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#1
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| Hi! Haben im KM und auch im pratzentraining geübt versch. Schläge zu blocken. Bei einer geraden tauchen wir hierbei seitlich aus (Kopf schräg seitlich/vorne), mit einer Hand lenken wir den Schlag ab, andere Hand am Gesicht. Jetzt ist's nur so: wenn man nicht weiß dass eine gerade kommt, und schon gar nicht von welcher Hand, dann ist die schneller in meinem Gesicht als ich blubb sagen kann. Dazu muss der Gegner nicht mal Boxen oder irgendwas können. Ich hab's mit meinem trainingspartner probiert, wenn wir nicht wussten woher der nächste Schlag kommt, dann haben wir meistens schön noch den Kopf in die schlagrichtung hingehalten... Ich glaube, selbst wenn man das doch jahrelang übt, man kann doch nie und nimmer schnell genug reagieren, um einer unangekündigten geraden auszuweichen, oder? Schwinger seh ich ja noch ein, da ist der weg länger, aber was macht man bei ner geraden? Boxdeckung haut ja auch nicht hin... Kann man wirklich schnell genug reagieren, um eine gerade so abzuwenden? Oder soll man einfach durch schrittarbeit versuchen nicht getroffen zu werden?
__________________ Pudel di net auf, Hustinettenbär! |
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#2
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| also ich würd mal vorschlagen prinzipiell nach außen zu blocken (das tut man meist schon aus reflex) dann nah ran damit nicht noch ne gerade kommt und isn sv schön ellenbogen isn gesicht kannst auch nach dem block die schlaghand festhalten und dem angreifer erst mal en knie verpassen. ich find die meisten technicken bei dennen man zus seite geht zwar cooler aber zu kompliziert für sv situtionen zumindest wenn man nicht weiß was der andereungefähr vorhat^^ ich würde also den block nach außen vorschlagen + ne schnelle und mieße konter :P und der block der meist aus reflex kommt ist eig nie sauber aber mein trainer sagt immer wenn scheiße dann scheiße mit schwung ;D |
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#3
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| Ist zwar nicht der ,,Box-Bereich", aber ich geb mal mein Wissen zum Besten. Wenn du in der falschen Distanz stehst, dann ist es verdammt schwer eine gute Gerade zu blocken/parieren/meiden. Bei Partnerübungen ist man meist zu nah dran! Wenn jemand ,,gut" schlägt ist von innen nach außen parieren höchst riskant! Deswegen pariert man in der Regel auch von Außen nach Innen! Das ganze klappt viel besser in einem nicht statischen Szenario, wo Fußarbeit, Oberkörperbewegung und Hände ein geschicktes Zwischenspiel leisten. In der Distanz, wo die meisten ,,Partnerübungen" stattfinden, sollten die Hände zumindest mit Boxhandschuhen, am Kopf sein. Wenn ihr mit dünnen Handschuhen übt, würde ich mir eher so Sachen Richtung Crazy Monkey Defense und andere aktive Deckungsvarianten mit den Unterarmen am Kopf ansehen. Zumindest für diese Nahdistanz. Grüße Ima-Fan |
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#4
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| Ist ne Trainingssache! Du wirst nie zu 100% deinen Kopp da raus kriegen, aber es wird immer besser. Heißt für dich: ÜBEN, ÜBEN und ggf. ÜBEN!
__________________ Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt. (Leo Tolstoi) |
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#5
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| Also die Abwehrbewegung, um die schlagende Hand abzuwehren, geht bei uns von aussen nach innen. Wir üben hierbei mit Freefight-Handschuhen, keine dicken Boxdinger. Meine Frage ist eigentlich wirklich nur darauf bezogen, ob man wirklich so eine Reaktionsschnelligkeit durch Training erreichen kann, so dass man "problemlos" jede Art von ankommenden Schlag blocken kann. Ich vertraue zwar darauf, dass der Block wie wir ihn in Krav Maga lernen der effektivst mögliche ist, denke aber, dass niemand so ohne weiteres schnelle Gerade blocken kann... Zumindest scheint es mir nach meinen Erfahrungen sehr unrealistisch. Dazu ist doch die menschliche Reaktion einfach zu langsam, oder? Training wirds wohl besser machen, wie Schnüffler sagt, aber ein immer funktionierendes Mittel gegen ankommende Schläge gibts wohl nicht, selbst wenn man Chuck Norris und Bruce Lee in einer Person ist ![]() Schon gar nicht wenn einer wild drauf los in alle Richtungen prügelt ![]()
__________________ Pudel di net auf, Hustinettenbär! Geändert von CCCCComboBreaker (05-03-2011 um 19:01 Uhr). |
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#6
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| Vergiß das mit dem PROBLEMLOS!!! Durch ne Menge an Training wirst du deine Reaktionszeiten verbessen und die Abwehrbewegung auch recht zügig hinbekommen und sicherlich mehr abwehren als vorher, aber wie du ja sicherlich im MMA oder auch Boxen siehst, eine 100%ige Abwehr gibt es nie!
