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#1
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| Hallo, habe eine Frage zu einen heiklen Thema. Bei uns im Verein (Jiu Jitsu) kommen in letzter Zeit immer mehr Personen die der muslimischen Glaubensrichtung angehören. Diese Personen dürfen sich vor niemanden verbeugen, ausser vor ihren Gott. D. h. bei rituellen Aufstellungen oder dergleichen - z.B. respektvolles Verbeugen vor den Trainingspartner - bleiben diese Personen stehen und verbeugen sich nicht. Dies erzeugt natürlich eine gewisse Spannung im Verein. Meine Frage nun: Hat von euch jemand Erfahrung mit solchen Personen oder gute Lösungsvorschläge wie man damit am besten umgeht? |
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#2
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| Das ist der interessante Punkt. Wieso entstehen dadurch Spannungen? Welche Haltung haben die anwesenden Muslime gegenüber den Schülern, die sich verbeugen? Wie wurde es vorher angesprochen, dass man Einschränkungen durch die Religion hätte? Kann man sich nicht auf ein anderes gemeinsames Zeichen einigen, mit dem man Respekt zollt, z.b. Handschlag, auf die Schulter klopen etc? (wenn es um die Verbeugung vor dem Trainingspartner geht) Geändert von *Lars* (03-10-2009 um 21:08 Uhr). |
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#3
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| Die Spannungen entstehen weil die anderen Trainierenden das als "Blödsinn" empfinden. Wie sie über die anderen Schüler denken kann ich dir nicht sagen, da sie niemand gefragt hat (sie würden wohl auch nicht offen sagen das es Blödsinn ist). Das Thema würde vorher (dummerweise) nicht durchdiskutiert. Grundsätzlich kann man sich natürlich auf andere Zeichen/Rituale einigen, nur warum? |
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#4
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| Zitat:
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#5
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| Zitat:
Wenn mir ein Mitschüler sagt, dass es ihm die Religion verbiete, sich vor einem Menschen zu verbeugen, hätte ich auch kein Problem damit, dass man sich stattdessen die Hand gibt. Wo ist das Problem? Ich würde aber dann auch erwarten, dass er nicht einfach stehen bleibt, sondern vorher von sich aus das GEspräch sucht und sich mitzuteilen versucht. In so ein Training zu gehen und für selbstverständlich zu halten, dass ich mich nicht an die Gegebenheiten halten müsste, sondern wie selbstverständlich diese einfach ignoriere und stehen bleibe, weil sich alle nach Meiner Religion zu richten hätten, ist auch der falsche Ansatz. Wenn seitens der Muslime das Gespräch gesucht wird und hier Interesse besteht, sich zu einigen, würde ich es untereinander klären und eine Lösung suchen. Wenn die Muslime davon ausgehen, dass man sich nach ihnen richten müsse, würde ich sie vor die Tür setzen. Schließlich sollten sie - trotz der Religion - auch ihrem Trainingspartner Respekt zollen wollen. Einen fairen Umgang mit seinen Mitmenschen darf man - sogar religionsübergreifend - schließlich von Jedem erwarten, von den Muslimen gleichermaßen wie von Euch. Geändert von *Lars* (03-10-2009 um 22:20 Uhr). |
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#6
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war kein problem, dass sie gegangen sind, war auch abgesprochen.zurück zum thema: frag doch, ob man sich nicht auf ein nicken (oder zählt das auch als verbeugen?) oder hände geben einigen kann? beim thaiboxen klatschen wir uns immer mit den handschuhen ab und beim MMA geben wir uns auch die hand. vor und nach dem kampf. oder ist die verbeugung ein fester traditioneller bestandteil vom jiu jitsu? |
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#7
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| Seit wann kommt der Knochen zum Hund? Wenn man sich aus Tradition und Respekt verbeugt und jemand dies nicht macht, achtet er die Tradition nicht und bekundet keinen Respekt. Der Passus "Ein Muslim verbeugt sich vor niemanden außer vor Gott." bezieht sich auf unterwürfiges Verhalten. Mit dem Verbeugen vor dem Trainingspartner zeigt man aber seinen Respekt und keine Unterwürfigkeit. Also werden die Jungs da irgendwas nicht verstanden haben. Wenn sie es allerdings verstanden haben und sich trotzdem nicht aus Respekt verbeugen wollen, wollen sie kein Jiu Jitsu lernen. Dann gibt es für die Jungs bestimmt eine gute Alternative mit weniger traditioneller Etikette. |
