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#46
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| Wisst ihr das aus Erfahrung?
__________________ Rock´n Roll above all ! Chris bamboozle: Warum darf Lars hier eigentlich reinspammen und sich aufführen wie ein Grundschulkind? |
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#47
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| Und erklär mir bitte, wieso das Rechtssystem auf Auge um Auge ausgelegt sein soll? Z.B. Gibts in der Schweiz und Deutschland auch für Mord keine Todesstrafe mehr. Was wär denn hier deiner Meinung nach das passende Auge zum "Auge Mord"? |
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#48
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![]() erlittenes unrecht kann man nur in gegenseitigem einveständnis ausgleichen, nämlich durch bereuen und durhc vergebung! aber MIR würd's z.B: erheblich leichter fallen einem vergewaltiger zu vergeben, nachdem ich ihn im wald verscharrt habe ![]() |
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#49
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| Zitat:
zu b) na... werden den die opfer durch die gerechte staatlcihe justiz mehr geheilt als durch persönliche rache? wieso wird selbstjustiz eigentlcih moralisch so verteuflt, und immer erwähnt,dass sie einem ja auch ncith weiterhilft? hilft einem denn das öffentlcihe recht weiter? |
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#50
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| Zitat:
Zitat:
Orwell lässt meiner Meinung nach das Leiden was durch unterlassene Rache entstehen kann außer acht. Das ist etwas was man nie wissen kann wenn man auf Rache verzichtet hat: würde es mir(oder anderen) besser gehen wenn ich Rache vollzogen hätte, oder schlechter? Wahrscheinlich wird man die Frage meist mit: ich würde mich besser fühlen, beantworten, denn man fühlt sich ja schlecht da man sich diese Frage stellt. Wie würde man sie beantworten wenn man sich gerächt hätte? Das weiß man eben nicht. Das weiß aber Orwell auch nicht. Aber es stimmt natürlich, Rache macht die Tat nicht gut, es gibt keinen echten Ausgleich Ich sehe Internal Dragon ist noch dabei hier für Dich Und wie immer am Ende: Abschalten ![]() |
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#51
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| So, das Ding muss bis morgen früh 10 Seiten haben, sonst.. werdet Ihr schon sehen was Ihr davon habt ![]() |
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#52
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#53
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| Zitat:
Wer sagt denn was oder wie weit man mit Selbstjustiz gehen darf, bzw. was "gerecht" wäre. Das öffentliche Recht hilft Dir auch nicht wirklich weiter, aber Selbstjustiz eben auch nicht .Denn wenn z.B jmd ermordet wird, dann bring ihn dir weder Selbstjustiz, noch das öffentliche Recht wieder. Und nur das zählt meiner Meinung nach. Zitat:
![]() Du brauchst nicht zu verdrängen das du ein Psychopath bist...! Sprich Dich aus, dafür sind wir doch da .(Ps: Ich bin Deiner Meinung )Peter rulez! |
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#54
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| Ich denke, am Anfang steht ein Gefühl, jemanden ab jetzt daran zu hindern das nochmal zu tun. Jedenfalls, nachdem ich fähig war körperlich mein Ungemach auszudrücken, hatte ich eine Zeit in der ich bei Übergriffen ähnlicher Art egal auf wen sofort Blutsturz hatte und solche Leute am liebsten gleich zerrissen hätte. Teilweise habe ich das auch gemacht. Inzwischen kann ich das aber nicht mehr, im Sinne von, es macht "keinen Spass" mehr. Da ist (auch jetzt im Moment) nur ein Gefühl entfernter Trauer. Ohne Nerv jemandem auf die Nuss zu hauen, um ihn zu erziehen. Fühlt sich aber wichtig an, als geht es nur so aus etwas raus zu kommen. Jedenfalls hatte ich das Bedürfnis, gewalttätig jemanden aufzufordern sich zu ändern, immer nur in dem Moment. Wenn es später dazu gekommen ist, kann man das jedenfalls nicht richtig. Wahrscheinlich ist es besser so, sonst wäre man ständig vor Gericht. Aus taoistischer Sicht kann man Menschen auch mit diesem Gefühl der Trauer verändern, es braucht nur länger. Dafür ist das permanent, weil freiwillig. Lustig dass dieser Thread quasi genau im richtigen Moment kam.
