Training mit Sie anspricht.

Sicher halte auch ich oftmals einige Moralpredigten beim Training (Und halte dies auch für meine Pflicht!), weil es mir eben nicht egal ist, ob sich meine Jungs auf der Straße hauen oder im Umfeld, beispielweise auf einem Wettkampf daneben benehmen. Dennoch bin ich der Meinung, dass das nie auf Meister/Schüler Basis funktionieren kann, sondern eher auf freudschaftlicher Basis, gepaart mit einer leichten Vorbildfunktion.

Und ich denke, als Trainer sollte man in vieler Hinsicht immer ansprechbar für seine "Schützlinge" sein und auch mal ein offenes Ohr für persönliche Probleme haben. Aber das ändert nichts daran, das man ist, was man ist, ein Trainer und kein Meister.

Genauso halte ich das in meiner Firma mit meinen Angestellten, dort bin ich in erster Hinsicht Kollege, auch wenn ich in letzter Konsequenz das Sagen haben. Dort, sowie als Trainer will ich durch meine Kompetenz und mein Können Respekt erreichen und nicht durch Pseudotitel wie Meister oder Ähnliches.

Vielleicht habe ich nur auch ein überspitztes Bild eines Meisters im Kopf, der seine Wirren Gedanken zum Besten gibt ohne den Sinn zu erklären. Seine Schüler laufen ihm nach ohne eigenständig zu denken. Das ist gerade in dieser Zeit verkehrt. Die Leute verlernen ohnehin schon das selbstständige Denken, da muss ich nichts mehr vorkauen. Fördern ja, Vorkauen nein!

Hoffe das war jetzt nicht zu konfus und Ihr versteht was ich meine. Wenn nicht bitte nachfragen...

Gruß,

Schlankili

Geändert von Schlankili (18-10-2005 um 10:06 Uhr).
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  #14  
Alt 18-10-2005, 10:38
Benutzerbild von Sordid
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Krav Maga Maor, Doce Pares Escrima
 
Registrierungsdatum: 10.08.2005
Ort: Wien / Hamburg
Alter: 33
Beiträge: 395
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Großes und komplettes Amen für Schlankili.
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  #15  
Alt 18-10-2005, 10:45
Benutzerbild von Schlankili
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Beiträge: 317
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Danke für die Blumen ...
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