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  #61  
Alt 27-02-2007, 17:53
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Nun möchte ich auch mal was zum Thema schreiben.

Ich kann zwar die Frage nicht beantworten welche SV oder Kampfkunst nun die beste ist oder welche am besten geeignet ist, aber ich kann ja mal erklären, aus welchem Grund ich mich entschlossen habe an einer SV Ausbildung teil zu nehmen und für welche SV ich mich aus welchem Grund entschieden habe.

Also bei uns auf Disco ist es sehr modern mit diesen Flatrate Parties und es ist wirklich so, dass es jedes Wochenende in der Disco oder davor mehrere Schlägereien mit betrunkenen gibt. Jedes Wochenende. Bis jetzt konnte ich mich immernoch raus halten, aber ich wurde schon oft genug angepöbelt und auch schon geschubst.

Nun ist die Sache, dass ich seit einiger Zeit Kraftsport betreibe und auch 90 Kg wiege bei einer große von 1,80. In der Regel werde ich dadurch nur von Leuten angepöbelt die auch Kraftsport machen bzw. Boxen oder Kickboxen betreiben. Ich hab so das Gefühl, dass diese Jungs die Bestätigung brauchen, dass sie die stärksten sind oder so. Sollen sie auch, aber speziell die Leute die Boxen, sind da schon sehr agressiv und langen in der Regel auch gleich zu.

Ich habe mich nun dazu entschlossen KM zu lernen.

Kampfkunst an sich ist sicher eine gute Sache, z.B. Karate, Judo etc, allerdings sind mir diese Sachen zu sehr auf Tradition und fairness aufgebaut.

Aus dem Grund auch eher SV und nicht Kampfkunst.

Weiterhin sind im KM Training wohl sehr viel Sparring und Partnerübungen. Das kommt sicher auch auf den Trainer an, aber ich denke dort wird mehr Wert auf Situationstraining gelegt als in anderen KK Arten wir Karate oder WT.

Das Problem ist bei mir ja nicht die Kraft, die hab ich schon. Und das tut sicher auch weh wenn ich zu schlage, aber mir fehlt einfach die Praxis und die Technik. Ich will mich auch nicht jedes WE prügeln um Praxis zu bekommen, aber ich denke, dass das training mit Partner und viel Sparring, auch wenn es gestellte Situationen sind, mir sehr viel bringen werden.
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  #62  
Alt 27-02-2007, 18:45
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was ist KM?
  #63  
Alt 27-02-2007, 18:49
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Krav Maga
  #64  
Alt 27-02-2007, 18:59
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Zitat:
Zitat von DocDog Beitrag anzeigen
Krav Maga
ach so.

danke.
  #65  
Alt 27-02-2007, 22:29
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ich habe ein eigenes, unkommerzielles und uneigennütziges SV-System entwickelt, das ich hier kurz vorstellen möchte. Es heißt "use less" und basiert auf dem Gedanken, möglichst wenig zu benützen (wie der Name schon sagt). Allerdings erschließt sich einem der eigentliche Sinn des "use less"-Systems erst nach einigen Jahren.

Das Anfängertraining im "use less" dauert in der Regel zwischen 2 und 4 Jahre lang und hat 2 parallel zu trainierende Grundpfeiler, den "Killer-Part" und den "Mann-Part".

Den Killer-Part kann man nur allein trainieren, z.B. nachts gegen einen Baumstamm treten und prügeln, Fallübungen bei Nacht und Glatteis machen, Stockfechten im Gehölz und Rundum-Fitness betreiben, einfach zum Killer-Tier werden. Man kann das nur allein machen, weil jedes Partnertraining letztlich auf Regeln, Rücksicht und Fairness aufbaut, auf Didaktik, Rollenspiel, einem vorgegebenem Rahmen und damit auf einer Art "Alter Ego", und das kann man für reale SV letztlich alles nicht brauchen, das bremst nur. Egal wie genial das System auch immer sein mag, das Dojo als solches ist der Tod des Instinkts, der Tod des Killers in dir. Zum Killer wirst du nur allein, oder garnicht. Um allein zum Killer zu werden, musst du von einem echten eigenen Willen getrieben sein. Kein Guru, kein Kursus, kein Monatsbeitrag und keine Vereins-Aufnäher bringt dir den Killer-Instinkt. Das Feuer in dir musst du selbst anzünden, oder du wirst eines schönen Tages im Feuer eines Anderen verbrennen, egal was du trainierst und egal was irgendein Fachmann dir weis machen will.

