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  #16  
Alt 20-10-2005, 07:59
Benutzerbild von Kazuko
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Kampfkunst: Tan Kee Tze Wushu
 
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Zitat:
Zitat von Schlankili
Also ich finde diese Diskussion etwas unsinnig, vielleicht auch, weil ich nicht viel von traditionellem Schnickschnack halte. Ich habe auch einmal einen Schüler gehabt, der mich Meister nennen wollte. Das ging mir persönlich ziemlich auf die Nerven und ich habe einige Wochen gebraucht, bis er mich mit meinem Vornamen angesprochen hat. Ebenso hasse ich das, wenn man mich im Training mit Sie anspricht.

Sicher halte auch ich oftmals einige Moralpredigten beim Training (Und halte dies auch für meine Pflicht!), weil es mir eben nicht egal ist, ob sich meine Jungs auf der Straße hauen oder im Umfeld, beispielweise auf einem Wettkampf daneben benehmen. Dennoch bin ich der Meinung, dass das nie auf Meister/Schüler Basis funktionieren kann, sondern eher auf freudschaftlicher Basis, gepaart mit einer leichten Vorbildfunktion.

Und ich denke, als Trainer sollte man in vieler Hinsicht immer ansprechbar für seine "Schützlinge" sein und auch mal ein offenes Ohr für persönliche Probleme haben. Aber das ändert nichts daran, das man ist, was man ist, ein Trainer und kein Meister.

Genauso halte ich das in meiner Firma mit meinen Angestellten, dort bin ich in erster Hinsicht Kollege, auch wenn ich in letzter Konsequenz das Sagen haben. Dort, sowie als Trainer will ich durch meine Kompetenz und mein Können Respekt erreichen und nicht durch Pseudotitel wie Meister oder Ähnliches.

Vielleicht habe ich nur auch ein überspitztes Bild eines Meisters im Kopf, der seine Wirren Gedanken zum Besten gibt ohne den Sinn zu erklären. Seine Schüler laufen ihm nach ohne eigenständig zu denken. Das ist gerade in dieser Zeit verkehrt. Die Leute verlernen ohnehin schon das selbstständige Denken, da muss ich nichts mehr vorkauen. Fördern ja, Vorkauen nein!

Hoffe das war jetzt nicht zu konfus und Ihr versteht was ich meine. Wenn nicht bitte nachfragen...

Gruß,

Schlankili
Alleine diese Einstellung macht für mich einen "Meister" aus..

Jemand der sich mit dem Titel ansprechen lässt und wert darauf legt das man sich unter ihn stellt kann niemals ein Meister sein.

Kazuko
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Viele Menschen sind zu gut erzogen um mit vollem Mund zu sprechen, haben
aber kein Problem damit, dies mit leerem Kopf zu tun.
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  #17  
Alt 21-10-2005, 11:04
Benutzerbild von Weidemann
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Kampfkunst: Shaolin Kempo Hadaka
 
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@Schlankili
Zitat:
Vielleicht habe ich nur auch ein überspitztes Bild eines Meisters im Kopf, der seine Wirren Gedanken zum Besten gibt ohne den Sinn zu erklären. Seine Schüler laufen ihm nach ohne eigenständig zu denken.
Welcher Wahre Meister wird seine Schüler NICHT zum Denken anregen? Dies ist doch eines der Ziele hinter den Techniken!

Zitat:
Dort, sowie als Trainer will ich durch meine Kompetenz und mein Können Respekt erreichen und nicht durch Pseudotitel wie Meister oder Ähnliches.
Das ist der richtige Weg.

Zitat:
Aber das ändert nichts daran, das man ist, was man ist, ein Trainer und kein Meister.
Wo ist die Grenze? Wo fängt das Vermitteln höherer geistiger Einsichten an? Wenn man dies als Meister versucht, welcher Schüler ist in diesem Augenblick bereits empfänglich dafür?

