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Philosophie, Esoterik und Tradition Diskussionen zu philosophischen und traditionellen Aspekten von Kampfkunst, Kampfsport und Selbstverteidigung.



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  #271  
Alt 20-03-2017, 23:35
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Kampfkunst: KM, MMA
 
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Privat soll jeder glauben und machen was er will. Solange er damit anderen nicht auf den Wecker geht oder Religion verstaatlicht wird. Oder wie Cam76 hier anderen rät die "Brile" abzunehmen um diese schönen Dinge der Religion wahrnehmen zu können. Sorry, ich weiß nicht ob ich lachen oder kotzen soll..

Religion ist kein Bisschen wichtig für die Erziehung. Viele merken schon in der Schule was es für ein Schwachsinn ist, oder sie interessieren sich privat mehr darüber und schaffen sich ihr Wissen selbst darüber an.
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  #272  
Alt 21-03-2017, 07:11
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Zitat:
Zitat von Kraken Beitrag anzeigen

Anhand welcher Faktoren misst du "Schönheit" wie kann man das Naturwissenschaftlich definieren und überprüfen, ob etwas schön ist?

Wie kann man Schönheit und Ästhetik MESSEN?

Es gibt so ein paar Ansätze, zB ob Proportionen dem Goldenen Schnitt folgen, oder ob es viele lokale Symmetrien gibt. (sehr interessant dazu "15 geometrical properties" von Christopher Alexander)

Aber das besondere Etwas, das aus einer schönen Frau eine sehr schöne Frau macht, oder aus einer handwerklich gut gestalteten Tasse ein unsterbliches Kunstwerk (zB die kizaemon-Teeschale) - das lässt sich in der Tat nicht messen.
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  #273  
Alt 21-03-2017, 07:19
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Kampfkunst: WT
 
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Zitat:
Zitat von rambat Beitrag anzeigen
nicht ich habe behauptet, es habe bereits vor jesus ein "christentum" gegeben.

hab ich ebenfalls nicht behauptet.

Das hat vermutlich irgendwer in seinem Kopfkino so gesehen, das steht im ganzen Thread wohl nicht drin.
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  #274  
Alt 21-03-2017, 08:01
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Kampfkunst: JJ, Judo (früher), rumstehen und im Kreis gehen
 
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Zitat:
Zitat von Leny Beitrag anzeigen
Privat soll jeder glauben und machen was er will. Solange er damit anderen nicht auf den Wecker geht [...].
Was du nicht willst, was man dir tu.... ach ne, das ist ja wieder Religion... oder auch nicht, wenn man es mit Kant formuliert.

Was ich sagen will: Religion kann durchaus brauchbare Inputs für die Moral geben. Muss aber nicht.
Bezüglich der Moral sehe ich persönlich mich auch eher in der Aufklärung verhaftet. Allerdings, wenn Gott als Autoritätsargument funktioniert, solls mir recht sein.

Da habe ich allerdings gerade dieser Tage so meine Zweifel....

Überhaupt ist Glaube und Religion in meinen Augen strikt zu trennen.

Was jemand persönlich glaubt, ist seine Sache.
Zumindest seltsam wird es in meinen Augen aber, wenn eine Gemeinschaft festlegt, was jetzt alle glauben sollen oder gar müssen. Widerspricht m.E. schon der Grundidee, und schafft meistens Ärger.
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  #275  
Alt 21-03-2017, 08:14
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Hallo zusammen,

nach dem ich mich hier so ein bisschen durch gefräst habe ist mir aufgefallen das eigentlich immer Glaube(n) und Religion als das selbe betrachtet oder dargestellt werden.
Ist/sind sie aber nicht!
Ein Gläubiger muß keiner Religion angehören und umgekehrt ist ein Religiöser nicht unbedingt gläubig.
Deshalb bin ich davon überzeugt das Religion in der Erziehung suboptimal ist aber der/die/das Glauben durch aus eine Stütze und Leitfaden in selbiger seien kann.

Und dann habe ich noch ein kleines Experiment für Euch.
Sucht Euch mal so eins ,zwei, drei Leute und stellt Euch mit denen vor einen Spiegel.
Und während Ihr Euch und Eure Mitstreiter im Spiegel betrachtet, denkt Ihr bitte mal über folgendes intensiv nach: "Und Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild".

Was fällt Euch dann auf??

Auf die Antworten bin ich echt gespannt.

