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![]() Susi-Knöllchen Ich glaube ich neige nicht zur Drakonität(wenn ichs kapiert habe), wär aber bei Blutrache sofort dabei. Zitat:
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wenn nichts weiterhilft.. dann sollten wir also däumchen drehen, und nichts tun? ich verdränge auch nciht, dass ich ein psychopath udn soziopath bin.... ich hasse menschen (das zitat stammt übrigens aus nem donald duck film... find das einfach toll. wie der das gesagt hat )Zitat:
dem opfer hilft es vielleicht, wenn es fühlt, dass die tat nicht allen egal ist. dass menschen da sind, die sich für sie einsetzen, vielleicht erfährt das opfer eine befriedigung durch die vergeltung! selbst wenn das oft geleugnet wird... und manche gar empathie mit dem täter haben.... Zitat:
![]() vielleicht ist das eine kämpfermentalität... das weiss ich nicht, es ist einfach miene mentalität ![]() ganz ehrlich ist es für mich etwas vom schlimmsten vorstellbaren hilflos zu sein. wehrlos. und hätte ich so eine tat nciht im voraus verhindern können, wäre ich hilflos gewesen, das stimmt. aber ich wäre nicht so hilflos, den typen frei rumlaufen zu lassen..... Zitat:
![]() was stärke und was schwäche ist, ist immer schwer abzugrenzen! ist derjenige stärker, der sich einer unerträglichen situation ergibt, seine niederlage eingesteht. oder derjenige der mit allen mitteln ausbrechen will? ist (im grappling) derjenige stärker, der im unabwehrbaren fusshebel seine eigene niederlage eingesteht und aufgibt. oder derjenige der bis zum schluss kämpft, und sich den fuss brechen lässt? ist derjenige stärker, der seiner ihn betrügende ehefrau vergibt, und eine lösung sucht. oder der, welcher sich nach 30 jahren ehe trennt und nochmals von vorne anfängt? udn nun: ist derjenige stärker, der sich in die ohnmacht begiebt, und dem täter seine tat inständig verzeigt udn ein frohes weiteres leben wünscht. oder jener, der aufs verzeihen pfeift, und den täter um die ecke bringen will? schwere entscheidung! die "passive" stärke liegt mir grundsätzlich weniger als die "aktive" eigeninitiative liegt mir mehr als mitmachen, wehren mehr als ertragen. und mit meiner eigenen tat zu leben würde mir einfach fallen, als die tat des anderen zu ertragen. hoffe, das driftet nicht zu sehr ins philosophische ab ![]() |
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#63
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| Mutti Natur hat uns das Bedürfnis nach Rache gegeben, damit alle lernen sich nicht wie Arschgeigen zu benehmen. Oder weiß jemand einen besseren Grund, warum wir so gestrickt sind ?
__________________ Das Leben ist eher breit als lang |
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#64
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| moral, gerechtigkeit und der wunsch danach diese dinge durchzusetzen sind uns angeboren, als soziale wesen waren sie von evolutionärer wichtigkeit (oder gott hat sie uns gegeben....) |
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#65
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| Da gabs auch mal ein Experiment: Eine Spielsituation, in der man kooperieren konnte (gleicher Gewinn für beide), oder bescheissen (der Bescheisser kriegt viel, der andere wenig). Interessanterweise haben die meisten welche beschissen wurden auf jeden Gewinn verzichtet, damit der Bescheisser auch leer ausgeht. Ist für den Rache übenden zwar erstmal ein Nachteil, aber auf lange Sicht die richtige Strategie.
__________________ Das Leben ist eher breit als lang |
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#66
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für den forscher war damals besonders interessant, wie zuverlässig die ergebnisse zu anderen sozialen strukturen (das experiment wurd ein vielen staaten gemacht) übertragbar ist. und wie krass das ganze! denn das "spiel" wurde auch in staaten gespielt, wo die dollarbeträge mehr als einen monatslohn ausgemacht haben ![]() |
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#67
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| @Widi: Für jede Straftat gibt es eine "angemessene" Bestrafung wie nennst du denn das? Glaubst du dass ein Täter durch Bestrafung einsichtig wird? Von Triebtätern und Ähnlichen will ich gar nicht erst anfangen... @Kannix: Tschernobyl, Ns-Deutschland, Kreuzzüge, jeder einzelne Krieg schlag doch einfach mal ein Geschichtsbuch auf. Gegenüber die Selbstjustiz: Ein paar Morde, ein paar Prügeleien (ich will das nicht verharmlosen aber das steht doch wirklich in keinem Verhältnis zum oben genannten!) Nico |
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#68
