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  #16  
Alt 04-04-2007, 21:21
Benutzerbild von scarabe
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Kampfkunst: Chen Taiji, Qi Gong
 
Registrierungsdatum: 11.08.2006
Ort: B
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Beiträge: 4.122
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Tja, öfter mal was Neues.

Wenn der Wunsch, etwas Verbessertes hervorzubringen Grund dafür ist, neue Kampfstile mit alten Werten nach eigener Auswahl und vielleicht deren zeitgemäßer Weiterentwicklung zu versehen- löblicher Versuch, warum nicht...?
In den wenigsten Fällen wird es zwar echte Verbesserungen geben, aber jeder hat das Recht, es zu versuchen.

Wenn es pures Marketing ist, Kleidung und Werte etablierter Systeme zu "klauen", um auf Kunden attraktiver zu wirken, dann ist das meiner Meinung nach armselig und es bleibt zu hoffen, daß möglichst wenige Schüler darauf hereinfallen.

Wenn jemand einfach nur geschäftstüchtig ist und sich zum Großmeister eines neuen Systems ernennt, weil er in den etablierten Systemen keine Chance auf eine gleichwertige Etablierung hat, dann kann etwas Gutes daraus werden, aber meistens ist es doch nur nachgemacht und nicht wirklich ausgereift...

Tradition ist natürlich etwas Schönes und Ehrenwertes (und mir persönlich auch lieber als Neues), aber das schließt nicht aus, daß von einem fähigen und auch in den Philosophien geschulten Trainer eventuell auch ein neues respektables System entwickelt werden kann.

Immerhin fällt zu bedenken, daß sich so ein neues System das "Beste" aus allen anderen Systemen und Kampfkünsten "herauspicken" könnte...
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  #17  
Alt 04-04-2007, 23:41
Benutzerbild von .Hel
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Kampfkunst: kämpfen
 
Registrierungsdatum: 09.07.2006
Ort: Ingenbohl brunnen
Beiträge: 1.602
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kommt draufan.

natürlich ist es z.B: für kinder besser etwas straff organisiert.

und für manche leute ists halt auch shcöner ein wenig nostalgishces japanfeeling.

aber richtigem training sicher nicht förerlich, udn ich bin auch dagegen.

bei uns wird auch einfach kurz kreis gebildet zum grüssen bzw. abgrüssen, udn das reicht dann.

ob jemand schlag oder punch oder wasauchimmer sagt ist mir auch egal, solange's wehtut


hingegen den gi find' ich super fürs bjj ist bequem und robust und praktisch.
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  #18  
Alt 05-04-2007, 11:23
Benutzerbild von Ki. 102
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Kampfkunst: Karate
 
Registrierungsdatum: 30.04.2004
Ort: NRW
Beiträge: 1.964
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Wenn Lehrer von modernen "untraditionellen" Hybrid-Systemen Anleihen bei "traditionellen" asiatischen KK machen, dann vermutlich deshalb, um ähnliche positive Wirkungen zu erzielen.
Gemeinschaftsgefühl, Alltag zurücklassen usw.

Ist vielleicht im Detail schwierig. Wenn man z.b. findet, dass das häufige Grüßen bzw. Verbeugen beim Karate eine gute Sache ist, die den Respekt vor dem Trainingspartner Ausdruck verleiht, kann/soll man das einfach übernehmen ? Auch wenn, das eigene System mit Japan Nichts zu tun hat ?
GRUß !
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Your chances are slim to none ... and Slim has left town.
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  #19  
Alt 05-04-2007, 15:17
Benutzerbild von Sven K.
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Kampfkunst: SENKI-Combat.
 
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Ort: Osterholz-Scharmbeck
Alter: 46
Beiträge: 8.752
Blog-Einträge: 2
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Schon Bruce Lee sagte : "absorb what is useful - reject what is useless"

Braucht man so etwas ? Nein !
Nützt es mehr als es schadet ? Ja !!!!!!!

Wir fahren z.B. Zweigleisig. Bei uns wird im Sitzen oder im Stand angegrüsst.
Wir tragen Gi oder T-Shirt und Hose. Beim Werfen ist ein T-Shirt aber eher
hinderlich.
Für die Kinder hat das Angrüssen im Fersensitz oder das Verbeugen einen
erzieherischen Charakter. Die Eltern sind auch immer erstaunt, wenn die
Bälger mal ne halbe Minute still dasitzen.
Gurtsysteme helfen beim einteilen/einschätzen von Schülern.
__________________
Bis denn. Euer Sven.
www.selbstschutzakademie.de www.senki-ma.com
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  #20  
Alt 05-04-2007, 17:08
leopan8
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Hy