Gott zum Gruße
xrune
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Geändert von xrune (21-03-2017 um 08:15 Uhr). Grund: Rechtsschreibung
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  #276  
Alt 21-03-2017, 08:18
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Ich glaube hier ist bald zu
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  #277  
Alt 21-03-2017, 08:23
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Zitat:
Zitat von Leny Beitrag anzeigen
Religion ist kein Bisschen wichtig für die Erziehung. Viele merken schon in der Schule was es für ein Schwachsinn ist, oder sie interessieren sich privat mehr darüber und schaffen sich ihr Wissen selbst darüber an.
brille wegnehmen, relativieren, auch von andere situationen als die wohl behütete eigene ausgehen, das ist schon ein guter rat.

man muss glauben denn jeder merkt irgendwann dass alleine man schwach ist. man glaubt daher an der famillie, gemeinschaft, clan, gesellschaft, staat oder was auch immer für eine form des zusammenlebens bei dir gibt. wenn die nicht mehr helfen können, nicht wollen oder sich gegen einem wenden, dann kann man sein leben beenden oder beenden lassen oder an schicksal oder eine höhere gerechtigkeitsinstanz glauben.
diese art von glaube brauchen zumindest minderheiten, unterdrückten, leute im krieg, in einer diktatur, krisenregionen, usw. bei uns kommt das eher nicht ... ... eher die zombie apokalypse...
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  #278  
Alt 21-03-2017, 09:17
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Zitat:
Zitat von miskotty Beitrag anzeigen
Ich glaube hier ist bald zu
Ist vielleicht auch besser so.
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Das Verstehen ist ein Wiederfinden des Ich im Du.
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  #279  
Alt 21-03-2017, 09:48
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Alter: 37
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Mir kam gerade folgender Gedanke:
Krakens Thema war ja anfangs Religion und Erziehung. Und wir sind hier in einem Kampfkunst-Board und deshalb drängt mir ein Vergleich auf:

Religion verhält sich zur Erziehung wie Kampfkunst zur Kampffähigkeit.

Historisch (also in meinem Kopf betrachtet) war eine Kampfkunst in erster Linie ein Überlieferungssystem für kampfrelevante Inhalte. Es gab ja kein Youtube, schreiben und malen konnte auch nicht jeder und die Pferde waren halt a bissl langsam, sodass man nicht mal fix übers Wochenende 600km zum nächsten Grappling-Seminar fahren konnte. Da hat sich dann eben hier und da ein System etabiliert, das feste Trtainingsabläufe beinhaltete und später ritualisiert wurde. Hat damals Sinn gemacht (@Sebastian Sick: nicht hinsehen).
Heute können sich die Leute (manchmal) sehr erfolgreich informieren und ihren Stil, ihre Kunst selbst zusammen dengeln, Stile wechseln, kombinieren und dabei durchaus kampfstark werden (Bsp.: MMA).

Bei der Religion scheint es mir ähnlich zu sein: schwacher Staat + wenige Informationsquellen haben (z.B. im Mittelalter) ein Vakuum geschaffen, welches von der Kirche gefüllt wurde - mit Regeln des Zusammenlebens, Moralvorstellungen, Werten usw. Hat damals auch durchaus Sinn gemacht. Bis es ebenfalls (kaputt) ritualisiert wurde. Heute ist die Religion nicht mehr zwingend notwendig, da es genügend andere Quellen für Werte und Moralvorstellungen gibt, auch genug Vorbilder außerhalb der Religion. Man kann sich also die Rosinen rauspicken und bei Bedarf ein Zen-Tao-Vegan-Greenpeace-Queeer-Demokrat werden, ohne eine Kirche je von Innen gesehen zu haben.

Religion ist in meinen Augen überholt, Gott ist tot usw.

oder auch

*hier eine beliebige KampfKUNST einsetzen* ist veraltet und ihr Gründer unter der Erde.

Aber wem es Spaß macht, der kann ruhig der Sache weiter nachgehen.

Es gibt viele Leute, die eine alte, ritualisierte Kampfkunst betreiben und damit glücklich sind obwohl es MMA gibt. Und solange sie nicht auf die Barrikaden gehen und erzählen, dass ihre Kampfkunst die einzige wahre ist, ist doch alles in Ordnung. Mit der Religion und Atheismus sehe ich das durchaus ähnlich.
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  #280  
Alt 21-03-2017, 11:09
Benutzerbild von rambat
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Zitat:
Zitat:
Zitat von rambat
nicht ich habe behauptet, es habe bereits vor jesus ein "christentum" gegeben.
hab ich ebenfalls nicht behauptet.