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| Angemessen heisst, durch den Staat festgesetzt und muss nicht zwingend in den Augen der Leute angemessen sein. Oft ist sie es auch nicht. Zu deiner 2. Frage: Variante 1: Ja Variante 2: Nein--> Verwahrung Oder so sollte es idealerweise funktionieren... Geändert von Widi (22-01-2010 um 03:10 Uhr). |
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#69
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| Naja, Politische Diskussionen sind hier ja verboten, bzw. nicht erwünscht also lass ich dass mal.... Nur wenn wir in dieser IDEALEN Welt leben würden hätte ich ja auch keine Einwände. Gute Nacht Nico |
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#70
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, wie hätte ich durch Selbstjustiz was verhindern können und wäre es dann auch Selbstjustiz gewesen? Hat die RAF in Deinen Augen Selbstjustiz betrieben und wenn nein, warum nicht? |
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| ich würde hier lieber im kleinen, überschaubaren Alltäglichen bleiben. Es ist ein Zeichen von Intelligenz, aus Erfahrung zu lernen. Wenn mich jemand linkt,bedroht,....., so sollte ich darauf reagieren, dass es kein zweites mal passiert. Damit schütze ich auch andere Menschen vor diesem Täter, der so was möglicherweise nicht nur bei mir versucht. Das würde ich nicht als Rache bezeichnen. Bei Vergewaltigern bin ich schon der Meinung, dass vom Staat als Gewaltmonopolist eine klare Strafe verhängt werden muss. Winkt der Richter nur streng mit dem Finger und sagt: du Böser, du, mach das bloß´nie wieder" so könnte das als Signal empfunden werden: "weiter so auf die Weiber drauf, mir passiert ja nichts". Das ist absolut verhängnisvoll. |
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#72
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| ein probem mit der verwahrung, oder allgemein der psychiatrischen behandlung von triebtätern, ist die zuweilen erschreckende naivität und unfähigkeit der behandelnden ärzte! ist wie mit folter: wer glaubt, dass jemand auch nur ansatzweise die wahrheit sagt, hat nen knacks ab! ein psychopath in sychiatriscsher behandlug wird genau das sagen, was er glaubt, dass der arzt es hören will. und wenn der arzt so belämmert ist, darauf reinzufallen, sollte er SELBST in behandlug ![]() die wahlweise lebenslange verwahrung, oder chemische kastration, und andere mittel, (welche auf eigene faust bezahlt werden müssten) sollte hier anstehen. auch zwangsverwahrte psychopathen sollten der zwangsarbeit unterliegen, um ihre kosten wenigstens ein bisschen zu senken! Zitat:
![]() inzwischen weiss aber auch JEDER, dass er mit ein bischen rumgeheule von wegen harte kindheit und so, gute chancen auf mildernde umstände, oder gar begrenzte schuldfähigkeit hat.... dann geht's in die klapse, dann wird der arzt bisschen vollgelogen, udn schon bin ich wieder auf freiem fuss -> ![]() |
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#73
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| Die RAF hat durchaus Selbstjustiz ausgeübt, hatte jedoch kein Respekt vor dem Leben im allgemein (mindestens in der 2. und 3. Generation) weshalb ich ihre Taten nicht gutheiße. Selbstjustiz kann man auch als Zivilcourage bezeichnen, bzw. kann auch eine Form davon darstellen. Klar hättest du bzw. eine Person nicht viel verhindern können, wenn jedoch im Volk das Bewusstsein vorhanden währe das es direkt das öffentliche Leben gestalten und so auch dafür verantwortlich ist, währen viele Schlechte Dinge gar nicht erst passiert. Allgemein will ich sagen dass ich Rache an sich nicht befürworte, allerdings hat das auch nichts mit Gerechtigkeit oder "Bestrafung" zu tun. So etwas sollte man meiner Meinung nach immer Sachlich und objektiv beurteilen wenn dann der Einsatz von Gewalt noch nötig erscheint kann man immer noch handeln. Lg Nico |
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#74
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| Wie kann man ein Reaktorunglück durch Selbstjustiz verhindern? Indem man hinterher die vermeintlich Verantwortlichen lyncht? So wie die Lynchjustiz bei dem Flugzeugunglück von Überlingen die Flugsicherheit erhöhte? Flugzeugkollision von Überlingen ? Wikipedia Wurde NS-Deutschland nicht erst Durch die Meinung, der erste Weltkrieg sei durch Verrat verloren worden (Dolchstoßlegende) und das Absetzen der rechtmäßigen Regierung durch eine Minderheit mit eigener Rechtsvorstellung (Schlägertrupps/Milizen) ermöglicht? Wurden die Verbrechen nicht aufgrund von Schuldzuweisungen an Unschuldige und Verschwörungstheorien ermöglicht, durch die normale Menschen zu "Volksschädlingen" erkärt wurden und damit Verfolgung und Mord zur "gerechten Sache"? Sind die aktuellen Kriege in Irak und Afghanistan nicht auch "gerechte" Vergeltungs-Kriege für Terroranschläge, die Ihrerseits von den Verantwortlichen als "gerechte" Vergeltung für die Politik der USA un Ihrer Verbündeten verkauft werden? Entsteht nicht so eine Gewaltspirale wie im nahen Osten, wo sich jeder im Recht fühlt und der andere hat sowieso angefangen? Auch ich habe gefühlsmäßig ein großes Problem bzgl. lascher Strafen gegen menschenverachtende Gewalttäter, aber das Gewaltmonopol des Staates (solange er einigermaßen Demokratisch und Freiheitlich organisiert ist) auszuhöhlen führt zu Zuständen, die ich nicht erleben will. Geändert von bluemonkey (22-01-2010 um 14:48 Uhr). |
