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Philosophie, Esoterik und Tradition Diskussionen zu philosophischen und traditionellen Aspekten von Kampfkunst, Kampfsport und Selbstverteidigung.



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  #16  
Alt 17-03-2017, 17:07
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Zitat:
Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
Mit dem Unterschied, dass solche Dinge zumindest im christlichen Glauben eindeutig und deutlich verboten sind und jenseits alles Vorstellungen dessen liegen, das Christentum ausmacht. Es widerspricht schon dem Grundsatz: Den 10 Geboten.

Solch einen inhärenten Schutzmechanismus kennt die Wissenschaft nicht. Wissenschaftlich ist es kein Problem, Tiere, oder auch Menschen, zu quälen und zu töten.
.
Du kennst aber schon auch das Alte Testament, oder?

Und zum zweiten Satz muß ich sagen: Es ist offenbar auch kein Problem, Mord und Totschlag mit den Regeln irgendeines Gottes zu begründen.
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  #17  
Alt 17-03-2017, 17:15
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Kampfkunst: Kämpfen
 
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Ich kenne das alte Testament vermutlich besser, als die meisten hier Anwesenden.

Deswegen schrieb ich ja auch:

Zitat:
Zitat von Kraken
Nur in Missachtung der 10 Gebote lässt sich Böses tun. Nur wer Berichte von Geschehnissen aus dem Zusammenhang reisst und so tut, als wären es kategorische Anweisungen, kann dies tun.
Wer nämlich so tut, als wären Berichte von damaligen Vorkommnissen in jedem Falle Handlungsanweisungen an heutige Generationen, der lässt ausser Acht, dass dem eindeutig NICHT so ist und dies auch klar und deutlich kommuniziert wird.

Beim Studium der Bibel sollte dies immer beachtet werden.

Auch den sozio-psychologischen Rahmen gilt es zu beachten.

Und wer glaubt, Religion wäre etwas schlechtes, weil im Namen der Religion schlechte Dinge getan wurden, der glaubt vermutlich auch, Frieden sei eine schlechte Sache. Denn im Namen des Friedens werden immernoch Kriege geführt.

Der glaubt auch, "Demokratie" wäre eine schlechte Sache.

Der glaubt auch "Konzentration" wäre eine schlechte Sache - man sehe nur, was in den Lagern geschehen ist.
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  #18  
Alt 17-03-2017, 17:22
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Kampfkunst: Karatedo
 
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Zitat:
Zitat von Kraken Beitrag anzeigen

Und wer glaubt, Religion wäre etwas schlechtes, weil im Namen der Religion schlechte Dinge getan wurden, der glaubt vermutlich auch, Frieden sei eine schlechte Sache. Denn im Namen des Friedens werden immernoch Kriege geführt.

Der glaubt auch, "Demokratie" wäre eine schlechte Sache.

Der glaubt auch "Konzentration" wäre eine schlechte Sache - man sehe nur, was in den Lagern geschehen ist.
Vermutlich. Also eine angegriffene Gesellschaft, die im Frieden leben möchte, soll sich gegen Aggression nicht wehren?

Es geht nicht darum, ob Religion gut sein kann. Es geht darum, wie sie tatsächlich wirkt. Und wenn sie im besten Fall mal so, mal so wirkt, was tut dann Gott, um seinem Wort Geltung zu verschaffen? Er sorgt nicht für Frieden, trotz seiner Allmacht.
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  #19  
Alt 17-03-2017, 17:51
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Zitat:
Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
Nur in Missachtung der 10 Gebote lässt sich Böses tun. Nur wer Berichte von Geschehnissen aus dem Zusammenhang reisst und so tut, als wären es kategorische Anweisungen, kann dies tun.
Wenn es nur nach den 10 Geboten geht, dann wären Köperverletzung oder Vergewaltigung nicht verboten.

Zitat:
Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
Solch einen inhärenten Schutzmechanismus kennt die Wissenschaft nicht. Wissenschaftlich ist es kein Problem, Tiere, oder auch Menschen, zu quälen und zu töten.
Die Naturwissenschaft ist nicht dazu da den Menschen zu sagen wie sie zusammenleben sollen. Die Naturwissenschaften erklären wie das Universum entstanden ist und wie die Welt zu dem geworden ist was sie jetzt ist.
Für die Regelung des Zusammenlebens der Menschen ist die Philosophie und die Ethik da. Dazu benötigen sie aber keinen Gott.

