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  #1  
Alt 19-03-2010, 05:01
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: ja
 
Registrierungsdatum: 26.12.2009
Beiträge: 58
Standard Wahl der Kampfkunst und Weltanschauung

Wenn sich jemand entscheidet mit dem Üben einer KK zu beginnen, dann wohl oft mit dem Ziel sich verteidigen zu können.Sie wählen dann eine, bei der hohe körperliche Fitness, relativ schnelle Erfoge, Alltagstauglichkeit usw. im Vordergrund stehen und haben an Philosophie und Tradition (bzgl. KK) wenig Interesse.Diese landen dann beim Boxen,Kickboxen,MT etc.
Daneben gibt es die gerade an Philosophie und Tradition Interessierten.Deren Training beinhaltet Formen, Katas und andere Methoden deren Nutzen für die
Effektivität im Kampf von vielen angezweifelt wird und die auch selbst behaupten, dass man viele Jahre braucht um sich mit diesen KK verteidigen zu können.
Wenn man nun die KK´ler in diese (vereinfacht) dargestellten Gruppen unterteilt,habe ich beobachtet (zugegeben relativ wenig Personen), dass diejenigen aus der ersten Gruppe sehr pragmatische,rationale Menschen sind. D.h. bzgl. KK wenig Techniken oft wiederholen, was nicht sofort funktioniert wird aussortiert... und im Alltag ist nur real was mit den 5 Sinnen wahrgenommen wird.Die der anderen Gruppe neigen dazu,nahezu allen Dingen eine tiefere Bedeutung zuzusprechen und die Theorie steht weit über der Praxis.
Sofern meine Beobachtung stimmt?, wäre es nicht klüger und lehrreicher wenn
die erste Gruppe die KK der zweiten ausüben würde und umgekehrt? Somit wäre für einen Ausgleich gesorgt.Die Rationalen würden ihren Horizont erweitern und die Theoretiker wären gezwungen sich mit praktischen Ergebnissen auseinanderzusetzen, anstatt dass sich jeder immer weiter in eine Richtung entwickelt.Auch und gerade in Bezug auf den Alltag.
Also lieber eine KK wählen,die meiner bisherigen Weltanschauung widerspricht?
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  #2  
Alt 19-03-2010, 05:35
Benutzerbild von LoneWolf
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Thai Boxen/ Kraftsport/Ki- Meditation :-)
 
Registrierungsdatum: 06.03.2004
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Alter: 42
Beiträge: 1.491
Standard

Zitat:
Wenn sich jemand entscheidet mit dem Üben einer KK zu beginnen, dann wohl oft mit dem Ziel sich verteidigen zu können.Sie wählen dann eine, bei der hohe körperliche Fitness, relativ schnelle Erfoge, Alltagstauglichkeit usw. im Vordergrund stehen und haben an Philosophie und Tradition (bzgl. KK) wenig Interesse.Diese landen dann beim Boxen,Kickboxen,MT etc.
Daneben gibt es die gerade an Philosophie und Tradition Interessierten.Deren Training beinhaltet Formen, Katas und andere Methoden deren Nutzen für die
Effektivität im Kampf von vielen angezweifelt wird und die auch selbst behaupten, dass man viele Jahre braucht um sich mit diesen KK verteidigen zu können.
Wenn man nun die KK´ler in diese (vereinfacht) dargestellten Gruppen unterteilt,habe ich beobachtet (zugegeben relativ wenig Personen), dass diejenigen aus der ersten Gruppe sehr pragmatische,rationale Menschen sind. D.h. bzgl. KK wenig Techniken oft wiederholen, was nicht sofort funktioniert wird aussortiert... und im Alltag ist nur real was mit den 5 Sinnen wahrgenommen wird.Die der anderen Gruppe neigen dazu,nahezu allen Dingen eine tiefere Bedeutung zuzusprechen und die Theorie steht weit über der Praxis.
Sofern meine Beobachtung stimmt?
Das ist natürlich sehr vereinfacht dargestellt (was keine Kritik sein soll) aber ich denke IDR kann man das so sehen!

Zitat:
wäre es nicht klüger und lehrreicher wenn
die erste Gruppe die KK der zweiten ausüben würde und umgekehrt?
Ich glaube viele tun das! Die Frage ist allerdings wie viele Thai/Kick- Boxer oder Boxer tatsächlich an Wettkämpfen interessiert sind. Ansonsten glaube ich, dass viele Traditionelle Kampfkünstler sich auch schon mit diesen Kampfsportarten beschäftigt haben.

