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#1
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| hallo alle! wollte mal wissen wie ihr über den psychischen determinismus denkt. glaubt ihr wie ich und vertretet die meinung der psychoanalyse und neurowissenschaft, das wir psychisch determiniert sind, also das "ich" nicht der herr der seele ist oder die wissenschaft keine gültigen ergebnisse liefert und den freien willen doch besitzen? für die, die vom psychischen determinismus nichts gehört haben: der psychische determinismus geht davon aus, das wir nicht die verursacher unserer eigenen gedanken, gefühle, entscheidungen usw. sind sondern unbewusste prozesse im gehirn uns steuern. sobald z. B. eine entscheidung ins bewusstsein gelangt, haben wir das gefühl, wir hätten uns selber für diese entscheidung getroffen, obwohl das unbewusste/unterbewusstsein uns steuert und das bewusstsein also keinen einfluss auf das gehirn hat. gruß choi! Geändert von Engin (13-10-2006 um 20:56 Uhr). |
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#2
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| Ich glaube keine Theorien die in Büchern geschrieben wurde, ohne daß sich mal einer genau angesehen hat worauf diese Theorien denn basieren. Mehr als eine MEINUNG ist das meiste nämlich nicht, und dann kommt ganz viel interpretieren. Ich habe derartig viel unlogischen Mist oder völlig unbewiesene Deutungen gelesen, daß ich mich auf sowas gar nicht einlasse. Ich als Aussenstehender konnte bei Experimenten oft sofort sehen daß die Deutung der Ergebnisse in eine Richtung ging die man sich vorher schon ausgedacht hat. Ein logischer Schluß war dabei nicht zu erkennen, die Ergebnisse hätten auch beliebig anders interpretiert werden können. Umstände und Rahmenbedingungen spielen oft eine immense Rolle. So, und jetzt zur konkreten Frage: was genau meinst Du damit ? Es gibt mit Sicherheit einen Vorrat an determinierenden Emotionen die sich aus Erlebtem, und einem Instinktanteil zusammensetzen. Dabei unterliegt das Ergebnis Wechselwirkungen, also ein Faktor kann die Tendenz anderer Faktoren "überschreiben". Dabei kommt es dann zu Konflikten die sich wieder bemerkbar machen. Was man dabei übersieht ist, daß man die Faktoren durchaus bearbeiten kann. Das geht aber nicht über Nacht, sondern ist begrenzt. Wie stark man sich in welche Richtung entwickelt, hängt davon ab wie genau die eigene Disposition ist. Es gibt sicher Leute bei denen die selbstzerstörende Tendenz stärker als die heilende ist, die werden sich einfach immer wieder kaputt machen. Bei den anderen werden sich die Störungen langsam verringern, bis sich die Urtendenzen wieder stärker bemerkbar machen. Der "freie Wille" ist da nicht einheitlich, sondern eine Momentaufnahme. Und es reicht nicht zu wollen daß eine Neurose aufhört, sie hört erst wirklich auf wenn die Ursache bearbeitet ist. Man wird also eine schöne Mischung aus 45 verschienenen Emotionen haben, die dynamisch eine "Meinung" entwickeln was gerade wichtig ist. Und das wird dann für eine Weile getan. Sobald sich die Emotionen ändern, kann das was "richtig" oder wichtig ist sich verändern. Daran ändert auch keine Psychoanalyse der Welt etwas. Man ist, was man ist, und was man ist ändert sich, ständig. Die Grundemotionen sind immer die gleichen, da sich die Gewichtung aber ändern kann, ändert sich somit immer etwas das was bei der Kommunikation der Gefühle heraus kommt. Ich bin mir sicher daß die Hirnforschung da aber ERHEBLICH konkretere Mechanismen benennen kann, als "die Psychoanalyse". Welche ? Aus welcher Zeit ? Von welchen Autoren ? Jeder hat die Tendenz, eigenen Glauben als etwas wichtiges verbreiten zu wollen, ob es stimmt oder nicht. Ich halte das übrigens für einen Reinigungsmechanismus, man drückt Dinge aus von denen man bereits ahnt daß da irgendwas nicht in Ordnung ist, und hofft auf eine Änderung durch Feedback. Das Feedback kann aber AUS EINEM SELBST kommen, da es eine Instanz in einem gibt die exakt und unmissverständlich exakt weiß was genau sich in der Seele abspielt, und was gut für einen ist und was nicht. Darauf hören zu üben geht aber über die ganze Breite von Emotionen wie Scham, Furcht, usw. Im Übrigen ist die wichtigste Methode wie man mit den Emotionen "arbeitet" die, sich mal hinzusetzen, sich nicht mehr irgendwas zurechtzulegen und zu "überlegen", sondern die Gefühle machen zu lassen. Das passiert von alleine, was dann wichtig ist. Nicht denken als Mittel das sich kaputt überlegen aufzuhören. Vor lauter Furcht man würde etwas falsch machen, macht man dann nämlich ziemlich viel Blödsinn. Geändert von Klaus (10-10-2006 um 15:46 Uhr). |