- Dein Einstellung Schlankili ist weit besser, als die vieler anderer. Respekt, du bist auf dem richtigen Weg. Du bist sicher auch ein guter Chef. Jetzt fehlt nur noch die Suche.

@Katzuko
Zitat:
Jemand der sich mit dem Titel ansprechen lässt und wert darauf legt das man sich unter ihn stellt kann niemals ein Meister sein.
Das zu fordern, zeigt Unreife. Sich darüber zu freuen, wenn man so genannt wird, zeigt nur menschliche Schwäche - in diesem Punkt. Die Frage ist: Wie ist das übrige Verhalten des "Meisters"?

@Shanti
Zitat:
Und wie soll ich mein eigener Meister werden ohne einen Meister zu haben?
Den ersten Teil der Antwort finden wir in der Toyota-Werbung. Der zweite Teil findet sich in dem aufrichtigen Bemühen! Hilfe kannst du in Büchern wie "BUDO" von Lindt finden. Wenn du dann ein klares Bild von deinem Idealen Meister hast, versuche so zu sein, wie er/sie. Alles andere erschließt sich dir auf dem Weg.
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  #18  
Alt 21-10-2005, 11:34
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Standard mein Meister

Im Gegensatz zu den meisten die sich hier äußern, habe ich einen Meister.

Ich bin kein Sektenanhänger und gebe nichts auf Guruzeug oder Gebete.

Ich habe meinen Sifu kennengelernt ohne dass ich es wollte.
Bis dahin hatte ich mit Kampfkunst nichts am Hut. Er zeigte mir ein paar KungFu Schläge und redete mit mir.

Ich wusste auch nicht, dass er ein "Meister" ist.

Nach zwei oder drei Gesprächen mit ihm, war klar: dieser Typ hat von Kung Fu unnd vom Leben und von sich und von mir so viel verstanden, dass ich nicht zögerte und mich ihm anschloss...seither bin ich bei ihm im Training.

...die klassische Story vom unwissenden Schüler der seinen Meister findet, aber ich schwöre, sie ist wahr!

Ich erkenne meinen Sifu daran, dass ich ihm absolut vertrauen kann, ohne meine Eigenverantwortung oder eigene Gedanken für ihn aufgeben zu müssen.

Er ist für mich mein bester Freund, Vorbild in der KK, ein Vorbild im Leben und der Ansporrn so lange die Kampfkunst und das Leben zu trainieren, bis auch ich eines Tages ein Meister sein kann.

Meister und Schüler stehen in liebevoller und respektvoller Beziehung zueinander,die Weitergabe der höchsten Erkenntnisse des Lebens erfolgen von Herz zu Herz und nicht aus Büchern.

Tipp: Wenn Du auch nur eine Sekunde daran zweifelst, ob jemand ein oder dein Meister ist, dann vergiss ihn!
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  #19  
Alt 21-10-2005, 11:42
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Also ich habe so Probleme mit der Begrifflichkeit. Was ist denn bitte ein "Meister" für euch. Mein Haupttrainer, Sifu Larry Hartsell, ist für mich mein Instructor, ein Freund und mein Mentor. Aber er ist nicht etwas, das ich mit "Meister" betiteln würde.
Meister im Sinne von Lehrer würde ich ja noch annehmen können, aber bei inigen scheint das hier weitaus weiter in Richtung Guru o.ä. zu gehen...

Grüsse
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  #20  
Alt 21-10-2005, 12:01
Benutzerbild von Kazuko
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Zitat:
Zitat von jkdberlin
Mein Haupttrainer, Sifu Larry Hartsell, ist für mich mein Instructor, ein Freund und mein Mentor. Aber er ist nicht etwas, das ich mit "Meister" betiteln würde.
Genau das würde ich mit Meister betiteln...

Was würdest denn du damit betiteln?

