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#1
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| über poesie und gewalt im buddhismus http://www.kommundsieh.de/art.pdf verrückte wolke, äh nee sorry, kerl Angry Monk : ein Roadmovie und eine Zeitreise auf den Spuren des rebellischen Mönchs Gendun Choephel PRAKASH - "Zen, Sex und Sake" |
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#2
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| "das geschlecht der frau: es ist der urmund und bleibt doch wortlos umgeben von einem herrlich haarigen wall der empfindsame mag völlig vergehen darin und es ist doch die geburtsstätte aller zehntausend buddhas" buongiorno ![]() |
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#3
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| Zitat:
Im zweiten Link der Mönch war ein Anhänger der Tibetischen Schule die nicht mit dem Chan oder Zen zu verwechseln sind. Sex nicht zu verneinen oder körplicher Begierden ist kein Problem, wenn man ein ganz normales Leben führt.Für Mönche galt aber das Entsagen dieser Dinge, weil sie die "Fesseln " der Begierden die sie an diese Welt banden hinter sich lassen wollten. Sowie es der Buddha ihrer Schule sie gelehrt hat. Also entweder halte ich mich an die Regeln meiner Schule und bin ein ordinierter Mönch, oder ich sollte mich nicht Mönch nennen, weil das durcheinander bringt. Für einen Mönch ist es kein Problem wenn der nicht ordinierte Buddhist zb, oder nicht Buddhist ein Sex Leben hat oder dergleichen. Er stellt diese Anforderungen eben nur an sich, als jener der sich den Anforderungen seiner Schule entsprechend verhält um das Ziel dieser Schule zu erreichen. Für den japanischen Zen Mönch in dem dritten Link gilt in etwa das selbe.Was ich damit sagen will hier sind drei relativ unterschiedliche Thematiken von großer Tragweite, die man schwerlich alle in einem verbinden kann ohne ungewollt Dinge durcheinander zu werfen. Viele grüße, Shin |
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#4
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| Moin Das ist neu!Es gibt aber dennoch jedenfalls ein breite wissenschaftliche Diskussion über Gewalt im Buddhismus und ein dickes Themen-Heft der Zeitschrift für Religionswissenschaft (03/2), das sich in verschiedenen, sehr interessanten Artikeln mit den Facetten der Gewalt im Buddhismus (die es gar nicht gibt) auseinandersetzt: ZfR. Heft 03/2 - Inhalt Themenausgabe: Buddhismus und Gewalt Karénina Kollmar-Paulenz, Inken Prohl: Einführung: Buddhismus und Gewalt Sven Bretfeld: Zur Institutionalisierung des Buddhismus und der Suspendierung der ethischen Norm der Gewaltlosigkeit in Sri Lanka Jens Schlieter: Tyrannenmord als Konfliktlösungsmodell? Zur Rechtfertigung der Ermordung des 'antibuddhistischen' Königs Langdarma in tibetisch-buddhistischen Quellen Karénina Kollmar-Paulenz: Der Buddhismus als Garant von "Frieden und Ruhe". Zu religiösen Legitimationsstrategien von Gewalt am Beispiel der tibetisch-buddhistischen Missionierung der Mongolei im späten 16. Jahrhundert Max Deeg: Laozi oder Buddha? Polemische Strategien um die "Bekehrung der Barbaren durch Laozi" als Grundlagen des Konflikts zwischen Buddhisten und Daoisten im chinesischen Mittelalter Christoph Kleine: Üble Mönche oder wohltätige Bodhisattvas? Über Formen, Gründe und Begründungen organisierter Gewalt im japanischen Buddhismus Inken Prohl: Zur sinnlichen Realität religiöser Praxis in der Aum Shinrikyo und ihrer Bedeutung für die Legitimation religiös begründeter Gewaltanwendungen Grüße, Carsten |
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#5
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| Zitat:
Dabei muss man aber noch differenzieren, wie zb wurde man angegriffen, verteidigt sich usw. Dabei gibt es zb innerhalb der Buddhistschen Schulen auch sehr unterschiedliche Ansichten. Die einen würden sich zb nicht wehren wenn sie geschlagen werden oder wenns ums eigene Leben geht und andere wiederum würden sich im Fall ums eigene Leben verteidigen. Ich möchte nur darauf hinweißen das so ein Thema komplex und anspruchsvoll ist. Viele grüße, Shin |
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#6
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#7
