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#1
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| Mich interessiert wo ihr den Ursprung eurer philospohischen Einstellung oder die Quelle eurer Motivation seht. Ich denke die meisten Kampfküstler/sportler berufen sich da ja irgendwie auf fernöstliche Ideale oder Vorstellungen, aber da gibt es ja auch mehr als eine. Wie ist das bei euch?
__________________ in the moment of your death, i'll dance on your grave |
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#2
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| Fragst du hier welche Motivation ich habe eine KK zu betreiben ? Ich mache Kampfsport und Kampfkunt seit dem ich 6 Jahre alt bin. Meine Eltern haben mich damals bei semtlichen Fussball, Basketball und Handball Vereinen in der nahen Umgebung zum Probetraining geschickt, allerdings konnte ich mit all dem nichts anfangen .Als ich dann zum Judo Probetraining ging war ich sofort feuer und flamme für diese Art von Sport, besonders das ereichen neuer Gürtelgrade hat mich fasziniert. Heute steht allerdings mehr der Spaß und die Körperliche betätigung für mich im Vordergrund. Ich eifer keinem Ideal nach und bin auch nicht jemand dem es wichtig ist andern auf die "Fresse hauen zu können". Auch fühle ich wie mein Körper es mir dankt 3 mal in der Woche richtig ausgelastet zu werden und ich auch meine Aggressionen ganz leicht beim Training rauslassen kann. Ich bin davon überzeugt das mir meine KK dabei hilft mein Leben ein wenig leichter zu bewältigen und ich hoffe das ich noch lange Zeit KK machen kann. ![]() |
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#3
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| Es ist schon eine lange Zeit her als ich mit Kampfkunst aufgehört habe. Würde ich mit Kampfkunst wieder anfangen, so würde ich es nicht aus SV-Aspekten beginnen, denn die interessiert mich überhaupt nicht mehr. Mich interessiert an einer Kampfkunst der mentale, geistige Weg. Sprich: Das "Do" was in den ostasiatischen Kampfkünsten gelehrt wird. Einfach aus dem Grunde, weil ich ein emotional sehr labiler Mensch bin und daher diese geistige, mentale Schulung des "Do" wie eine Therapie auf mich wirken kann/wird. Aber auch aus Fitnessgründen. Man muss sagen, da mir die Motivation zu irgendeinem handeln fehlt, ich bin ein Bewegungsmuffel. Mein Körper fühlt sich öfters vermüdet an. In mir muss bald die Power rauskommen. Desweiteren kann man durch die verschiedenen Meditationen, einmal die Sitzmeditation und einmal Bewegungsmediation (Poomse/Kata) seinen gesundheitlichen Zustand verbessern, was auch ein Großer Vorteil wäre. |
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#4
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| Ich trainiere, um die Weltherrschaft an mich zu reißen ![]()
__________________ www.machdichstark.com |
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#5
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| Hatte ich zwar schon mal gepostet, aber es passt gut hierher: Aus dem Leben eine Gottes Geboren wurde ich in Sanremo, einer ehemaligen Hochburg des Adels und der feinen Gesellschaft an der italienischen Riviera, im Grenzgebiet zu Frankreich. Damals war ich noch Mensch. Zum ersten Mal sprach ich mit sechs Monaten. Der süße Klang aus meiner jungen Kehle lautete aqua, Wasser. Dies wohl aufgrund meines besonders innigen Verhältnis zu Neptuns Reich oder - und das ist wahrscheinlich der naheliegendere Aspekt - aufgrund meiner schon zu Kindzeit vorhandenen Suche nach dem nährenden Element. Denn wie das Wasser die Erde umhüllt, durchfließt und nährt, ist es der Geist der unseren Körper nährt. Doch wo entspringt dieser Geist? Wo versteckt sich dessen Quelle? Es folgten Jahre des Umherschweifens auf den Wellen der Verzweiflung und der Orientierungslosigkeit. Rassismus konnte mir noch nie vorgeworfen werden und folglich trank ich wahrlich jegliche Philosophie aus allen Herrenländern. Nach einiger Zeit der Besinnung und vielen verschwendeten Freundschaften, entschloss ich mich zum Handeln. Leider war mein Gehirn derart von Trunk und falscher Hingabe aufgeweicht, dass ich mich, dem Delirium nahe, in die Fänge der Kampfkünste begab. Meine Odysee der Leiden zog mich durch die Wüste der Systeme, der falschen Versprechungen, pseudowissenschaftlicher Erklärungsmodelle und der Egomanie. Wüste, weil man weit reist, jedoch seinen Durst nicht zu stillen vermag. Das, liebe Freunde, hängt nicht an der eigenen Unfähigkeit, vielmehr daran, dass es in der Wüste nur wenig Wasser gibt. Wer eine Quelle gefunden hat teilt diese nur ungern und verkauft stattdessen gegen viel Geld wenige Tropfen. Und diese Tropfen werden dann noch teurer weiterverkauft, solange, bis die letzten an der ausgetrockneten Wasserader verdursten. Ich war aber durstig. Nein, ich war vom Durst zerfressen. Dem Tode nahe lag ich hilflos in finsterem Schlaf, als Mars, der Gott des Krieges, welcher mors, dem Tode, entpringt, im Traum zu meinem Herzen sprach: „Es gibt nur drei Dinge, die für eines Mannes Seele wichtig sind: Leben, sterben und sich Selbst sein. Geh hin woher Du kommst. Suche wo Du schon immer warst und trinke aus der Quelle, welcher Du entpringst!