Kazuko
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  #21  
Alt 21-10-2005, 12:22
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@Weidemann:

Zitat:
Zitat von Weidemann
Wo ist die Grenze? Wo fängt das Vermitteln höherer geistiger Einsichten an? Wenn man dies als Meister versucht, welcher Schüler ist in diesem Augenblick bereits empfänglich dafür?
Da ist für mich keine Grenze, da ich mich, sowie niemanden anderen als Meister ansehen kann. Für mich persönlich ist das ein negativ behaftetes Wort. Wenn wir z.B. von völligem Vertrauen sprechen, und extrem guten Verständis und evtl. Deckungsgleichheit (Annährung) der Meinungen und Einstellungen, dann ist das für mich ein Freund! Dieser Freund kann sicher auch parallel Trainer sein, aber Meister...

Zitat:
Zitat von Weidemann
Jetzt fehlt nur noch die Suche.
Ist nicht das ganze Leben eine Suche nach Freundschaften und Menschen mit denen man sich umgeben möchte? Egal ob zum aufschauen oder zum Helfen! Möchte nicht jeder in der Gesellschaft nette, liebenswürdiger Menschen sein, mit denen man Ängste und Probleme, sowie Freude und Erfahrungen, austauschen kann?

@PaiMei

Zitat:
Zitat von PaiMei
Meister und Schüler stehen in liebevoller und respektvoller Beziehung zueinander,die Weitergabe der höchsten Erkenntnisse des Lebens erfolgen von Herz zu Herz und nicht aus Büchern.
Würde ich leicht umformulieren:
Freunde stehen in liebevoller und respektvoller Beziehung zueinander,die Weitergabe der höchsten Erkenntnisse des Lebens erfolgen von Herz zu Herz und zwar bidirektional!

Denn bedenke, auch jeder "Meister" wird von seinen "Schülern" lernen, denn jeder "Schüler" ist eine andere Persönlichkeit mit ganz eigenen Erfahrungen und Emfpindungen, die er allein durch seine normalen Reaktionen zeigt. Findet so nicht ein Austausch statt und macht Sie das nicht zu Freunden?

@jkdberlin

Zitat:
Zitat von kdberlin
Also ich habe so Probleme mit der Begrifflichkeit. Was ist denn bitte ein "Meister" für euch. Mein Haupttrainer, Sifu Larry Hartsell, ist für mich mein Instructor, ein Freund und mein Mentor. Aber er ist nicht etwas, das ich mit "Meister" betiteln würde.
Genau so sehe ich das auch. Für mich ist das Wort "Meister" vor allem dadurch negativ belastet, da ich mir einen Meister als etwas vorstelle, was als allwissend angesehen wird. Und ich denke niemand darf sich anmaßen sich allwissend zu nennen. Weder ich selbst, noch irgend jemand anderes! Ich kenne einige Menschen, die hochintelligent sind, die extrem viele Erfahrungen gemacht haben und dadurch für mich immer wieder Ansprechpartner sind für Probleme und ähnliches, doch keiner aus diesem Kreis ist allwissen und niemand wäre so weit gekommen in seinem Wissen und seiner Erfahrung, wenn er nicht ständig auch von anderen lernen würde, ob von mir oder jedem Menschen den man trifft.

Darauf kommt es an, wenn Ihr jemanden als Meister bezeichnen wollt, dann bezeichnet die gesamte Menschheit und das Leben als Meister. Jedes Individuum und jeder Moment, ob schlecht oder gut, gibt uns die Möglichkeit daraus zu lernen.

Uuuups, war das ein Schlussplädoyer...

Schlankili
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  #22  
Alt 21-10-2005, 12:23
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Äh, wie bitte? Warum sollte ich Lehrer und Freund = Mentor noch anders betiteln?
Deswegen frage ich ja nach, was hier mit "Meister" gemeint ist.

Grüsse
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  #23  
Alt 21-10-2005, 12:42
Benutzerbild von Sordid
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Schlankili, ich werde einen Fanclub für dich gründen!
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  #24  
Alt 21-10-2005, 12:46
Benutzerbild von Schlankili
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@Sordid:

- Scherzmode on -

Kannst ja Meister zu mir sagen ...