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) |
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#55
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| Zitat:
Zitat:
Zitat:
__________________ Gruß Lone Wolf Bevor ich mit den Wölfen heule, werd ich lieber harzig, warzig grau, verwandele ich mich in eine Eule oder vielleicht in eine graue Sau. Geändert von LoneWolf (21-01-2010 um 20:21 Uhr). |
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#56
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| meines wissens sieht das gesetzt eine mindesthaftstrafe bei vergewaltigung vor. gruß |
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#57
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| @kraken Zitat:
Und noch was: Merkst Du eigentlich wie es bei diesem Gedankenspiel nur um Dich geht? Du willst ihn killen. Du kannst es nicht ertragen, dass er noch frei rumläuft und willst in deshalb zur Strecke bringen. Es geht also nur um Dich und darum wie Du mit einer solchen fiktiven Tat umgehen würdest. Das Ego eines Kämpfers! Und ja, vergeben könnte in der Tat ein Schlüssel sein der den Beteiligten hilft. Dafür braucht man aber sicherlich eine Menge Kraft, keine Frage.
__________________ Gruß Lone Wolf Bevor ich mit den Wölfen heule, werd ich lieber harzig, warzig grau, verwandele ich mich in eine Eule oder vielleicht in eine graue Sau. |
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#58
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| Komisch philosophisches Blabla... wenn ich oder meine Lieben von jemandem wirklich schlimm geschädigt wurde, dann hab ich Bock es dem heimzuzahlen. Ob´s einem dann hinterher noch schlimmer geht, weil dunkle Seite der Macht und so´n Quatsch, das sieht man dann, wenn´s soweit ist. Im kleinen hab ich auch schon "Vergeltung" geübt - zu großes Wort, passt nicht zu Kleinigkeiten, und ich fand´s gut. Befriedigend. Besser als erlittenes Unrecht runterschlucken. Lage geklärt, der Typ kommt mir auch ned nochmal krumm, weil er weiß, ich lasse es mir nicht gefallen. Nummer abgehakt. Is nich das gleiche wie den Vergewaltiger im Wald vergraben, aber auch hier könnte ich mir gut vorstellen, dass ich dazu den Wunsch verspüren würde...
__________________ Rock´n Roll above all ! Chris bamboozle: Warum darf Lars hier eigentlich reinspammen und sich aufführen wie ein Grundschulkind? |
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#59
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| Zitat:
Du wirst damit leben müssen aber ich möchte nicht aus niederen Gefühlen, aus Wut und Zorn zu einem Mörder werden. Blabla... Zitat:
Zitat:
__________________ Gruß Lone Wolf Bevor ich mit den Wölfen heule, werd ich lieber harzig, warzig grau, verwandele ich mich in eine Eule oder vielleicht in eine graue Sau. Geändert von LoneWolf (21-01-2010 um 20:52 Uhr). |
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#60
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| Man sollte hier vielleicht mal zwischen dem Orwell-Text am Anfang und der Psychologischen Betrachtung von Rache trennen. Orwell(als bekennender Anti-Kommunist und Antifaschist ein Gegner jedes imperialen Totalitarismus) berichtet von einem Aha-Erlebnis aus einem Kriegsgefangenenlager im besetzten Deutschland. Den ganzen Krieg über hatte der Wunsch nach Rache gerade die Briten zu großen Anstrengungen angetrieben - jetzt sah Orwell die kümmerlichen Gestalten, die einst als Buhmänner den Haß ganzer Völker anstacheln konnten. Es lohne sich nicht, an denen Rache zu nehmen. Die Nazi-"Größen" als arme, eher mitleidserweckende Würstchen ,Orwell versagt den Nazis ihren erträumten Nachruhm als Gestalten von enormer (negativer) Größe. (Nebenbei stellt es der treudeutschen Gefolgschaft dieser Typen ein geistiges Armutszeugnis sondergleichen aus.) Zur Psychologie des menschlichen Rachebedürfnisses: Jeder Mensch hat das Bedürfnis, in einer