“ So flog ich eiligst, einem Pfeil des Apolls gleich, Richtung Süden. Ich überquerte die Alpen, die Etsch, den Po, machte einen Umweg und verfiel dem Piemont, aß dessen Trüffel und trank dessen Wein, durchquerte das blumige farbenfrohe Ligurien und fand Geborgenheit in den engen Gassen romantischer Altstädte. Sog den Reichtum toskanische Kultur und deren architektonische Poesie in meine Lungen, ergözte mich an der Wildheit des Apennins, fand mein kriegerisches Wesen und meine ethnologischen Wurzeln inmitten römischer Säulen und Theater, lauschte der Musik in der Bucht von Neapel, tanzte in Apulien mit dem Erzengel Michael die Tarantella, erfrischte meinen Körper mit kalabresischen Zitrusfrüchten und kühlte mein aufgehitztes Gemüt an den schneebedeckten Hängen des Etna. Was fehlt dort, dessen ich bedarf? Welch` Speis, welch` Trank, welch` Ausblick? Ruhe und Heiterheit, Gelassenheit und Cholerik. Gegensätze vereint im Gleichklang und ohne Widerspruch. Ich war daheim. Fortuna beschenkte mich meiner Wurzeln. Alle Bewegungen, alle Konzepte und Überlegungen, jeglicher Umgang miteinander, im Guten wie auch im Schlechten, entspringen menschlicher Souverenität. Man einigt sich, man trennt sich. Man findet und bleibt oder geht. Die Werte sind Aufrichtigkeit, Genügsamkeit und Respekt. Als Richtlinien dienen Natur und Menschenverstand. Der Zweifel ist ein gern gesehener Gast. Die italienischen Künste entsprechen einem guten alten, in Eichenfässern gereiften Wein. Einem Falener gleich. Sie sind rein, unvedünnt, voll und gehaltvoll, körperreich, geistreich und selbst im Nachgeschmack hocharomatisch. Sie glänzen im dunkelsten Rubinrot, gleich in Qualität doch voller Nuancen. Durch diese Nuancen, durch diese reine Tiefe und Ehrlichkeit, durch dieses `aus der Quelle trinken´ wuchs mein Verständnis in bezug auf das `sich Selbst sein´. Ich wurde zum Gott. Um sein Selbst zu kennen, um sein Göttliches zu entdecken, muss man wissen woher man kommt. Wer sich kennt, kennt auch andere und vermag zu unterscheiden was oder wer gut und schlecht für ihn ist. Alles vorteilig sehen zu wollen ist nämlich genauso verklärt, wie alles nachteilig sehen zu wollen. Man muss die Dinge einfach so sehen wie sie sind! Roberto Laura, (1969 - ?) Giovane d`Onore
__________________ "Wenn ich nach Berlin reise, wenn ich nach London fahre, wenn ich nach Paris fahre oder nach Madrid, finde ich Neapel. Das Schicksal dieser Städte ist es, Neapel zu werden." Curzio Malaparte |
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#6
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| Zitat:
dieses ganze pseudo-esoterische zeug hat mich schon immer angewidert und ist doch meist nur eine entschuldigung für die eigene fehlbarkeit und dem nicht in der lage sein, sich selbst den kopf über sich selbst und die welt zu zerbrechen. aber die leute stehen drauf, dieses sifu, sensei oder sonst was getue. ehre, familie & freunde, treue, stolz, herkunft - das sind quelle und motivation! |
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#7
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| Daoismus. Motivation . Ich kann es also tue ich es . Gruß!!! ![]() |
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#8
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| Zitat:
"fehlbar" ist in meinen augen jeder und wichtig ist nur, dass sie/er aus gemachten fehlern lernt und sich so weiterentwickelt. und sind es nicht gerade unbestimmte begriffe wie "ehre", "stolz", "treue" und für mich vorbelastete bestimmungen wie "herkunft", die zu ständigen missverständnissen, intoleranz, kampf, krieg und vernichtung führen? da täte das thema philosophie als grundbestandteil jeder schulischen und universitären ausbildung dringen not! ob sich dann die westliche, die östliche philosophie oder gar eine synthese daraus durchsetzt erwarte ich mit spannung! ![]()
__________________ life´s for my own, to live my own way |
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#9
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| Meine Eltern Deutsche Demokratische Republik Evangelische Kirche Bibel Dao Te King Lebenserfahrung (Erziehung, Erlebnisse, Krankheiten - einfach alles komplett) Eingebung / Heiliger Geist und natürlich nicht zu vergessen: Fernsehen und Literatur |
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#10
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Deine Meinung und Motivation sollst Du haben, keine Frage, aber Ehre und Stolz kann man auch als "Getue" abtun, Herkunft ist Zufall ... deshalb würde ich mich damit nicht so aus dem Fenster lehnen, wenn Du zugleich Anderes 'runtermachst. GRUß !