Das hat vermutlich irgendwer in seinem Kopfkino so gesehen, das steht im ganzen Thread wohl nicht drin.
doch, tut es.

#105
Zitat:
Zitat:
außerdem sind die kanonischen texte nun mal die grundlage des christentums, das ist dogmatisch. insofern sind diese texte eigentlich NICHT beliebig "interpretierbar". jedenfalls nicht für diejenigen, die sich als "christen" verstehen.
nach deiner Argumentation gab es vor der Bibel (Textesammlung ) kein Christentum.

nach meiner Auffassung wurde mit dem Etablieren der Bibel (dem Einigen auf Anerkennung und Aufnahme bestimmter Texte) das Christentum (im Sinne der Lehre von Jesus Christus ) beendet und nur der Name blieb.

vll. reden wir deshalb bissel aneinander vorbei. sollte ich vll lieber von Urchristentum sprechen.? das wollte ich eigentlich vermeiden.
ich hatte diesen beitrag in meiner erinnerung einem anderen user zugeordnet, nämlich der dame discipula.
von ihr stammt er nicht, er wurde von cam67 geschrieben.

nichtsdestotrotz steht dort, es habe ein christentum VOR der bibel gegeben, denn mir wird entgegengehalten:
Zitat:
nach deiner Argumentation gab es vor der Bibel (Textesammlung ) kein Christentum.
um eine irrtümer zuzulassen: ich hatte sinngemäß geschrieben, daß die kanonischen texte die grundlage des christentums sind. und daß eines der grundlegenden dogmen des christentums lautet, die bibel als direkt von gott stammende anweisungen anzusehen. damit wäre meiner meinung nach auszuschließen, daß diese texte beliebig interpretiert werden dürfen ...
daraufhin antwortete cam 67 wie obenstehend zitiert.


gut, dann ist das für mich geklärt.
ich habe mich lediglich im verfasser geirrt, nicht in der sache.
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Geändert von rambat (21-03-2017 um 11:14 Uhr).
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  #281  
Alt 21-03-2017, 12:19
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Zitat:
Zitat von xrune Beitrag anzeigen
nach dem ich mich hier so ein bisschen durch gefräst habe ist mir aufgefallen das eigentlich immer Glaube(n) und Religion als das selbe betrachtet oder dargestellt werden.
wie sonst, denn wörtlich bedeutet die lateinische wurzel des wortes: "ehrfurcht", bezeichnet also einen verehrenden "inneren vorgang" angesichts von etwas, dem man sich (als mensch im allgemeinen) als untergeordnet betrachtet. es ist eine verehrende haltung gegenüber etwas, das als "übermenschlich" empfunden wird. diese zuschreibung als "übermenschlich" bzw. "übernatürlich" ist natürlich keine "wissenschaftliche" zuschreibung. es ist ein "glaube". der kann götter, geister, übermenschliche "heroen" (die zb. in den griechischen epen i.d.r. ein göttliches elternteil oder zumindest einen solchen vorfahren haben), eine übernatürliche, schaffend-ordnende "energie" mit oder ohne bewußtsein (wäre ja eigentlich so was, wie "gott") und vergleichbares betreffen
auch, wenn es in den details recht unterschiedliche definitionen gibt, so sind sie wesentlich mit der berühmten und sehr einfachen und damit griffigen definition von tylor in einklang, einem der frühen ethnologen des 19.jh. der als "begründer" der religionsethnologie gilt und eine "konstante" in allen "glaubensrichtungen" betonte: "religion ist der glaube an übernatürliche kräfte". punkt. kritik: zu idealistisch/intellektualistisch, weil nur die "innere einstellung" berücksichtigend. andere definitionen erweitern diesen "kern" entsprechend.