gerechten Welt zu leben, in der jeder bekommt, was er verdient, und verdient, was er bekommt. Er geht davon aus, daß die Welt, in der er lebt eine solche ist. Ereignen sich aber trotzdem offensichtliche Ungerechtigkeiten, stellt dies eine Bedrohung für die Wahrnehmung einer gerechten Welt dar, die mit Stress und emotionaler Erregung verbunden ist. Der Mensch ist bestrebt, seinen ursprünglichen Glauben an die Gerechtigkeit wiederherzustellen. Dabei stehen ihm unterschiedliche Strategien zur Verfügung: (1) rationale Strategien wie eigenes Handeln zur Herstellung von Gerechtigkeit oder Akzeptieren der eigenen Beschränkungen oder (2) irrationale Strategien wie etwa kognitive Verzerrungen und Umbewertungen des Ereignisses, des Täters oder des Opfers. Auf Personmerkmale, die für Rache relevant sein könnten, konzentriert sich ein von Maes (1994) entwickeltes Instrument: der Drakonitäts-Fragebogen. Hierin werden im wesentlichen zwei Dimensionen unterschieden, die sich auf Einstellungen beziehen, die Menschen zu den Fehlern und Schwächen ihrer Mitmenschen entwickeln: Drakonität und Milde. Drakonität kennzeichnet eine Haltung, derzufolge menschliche Fehler gnadenlos zu verfolgen und auszumerzen sind, Menschen für ihre Fehler geradestehen und Rechenschaft abzulegen haben. Milde oder Versöhnlichkeit auf der anderen Seite kennzeichnet die Bereitschaft, über solche Fehler und Schwächen hinwegzusehen, sie zu verstehen und zu verzeihen und versöhnlich mit seinen Mitmenschen umzugehen. Drakonität als Personmerkmal prädisponiert zur Befürwortung von Rache, Milde und Versöhnlichkeit auf der anderen Seite prädisponieren zu Gelassenheit und Vermeiden von Rache, möglicherweise sogar zu Alternativreaktionen und konstruktiven Konfliktlösungsbemühungen. Mögliche Auswirkungn von Rache: Während es für die Bedingungen von Rache zumindest brauchbare und überprüfbare Modelle gibt, kann über die Auswirkungen und Folgen vollzogener oder erfüllter Rache zumindest zum aktuellen Zeitpunkt - mangels einschlägiger Untersuchungen - wenig ausgesagt werden. Es erscheint allgemein einsichtig, daß es dem Rächer zunächst einmal gut ergeht. Schließlich wird von der Rache gesagt, daß sie süß sei: Zitat:
der Rache liefert Fromm (1977): Zitat:
Wenn das Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle vorherrschend war: Ist die persönliche Welt jetzt tatsächlich wieder sicherer und kontrollierbarer? Oder stellt nicht zumindest die kaum vermeidbare Angst vor der erneuten Rache des anderen einen zusätzlichen Unsicherheitsfaktor dar? Wenn der Wunsch nach Wiederherstellung des Selbstwertgefühles vorherrschend war: Lebt es sich wirklich so gut mit der Vorstellung, jemand zu sein, der selbst grausam gehandelt hat, der es "nötig hatte", auf diese Art zurückzuschlagen? Oder wäre es nicht bequemer, angenehmer und dem Selbstwert dienlicher, sich als jemanden zu sehen, der "das" souverän und gelassen wegstecken kann, der es eben nicht nötig hat, Gleiches mit Gleichem zu vergelten und genau so "primitiv" zu handeln wie der Gegner? Wenn die Rache durch eine subjektive Voreingenommenheit begünstigt wurde, sich als hintergangen und unfair behandelt zu betrachten: Werden nicht bald neue Gegner mit neuen unfairen Verhaltensweisen auftreten, um die liebgewonnene Voreingenommenheit aufs neue zu bestätigen? Wenn der Wunsch nach Wiederherstellung von Gerechtigkeit vorherrschend war: Ist das Ergebnis denn jetzt wirklich gerecht? Oder ist eventuell ein bißchen zuviel oder zuwenig zurückgeschlagen worden? Müßte nicht auch dieses wieder ausgeglichen werden? Wie kann ich zweifelsfrei wissen, ob ein Ergebnis gerecht ist? Rache schafft also auch neue Zweifel, verändert unsere Persönlichkeit und unsere Beziehung zu den Mitmenschen. PS: An mir sollen die angestrebten 30 Seiten nicht scheitern ![]() Geändert von Susi-Kunoichi (21-01-2010 um 22:21 Uhr). |
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