Die Wahrheit wird es in beidem aber nie geben. Was in der einen Philosophie falsch ist, ist in der anderen egal oder in Ordnung. Allerdings gilt das auch für die Religionen. Was in der einen Religion erlaubt ist, ist in der anderen Verboten. Und selbst innerhalb einer Religion kommt es immer auf die Auslegung des Einzelnen an.
__________________
“Das ist zwar peinlich, aber man darf ja wohl noch rumprobieren.”
- Evolution
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  #20  
Alt 17-03-2017, 18:07
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Zitat:
Zitat von OliverT Beitrag anzeigen
Wenn es nur nach den 10 Geboten geht, dann wären Köperverletzung oder Vergewaltigung nicht verboten.
Korrekt. Deswegen sind die 10 Gebote auch nicht die einzigen Gebote und Regeln, die kategorisch und unbedingt gelten.

Den Israeliten zu dieser Zeit war nämlich per Dekret jegliche sexuelle Handlung ausserhalb der Ehe verboten.

Dieses Gesetz hatte zum Ziel, die Frauen zu schützen: Wer mit einer Frau schlafen will, muss gefälligst auch für sie und die möglicherweise entstehenden Kinder sorgen.

Ohne modernen Wohlfahrtsstaat ist Alleinerziehung nämlich erst recht kein Zuckerschlecken.

Auch Körperverletzungen und andere Vergehen wurden durch ein geradezu revolutionäres Gesetz geregelt:

"Auge um Auge, Zahn um Zahn."

Dieses Gesetz verbot nicht nur grundsätzlich Handlungen gegen das Recht eines anderen und SOGAR gegen Menschen, die nicht Mitglied der eigenen Gruppe waren, was eine grosse Neuerung darstellte, sondern verbot gleichzeitig auch übermässige Rache.

Eine Beleidigung oder Verletzung durfte nun nicht mehr mit einer grossen Blutfehde vergolten werden, sondern lediglich ein Ausgleich musste stattfinden.

Man stelle sich das vor! Manche Kulturen und Individuen haben heute noch nicht diesen Stand erreicht.


Zitat:
Für die Regelung des Zusammenlebens der Menschen ist die Philosophie und die Ethik da. Dazu benötigen sie aber keinen Gott.
Gott in die Überlegungen zu integrieren ist nicht unbedingt notwendig. Für den grössten Teil der Menschen aber wünschenswert und für ihr Glück eben doch notwendig.

Wir Menschen benötigen auch keine Musik, Malerei, und allgemein keinerlei Schönheit, keinen Spass und keine Liebe.

Und wenn wir gewissen Strömungen erlauben, sich allzu sehr auszubreiten, werden wir diese "unnötigen" Dinge auch verlieren.
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  #21  
Alt 17-03-2017, 18:21
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Kampfkunst: Karatedo
 
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Zitat:
Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
Wir Menschen benötigen auch keine Musik, Malerei, und allgemein keinerlei Schönheit, keinen Spass und keine Liebe.

Und wenn wir gewissen Strömungen erlauben, sich allzu sehr auszubreiten, werden wir diese "unnötigen" Dinge auch verlieren.
.. weil du gerade von Strohmann-Argumenten sprachst ... Der Vergleich hinkt, wie auch schon oben der mit der Konzentration.

Welche Strömungen meinst du? Die Evangelikalen?

Und was mich noch interessieren würde: Du machst doch Kämpfe, wenn ich das richtig verstanden habe. Bittest du dafür IHN um Beistand? Ich frag mich nämlich, welchen Grund ER haben sollte, dir zu helfen und nicht deinem Gegner... so in der Richtung.
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  #22  
Alt 17-03-2017, 18:28
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Kampfkunst: Kämpfen
 
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Ich meine die Strömung der aggressiven, fanatischen Atheisten.

Die irrigerweise glauben, die Wissenschaft wäre atheistisch (sie ist agnostisch) und die sich selbst für moralisch derart überlegen halten, dass sie sich wie die Axt im Walde benehmen und glauben, sie hätten eine Rechtfertigung dafür, sich Gläubigen und allgemein Andersdenkenden gegenüber aufzuführen, wie die hinterletzten A*löcher.

Dieser Fanatismus ufert bisweilen in einen ausgewachsenen Faschismus. Inklussive der Eigenwahrnehmung als Retter und letzte Instanz.

Menschen, für die die Gefühle anderer bedeutungslos ist, und die sich selbst zum Richter über Alles hochstilisieren.

Zu deiner zweiten Frage: Ich bete vor Kämpfen stets, dass mein Gegner und ich beide gesund heimkehren mögen und dass er mir die Kraft geben soll, einen guten Kampf abzuliefern. Ich bete aus Prinzip nie um einen Sieg.
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  #23  
Alt 17-03-2017, 18:51
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Kampfkunst: Kendo
 
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Ich glaube ja, dass man nicht nicht religiös erziehen kann. In den meisten Fällen (Ausnahmen und späte "Erweckungserlebnisse" mal außen vor) werden die Kinder von nicht religiös erziehenden Menschen auch keinen wirklichen Zugang zur Religion finden, und die Kinder von religiös erziehenden Menschen werden den Glauben nie so richtig abstreifen können. Ist jedenfalls so meine Erfahrung.
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  #24  
Alt 17-03-2017, 18:55
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Zitat:
Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
Determinismus und freier Wille widersprechen sich keineswegs.