Was die Effektivität der verschiedenen Stile betrifft wurden schon zahlreiche Diskussionen geführt. Ich glaube ein Konsens der dabei immer gefunden wurde war, dass es nicht unbedingt auf den Stil ankommen würde, sondern viel mehr auf den Ausübenden. Würde ich auch so sehen...

Ich vertrete die Philosophie, dass man im Alltag jede körperliche Auseinandersetzung tunlichst vermeiden sollte. Oftmals sind Emotionen, Egoismus, Habgier, Neid etc. der Auslöser für Handgreiflichkeiten. In den seltensten Fällen wird man wirklich in eine Situation kommen wo man wirklich kämpfen muss, weil man nicht mehr anders kann.

Wenn also die oben genannten Eigenschaften der Auslöser sind dann bin ich für mich zu der Erkenntnis gekommen, dass man sich damit beschäftigen sollte. Somit entwickelt man sich als Mensch schon mal weiter. In wie weit jetzt welche Philosophien oder gar Religionen für einen Sinn machen muss jeder für sich selbst herausfinden. Ich persönlich finde den Buddhismus sehr interessant.

Weiter finde ich es interessant zu erfahren wie Körper und Geist mit der Technik zusammen harmonieren und somit arbeite ich auch gerne mit dem Ki (Japanisch für Chi oder Qi).

Inwieweit das jemand für nötig empfindet hängt halt auch wieder von der Motivation des jeweiligen ab. Will ich in den Ring oder möchte ich lernen wie man effektiv Leute auf der Straße niedermetzelt dann muss ich das nicht unbedingt haben. Allerdings sollte man immer dabei beachten, dass man nicht selbst dabei in Schwierigkeiten kommt. Innere Arbeit und Entwicklung scheint mir also schon etwas zu sein was von Bedeutung ist und sei es nur wenn man verinnerlicht, dass Gewalt immer ein Problem darstellt und somit als letzte Antwort aller Problemlösungen herangezogen sollte.

Meine 2 Cent zum Thema! :-)
__________________
Gruß Lone Wolf
Bevor ich mit den Wölfen heule, werd ich lieber harzig, warzig grau, verwandele ich mich in eine Eule oder vielleicht in eine graue Sau.
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  #3  
Alt 19-03-2010, 05:55
Gleichgewicht
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
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.

Geändert von Gleichgewicht (04-05-2010 um 11:12 Uhr).
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  #4  
Alt 19-03-2010, 10:10
bluemonkey
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
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Zitat:
Zitat von Marshall Mc Luhan Beitrag anzeigen
Sofern meine Beobachtung stimmt?, wäre es nicht klüger und lehrreicher wenn
die erste Gruppe die KK der zweiten ausüben würde und umgekehrt? Somit wäre für einen Ausgleich gesorgt.Die Rationalen würden ihren Horizont erweitern und die Theoretiker wären gezwungen sich mit praktischen Ergebnissen auseinanderzusetzen, anstatt dass sich jeder immer weiter in eine Richtung entwickelt.Auch und gerade in Bezug auf den Alltag.
Also lieber eine KK wählen,die meiner bisherigen Weltanschauung widerspricht?

Hinter der Frage steckt so eine Ausgleichs-Weltanschauung.
Neben der Meinung "Ausgeglichenheit ist von Vorteil" -> "Stärke deine Schwächen", gibt es auch die in meinen Augen sinnvolle Aufforderung: "stärke Deine Stärken".
Ein begnadeter 100-Meterläufer hat nicht viel davon, wenn er exzessiv Ausdauertraining betreibt.
Ein Mozart tat gut daran, seine Zeit mit Musizieren zu verbringen, anstatt mit Mathematik.
Die meisten suchen sich Beschäftigungen, die zu ihnen passen und wenn das Leben lang genug ist und man nicht gerade in der Einöde lebt, findet man meist die Beschäftigungen, die den eigenen Neigungen entsprechen und einem dann in der persönlichen Entwicklung weiterbringen (wie Bruce Lee sagte: "Ein Talent schafft sich seine Möglichkeiten")

Und Menschen entwickeln sich natürlich auch (z.B. Wenn die Knochen kaputt sind)
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  #5  
Alt 19-03-2010, 10:33
Benutzerbild von LoneWolf
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Kampfkunst: Thai Boxen/ Kraftsport/Ki- Meditation :-)
 
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Alter: 42
Beiträge: 1.491
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Das ist eine sehr gute Argumentation, bluemonkey!