Was in Deutschland,Westen z.B. im Bereich Wushu(Kung Fu) zu beobachten ist, dass moderne Stile aus dem Boden spriessen mit angeblicher jahrhundertalter chinesicher Tradition und das viele dieser westliche Stil Gründer versuchen chinesischer zu sein als die Chinesen.
Viele dieser Leute bedienen sich alter Stilnamen,Begriffe,Philosophien,Traditionen usw. obwohl sie keine echte Beziehung,Ahnung.... von,zu chinesischer Kultur haben.
Diese pseudo Grossmeister, basteln Stile oft aus mehreren internationalen Kampfkünsten,Kampfsportarten zusammen und geben diesen Hybridstilen das Etikett Kung fu/Wushu um sich von anderen modernen Systemen abzuheben und um unwissende Anfänger anzulocken, da durch die Shaolin Shows,Kung Fu Filme usw. Wushu berühmt geworden ist.
Namen wie Shaolin,Wudang,Chin Woo usw. werden für Marketingzwecke missbraucht obwohl viele dieser Stile nichts mit diesen Orten,Schulen,Stilen gemeinsam haben.
Viele Blender,Betrüger machen sich diesen Modetrend,Interesse zu nutzte und locken zahlende Kampfkunstinteressiertre durch falsche Tatsachen an und verkaufen ihnen pseudo chinesische Kampfkunst Traditionen...
,statt ehrlich eine moderne Kampfkunst-sportart anzubieten. (Geld stink nicht)

Die Kampfkunstszene ist voll von möchtegern Samurai,Ninja,Shaolin Mönchen-Meistern,Hwarang-Rittern,Wudang Shifu..........



Gruß
leopan8

Geändert von leopan8 (07-04-2007 um 12:00 Uhr).
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  #21  
Alt 05-04-2007, 18:49
Benutzerbild von Sven K.
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Kampfkunst: SENKI-Combat.
 
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Beiträge: 8.752
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Viele denken halt, dass eine jahrhundertealte Tradition mehr Mitglieder bringt,
nach dem Motto "was so alt ist muss einfach gut sein".
Fast alle KKs sind keine 50 - 100 Jahre alt. KKs die angeblich älter sind,
werden bestimmt nicht mehr so unterrichtet wie früher.
__________________
Bis denn. Euer Sven.
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  #22  
Alt 05-04-2007, 21:37
Neopratze
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Zitat:
Zitat von kinkon Beitrag anzeigen
Was ich da schon viel besser finde: Beim MMA ist es häufig so, dass man sich bei jedem einzeln fürs Training bedankt, bzw. jedem die Hand gibt und an der Schulter abklatscht (weisst schon, was ich meine ). Das bekundet den Respekt und den Dank, ist authentisch und kein Überbleibsel einer sinnbefreiten Tradition.
Für mich ist es selbstverständlich, den Trainingspartner beim Beginn zu grüssen bzw. mich kurz vorzustellen, wenn ich ihn bisher noch nicht in der Mangel gehabt habe bzw. mich nach dem Training für selbiges zu bedanken

In kleineren Trainingsgruppen kann man das auch mit allen machen.

Dafür braucht man aber an sich keine Tradition, das sollte einem schon das normale menschliche Empfinden sagen, daß das so sein soll
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  #23  
Alt 05-04-2007, 23:29
Da Mo
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@leopan
Du sprichst mir aus der Seele Bruder.
Diese Verstümmelung der KK durch Scharlatane ist das größte Problem dass diese zurzeit haben. Und die uralten einst wirklich großatigen Syteme entwickeln sich zu Showeinlagen für Sensationsbedürftige pubertierende Stadtjungen und Körperertüchtigung für Frauen in den Wechseljahren die den nötigen esoterik Kick brauchen.

Traurig diese Entwicklung und ich hoffe dass das nicht so anhält.
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  #24  
Alt 07-04-2007, 11:39
leopan8
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Hy Da Mo

Zitat:
Du sprichst mir aus der Seele Bruder.
Diese Verstümmelung der KK durch Scharlatane ist das größte Problem dass diese zurzeit haben. Und die uralten einst wirklich großatigen Syteme entwickeln sich zu Showeinlagen für Sensationsbedürftige pubertierende Stadtjungen und Körperertüchtigung für Frauen in den Wechseljahren die den nötigen esoterik Kick brauchen.

Traurig diese Entwicklung und ich hoffe dass das nicht so anhält.

Bin wieder aus Südchina zurück und was ich dort gesehen und erlebt habe, stimmt mich sehr nachdenklich !

