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#196
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| Menschen können das, Neid ist also eventuell die "höherentwickelte" Form, so etwas wie Rache, die von dem Verursacher des Ungleichgewichts abstrahiert. Wenn ein anderer also besser dasteht als ich, weil er mir etwas weggenommen hat (Freundin, Essen, Anerkennung) könnte man von Rache sprechen, wenn ich ihn dafür strafe. Wenn ein anderer besser dasteht, weil eine höhere Gewalt (Eltern, Staat, Gott, Genetik, Schicksal) die Dinge (Schönheit, Talent, Kraft, Bonbons) ungleich verteilt hat spricht man eher von Neid, wenn ich ihn dafür schlechtes wünsche oder tue. In beiden Fällen liegt vielleicht der Wunsch nach Gleichverteilung zugrunde, bei letzterem auch nur das Gefühl "zu kurz zu kommen" (Futterneid) . Im Fall von Rache bestrafe ich den Verursacher, der gleichzeitig Begünstigter ist. Im Fall von Neid, abstrahiere ich den Gerechtigkeitswunsch und bestrafe den Begünstigten (oder wünsche mir zumindest die Bestrafung) ohne dass er der Verursacher ist. |
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#197
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| Zitat:
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__________________ But if they tell you that I've lost my mind Baby it's not gone just a little hard to find |
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#198
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| Ich habe mal gelesen (hab jetzt keinen Verweis parat) das der Gedanke an Rache positive psychologische Effekte bei Menschen in Extremsituationen haben soll. Die Möglichkeit und sei sie noch so winzig es einem möglichem Peiniger irgendwann (so richtig) heimzahlen zu können, soll die mentale Stärke und Durchhaltevermögen erhöhen und bei der Verarbeitung von Stress helfen. |
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#199
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| man denke auch an Kapitän Ahab http://de.wikipedia.org/wiki/Moby_Dick_(1956)#Handlung Geändert von bluemonkey (13-04-2010 um 14:43 Uhr). |
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#200
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| Zitat:
Das führt zu spannenden und schwierigen Fragen. Gibt es bei uns z.B. manche Menschenrechte, weil Menschen biologisch dazu neigen? Oder ist das eine Folge des zeitbedingten und von den politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen abhängigen Zusammendenkens christlicher, antiker und moderner Schnipsel? Ich tippe auf letzteres. Bei einzelnen Menschenrechten, z.B. dem Gleichbehandlungsgrundsatz, könnte man schon eher an allgemeinmenschliche Grundzüge denken, wobei sich aus der Natur auch ganz leicht ein Ungleichheitsgrundsatz herleiten könnte. Formales Recht kann man relativ leicht aus allgemeinmenschlichen Formen ableiten, z.B. muß in jeder Gesellschaft irgendwie das Zusammenleben von Familien geregelt sein, die Verteilung der Güter, der Zugriff auf Produktionsmittel usw.. Aber wie so was inhaltlich zu regeln ist, ist schwer auf Naturrecht zurückzuführen. Ich habe dazu noch keinen befriedigenden Versuch gesehen, so schön so etwas wäre. |
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#201
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| Vielleicht sollten wir uns auf ein Thema einigen ![]() |
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