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#1
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| Hi, riesiges Forum! Ich arbeite momentan mit zwei Mitschuelern an einer Projektarbeit und habe eine wichtige Frage an Euch, hoffentlich im richtigen Forum. Die heutige und damalige, übliche Religion der Shaolin Mönche ist der Chen-Buddhismus. In einigen Punkten ist diese ebenfalls Verbunden mit den anderen großen Religionen aus China, wie dem Konfuzismus und dem Daoismus. Nun zur Frage : Was haben die damaligen oder heutigen Shaolin-Mönche mit den anderen Religionen gemein ? Diese werden nämlich in meinen Informationsquellen zusammen erwähnt, oder näher erklärt. Die genaue Verbindung wurde mir aber nie genau erleutert, außer die einigen, ähnlichen Gedanken innerhalb der Religionen, was ich aber nicht mit den Shaolin direkt in Verbindung setze. Danke für jede Hilfe. |
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#2
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| ... wie wär's, wenn Ihr Euch schlau macht, welche Inhalte Konfuzianismus und Daoismus ausmachen? Dann ergeben sich die Gemeinsamkeiten von alleine. In China gibt's übrigens auch noch Christen und Muslime. |
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#3
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![]() Zitat:
Zitat:
Viele grüße, iron |
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#4
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| Ich finde nicht, dass diese Verbindung für eine nähere Erklärung des Daoismus und Konfuzianismus in der Projektarbeit ausreicht. Lediglich in der genaueren Beschreibung des Buddhismus werde ich auf die genannten Religionen kurz rückkommen |
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#5
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| Ist nicht chi / qi ein Konzept, das aus dem Daosimus stammt? Ist nicht die Entstehung des Zen wesentlich von Daoismus und Konfuzianismus beeinflußt worden? Kann man die "drei Lehren" (in diesem Zusammenhang) überhaupt sinnvoll unabhängig voneinander betrachten? Carsten |
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#6
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| Hallo, ich denke, dass im gesamten asiatischen Raum diese geistigen Dinge nicht so stark voneinander differenziert werden, wie der abendländische Geist das gern tut. Dieses strenge Einteilen in Begriffe wie Daoismus, Buddhismus, usw. ist dem asiatischen Denken eher fremd. Ein Beispiel: In Japan hat niemand ein Problem damit, Shintoist zu sein, zu buddhistischen Zeremonien zu gehen und sich gleichzeitig als Christ zu verstehen. Von daher glaube ich, dass es schon problematisch ist, mit (westlicher) wissenschaftlicher Methode, diese östlichen geistigen Strömungen zu analysieren. Grüße
__________________ http://www.kungfu-marburg.de/pages/d...startseite.php |
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#7
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| Zitat:
__________________ Gruß Lone Wolf Bevor ich mit den Wölfen heule, werd ich lieber harzig, warzig grau, verwandele ich mich in eine Eule oder vielleicht in eine graue Sau. |
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#8
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| Zitat:
Im Rahmen einer Projektarbeit sollten diese beiden Religionen oder besser Philosophien unbedingt vorkommen, denn ohne sie ist das, was wir als "Shaolin-Mönche" kennen, nicht zu denken. Wenn ich in meinem Unterricht so ein Thema akzeptieren würde, würde ich erwarten, daß in einer Arbeit über Shaolin alle drei Aspekte vertreten sind. Das Zen ist die Grundlage der Meditationspraxis. D.h. es geht um die Frage nach dem Wesen des Seins, nach Erleuchtung, nach dem Eigentlichen der Dinge. Nach dem Woher und Wohin. Das Dao ist die (eine) Grundlage der KK. Es geht um Chi / Qi, um den Ausgleich von yin un yang. Wie man sich bewegen soll, welche Punkte am Körper heilen oder zerstören können. Gesundheits- und Bewegungslehre sind eng mit dem dao verbunden. Der Konfuzianismus ist die Grundlage der Gesellschaftsordnugn. D.h. er beschreibt, welche Tugenden zu folgen ist, was richtig und was falsch ist. Ob man an kriegerischen Auseinndersetzungen teilnehmen kann, soll oder muß z.B.. All diese Aspekte sind auf's Engste miteinander verwoben. Carsten Geändert von pilgrim (24-03-2009 um 08:59 Uhr). |
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#9
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| Zitat:
Hallo Carsten, da gibt es aber auch diejenigen, die sagen: Folgt man dem Dao, braucht man keine künstlichen, durch den Intellekt geschaffenen Tugenden wie die des Konfuzius. Wo das steht? Z.B. in dem alten daoistischen Klassiker "Zhuangzi" (Tsuang Tse). In vielen seiner Texte macht sich der alte daoistische Meister geradezu lustig über Konfuzius, seine Jünger und deren Moralvorstellungen. Ich gebe hier jetzt mal bewusst keine Wertung dazu ab, ob man solch Regularien wie die des Konfuzius braucht oder nicht. Wollte nur sagen, dass ein solcher Aufsatz über Shaolin auch ohne die Lehren von Konfuzius ins Spiel zu bringen, ein sehr interessanter werden kann. Grüße Pilger
__________________ Gleiches zieht Gleiches an Geändert von pilger (24-03-2009 um 11:24 Uhr). |
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#10
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| Das steht in welchem Bezug zum Thema ? Hm jein, die Chinesen sagen halt Qi. In Indien nannte man es Prana.Woher es sich "entwickelt" hat ist unklar.Öfter wird die TCm zitiert, aber vieles über die TCM ist auch unklar, dank den Komunisten ![]() Zitat:
Zitat:
Carsten[/QUOTE] Zitat:
Zitat:
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![]() Zitat:
Zitat:
Viele grüße, iron |
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#11
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| Hier wird ein bischen viel durcheinander geworfen. Das Dao ist eine der Grundlagen allen Seins. Insofern mag der eine oder andere bei Kampfkunst davon beeinflusst sein, aber nicht mehr als Maler, Musiker oder Ameisen. Manche Menschen im Bereich der Inneren Kampfkünste lassen sich direkt vom Dao beeinflussen, andere nicht. Mit Qi, Yin und Yang hat es in sofern zu tun als auch das irgendein Bestandteil des Seins von Leben ist. Da man bekannterweise nicht aussprechen kann "was" das Dao insgesamt ist, sollte man vielleicht auch gar nicht weiter dazu ausführen. Ch'an-Buddhismus dürfte jedenfalls viel konkreter beschreibbar sein als "irgendwas mit Yin, Yang und Qi, und Dao und so". Kampfkunst kommt da eher auch nicht vor. Die Moraltheologie ist da schon eher ein guter Ansatz, Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus zu vergleichen. Konfuzianismus will quasi etwas ähnliches erreichen wie der Daoismus, er schreibt dafür nur "Regeln" vor die das sicher erreichen sollen, auf eine leicht lernbare, beschreibbare Weise ("lass Papa entscheiden, und Papa ist verantwortlich dass es allen gut geht"). Der Daoismus geht den Weg bis zu Gott ("lass Gott entscheiden und höre ihm zu"), hat aber unterwegs ein leichtes Problem das zu beschreiben. Der Buddhismus macht auch wieder Vorschriften, aber andere ("tue einfach niemandem etwas, dann wird alles gut, wenn Dich einer haut, stirb einfach"). Es ist übrigens absolut untypisch für Daoisten, sich über jemanden lustig zu machen der ein ernsthaftes Anliegen hat. Insofern denke ich hatte Kung Zi eine gewisse Vorstellung was man am Konfuzianismus ändern sollte, aber nicht indem er die Konfuzianisten quasi als Bettnässer und Idioten darstellt. Höhnische Kommentare dürften eher von Leuten aufgebracht worden sein die Daoismus und deren wichtige Figuren als Deckmäntelchen für ihre Agenda verwendet haben.
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) |
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#12
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| Find ich ne witzige Aussage ! Wie soll das gehen ? Religionen sind seit jeher den Köpfen von Menschen entsprungen oder begründet worden ! Gruss p.s. Religionen sind unter Anderen auch ein Grund, warum sich Menschen voneinander abgrenzen !
__________________ http://www.youtube.com/watch?v=buiG-znomvE Geändert von Primo (25-03-2009 um 22:42 Uhr). |
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#13
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| Also ich kann Dir nur sagen, es ist ein sehr chinesisch-regierungsgeprägter Buddhismus, mit Zeremonien und heftigen Aufnahme (zufluchts-) Zeremonien, bei denen man anderen "Himmelsdämonen" abschwören muß bis zum Tod- alles sehr heftig. Dazu kommt eine nicht gerade frauenfreundliche Haltung, z.B., indem den jungen Mönchen beigebracht wird, Frauen wären ohnehin schwächer als Männer- und zwar im sinne von mentaler Schwäche, Begierden usw.... Diese negativen Erfahrungen sind sicher nur die Spitze des Eisbergs, zumal der dazugehörige buddhistrische Unterricht relativ rar ist (1 Std pro Woche plus "unverständliche" chinesische Zeremonietexte singen) und weitgehend auf Anfängerniveau gehalten wird. Geändert von scarabe (03-04-2009 um 20:07 Uhr). |
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#14
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| Zitat:
![]() Viele grüße, iron |
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#15
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| Viele grüße, iron |
![]() |
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