Wir sollten ja auch nicht vergessen, dass wir Hobbyisten sind und wenn man mal in ein gewisses Alter kommt dann ist man froh, dass der Körper funktioniert. Ich würde mit meinen Bandscheiben auch nicht regelmäßig ringen gehen...
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Gruß Lone Wolf
Bevor ich mit den Wölfen heule, werd ich lieber harzig, warzig grau, verwandele ich mich in eine Eule oder vielleicht in eine graue Sau.
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  #6  
Alt 19-03-2010, 13:54
Zunte
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
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Zitat:
Zitat von bluemonkey Beitrag anzeigen
Hinter der Frage steckt so eine Ausgleichs-Weltanschauung.
Neben der Meinung "Ausgeglichenheit ist von Vorteil" -> "Stärke deine Schwächen", gibt es auch die in meinen Augen sinnvolle Aufforderung: "stärke Deine Stärken".
Ein begnadeter 100-Meterläufer hat nicht viel davon, wenn er exzessiv Ausdauertraining betreibt.
Ein Mozart tat gut daran, seine Zeit mit Musizieren zu verbringen, anstatt mit Mathematik.
Die meisten suchen sich Beschäftigungen, die zu ihnen passen und wenn das Leben lang genug ist und man nicht gerade in der Einöde lebt, findet man meist die Beschäftigungen, die den eigenen Neigungen entsprechen und einem dann in der persönlichen Entwicklung weiterbringen (wie Bruce Lee sagte: "Ein Talent schafft sich seine Möglichkeiten")

Und Menschen entwickeln sich natürlich auch (z.B. Wenn die Knochen kaputt sind)
Nur schafft eine zu starke spezialisierung Abhängigkeit.
Und Abhängigkeit ist eines der Dinge die ich möglicht versuche zu vermeiden, auch wenn es zu 100% natürlich niemals möglich ist.
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  #7  
Alt 19-03-2010, 14:18
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Zitat:
Zitat von Marshall Mc Luhan Beitrag anzeigen
Wenn sich jemand entscheidet mit dem Üben einer KK zu beginnen, dann wohl oft mit dem Ziel sich verteidigen zu können.Sie wählen dann eine, bei der hohe körperliche Fitness, relativ schnelle Erfoge, Alltagstauglichkeit usw. im Vordergrund stehen und haben an Philosophie und Tradition (bzgl. KK) wenig Interesse.Diese landen dann beim Boxen,Kickboxen,MT etc.
Daneben gibt es die gerade an Philosophie und Tradition Interessierten.Deren Training beinhaltet Formen, Katas und andere Methoden deren Nutzen für die
Effektivität im Kampf von vielen angezweifelt wird und die auch selbst behaupten, dass man viele Jahre braucht um sich mit diesen KK verteidigen zu können.
Kann ich aus meiner Beobachtung heraus nicht bestätigen. Meistens geht es dabei doch eher um Pseudophilosophie, um etwas Religions-"Chic", was die Kunst interessanter erscheinen lassen soll. Und das reduziert sich dann meistens eben auf Kata laufen, den Bück-Dich vor dem Großmeister und das Können der Zahlen von 1 bis 10 auf koreanisch.

Unter MTlern habe ich hingegen schon viele Menschen kennengelernt, die sich auch für Thailand und die Tradition interessieren, die thailändische Trainingscamps besuchen (Vergleiche mal die Diskussionen über Gyms in Thailand und entsprechenden Reisen mit den Diskussionen um Dojos in den Heimatländern anderer Systeme hier im Forum), in meinem "religiösen" Freundeskreis sind viele KMler dabei und wenn ich in meine Schule blicke, sehe ich dort einen fließend japanisch sprechenden MMA Trainer, der in Japan trainiert und gelebt hat.

