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#16
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| Also, ich war zweimal auf der Straße in was verwickelt, ich realisierte, daß es ernst war und unvermeidlich, und irgendwas in mir schaltete auf "Automatik"... D.h., ich hab blitzschnell irgendwas gemacht, was funktionierte, aber hinterher wußte ich schon gar nicht mehr richtig, was ich da eigentlich mit dem Gegner gemacht hatte. War wohl Instinkt. Beim sportlichen Kampf mit einem Gegner dagegen bin ich einfach voll auf den Kampf konzentriert und focussiert, alles andere ist "weg". Adrenalin pur, aber keine negativen Gefühle gegen den Gegner, die würden bloß ablenken (Thema klarer Kopf und außerdem innerlich "frei" und losgelassen statt verkrampft). Respekt vor dem Gegner als Mensch als Grundlage, so, wie ich auch mich selbst respektier, aber auch der unbedingte Wille, siegen zu wollen. Und wenns nicht klappt... wieder was gelernt... Geändert von scarabe (06-09-2006 um 23:28 Uhr). |
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#17
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| Zitat:
Wenn einer von zwei gleichstarken Gegenern sagt " ich will mein bestes versuchen" und der andere sich sagt " den mach ich nieder, den besiege ich, das ist mein Tag, am Ende stehe ich ganz oben auf dem Treppchen" - dann ist vorher das Programm für den Ausgang des Kampfes geschrieben. Im Kampf geht es zwar darum diese Einstellung zu bewahren, wenn man sich aber mit Gedanken wie " ich muss gewinnen" oder noch schlimmer " ich darf nicht verlieren! " bescshäftigt ist man unkonzentriert und verletztbar und steht sich selbst im Weg" Habt ihr schon mal einen Abfahrtsläufer vor seinem Lauf gesehen? Das kann man auch im Kampfsport nutzen. In Gedanken den Kampf schon vorher kämpfen. Sich mit einem positiven Verlauf programmieren..... das ist zwar vereinfacht, stammt aber aus den tiefsten NLP-Schatzkästchen von Motivationstrainern. Zitat:
Angeblich hat ja Bruce Lee einmal gesagt. Wenn du in einem Kampf nachdenkst hast du schon verloren. Ein Kampf läuft dann gut wenn intuitiv agiert, reagiert, angegriffen und gekontert wird. das funktioniert natürlich nur wenn man alle Techniken beherrscht und von den körperlichen Fähigkeiten nicht überfordert ist. Selbst wenn ein sehr guter WEttkämpfer mit allen technisch-taktischen Waffen sich zu viel mit dem GEdanken beschäftigt wie er seinen Gegner knackt, wird er scheitern. Also nicht: " wenn der mit links nach vorne steppt, dann gehe ich links raus , kontere mit xy, und z, oder besser mit w. Aber nein, dann könnte er ja dies und jenes. Wettkampf ist nicht normales Schach wo man die Züge plant, sondern Blitzschach. Das funktioniert auch in Bruchteilen von Sekunden ist aber immer noch Schach. Zitat:
Aber im Kampf ist es ein Namenloser und Gesichtsloser.Einfach ein Gegner, ein Objekt. Ohne Aggression gewinnst du keinen Kampf. Wut braucht man nicht, aber auch das kann man kontrollieren. Wenn sich das Adrenalin nach dem Kampf verzogen hat dauert es ein paar Minuten und aus deinem "Feind" wird wieder dein bester Freund. Keiner neidet dem anderen seinen ERfolg (spürbar) sondern man freut sich schon auf die Revanche und flachst darüber.--das ist ideal. Sorry dass es so viel Text wurde, aber das war mir ein echtes Anliegen, denn oft wird zuviel hineininterpretiert und werden sehr philosophische Ansätze vertreten, die aber gar nicht praktikabel und zielführend sind. |
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#18
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| siehe thread qualitäten eines kämpfers im allg. kk forum... hab das nur gepostet weil ich den hier noch mal durchlesen will peace
__________________ Man kann das Internet auch zu anderen Dingen nutzen als hier im Forum rumzukaspern. martin.schloeter, KKB------------ Rechtschreibfehler dienen dem aufmerksamen lesens des Fadens ! |
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#19
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| Zitat:
Und diese Taktik mit dem sich programmieren hat auch Haken. Wenn du nämlich trotzdem verlieren solltest, was immerhin möglich ist, bist du zumindest für eine Weile ganz ohne Programm. ![]() Zitat:
Klar, ohne Aggression kein Kampf, aber ich glaube trotzdem, dass einer mit kühlem Kopf schneller und vor allem richtiger reagiert als einer, der rot sieht. Also nix gegen Aggression im Sinne von Willen zu Kämpfen. Aber sobald die Emotionen mit einem durchgehen, schwinden die Chancen. |
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#20
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| Also, ich bin dann zwar "heiß" aufs Kämpfen und es gibt nichts anderes mehr, aber als aggressiv würde ich mich trotzdem nicht bezeichnen... Ich denke, das hängt damit zusammen, daß man alles, was das Aktions- und Reaktionsvermögen, Instinkt und Intuition etc beim Kampf behindern könnte, einfach "ausschaltet"... (könnte mir aber vorstellen, daß man einnen gewissermaßen erhöhten Aggressionspegel als Grundlage braucht, um überhaupt auf die Idee zu kommen, Kampfsport zu machen...) Geändert von scarabe (07-09-2006 um 15:29 Uhr). |
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#21
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| Hallo, ich denke, es kommt darauf an, um was für einen Kampf es sich handelt. Ist es eine Wettkampfsituation oder eine Selbstverteidigungssituation. Im Wettkampf ist der Kampfeswille und die Fainess den anderen nicht zu verletzen eine wichtige Haltung. In der Selbstverteidigungssituation ist es wichtig, jedes Konzept aus dem Kopf zu haben. Der Kämpfer muss blitzartig umschalten können auf die Bereitschaft zu sterben. Der Tod ist im Kampf der beste Berater. Denn im Angesicht des Todes ist nichts mehr wichtig. Dies macht Dich völlig ruhig und gleichmütig und es gibt in Dir keine Geistesregung mehr. Dies ist der Grund, weshalb viele klassische Kampfkünstler Chan/Zen praktizierten. Gruß |
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#22
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| Darauf war ich oben auch schon eingegangen, auf mich selbst bezogen- ich frage mich nun, ob mein "Automatismus" in Ernst-Situationen ein anderer war/ist, als der Zustand, den ein Zen-Praktizierender im Ernstfall erlebt... (damals hab ich mich noch nicht mit Zen beschäftigt) |
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#23
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| Hallo scarabe, ich denke es war das Gleiche. Nicht umsonst erkannten die Kampfkünstler, dass hier eine Verbindung besteht, was letztendlich in China zum Shaolin Gongfu führte und in Japan zu den Systemen des Bushi-Do. Ist der Geist in sich ruhig und klar, kann das Unbewusste ohne Störung arbeiten. Jede Idee dazwischen wirkt störend und bringt einen nur selbst in Gefahr. Lieben Gruß |
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#24
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| was Ihn auszeichnet. Karrakter ![]()
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