durkheim (sozialanthropologische aspekte betonend):
Zitat:
A religion is a unified system of beliefs and practices relative to sacred things, that is to say, things set apart and forbidden - beliefs an practices which unite into one single moral community called a Church, all those who adhere to them
geertz (symbolische kultur-anthropologie/ethnologie betonend):
Zitat:
a system of symbols which acts to establish powerful, pervasive, and long-lasting moods and motivations in men by formulating conceptions of a general order of existence and clothing these conceptions with such an aura of factuality that the moods and motivations seem uniquely realistic
spiro (die instutionalisierung betonend):
Zitat:
an institution consisting of culturally patterned interactions with culturally postulated superhuman beings
birgit meyer (den hiostorisch-soziologischen kontext betonend):
Zitat:
Rather than working with universal definitions, we need to realize that religion is always situated in history and society. [...] I take it that, broadly speaking, religion refers to the ways in which people link up with, or even feel touched by, a meta-empirical sphere that may be glossed as supernatural, sacred, divine or transcendental
allen gemeinsam: "system of beliefs", "conceptions of a general order of existance... aura of factuality ... moods", "postulated superhuman beeings", "meta-empirical sphere... supernatural, sacred, divine or transcendental" ... also: glaube.
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"I prefer them to be awake when I severe their arms and beat them to death with it." Maul Mornie und sein Verhältnis zu k.o.s
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  #282  
Alt 21-03-2017, 12:40
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Zitat:
Zitat von amasbaal Beitrag anzeigen
[...]
spiro (die instutionalisierung betonend):
[...]
Genau da sehe ich persönlich den Unterschied.
Für mich ist Religion institutionalisierter (und damit wohl in der Regel auch vereinheitlichter) Glaube.

Dem muss man ja nicht folgen, aber aus der Prämisse entspringt meine o.g. Aussage.
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  #283  
Alt 21-03-2017, 12:45
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Zitat:
Und während Ihr Euch und Eure Mitstreiter im Spiegel betrachtet, denkt Ihr bitte mal über folgendes intensiv nach: "Und Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild".
Mir fällt auf, dass man`s umdrehen kann: "Und der Mensch schuf Gott nach seinem Ebenbild". Passt auch.

Ist eigentlich wie bei Aliens: Dass die Menschenerfindung sind, wird durch nichts so deutlich wie durch ihre Menschenähnlichkeit. Die Fantasie ist halt doch begrenzt.
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Du sollst am Sabbat keine Fledermäuse rasieren.

Geändert von Terao (21-03-2017 um 12:47 Uhr).
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  #284  
Alt 21-03-2017, 12:55
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Zitat:
Zitat von Münsterländer Beitrag anzeigen
Für mich ist Religion institutionalisierter (und damit wohl in der Regel auch vereinheitlichter) Glaube....aus der Prämisse entspringt meine o.g. Aussage.
nein, denn das
Zitat:
Zitat von Münsterländer Beitrag anzeigen
Überhaupt ist Glaube und Religion in meinen Augen strikt zu trennen.
sagt etwas ganz anderes aus. wie kann es getrennt sein, wenn es "intutionalisierter GLAUBE" ist. entweder das hat nichts miteinander zu tun oder es ist beides in eins.
"institutionalisierter glaube" ist nicht "institution". zu religion xy gehört eine so und so gestaltete "kirche". eine kirche ohne glaube, ist keine kirche mehr.
bleibt nach wie vor aus allen möglichen blickwinkeln gültig: das vorhanden sein eines glaubens an etwas "übernatürliches".
da es genügend "glauben" gibt, die keine "institution" im eigentlichen sinne kennen (im animismus zb., wo es zwar "autoritäten" und "spezialisten" des rituals gibt, in vielen fällen aber keinerlei "organisation" im sinne von "institutionalisiert"), ist die "institution" also kein allgemeingültiger "gemeinsamer nenner" aller religionen, wohl aber der "glaube an übernatürliche kräfte", der in definierbaren menschlichen gemeinschaften tradiert wird.
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  #285  
Alt 21-03-2017, 13:00
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@amasbaal
Religion (von lateinisch religio ‚gewissenhafte Berücksichtigung‘, ‚Sorgfalt‘, zu lateinisch relegere ‚bedenken‘, ‚achtgeben‘, ursprünglich gemeint ist „die gewissenhafte Sorgfalt in der Beachtung von Vorzeichen und Vorschriften.“)[1]

[1]Religion. In: Kluge etymologisches Wörterbuch. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Berlin 2002

Also von daher fehlt Deinen Ausführungen etwas. Meiner Meinung nach etwas sehr wichtiges, nämlich der Teil mit der gewissenhaften Sorgfalt der Beachtung von Vorzeichen und Vorschriften.
Das macht aber den Unterschied zwischen einem Gläubigen und einem Religiösen aus.

@Münsterländer

Eben diese Institutionalisierung führte und führt leider immer noch zu Konflikten aller Art und Couleur.

@Terao
Aber es steht geschrieben das Gott den Menschen nach seinem Ebenbild schuf und nicht das sich jeder Mensch seinen eigenen Gott schuf oder immer noch schafft.
Aber ich glaube Du meinst so ziemlich das selbe, auch wenn Du Dich der ketzerischen Variante bedienst. Falls nicht stell es bitte richtig.
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