Der Mann-Part sollte aus regelmäßigem Kampftraining mit Partner(n) bestehen, z.B. was Freefight-ähnliches, auch mal mit allerlei Waffen, oder/und total cross trainieren. Gut wäre ein kampforientierter Sportstil (Ringen, Boxen, Kick-Thai usw.) als Basis, und darauf aufbauend dann cross trainieren, auch Kunst-Stile, Freefight mit (möglichst wechselnden) Kumpeln o.ä. Wichtig ist vor allem der Mix aus Vollkontakt (Boxstilen) und dem Ju-Prinzip (Siegen durch Nachgeben, weicher Weg, weiche Kunst), denn wenn man nur eins von beidem beherrscht, landet man entweder im Knast oder im Hospital, man sollte weich UND hart können denn viele Situationen entwickeln sich stufenweise und wenn man variabel reagieren kann, kann man Dinge schon im Vorfeld klarmachen ohne sich potenziell strafbar machen zu müssen. Für echtes Überleben ist dann aber zumindest gelegentliches härteres Vollkontaktsparring mit möglichst unterschiedlichen Gegnern unersetzbar, es kann sich dabei durchaus um "Sportstile" handeln, die sind im Sparring oft sogar besser als das andere Zeug.

Dieser zweite Part ist unschätzbar wichtig, denn er schafft die psychologischen Grundlagen, das Selbstvertrauen, die Gelassenheit und Ruhe, die dazu führen, dass man entweder garnicht in die "Opferrolle" kommt oder aber schnell wieder rauskommt. Dieses Selbstvertrauen, das man durch Kampftraining am Mann, inkl. regelmäßiges Auspowern und Rundum-Fitness gewinnen kann, ist viel wichtiger als irgendwelches patentiertes Szenario-, Adrenalin- oder Deeskalationstraining, denn Überlebens-Fähigkeiten müssen urplötzlich und instinktiv kommen. Instinktiv kommen sie aber nur dann, wenn man es wirklich selber ist und das hat nunmal nichts mit Dojo und Didaktik sondern mit der eigenen Persönlichkeit und der eigenen Haut zu tun.

Wer nach diesem 2-Part-System trainiert, braucht etwa 2- 4 Jahre (je nach Trainingsintensität, Grundtalent etc.), um zur Eleuchtung zu gelangen. Die Erleuchtung besteht darin, dass er den Satz "use less" begreift. Er wird dann schlagartig erkennen, dass das allgegenwärtige Verknüpfen von KS oder KK mit SV im Rahmen irgendwelcher Schulen, Stile, kommerzieller SV-Systeme usw. eigentlich nichts anderes als Werbe-Nonsense ist, und dass man für echte SV sehr wenig braucht. Sehr sehr wenig. Nämlich sich selbst, und nichts sonst. Und entweder kommt man damit durch oder eben nicht. Omnia mea mecum porto.

Mein hier beschriebenes System ist einer der kürzesten und direktesten Wege zu dieser Welt- und Selbsterkenntnis, ich möchte aber ehrlicherweise nicht unerwähnt lassen, dass auch Menschen auf ganz anderen Wegen zur selben Einsicht gelangt sind. Viele Menschen.
  #66  
Alt 28-02-2007, 13:30
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Jetzt biste aber arg unter die Philosophen gegangen. Wenns Dir um Erkenntnisse geht dann gnóthi seautón.
Ein Buch könntest Du auch schon beginnen - das wäre dann ein "früher useless"

Beste Grüße und Gute Besserung

Bo
  #67  
Alt 04-03-2007, 11:46
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Krav Maga halte ich für sehr effektiv, weil es de facto ein abgespecktes Muay Thai ist, bei dem nur noch kurze harte SV relevante Techniken übrig bleiben, die bis zum totalen Reflex geübt werden.
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  #68  
Alt 08-03-2007, 17:39
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Zitat:
Zitat von useless Beitrag anzeigen
ich habe ein eigenes, unkommerzielles und uneigennütziges SV-System entwickelt, das ich hier kurz vorstellen möchte. Es heißt "use less" und basiert auf dem Gedanken, möglichst wenig zu benützen (wie der Name schon sagt). Allerdings erschließt sich einem der eigentliche Sinn des "use less"-Systems erst nach einigen Jahren.

Das Anfängertraining im "use less" dauert in der Regel zwischen 2 und 4 Jahre lang und hat 2 parallel zu trainierende Grundpfeiler, den "Killer-Part" und den "Mann-Part".