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| Im Ernst: Die Darstellung des Buddhismus als in Theorie und Praxis völlig frei von Gewalt blendet viele - Religionswissenschaftltern und Historikern eigentlich bekannte - Aspekte aus. Diese eingeschränkte Sichtweise ist wohl nicht so sehr Produkt einer unvoreingenommenen Rezeption, sondern eher ein Effekt, der sich aus der Kritik an christlicher Theologie und Kirchgengeschte ergibt und der daraus resultierenden Sehnsucht nach einer "heilen" Religion auf der Suche nach neuen, unverdorbenen Formen von Spiritualität. Oder einfacher gesagt: Man sieht nur, was man sehen möchte. Ich empfehle wirklich einmal das von mir benannte Heft der Zeitschrift für Religionswissenschaft (03/2) zur Hand zu nehmen oder etwa auch z.B. Brian Victoria: Zen at war, New York 1997. Dabei geht es nicht darum, den Buddhismus zu desavouieren, sondern lediglich darum, ihn aufrichtig und im Ganzen zu rezipieren und ihm gerade so dann gerecht zu werden. Grüße, Carsten |
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#8
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| Außerdem darf man die Geschichte dabei auch nicht außen vorlassen und das Land. Zitat:
Siehe zb den Zen in Japan. Dieser ist schon ziehmlich unterschiedlich zum Hinayana dessen was Shakyamuni an die meißten seiner Schüler weiter gegeben hat. Zen an sich hat in Japan auch mehre Spaltungen durchlebt, wobei es dabei dann nochmal ganz unterschiedliche Meinungen gab wie man den Weg zur Erleuchtung geht und es gab teilweise Vermischungen mit regionalen Religionen, Glauben, Kulten. Im ganzen kann man es grob in etwa so auflisten. Hinayana, Mahayana, Chan, Zen. Das ist der gröbste Weg in etwa von China nach Japan und darin enthalten , sind nichtmal Veränderungen, verschiedene Abspaltungen innerhalb dieser Richtungen. Das ganze in all seinen Varianten nennt man alles heute Buddhismus, ob Shakyamuni etwas zu tun hatte oder ob die Gesinnung des Gründers einer Schule der nicht immer ein Erleuchteter war aufrichtig war oder nicht. Wenn diese Leute dann irgendwann zu Ansichten kamen das, wenn jemand in der Meditationsklausur einschläft er einen Schlag auf die Region in der Höhe des Nackens in etwa bekommen sollte nannte man das trotzdem Buddhismus. Auch wenn der Buddha der vereehrt wird nichtmal Shakyamuni ist. Dementsprechend differenziert sind weitere Ergebnisse. Zitat:
Viele grüße, Shin |
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#9
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| Moin ![]() Zitat:
![]() Nicht ganz deutlich ist, was du mir in Bezug auf das Thema "Buddhismus und Gewalt" mit dieser Ausfaltung eigentlich verdeutlichen möchtest. Daß "Buddhismus" ein stark verallgemeinernder Begriff ist, ist doch evident. Ich meine herauszulesen, daß du der Ansicht bist, das jap. Zen z.B. sei nicht wirklich zum Buddhismus zu rechnen? Zitat:
Grüße, Carsten |
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#10
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| Das ist teilweise schon vollkommen anders als die ursprüngliche Schule von Shakyamuni. Ich denke halt man sollte in Fällen von Gewaltübergriffen sich genau ausdrücken. Wie zb die Buddhistische Schule des so und so. anstatt zu sagen Buddhismus. Viele grüße, Shin |
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#11
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| Zitat:
(In Bezug auf christliche Religion wird diese Differenzierung übrigens in aller Regel nicht vorgenommen, sondern wie bei dir christlicher Glaube mit röm.kath. Kirche gleichgesetzt, obwohl die nicht mal die Mehrheit der Christen stellt ...) Es strahlt aber schon aus auf das Phänomen Buddhismus als Ganzes, wenn in bestimmten Buddhistischen Richtungen bestimmte Formen von Gewalt (Tyrannenmord, Ausgrenzung geistig Behinderter als Buddha-Mörder, Mission etc. - ich habe jetz mal bewußt keine Themen des Zen-Buddhismus benannt.) der Lehre selber innewohnen. Zitat:
Zitat:
![]() Zitat:
(Parallel den meisten anderen Religionen.) Zitat:
Und Brian Victoria - selber Buddhist - tut das ebenfalls ganz präzise. Macht es in einem Forum, in dem die meisten keine Anhänger oder ausgebildete Religionswissenschaftler sind, Sinn, so in die Tiefe zu gehen? Oder ist es nicht schlicht interessant, deutlich zu machen, daß eine Religion, die allgemein als völlig frei von Gewalt wahrgenommen wird und daher häufig in der gleichen allgemeinen Weise als ein Vorbild dargestellt wird und von vielen Menschen auch gerade darum aufgesucht wird, in diesem Punkt eben nicht erschöpfend wahrgenommen wird? Grüße, Carsten |
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#12
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| Zitat:
Zitat:
![]() Zitat:
Hm ich bin mir nicht sicher ob ich den Satz richtig verstehe. Ich würde aber da wieder auf die klare Ausdifferenzierung hinweißen. ZB Gewalt innerhalb der Religion, Gewalt in der persöhnlichen Entwicklung innerhalb einer Lebenssituation zb. Da gibt es schon ein paar Unterschiede, die je nach Schule varieren können. Damit will ich zb nichts absprechen, ich sehe es einfach als sehr interessant was für Unterschiede es gibt. Viele grüße, Shin |
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