Es ist lediglich davon auszugehen, dass neben unseren 4 Dimensionen noch weitere vorhanden sind und die uns bekannte Kausalität nicht ausreicht, um alle Effekte zu beschreiben.

Viel mehr Dinge hängen seitwärts zusammen, als von vorne nach hinten.

Vereinfacht gesagt:

Das ich tun kann, was ich WILL schliesst nur diejenigen Dinge ein, die ich auch WILL. Also auch ein begrenzter Wille ist völlig frei.
Selbst wenn mehr Dimensionen existieren die sich auf die Kausalität eines
Ereignisses (hier einer menschlichen Handlung/Entscheidung) auswirken, dann ist der Mensch immer noch nicht frei in seiner Handlung. Nur die Komplexität der Kausalität erhöht sich. Im Endeffekt also immer noch ein simples "Einfallswinkel = Ausfallswinkel" nur mit einem zigfachen mehr an Variablen die aber in Summe trotzdem nur ein Ergebis zulassen.

Wenn deine Gedanken, Gefühle und Handlungen jetzt im Endeffekt rein neurophysiologisch gesehen also dennoch nur Ergebnisse von chemisch-elektrisch-biologischen Prozessen sind welche auf innere und äußere Einflüsse reagieren, dann sind auch alle deiner Entscheidungen nur ein Produkt des Zusammenspiels der eben genannten Faktoren ----> kein freier Wille möglich.

Allerdings sind diese Annahmen und Überlegungen auch nichts womit ich meine Kinder im jungen Alter konfrontieren werde. Eventuell im erwachsenen Alter (na wenn ich jetzt mal nicht die Kurve zum Topic bekommen habe )


Zitat:
Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
Natürlich kann ALLES missbraucht werden, um anderen zu schaden.

Mit dem Unterschied, dass solche Dinge zumindest im christlichen Glauben eindeutig und deutlich verboten sind und jenseits alles Vorstellungen dessen liegen, das Christentum ausmacht. Es widerspricht schon dem Grundsatz: Den 10 Geboten.

Solch einen inhärenten Schutzmechanismus kennt die Wissenschaft nicht. Wissenschaftlich ist es kein Problem, Tiere, oder auch Menschen, zu quälen und zu töten.

Politisch ist es kein Problem, Kriege zu führen. Es lässt sich politisch leicht rechtfertigen.

Da kann man Menschen auch sehr gut bilden und ihnen ALLEs beibringen über Wissenschaft und Politik, und sie können sich genauestens an die Regeln dieser beiden Systeme halten, und dennoch Atombomben entwerfen und damit Zivilisten bombardieren.

Wer hingegen den Glauben benutzen will, um andere zu Missetaten zu verleiten, der muss sich in Unkenntnis über grundlegende Inhalte befinden!

Nur in Missachtung der 10 Gebote lässt sich Böses tun. Nur wer Berichte von Geschehnissen aus dem Zusammenhang reisst und so tut, als wären es kategorische Anweisungen, kann dies tun.

Die Wissenschaft an und für sich hingegen ist sehr gut geeignet, um Böse Dinge zu tun, und dann die Effekte zu beobachten und Schlüsse zu ziehen.
Da stimme ich dir teilweise zu. Wissenschaft an sich ist erstmal ein rein neutrales Werkzeug. Wie ein Hammer mit dem man genauso gut etwas errichten wie zerschlagen kann.
Daher sehe ich es ja auch als notwendig das Kinder und menschen im allgemeinen sich mit Ethik und ggf auch mit Philosophie beschäftigen. Ethik hindert uns auch daran anderen zu schaden, aber kann eben nahezu kaum dafür genutzt werden um böses zu tun.

Du nennst hier das Christentum als positives Beispiel. Hat man nicht gerade in monotheistischen Religionen wie dem Christentum das Problem anderen Religionen gegenüber intolerant sein zu müssen?
Wenn ich aus Überzeugung Monotheist bin, muss ich alle anderen Götter doch verneinen und wecke damit evtl Konflikte mit den Menschen die an diese glauben.
Impliziere ich meinen Kindern damit nicht das es bei so fundamentalen Fragen nur eine einzige richtige Antwort bzw Sichtweise gibt und mache sie dadurch evtl intoleranter?