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#75
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| Zitat:
Auch heute noch kennt man den Kanun -ebenfalls eine Form der Blutrache- z.B. in Albanien, artverwandte Prinzipien lassen sich aber auch Teilen der Türkei oder Rumänien finden. Grundlage ist oder besser war hier meistens die Ehrverletzung, welche durch verschiedenste Formen geschehen kann. Wurde man dann "legitimiert", Blutrache zu nehmen konnte das dazu führen, dass als Sühne nicht nur der Täter selber, sondern dessen ganze Familie ausgelöscht wurde. Wie sich der Zeitgeist hier niedergeschlagen hat, weiss ich offen gesagt nicht, aber man sieht, dass persönliche Vergeltung ein recht altes Konstrukt ist. Auch früher gab es schon Gremien und teilweise sogar Schiedsleute, welche die "Anwendungsvarianten" regelrecht überwacht und zelebriert haben, aber an der eigentlichen Ausführung nicht beteiligt waren. Übrigens "Auge um/für Auge, Zahn um/für Zahn" ist ein Rechtssatz aus der Tora. Wobei der Kontext wohl mehrere Interpretationsrichtungen offen lässt... Wenn man diese Aspekte reflektiert -ich bin kein Historiker, es mag sicherlich noch ettliche andere Vergeltungsformen ähnlichen Charakters geben- kann man wohl kaum von "kindlicher Traumvorstellung" sprechen. Es handelte sich vielmehr um einen festen Bestandteil sozialen Zusammenlebens. Dem gegenüber gibt sicherlich auch schon seit sehr langer Zeit das Bestreben nach öffentlicher Ordnung. Da ich vor drei Monaten noch in Paris war: der Codex Hammurapi (König Hammurapi ist vllt. einigen ein Begriff) entstand über 1.500 Jahre aCn. Hier sind bereits sehr ausgeklügelte Gesetzestexte für das tägliche Leben entworfen worden, welche eine Form des Gerichtes als "entrückte" Instanz mit der Aufgabe der Bestrafung betrauten. Also hier ganz eindeutig das Bestreben, sich von individuellen/persönlichen Befinden zu lösen. Vielleicht ist es ganz interessant, auch solche Aspekte zu sehen. Der Konflikt zwischen Gerechtigkeit aus ehtischer/kultureller/moralischer Sicht und Recht als Grundregeln für ein soziales Zusammenleben besteht schon sehr lange und für beide Seiten gibt es schlüssige Argumente. Das genannte "Ehrgefühl" etwa geht sicherlich in die hier mehrfach erwähnte Richtung, dass der Mensch -jeder von uns- im Grunde das bekommen soll, was er verdient. Oder auch, dass jeder Mensch sein Selbstwertgefühl erhalten (sein Gesicht wahren?), vielleicht sogar ausbauen möchte. Instanzen funktionieren im Kollektiv, individuell sind sie aber oft nicht greifbar (spürbar). Ich z.B. finde die deutsche Gesetzgebung als Konstrukt sehr wohl durchdacht und systematisch ausgebaut, in Einzelfällen weicht mein Gerechtigkeitsempfinden jedoch teilweise stark von Rechtsprechungen ab. Im ganzen findet ich dennoch meine Vorstellung von Gerechtigkeit (hier im strafrechtlichen Sinne) im gängigen Recht wieder. Weiterhin ist für mich im Alltag Vergeltung unter gewissen Aspekten ein legitimes und befriedigendes Mittel. Ich bin von Natur aus relativ nachtragend, warscheinlich begründet in meiner Schwäche, erlebte Ungerechtigkeit zu verarbeiten. Es ist durchaus -wenn auch überschaubar- vorgekommen, dass ich gefühlte Ungerechtigkeiten, aus denen ein persönlicher Nachteil entstand, zu geeigneten Zeitpunkten mit entsprechenden "Racheakten" begegnet bin. Teilweise vielleicht auch mit übertriebener Härte, z.B. im Berufsleben. Ich kann behaupten, dass sehr wohl ein befriedigendes Gefühl der Genugtuung eintrat. Auch habe ich später keine negativen Nachwirkungen verspürt, eher im Gegenteil. Es war so, als hätte ich mit einer Sache abgeschlossen. Wahrscheinlich ist genau dies auch der Fall gewesen. Wenn man merkt, dass einen Dinge/Erlebnisse innerlich weitaus mehr beschäftigen, als sie sollten, ist es mehr als vorteilhaft, über adäquate Lösungen nachzudenken. Der Alltag besteht nicht aus Gerichtsprozessen oder schmucken Problemlösungsprinzipien. Vieles lässt sich sehr gut alleine bewältigen und ich finde, dass man seine verfügbaren Freiheiten und Mittel stets ausnutzen sollte. Was nachher moralisch verwerflich erscheint, lässt sich im Zweifel wohl nur durch Erfahrung feststellen.
__________________ Viele Leute meinen, ich bin oberflächlich. Das stimmt aber nicht! Ich habe auch hässliche Freunde... Geändert von MCFly (22-01-2010 um 15:30 Uhr). |
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