Den Killer-Part kann man nur allein trainieren, z.B. nachts gegen einen Baumstamm treten und prügeln, Fallübungen bei Nacht und Glatteis machen, Stockfechten im Gehölz und Rundum-Fitness betreiben, einfach zum Killer-Tier werden. Man kann das nur allein machen, weil jedes Partnertraining letztlich auf Regeln, Rücksicht und Fairness aufbaut, auf Didaktik, Rollenspiel, einem vorgegebenem Rahmen und damit auf einer Art "Alter Ego", und das kann man für reale SV letztlich alles nicht brauchen, das bremst nur. Egal wie genial das System auch immer sein mag, das Dojo als solches ist der Tod des Instinkts, der Tod des Killers in dir. Zum Killer wirst du nur allein, oder garnicht. Um allein zum Killer zu werden, musst du von einem echten eigenen Willen getrieben sein. Kein Guru, kein Kursus, kein Monatsbeitrag und keine Vereins-Aufnäher bringt dir den Killer-Instinkt. Das Feuer in dir musst du selbst anzünden, oder du wirst eines schönen Tages im Feuer eines Anderen verbrennen, egal was du trainierst und egal was irgendein Fachmann dir weis machen will.

Der Mann-Part sollte aus regelmäßigem Kampftraining mit Partner(n) bestehen, z.B. was Freefight-ähnliches, auch mal mit allerlei Waffen, oder/und total cross trainieren. Gut wäre ein kampforientierter Sportstil (Ringen, Boxen, Kick-Thai usw.) als Basis, und darauf aufbauend dann cross trainieren, auch Kunst-Stile, Freefight mit (möglichst wechselnden) Kumpeln o.ä. Wichtig ist vor allem der Mix aus Vollkontakt (Boxstilen) und dem Ju-Prinzip (Siegen durch Nachgeben, weicher Weg, weiche Kunst), denn wenn man nur eins von beidem beherrscht, landet man entweder im Knast oder im Hospital, man sollte weich UND hart können denn viele Situationen entwickeln sich stufenweise und wenn man variabel reagieren kann, kann man Dinge schon im Vorfeld klarmachen ohne sich potenziell strafbar machen zu müssen. Für echtes Überleben ist dann aber zumindest gelegentliches härteres Vollkontaktsparring mit möglichst unterschiedlichen Gegnern unersetzbar, es kann sich dabei durchaus um "Sportstile" handeln, die sind im Sparring oft sogar besser als das andere Zeug.

Dieser zweite Part ist unschätzbar wichtig, denn er schafft die psychologischen Grundlagen, das Selbstvertrauen, die Gelassenheit und Ruhe, die dazu führen, dass man entweder garnicht in die "Opferrolle" kommt oder aber schnell wieder rauskommt. Dieses Selbstvertrauen, das man durch Kampftraining am Mann, inkl. regelmäßiges Auspowern und Rundum-Fitness gewinnen kann, ist viel wichtiger als irgendwelches patentiertes Szenario-, Adrenalin- oder Deeskalationstraining, denn Überlebens-Fähigkeiten müssen urplötzlich und instinktiv kommen. Instinktiv kommen sie aber nur dann, wenn man es wirklich selber ist und das hat nunmal nichts mit Dojo und Didaktik sondern mit der eigenen Persönlichkeit und der eigenen Haut zu tun.

Wer nach diesem 2-Part-System trainiert, braucht etwa 2- 4 Jahre (je nach Trainingsintensität, Grundtalent etc.), um zur Eleuchtung zu gelangen. Die Erleuchtung besteht darin, dass er den Satz "use less" begreift. Er wird dann schlagartig erkennen, dass das allgegenwärtige Verknüpfen von KS oder KK mit SV im Rahmen irgendwelcher Schulen, Stile, kommerzieller SV-Systeme usw. eigentlich nichts anderes als Werbe-Nonsense ist, und dass man für echte SV sehr wenig braucht. Sehr sehr wenig. Nämlich sich selbst, und nichts sonst. Und entweder kommt man damit durch oder eben nicht. Omnia mea mecum porto.

Mein hier beschriebenes System ist einer der kürzesten und direktesten Wege zu dieser Welt- und Selbsterkenntnis, ich möchte aber ehrlicherweise nicht unerwähnt lassen, dass auch Menschen auf ganz anderen Wegen zur selben Einsicht gelangt sind. Viele Menschen.
Verdammt vor allem der Killerpart wie du ihn nennst spiegelt ziemlich genau das was ich ständig mache. Du hast wirklich recht diese Erkenntniss kommt von selbst.