Leider passiert diese Verstümmelung,Verwässerung nicht nur im Westen!
In Süd-China wird mittlerweile immer mehr versucht mit Kampfkunst in grossen Rahmen Geld zu machen!
Tradtionen werden dort auch oft nicht mehr geachtet,mit den Füssen getreten, denn jeder versucht um jeden Preis Geld zu verdienen,reich zu werden.
Westliche Lebensweise ist bei der Jugend,jungen Erwachsenen Inn und alles alte ist rückständig oder wird kommerzialisiert alla Disneyland und an Touristen verscherbelt.
Wushu Internate(Massenabfertigung mit militärischen Drill) spriessen aus dem Boden und kassieren von den Schülern die meistens aus armen Bauernfamilien kommen viel Geld.
Diese Leute träumen von einer Karriere bei Militär,Polizei,als Leibwächter für dekadente Neureiche oder einer Karriere beim Film.
Meistens jedoch lernen sie keine traditionellen Kampfkünste sondern modernes Show Wushu das als traditionelle Kampkunst verkauft wird.

Hoffe auch das sich das irgendwann ändert?

Gruß
leopan8

Geändert von leopan8 (07-04-2007 um 11:58 Uhr).
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  #25  
Alt 09-04-2007, 21:09
Benutzerbild von Samurai85
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Zitat:
Zitat von Apfelbaum Beitrag anzeigen
Was haltet ihr davon, dass westliche Hybriden (JuJutsu, Allkampf, ATK, selbsternanntes Ings Bums, selbstgebasteltes TCC, usw., usf., ...) japanische oder chinesische Traditionen übernehmen mit Kleidung und Verbeugen, "Dojo" und so weiter?

Was haltet ihr davon, dass in manchen Kampfkünsten irgendwelche alten Philosophien (z.B. (Zen-)Buddhismus, Daoismus, Shinto, ...), Kodexe und Verhaltensweisen (pseudo-)gelehrt werden, die nicht dem Geist und den Gedanken des Trainers entsprechen und auch konträr sind zu dem was wirklich gelehrt und unterrichtet wird (z.B. Angriff als beste Verteidigung)?

Geht es nur noch um scheinbare Tradition und nicht mehr um wirkliche (Lebens-)Hilfe für die Schüler?

Ist alles nur noch Show?

Für was braucht man überhaupt irgendwelche formelle Handlungen, Kleidung, Philosophien, Kodexe, Verhaltensweisen, Hintergründe und so was alles? Und warum wollen neue Systeme sowas unbedingt nachmachen und auch haben?

Vor allem der Hang zur Japanisierung stört mich. Warum trainieren manche Leute ein brazilianisches oder deutsches System mit japanischen Gi? Was soll das ganze Rumgetue und Rumritualisiere?

Für was ist das gut?

davon halte ich grundsätzlich nichts
__________________
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  #26  
Alt 28-06-2007, 01:04
Benutzerbild von Shining
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Zitat:
Zitat von Apfelbaum Beitrag anzeigen
Was haltet ihr davon, dass westliche Hybriden (JuJutsu, Allkampf, ATK, selbsternanntes Ings Bums, selbstgebasteltes TCC, usw., usf., ...) japanische oder chinesische Traditionen übernehmen mit Kleidung und Verbeugen, "Dojo" und so weiter?

Was haltet ihr davon, dass in manchen Kampfkünsten irgendwelche alten Philosophien (z.B. (Zen-)Buddhismus, Daoismus, Shinto, ...), Kodexe und Verhaltensweisen (pseudo-)gelehrt werden, die nicht dem Geist und den Gedanken des Trainers entsprechen und auch konträr sind zu dem was wirklich gelehrt und unterrichtet wird (z.B. Angriff als beste Verteidigung)?

Geht es nur noch um scheinbare Tradition und nicht mehr um wirkliche (Lebens-)Hilfe für die Schüler?

Ist alles nur noch Show?

Für was braucht man überhaupt irgendwelche formelle Handlungen, Kleidung, Philosophien, Kodexe, Verhaltensweisen, Hintergründe und so was alles? Und warum wollen neue Systeme sowas unbedingt nachmachen und auch haben?

Vor allem der Hang zur Japanisierung stört mich. Warum trainieren manche Leute ein brazilianisches oder deutsches System mit japanischen Gi? Was soll das ganze Rumgetue und Rumritualisiere?

Für was ist das gut?
*lach* der Titel
ich weiss was du meinst.
Aber mal ernsthaft , die Philosophie der Erschaffer also Samurai und co kg kann man gar nicht komplett übernehmen. Sie haben einem Herren bedienungslos gedient, sie waren Soldaten, und wir sind frei.
Ich finde Gis praktisch, weil der dicke Stoff schützt.
Ein bisschen Respekt vor der Herkunft, also zb das mit dem Angrüssen finde ich angebracht.
Außerdem finde ich daß diese japanische Höfflichkeit auch für uns eine Bereicherung ist, und gute Trainingsatmosphäre schafft und daran erinnert die Trainingspartner respektvoll behandeln sollte.

Geändert von Shining (28-06-2007 um 01:08 Uhr).
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