- Scherzmode off -

Da werd ich ja rot ...
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  #25  
Alt 21-10-2005, 13:24
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Exclamation

Warum braucht man den Begriff "Meister", wenn er gleichbedeutend mit Mentor oder Lehrer ist?

Unser heutiger (westlicher oder europäischer) Begriff Meister wird verwendet in der Bedeutung von zum Beispiel "Handwerksmeister".

(früher war das auch bei uns anders)

So ist ein Maurer nach abgelegter Prüfung ein Maurermeister.
Damit darf er ein Bauunternehmen aufmachen und Maurer ausbilden.

Aber eben nur das.

Ein Meister in der Form wie wir ihn hier diskutieren ist etwas völlig anderes (jedenfalls in meinen Augen).

Meister der Kampfkunst nach althergebrachtem östlichen Verständnis vermitteln ihren Schülern mehr als die Techniken.
Sie haben auf dem Weg der Kampfkunst (das Wort für Weg ist ja "Do" wie in Judo) gelernt, ihr Glück zu finden.

Wobei Glück gleichzusetzen ist mit einer anderen Sicht der Dinge.

Natürlich kann niemand, auch kein Meister ALLES können,
aber Meisterschaft hat weniger damit zu tun, wieviel man auswendig sagen kann oder wieviele verschiedene Armhebel man kennt.

Meisterschaft zeigt sich zum Beispiel in der Art, wie etwas getan wird. Das muss kein Tobi-Ushiro-Geri sein, es reicht ein Zuki.
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  #26  
Alt 21-10-2005, 14:19
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Zitat:
Zitat von Schlankili
Also ich finde diese Diskussion etwas unsinnig, vielleicht auch, weil ich nicht viel von traditionellem Schnickschnack halte. Ich habe auch einmal einen Schüler gehabt, der mich Meister nennen wollte. Das ging mir persönlich ziemlich auf die Nerven und ich habe einige Wochen gebraucht, bis er mich mit meinem Vornamen angesprochen hat. Ebenso hasse ich das, wenn man mich im Training mit Sie anspricht.

Sicher halte auch ich oftmals einige Moralpredigten beim Training (Und halte dies auch für meine Pflicht!), weil es mir eben nicht egal ist, ob sich meine Jungs auf der Straße hauen oder im Umfeld, beispielweise auf einem Wettkampf daneben benehmen. Dennoch bin ich der Meinung, dass das nie auf Meister/Schüler Basis funktionieren kann, sondern eher auf freudschaftlicher Basis, gepaart mit einer leichten Vorbildfunktion.

Und ich denke, als Trainer sollte man in vieler Hinsicht immer ansprechbar für seine "Schützlinge" sein und auch mal ein offenes Ohr für persönliche Probleme haben. Aber das ändert nichts daran, das man ist, was man ist, ein Trainer und kein Meister.

Genauso halte ich das in meiner Firma mit meinen Angestellten, dort bin ich in erster Hinsicht Kollege, auch wenn ich in letzter Konsequenz das Sagen haben. Dort, sowie als Trainer will ich durch meine Kompetenz und mein Können Respekt erreichen und nicht durch Pseudotitel wie Meister oder Ähnliches.

Vielleicht habe ich nur auch ein überspitztes Bild eines Meisters im Kopf, der seine Wirren Gedanken zum Besten gibt ohne den Sinn zu erklären. Seine Schüler laufen ihm nach ohne eigenständig zu denken. Das ist gerade in dieser Zeit verkehrt. Die Leute verlernen ohnehin schon das selbstständige Denken, da muss ich nichts mehr vorkauen. Fördern ja, Vorkauen nein!

Hoffe das war jetzt nicht zu konfus und Ihr versteht was ich meine. Wenn nicht bitte nachfragen...