Und zu dieser welcher stil ist besser Sache fällt mir noch ein Zitat von Großmeister Ho Fat Nam ein und der war einer der uns alle in diesem Board frischgemacht hätte:"It's better to be fast than to learn hundred techniques"
  #69  
Alt 09-03-2007, 11:18
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Zitat:
Zitat von Peaceful Warrior Beitrag anzeigen
Krav Maga halte ich für sehr effektiv, weil es de facto ein abgespecktes Muay Thai ist, bei dem nur noch kurze harte SV relevante Techniken übrig bleiben, die bis zum totalen Reflex geübt werden.
Wenn Krav Maga abgespecktes Muay Thai ist, dann bin ich abgespeckter Günter Strack beim Bodenturnen
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  #70  
Alt 09-03-2007, 12:16
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Hallo useless,

kann es sein das du dein System falsch übersetzt hast und die wahre Bedeutung nicht "weniger benutzen" sondern "nutzlos" ist? Is nur so ein Gedanke.

P.S. Auch auf die Gefahr hin mich hier unbeliebt zu machen, aber eigentlich ist KK-Kennern bekannt, dass allein das RIEB und nicht irgend ein Elite Combat *ings *bums, den Weg zur unbesiegbaren Kampfsau ebnet. Pyro weiss das auch ganz genau.

Grüsse

Geändert von BBQ1 (09-03-2007 um 14:59 Uhr).
  #71  
Alt 09-03-2007, 12:23
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So so, na, Du musst es ja wissen Was ist denn mit Sao Ven Rieb ist ja wohl nur eine Unterklasse des all umfassenden Sao Ven.
  #72  
Alt 09-03-2007, 14:26
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Moin

Leute bleibt doch bitte beim Thema.
Der Rieb-Quatsch gehört ins OT.
Wenn hier nichts mehr kommt wird dicht gemacht.
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Bis denn. Euer Sven.
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  #73  
Alt 09-03-2007, 14:44
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hrm, km ist abgespecktes mt??
das führe er doch mal genauer aus!
da ist meiner einer mal gespannt!!
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  #74  
Alt 09-03-2007, 14:54
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Lieber Hundefreund und Helfer,

ja ich weiß es. Frag nur Pyro, der es überhaupt nicht schätzt wenn man seitenweise Witze über das RIEB macht.

Nun sei es drum, egal ob sich RIEB auf Van Damme, Van Helsing, Van Halen oder Van Sao zurückführen läßt, fakt ist, dass allein dem RIEB die zweifelhafte Ehre der völkerrechtlichen Ächtung zuteil wurde (vgl. 5. Zusatzprotokoll der Genfer Konvention, Art. 18 - Inapropriate measurs to human beings-) und mithin allein Anspruch auf den Titel "mörderisch" hat.

Mehr sag ich zu dem Thema an dieser Stelle lieber nicht damit sich hier auch kein Mod ärgern muss.

Grüsse

Geändert von BBQ1 (09-03-2007 um 15:05 Uhr).
  #75  
Alt 09-03-2007, 15:55
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Kampfkunst: Die Mami rufen
 
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Zitat:
Zitat von useless Beitrag anzeigen
Man kann das nur allein machen, weil jedes Partnertraining letztlich auf Regeln, Rücksicht und Fairness aufbaut, auf Didaktik, Rollenspiel, einem vorgegebenem Rahmen und damit auf einer Art "Alter Ego", und das kann man für reale SV letztlich alles nicht brauchen, das bremst nur.
So so. Und wenn du die ganze Zeit allein trainierst, wirst du in einer ernsten Situation sofort Regeln und Fairness wegschmeißen, weil du so verdammt ein Killer bist. Mal so nebenbei erwähnt: diese Verhaltensregel sind in unserem Unterbewusstsein eingeprägt. Die kann man nicht ablernen, in dem man sich zu Baumkiller aufarbeitet, sondern nur indem man sich mit Menschen konfrontiert und seine Rudeltier-Reaktionen abtrainiert. Und das erfordert nunmal Menschenkontakt und Übungen.

Zitat:
Egal wie genial das System auch immer sein mag, das Dojo als solches ist der Tod des Instinkts, der Tod des Killers in dir.
Es gibt Instinkte, die sich in einer SV-Situation als negativ erweisen. Wenn niemand da ist, um dir zu erklären, wie du mit deinen Instinkten umgehen kannst, wirst du es nie allein schaffen. Generationen von Kämpfern, z.B. in Karate, Pencak Silat, Systema oder Ninjutsu, haben sich intensiv mit instinktiven Reaktionen beschäftigt, und du behauptest, es sei alles nur Quatsch und man kann es nur allein schaffen ? Wie überheblich ist das denn ?