Ich glaube, Du verwechselst einseitig vergeistigt mit Interesse an Tradition. Außerdem gibt es Traditionen, die sich besonders auf die Materie beziehen.
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  #8  
Alt 19-03-2010, 14:30
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edit:

ka alleine schon diese unterteilung von muay thay als "traditionslose kk/ks" find ich schwachsinnig.
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  #9  
Alt 19-03-2010, 14:32
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Zitat:
Zitat von *Lars* Beitrag anzeigen
Kann ich aus meiner Beobachtung heraus nicht bestätigen. Meistens geht es dabei doch eher um Pseudophilosophie, um etwas Religions-"Chic", was die Kunst interessanter erscheinen lassen soll. Und das reduziert sich dann meistens eben auf Kata laufen, den Bück-Dich vor dem Großmeister und das Können der Zahlen von 1 bis 10 auf koreanisch.

Unter MTlern habe ich hingegen schon viele Menschen kennengelernt, die sich auch für Thailand und die Tradition interessieren, die thailändische Trainingscamps besuchen (Vergleiche mal die Diskussionen über Gyms in Thailand und entsprechenden Reisen mit den Diskussionen um Dojos in den Heimatländern anderer Systeme hier im Forum), in meinem "religiösen" Freundeskreis sind viele KMler dabei und wenn ich in meine Schule blicke, sehe ich dort einen fließend japanisch sprechenden MMA Trainer, der in Japan trainiert und gelebt hat.

Ich glaube, Du verwechselst einseitig vergeistigt mit Interesse an Tradition. Außerdem gibt es Traditionen, die sich besonders auf die Materie beziehen.
dito.
darueber koennte man ne menge aus der ecke hier berichten. echt schlimm
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  #10  
Alt 19-03-2010, 15:58
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Kampfkunst: Krav Maga, Luta Livre, MT
 
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Zitat:
Zitat von Killer Joghurt Beitrag anzeigen
edit:

ka alleine schon diese unterteilung von muay thay als "traditionslose kk/ks" find ich schwachsinnig.
das stimmt, MT hat eine lange tradition und es gibt auch viele "überbleibsel", wie den wai kru, verbeugungen (wenn auch nicht so tief) und mongkol etc...

selbst beim MT teilen sich die Menschen auf, die einen wollen den "härtesten Vollkontakt" und die anderen sind an dem kompletten sport interessiert wo dann auch die traditionen dran hängen. das kommt aber natürlich auch auf den trainer an.
__________________
Gruß Falk
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  #11  
Alt 19-03-2010, 18:25
Benutzerbild von Killer Joghurt
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: bjj&judo&wt
 
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Beiträge: 7.458
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Zitat:
Zitat von wiki Beitrag anzeigen
das stimmt, MT hat eine lange tradition und es gibt auch viele "überbleibsel", wie den wai kru, verbeugungen (wenn auch nicht so tief) und mongkol etc...

selbst beim MT teilen sich die Menschen auf, die einen wollen den "härtesten Vollkontakt" und die anderen sind an dem kompletten sport interessiert wo dann auch die traditionen dran hängen. das kommt aber natürlich auch auf den trainer an.
agree.
finde aber ne alte verstaubte ruhrpott boxbude mit 50jaehriger geschichte oder irgendnen ringerverein am niederrhein kann mehr tradition, etikette und ehrlichkeit aufweisen als son pseudoasiatenverein.

effektivitaet, einfachheit und klarheit als tradition. so seh ichs.
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  #12  
Alt 19-03-2010, 18:46
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Registrierungsdatum: 06.02.2002
Ort: Mannheim
Beiträge: 764
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Hallo

Ausgewogenheit kann und sollte man zusätzlich zu sehr persönlichen Spezialisierungen besitzen.
Alleine, dass man ÜBERHAUPT KK betreibt ist schon eine Spezialisierung an sich.

"Wir" sind immer noch sehr in unserem Ding drin und stellen "die" KK (welche es gerade ist / sind) als Maßstab, um uns viele Dinge erklären zu können.

Alleine das ist NICHT ausgewogen!

Es gibt im Leben unzählige Arten, dieses zu verstehen und zu leben und es soll vorkommen, dass man auch von der KK aus einem gehörigen Abstand heraus viel "gelassener" denkt, als wenn man sozusagen "drin" steckt und sich im ständigen Rechtfertigungsmechanismus mit anderen KKlern befindet.