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#3
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#4
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| Zitat:
![]()
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#5
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| Zitat:
wenn man die psychologischen ausprägungen betrachtet, findet man allerdings auch über den philosophischen bereich zusammenhänge, die sich mit den neurologischen erkenntnissen decken und sich einer empirischen überprüfbarkeit nicht entziehen. |
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#6
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Und die Psychoanalyse kann auch prinzipiell keine Aussagen darüber treffen. Sie behauptet zwar, dass Unbewusste würde einen starken Einfluss auf unsere Handlungen ausüben, aber ob das Unbewusste im streng naturwissenschaftlichen Sinne determiert ist, kann auch sie nicht entscheiden. Dazu fehlt ihr einfach das Handwerkszeug. Eines der interessantesten Bücher zu diesem Thema in jüngster Zeit: Freedom Evolves
__________________ But if they tell you that I've lost my mind Baby it's not gone just a little hard to find |
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#7
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| Gibt es ein Bewusstsein ? |
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#8
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__________________ But if they tell you that I've lost my mind Baby it's not gone just a little hard to find |
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#9
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| Zitat:
wenn ich jetzt das gefühl habe, ich habe mich selber für dieses oder jenes entschieden, dann behaupte ich ja, das ich das "bewusst"(mein Bewusstsein) entschieden habe, obwohl das unbewusste, der name sagt es ja schon "unbewusst" der teil der psyche sich dafür entschieden hat, weil das unbewusste/unterbewusstsein zeitlich vor dem bewusstsein ensteht. wenn das unbewusste nicht zeitlich vor dem bewusstsein entstehen würde, würde es ja logisch gar nicht unbewusst sein. und außerdem ist das bewusstsein abhängig vom gehirn. ich meine damit, wenn das gehirn das bewusstsein erzeugt, ist das gehirn die ursache und das bewusstsein die wirkung, also hat das bewusstsein keinen einfluss auf das gehirn. und deshalb können wir nich sagen, unser bewusstsein entscheidet über unser gehirn, der ja unsere entscheidungen, gefühle, handlungen und gedanken steuert und bestimmt. |
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#10
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![]() So einen ähnlichen Thread gabs übrigens schon mal. "Ist Bewußtsein auf neuronale Aktivität zurückzuführen?" oder so ähnlich. Lesenswert. |
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#11
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#12
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| Zitat:
Dass das Bewusstsein vom Gehirn abhängig ist, bestreitet niemand. Aber es ist nicht das gleiche, wie zu behaupten, das Gehirn erzeugt das Bewusstsein. Viele Menschen, darunter auch ich, nehmen an, das Bewusstsein sei ein Epiphänomen der Gehirnaktivität. Andere wiederum nehmen an, das Gehirn sei nur Empfänger/Vermittler für die Aktivitäten des Bewusstseins, sozusagen seine Pressestelle Die Frage ist noch offen.Außerdem ist die Gleichung Gehirn=Bewusstsein in der Form sicherlich falsch. Es gibt durchaus Lebensformen, die zwar über ein Gehirn, aber nicht über ein Bewusstsein verfügen.
__________________ But if they tell you that I've lost my mind Baby it's not gone just a little hard to find Geändert von Trinculo (26-01-2007 um 22:51 Uhr). |
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#13
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| Zitat:
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#14
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| Was ist mit Wahnsinnigen, kann man die in solchen Forschungszwecken integrieren ? |
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#15
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| Zitat:
Ob man Wahnsinnige in Forschungszwecke integrieren kann? Ob man Wahnsinnige zu Forschungszwecken integrieren kann? Ob man in Forschungszwecken Wahnsinnige integrieren kann? ![]() Könntest Du bitte versuchen, Deine Frage neu zu formulieren?
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