Zitat:
Zum Killer wirst du nur allein, oder garnicht. Um allein zum Killer zu werden, musst du von einem echten eigenen Willen getrieben sein. Kein Guru, kein Kursus, kein Monatsbeitrag und keine Vereins-Aufnäher bringt dir den Killer-Instinkt.
Will ich ein Killer sein ? Will ich jedem besoffenen Depp, der von mir 'ne Zigarette will, instinktiv ein Auge ausreißen ?

Zitat:
Das Feuer in dir musst du selbst anzünden, oder du wirst eines schönen Tages im Feuer eines Anderen verbrennen, egal was du trainierst und egal was irgendein Fachmann dir weis machen will.
Junge, du beschäftigst dich mit Sachen, die tief verankerte psychologische Reaktionen miteinbeziehen. NUR unter Leitung eines Fachmanns kann man so etwas ohne schädlichen Wirkungen erlernen.

Zitat:
Wichtig ist vor allem der Mix aus Vollkontakt (Boxstilen) und dem Ju-Prinzip (Siegen durch Nachgeben, weicher Weg, weiche Kunst), denn wenn man nur eins von beidem beherrscht, landet man entweder im Knast oder im Hospital, man sollte weich UND hart können denn viele Situationen entwickeln sich stufenweise und wenn man variabel reagieren kann, kann man Dinge schon im Vorfeld klarmachen ohne sich potenziell strafbar machen zu müssen.
Um weich und hart kombinieren zu können brauchten die Kampfkünstler der Vergangenheit JAHRZEHNTE. Es ist eben nicht so einfach. Aber du wirst bestimmt sagen, dass es alles Quatsch ist und man das bei dir in "2 bis 4 Jahren" erlernen kann.

Zitat:
Dieser zweite Part ist unschätzbar wichtig, denn er schafft die psychologischen Grundlagen, das Selbstvertrauen, die Gelassenheit und Ruhe, die dazu führen, dass man entweder garnicht in die "Opferrolle" kommt oder aber schnell wieder rauskommt. Dieses Selbstvertrauen, das man durch Kampftraining am Mann, inkl. regelmäßiges Auspowern und Rundum-Fitness gewinnen kann, ist viel wichtiger als irgendwelches patentiertes Szenario-, Adrenalin- oder Deeskalationstraining, denn Überlebens-Fähigkeiten müssen urplötzlich und instinktiv kommen. Instinktiv kommen sie aber nur dann, wenn man es wirklich selber ist und das hat nunmal nichts mit Dojo und Didaktik sondern mit der eigenen Persönlichkeit und der eigenen Haut zu tun.
Du unterschätzst die Bedeutung der Pädagogik im Training. Lernen durch eigene Erfahrung ist schön und gut, aber mit der entsprechenden Pädagogik wird das ganze effizienter und schneller. Bester Beweis dafür ist Systema. Und wenn du weder Adrenalin- noch Deeskalationstraining machst, wirst du nur zu einem Hormonen bepackten Kampftier, der bei der ersten Gelegenheit draufhaut. und sorry, DAS ist nicht Sebstverteidigung, das ist agressive Hochstapelei.

Zitat:
Wer nach diesem 2-Part-System trainiert, braucht etwa 2- 4 Jahre (je nach Trainingsintensität, Grundtalent etc.), um zur Eleuchtung zu gelangen. Die Erleuchtung besteht darin, dass er den Satz "use less" begreift. Er wird dann schlagartig erkennen, dass das allgegenwärtige Verknüpfen von KS oder KK mit SV im Rahmen irgendwelcher Schulen, Stile, kommerzieller SV-Systeme usw. eigentlich nichts anderes als Werbe-Nonsense ist, und dass man für echte SV sehr wenig braucht. Sehr sehr wenig. Nämlich sich selbst, und nichts sonst. Und entweder kommt man damit durch oder eben nicht.
Hammergeil . Erleuchtung bei mir in 4 Jahren und T-Shirt gratis dazu ! Scheiß auf die anderen Kampfkünste, ich habe sowieso den längsten ! Wieso sollen DIE etwas gutes bringen können, schließlich waren es nur Leute, die ihr Leben lang gekämpft, sich intensiv mit Psychologie beschäftigt und von der Erfahrung Generationen von Kämpfern profitiert haben ! Ach, nur Mist, ich mit meinen 20 Jahren Erfahrung à 4 Mal die Woche weiß es VIEL besser !

Ich glaube, du hast dich gerade eben gnadelos disqualifiziert.
__________________
So viel zu meiner Wenigkeit...

Geändert von Kat' (09-03-2007 um 15:57 Uhr).
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