Daher sehe ich die Pauschalisierung in Pragmatiker und Theoretiker in der KK gar nicht so relevant.
Eigentlich ist es sogar recht egal

Einer der traditionelles Shotokan betreibt mit allem drum und dran und sozusagen als "Theoretiker" gelten würde, kann im richtigen Leben ein knallharter Unternehmer, Anwalt oder Handwerker oder Künstler sein, der nur praktisch denkt und arbeitet. Wie schnell urteilt man über Personen, die KK YY betreiben, die doch ah so "blöde" ist, ohne zu ahnen, dass man gerade mit einem der fünf besten Experten für Wolkenkratzerbau, italienische Briefmarken oder osteuropäische Folkloremusik zu tun hat. Nein, man will ihm was über das Leben erzählen und über eine KK, die ihn selig macht

Und schwupps hätte er seine Ausgewogenheit, ohne sich groß Gedanken über die "richtige" KK machen zu müssen oder auch nur einen Hauch Gedanken an diesbezügliche Diskussionen verschwendet:
Er macht es einfach und freut sich

Also mal etwas auf dem Teppich bleiben, "wir" lieben Kampfkünstler

Grüße
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  #13  
Alt 19-03-2010, 18:48
Benutzerbild von *Lars*
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Kampfkunst: Krav Maga (IKMF)
 
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im Grunde finde ich Menschen ohne spirituelle Dimension in ihrem Leben sowieso recht arm - egal, welches System sie trainieren
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  #14  
Alt 19-03-2010, 19:09
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KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: fett werden
 
Registrierungsdatum: 13.07.2006
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Da es unter umständen sehr weit ins OT führt evtl. besser per PN, aber wie definiert sich denn eine "spirituelle Dimension"?
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So if you meet me, have some courtesy, have some sympathy, and some taste, use all your well-learned politesse, or Ill lay your soul to waste
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  #15  
Alt 19-03-2010, 20:05
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Taiji: Yang
 
Registrierungsdatum: 13.05.2007
Beiträge: 50
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Zitat:
Zitat von Marshall Mc Luhan Beitrag anzeigen
Wenn sich jemand entscheidet mit dem Üben einer KK zu beginnen, dann wohl oft mit dem Ziel sich verteidigen zu können.Sie wählen dann eine, bei der hohe körperliche Fitness, relativ schnelle Erfoge, Alltagstauglichkeit usw. im Vordergrund stehen und haben an Philosophie und Tradition (bzgl. KK) wenig Interesse.Diese landen dann beim Boxen,Kickboxen,MT etc.
Daneben gibt es die gerade an Philosophie und Tradition Interessierten.Deren Training beinhaltet Formen, Katas und andere Methoden deren Nutzen für die
Effektivität im Kampf von vielen angezweifelt wird und die auch selbst behaupten, dass man viele Jahre braucht um sich mit diesen KK verteidigen zu können.
Wenn man nun die KK´ler in diese (vereinfacht) dargestellten Gruppen unterteilt,habe ich beobachtet (zugegeben relativ wenig Personen), dass diejenigen aus der ersten Gruppe sehr pragmatische,rationale Menschen sind. D.h. bzgl. KK wenig Techniken oft wiederholen, was nicht sofort funktioniert wird aussortiert... und im Alltag ist nur real was mit den 5 Sinnen wahrgenommen wird.Die der anderen Gruppe neigen dazu,nahezu allen Dingen eine tiefere Bedeutung zuzusprechen und die Theorie steht weit über der Praxis.
Sofern meine Beobachtung stimmt?, wäre es nicht klüger und lehrreicher wenn
die erste Gruppe die KK der zweiten ausüben würde und umgekehrt? Somit wäre für einen Ausgleich gesorgt.Die Rationalen würden ihren Horizont erweitern und die Theoretiker wären gezwungen sich mit praktischen Ergebnissen auseinanderzusetzen, anstatt dass sich jeder immer weiter in eine Richtung entwickelt.Auch und gerade in Bezug auf den Alltag.
Also lieber eine KK wählen,die meiner bisherigen Weltanschauung widerspricht?
Ich finde, es bringt nicht allzuviel, so eine schubladische Zweiteilung aufzumachen. Du sagst selbst, du hast nicht viele beobachtet. So what.

Es gibt so viele Zwischenstufen und Motivationen wie es Menschen gibt. Gibt welche, die vom Spirituellen her kommen und den Kampf entdecken, welche, die vom Gesundheitstraining kommen und und und...
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