Wenn nur Menschen in Unkenntniss zu religiös motivierten Greueltaten fähig sind, dann waren aber verdammt viele Päpste, Bischöfe, Priester und sonstige Geistliche ziemlich unwissend über ihre lebenslang ausgeübte Religion.
Und selbst wenn dem tatsächlich so wäre, ist im Endeffekt nicht das Ergniss nur das entscheidende?
Anscheinend ist die Kombination aus Unwissenheit und Religion so häufig vorhanden das seit zigtausend Jahren bis in die heutige Zeit nahezu überall auf der Welt unzählige Menschen gedemütigt, unterdrückt, gefoltert und getötet wurden.
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"Kämpfen bis zum Ziel" ---> http://www.youtube.com/watch?v=8vJLm...eature=related
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  #25  
Alt 17-03-2017, 18:56
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  #26  
Alt 17-03-2017, 18:57
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Zitat:
Zitat von dermatze Beitrag anzeigen
Ich selber würde sehr gerne an einen Gott glauben können, ich kann es aber nicht. Bei diesen Voraussetzungen macht Religion in der Erziehung vermutlich keinen Sinn.
Jau, Kinder merken das sofort, inwieweit ihre Eltern denn nun wirklich glauben, oder nur drüber reden. Und wie bei so vielem in der Erziehung ist das alltäglich gelebte Vorbild viel entscheidender als jede bewusste "Erziehungsentscheidung".

Für meinen Teil muss ich sagen, ich bin zwar getauft, konfirmiert, zahle meine Kirchensteuern und plane auch nicht, jemals auszutreten, aber irgendeinen wirklichen Glauben an einen persönlichen Gott hab ich nicht, und, ehrlich gesagt, er hat mir auch nie wirklich gefehlt. Aber ich mag die Gebäude.
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Geändert von Terao (17-03-2017 um 19:01 Uhr).
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  #27  
Alt 17-03-2017, 18:59
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Zitat:
Zitat von Terao Beitrag anzeigen
Ich glaube ja, dass man nicht nicht religiös erziehen kann. In den meisten Fällen (Ausnahmen und späte "Erweckungserlebnisse" mal außen vor) werden die Kinder von nicht religiös erziehenden Menschen auch keinen wirklichen Zugang zur Religion finden, und die Kinder von religiös erziehenden Menschen werden den Glauben nie so richtig abstreifen können. Ist jedenfalls so meine Erfahrung.

Meine Eltern glauben an Gott, ohne einer Religion anzugehören. Andere mehr oder weniger wichtige Leute in meinem Leben ebenfalls. Ich dennoch nicht wirklich.
Das Argument mag abgedroschen sein, habe aber noch kein für mich hinnehmbares Gegenargument gehört auf die Frage, wo Gott in spezifischen Situationen ist, wenn etwas Schlimmes passiert. Wenn Menschen einfach hilflos ausgeliefert sind und sich selber nicht mehr helfen können.
Sowas ist für mich mit einer Vorstellung eines christlichen Gottes nicht in Einklang zu bringen. Gott gibt es (für mich) nicht, oder, was passiert ist ihm egal. Für mich als Mensch kommt das auf das Selbe raus.
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  #28  
Alt 17-03-2017, 19:00
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Zitat:
Zitat von liselottemeyer Beitrag anzeigen
Es rettet uns kein höh'res Wesen,
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Ja, oder aber auch nicht.
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  #29  
Alt 17-03-2017, 19:05
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Zitat:
Gott gibt es (für mich) nicht, oder, was passiert ist ihm egal. Für mich als Mensch kommt das auf das Selbe raus.
Ich hab mich tatsächlich schon gefragt, was ich an meinem Leben ändern würde, wenn ich über einen wirklich absolut unwiderleglichen Gottesbeweis stolpern würde. Antwort: Nichts. Ich würde weiterhin tun, was ich für richtig halte. Soll der doch richten.

That said, bin ich mir natürlich auch der Tatsache vollauf bewusst, dass ich eine Kultur mit der Muttermilch eingesogen habe, die in ihrer Philosophie, ihrer Ethik, ihrem Gesellschafts- und Menschenbild über viele, viele Jahrhunderte von kaum etwas stärker geprägt wurde als von einer ganz bestimmten Religion. So gesehen würde ich am Ende noch ganz aus Versehen im Himmel landen.
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Geändert von Terao (17-03-2017 um 19:16 Uhr).
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  #30  
Alt 17-03-2017, 19:23
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Zitat:
Zitat von Terao Beitrag anzeigen
Ich hab mich tatsächlich schon gefragt, was ich an meinem Leben ändern würde, wenn ich über einen wirklich absolut unwiderleglichen Gottesbeweis stolpern würde. Antwort: Nichts. Ich würde weiterhin tun, was ich für richtig halte. Soll der doch richten.
Das ist wirklich mal eine interessante Frage. Ich glaube, ich würde dann auch nichts wesentlich ändern.
Ich stamme aus dem Osten, auch wenn ich zu jung war, Religion spielte da, also auch für meine Eltern eine sehr sehr untergeordnete Rolle.

Also, du landest im Himmel, wir in Nordkorea. So n schei....
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