__________________ Your chances are slim to none ... and Slim has left town. |
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#11
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| das tägliche leben ist immer eine form des kampfes. kampf ist nicht zwangsläufig mit rein körperlichen mitteln. selbst eine beziehung, so harmonisch sie auch sein mag ist immer ein kampf. kampf ist in soziologische hinsicht sogar ein basisbestandteil des menschlichen miteinanders. natürlich ist jeder fehlbar! und weiterentwicklung leitet sich auch aus dem kampf mit sich selbst, verfehlungen ab! in deinem speziellen fall, mit verlaub, ist es nachvollziehbar, dass du diese begriffe evtl. anders siehst. herkunft bitte nicht im völkisch/rassischen sinne sondern im familiären, ethnischen sinne zu sehen. das ist das problem der deutschen sprache - es gibt derer begrifflichkeiten zu viele, die belastet sind.. Zitat:
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#12
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| Zitat:
aber genau das mein ich - dein sensei ist bestimmt ein guter lehrer, klasse mensch, whatever! das ist in der tat ein quelle der motivation und inspiration dann! was aber ist "sensei/sifu getue"? das sind genau solche menschen die meinen ihr ich mit irgendeinem pseudo-asiatischen bewußtsein tauschen zu müssen, die sich auch ausserhalb des unterrichts mit titeln und bezeichnungen ansprechen lassen, oft aus rein egozentrischen gehabe... DAS ist getue! ein guter und ernsthafter lehrer, der voll hinter seiner sache steht - das bestimmt nicht! wir sind europäer, keine asiaten! natürlich ist herkunft zufall - deswegen kann man doch trotzdem mit stolz auf die leistungen zb der eltern (und nix anderes mein ich mit herkunft) sehen und daraus kraft und motivation schöpfen?! und wenn man das glück hat regional eine quelle der motivation und inspiration zu haben - wieso sollte man das nicht tun? damit lehnt man sich nicht weit aus dem fenster, im gegenteil, ich setz mich gemütlich auf den fensterrahmen und genieße die sonne.. Geändert von Darkpaperinik (13-04-2007 um 15:21 Uhr). |
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#13
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| Ich denke, dass es belanglos ist, ob man seine Inspiration aus "europäischen", "asiatischen" oder sonstigen Quellen schöpft; wichtig ist der Inhalt, nicht die Herkunft (bzw. letztere nur sekundär - das Wissen um den Kontext kann das Verständnis natürlich unterstützen bzw. teilweise erst ermöglichen). Wenn jemand an der Form anhaftet, dann geht es ihm, denke ich, weniger um die Sache selbst, sondern eher darum, sich mit irgendetwas zu identifizieren, z.B. um sich gegen eine Gesellschaft, die ihm nicht gefällt, abzugrenzen. Geändert von berg (13-04-2007 um 15:35 Uhr). |
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#14
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| Philosophie ist wohl wichtig ... selbst die größten Feldherren widmeten sich dieser. jedoch bedarf es in der Tat keiner "fremden" Philisophie. Unsere abendländische Denkkultur ist griechisch geprägt und das daraus Entstandene ist bemerkenswert. Über Krieg/ Kampf nachzudenken ist bereits philisophieren. Man kommt zwangsläufig zur Frage der Notwendigkeit. darüber nachzudenken, ob asiatische- oder europäische Philosophie besser ist oder, wie mein Vorschreiber bemerkte, ob rein der Inhalt zählt, ist ebenfalss philosophieren. Worin Darkper... recht hat, ist die Tatsache, dass zum Philosophieren, also zum Nachdenken, zur Reflexion in bezug auf die wirklich wichtigen Fragen, kein Sifu/ Sensei benötogt wird. Wenn Lehrer, dann wende ich mich direkt an die Quellen. Von Platon, Aristoteles, Zenon, über Aurel, Hegel oder Kant, Schoppenhauer etc. ... immer haben sie Zeit für uns und immer geben sie gerne Rat. Kein überhebliches belehren, lediglich ihre Meinung tun sie kund und weisen einem nie ab. Mehr bedarf es nicht. R.
__________________ "Wenn ich nach Berlin reise, wenn ich nach London fahre, wenn ich nach Paris fahre oder nach Madrid, finde ich Neapel. Das Schicksal dieser Städte ist es, Neapel zu werden." Curzio Malaparte Geändert von roberto (13-04-2007 um 15:54 Uhr). |
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#15
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| Ich finde es gerade erstaunlich, wie viele Überschneidungen es gibt, z.B. zwischen Laotse und Marc Aurel, aber auch wie viele Abweichungen sich durch die verschiedenen Standpunkte ergibt. Durch die Beachtung verschiedenster Quellen ergibt sich m.E. ein wesentlich reicheres Bild davon, wie man die "Welt" ansehen kann. Und darum geht es nach meinem Verständnis in der Philosophie: um die Frage nach dem Wesen der Dinge, und nicht darum, eine "Lehre" zu finden, mit der man sich identifiziert. |
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