Gruß,

Schlankili
also ich habe ein anderes bild von einem meister, es ist traditionell (in china) so das ein meister nicht die schueler unterrichtet sondern die aelteren schueler die juengeren, also die besseren die anfaenger, dann ist ein bruederliches verhaeltniss in meinen augen sehr sinnvoll aber ich denke das ein meister andere aufgaben hat. bitte nicht fragen welche ich bin keiner also weis ich es nicht. bin ich auf dem holzweg?
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  #27  
Alt 21-10-2005, 14:23
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Hmm...scheinbar existieren hier diverse Definitionen für einen "Meister"...

Grüsse
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  #28  
Alt 21-10-2005, 14:34
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Beiträge: 15
Exclamation richtig

ja ich denke das jeder nach dem lehrer oder meister suchen sollte der ihn/sie am subjecktiv besten weiterbrigt. zu sagen so oder so muss es sein ware sinnlos.
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  #29  
Alt 21-10-2005, 17:36
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Registrierungsdatum: 21.10.2004
Beiträge: 26
Thumbs up mein meister- Dein Meister?

Lieber Charlie Keen,

natürlich muss jeder seinen Meister finden.

Wenn alle sagen dieser oder jener sei ein Meister, ich finde aber, dass er keiner ist, dann kann er nie mein Sifu werden.

Allerdings hast Du mit dem alten China nicht recht.
Deine Darstellung hört sich so an, als ob die alten Meister nur die Buchführung in ihrem Dojo gemacht haben und alles andere den älterren Schülern überlassen haben.

In Wahrheit war es damals so, dass ein Meister der Besitzer eines Anwesens war und er mit seinen Schülern dort zusammen gelebt hat.l

Alle hatten spezielle Aufgaben zu erledigen.

Die jungen Anfänger waren die untersten und mussten die niedrigsten Arbeiten verrichten.

Je älter Du wurdest und je höher du in dieser Gemeinschaft kamst, desto verantwortungsvoller wurden Deine Aufgaben.

Dies beinhaltete auch das Unterrichten der Jüngeren (wie es heute auch in den meisten Stilen praktiziert wird)

Aber, was glaubst Du, von wem haben die Fortgeschrittenen gelernt?

Natürlich gibt es verschiedene Definitionen von Meister, aber das hat mit "traditionellem Schinckschnak" nun wirklich nichts zu tun.
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  #30  
Alt 21-10-2005, 20:58
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Beiträge: 4
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Hallo
Also zu dem Thema gibt es einiges zu sagen. Also ein Meister ist in erster Linie mal ein Vorbild, er stellt das Ideal dar und er lebt was er lehrt. Als Mensch hat natürlich auch ein Meister seine Fehler. Ein Meister zu sein hat nicht viel mit gesammeltem Wissen zu tun, eher mit Reife und (Lebens)Erfahrung. Um ein Beispiel zu nennen was gemeint ist:
Jeder von Euch war mal jung und musste zur Schule, die Eltern sagten Euch "Junge" (oder auch Mädchen) "das ist gut für dich, das brauchst du für deine Zukunft, damit aus dir was wird". Und jetzt die Frage, wer von Euch hat den wahren Sinn der Worte damals verstanden? Niemand. Ihr wusstet zwar dass zur Schule gehen gut für Euch ist (von Euren Eltern), aber ihr habt nicht verstanden warum. Das verstehen kam erst mit der Erfahrung (als ihr aus der Schule raus wart). Auch kann ein Meister kein Freund (im Sinne von Freund) sein, ebensowenig wie euer Vater euer Freund ist oder sein kann, das Respektsverhältniss wäre nicht das richtige. Ein Meister achtet nicht auf Eure Technik, sondern auf das was ihr tut und wie ihr es tut. Er bringt euch dazu zu kämpfen, undzwar mit euch selbst. Er provoziert euer Ego und beobachtet Eure Reaktion darauf. Ein Meister ist derjenige der sich selbst immer und immer wieder besiegen kann. Dies tut ein Meister ständig und sein Leben lang.

In diesem Sinne.......
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