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#8
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| Ich finde es eigentlich von beiden Seiten blöd. Wenn sich jemand aus religiösen Gründen nicht verbeugen darf, finde ich das unnötig, aber genauso unnötig finde ich es, dass sich irgendwer dran stößt. Dann kann man doch um des Friedenswillen sich einfach ausmachen, wie schon hier vorgeschlagen, die Hand zu geben. Die muslimischen Schüler können das ja auch vor der Gruppe erklären, warum sie sich nicht verbeugen wollen. Das sollte die Gruppe dann auch verstehen. |
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#9
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| Zitat:
nur wenn man bei denen aus nem religiösen grund irgendwas nicht machen möchte, wird man doch sofort ausgeschlossen. kommt mir vor wie bei den schwarzen die einen bei jeder gelegenheit als rassist betiteln, selbst aber die schlimmsten rassisten sind. |
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#10
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| Ich habe mit bestimmt 50 Muslimen trainiert und es war nie ein Problem. 2 Trainer von mir waren gläubig und die haben besonders drauf geachtet, dass nur deutsch geredet wurde und wir haben uns vor und nache dem Training alle verbeugt und uns mit einem Handschlag für das Training bedankt. Ich habe esso gelernt um meinen Trainingspartner zu danken und Respekt zu zollen. Die Frage ist, ob sie sich auch in anderen Sachen an Ihren strengen Glaubensvorschriften halten. |
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#11
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| lustig, dass wir einen sehr hohen anteil an muslimen haben, auch strenggläubigen, und ich diese sache zum ersten mal höre ![]() wer seinem partner udn dem trainer keinen respekt zollt ist fehl am platze im kampfsport.... ich tät sie rausschmeissen. |
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#12
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| Auch bei uns im Verein gab es mal das Problem mit drei Menschen. Keine Verbeugung, kein Training mit Frauen, kein Handschlag, zum Schluss wurde gefordert, dass sie nicht im gleichen Raum wie Frauen trainieren wollten. Als ihnen dann erklärt wurde, dass so ein Verhalten nicht mit der Einstellung in unserem Verein zu vereinen ist, kam mal wieder die alte "intolerant" und "Nazi" Keule. Interessanterweise war das bisher das einzige Mal, dass wir so ein problem hatten. Mit den anderen Moslems oder anderen Religionen haben wir kein Problem. |
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#13
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| Seit wann stellt der Schüler die Regeln auf, wie er unterrichtet wird? Wenn Ihnen die Tradition nicht passt sollen sie halt was anderes machen. |
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#14
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| Das mit dem Kompromisse suchen ist quatsch, es sei denn euer Verein ist auf Kommerz und daher viele Einnahmen aus ![]() Sonst gibt es nur die Möglichkeit, dass die sich auch verbeugen, wie alle anderen, oder nicht mehr kommen. Unser Moslem hatte auch nie Probleme mit Verbeugungen als Begrüßung und der war sonst auch sehr gläubig, also sollte das für die Heiopeis(Hm.. schreibe das Wort zum ersten mal, schreibt man das so? 0o) auch kein Problem sein.
__________________ Is was, Doc? |
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#15
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| interessante situation... die religiösen vorgaben nicht tolerieren und sich gleichzeitig über intoleranz aufregen oder die tradition im training nicht achten und sich über intoleranz aufregen...
__________________ -Ays- war HIER!!! |
![]() |
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