__________________ Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt. (Leo Tolstoi) |
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#7
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| Zum Einen würde ich Deinein Trainer noch mal konsultieren, weil schnell Geschriebenes wie hier missverständlich ist. Zum einen ist die Inside-Defense nicht die einzige Möglichkeit (z.B. [Full-] Cover etc. aber das ist hier ja nicht Thema); zum anderen muss man dass im Kontext sehen: Das ist in Verbindung mit dem Rausgehen als Erstreaktion zu verstehen auf eine gerade Bewegung auf mich zu, knapp außerhalb meiner Reichweite - also z.B. auch Schubsen, zum Hals greifen, in die Haare greifen usw. - vor allem hat es den Riesenvorteil, auf die Deadside zu kommen, zum anderen auch bei Waffen im Spiel ganz nützlich. Ein wenig spielt da rein die Unterscheidung zwischen Kampf und Selbstverteidigung. (Ist arg verkürzt, was ich schreibe, also nachfragen / Trainer fragen): - in der SV sollte man grundsätzlich seinen Raum und Abstand wahren (google mal nach Jeff Thompson: The Fence; Youtube). Ist der andere dichter dran (und dann wird es zunehmend schwerer, zur Seite rauszugehen) muss man sich fragen, weshalb ich nicht mich in eine bessere Position begebe (siehe oben; aber auch Positionierung der Hände, selber Angriffsbereitschaft etc.) - oder nicht längst beherzt zwischen die Beine getreten habe. Training ist immer eine Abstraktion, solange man im reinen Techniktraining ist. Außerdem spielt dann noch die Position Deiner Hände in der vobereiteten Position mit rein; experimentier mal damit. Je kürzer die Bewegung, die Deine Hand machen muss, desto einfacher wird das; und desto eher kann man auch damit umgehen, dass auf einmal doch der Gegner auf der anderen Seite geschlagen hat und man darauf reagiert und die Abwehrbewegung 'korrigiert'. Trainier erst mal langsam und versuch, die Bewegung zu minimieren. Halte Deine Hände so, dass der anderemit nur 1cm Abstand dran vorbei muss. Ich vermute, Du bist recht neu dabei - alles auf einmal kann man ja auch nicht machen. Schöne Grüße
__________________ Intense-Training | Krav Maga, Jiu-Jitsu, BJJ, Grappling: Selbstverteidigung, Kampfkunst und mehr in Lübeck Geändert von Pyriander (05-03-2011 um 19:26 Uhr). |
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#8
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| Zitat:
Deswegen trainieren wir in Krefeld gerade am Anfang verstärkt offensive Taktiken und Techniken, da es meines Erachtens für einen ungeübten nicht möglich ist, so schnell zu reagieren, bzw. zu antizipieren. Im Bereich der Defense arbeiten wir eher mit der "Whipping Motion". die ist zwar technisch etwas aufwendiger und nicht so leicht zu erlernen. Aber dafür ist sie weitesgehend universell (also gegen Angriffe mit links oder rechts) einzusetzen. Dann steht man halt mal in der Deadside und mal in der Lifeside. von da aus muss es natürlich stramm weitergehen . |
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#9
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| Macht alles Sinn! Natürlich war mein problemlos überspitzt ausgedrückt, schon klar, sonst würde es im Sport ja keine KOs mehr geben ![]() Danke auch den the Fence-Tipp, war sehr interessant! Werden wir halt mal weiterüben üben üben ![]() P.S.: Crazy Monkey Defense schaut auch recht interessant aus...
__________________ Pudel di net auf, Hustinettenbär! |
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#10
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| Ohne zu denken, sondern einfach bewegen und Murmel schützen!
__________________ Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt. (Leo Tolstoi) |
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#11
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| Zitat:
Die Lösung besteht darin, mit Beinarbeit die Distanz zu kontrollieren um nicht erst in Situationen zu geraten, in der dich die Dinger treffen. Das sind zwar idR. keine dollen Wirkungstreffer, da ansatzlos und maximaler Impact konträr sind, aber können dem Gegner vor allem in "hitzigen Situationen" ein Zeitfenster verschaffen was richtig saftiges nachzusetzen. Distanzkontrolle regelt. |
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#12
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| Zitat:
Gruß Mario |
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#13
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| Zitat:
Ich mache Meidbewegungen eigentlich nur nach rechts, in der Regel ist da die schwächere Hand, seine Linke. Außerdem stehe ich links vorne, da geht das einfach besser nach rechts. die meisten menschen stehen links vorne, dann bin ich mit einer Meidbewgung nach rechts schnell in seinem Rücken. von daher ist reagieren nicht immer schlecht wenn man einen Vorteil daraus zieht |
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#14
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| Zitat:
Aber im Grunde reagierst du ja gar nicht wirklich. Du hast einen Gameplan, den du umsetzt. |
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#15
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| Wenn man einen halbwegs erfahrenen Boxer oder Thaiboxer nimmt, dann kann und wird der ganz anders arbeiten als der durchschnittliche SV´ler es tun wird. Die Sache sieht ja so aus: Wer zur SV kommt, will in den seltensten Fällen kämpfen. Würde er primär kämpfen wollen, würde er sich was anderes suchen. Jetzt muss man demjenigen erst mal klar machen dass in der SV auch nix durch Zauberei passiert und er eben kämpfen muss, zumindest soviel bis er abhauen kann. Da der durchschnittliche Kunde aber ja keinen wirklichen Anreiz hat über einen langen Zeitraum technisch ausgereiftes Kämpfen zu erlernen, da er nicht den Wettkampf als motivierendes Ziel vor Augen hat, muss man sehen was man ihm an die Hand gibt um möglichst schnell verteidigungs- und kampffähig zu werden. Gerade der hier zur Diskussion stehende gerade Angriff erfordert normalerweise einen enormen Trainingsaufwand um halbwegs gut pariert werden zu können. Wir sprechen da von einem Trainingspensum dass die meisten nicht aufwenden können und von Zeit die wir selten zur Verfügung haben. Kriterium 1 für eine Technik in der SV ist also die schnelle Erlernbarkeit. Kriterium 2 ist die möglichst große Universalität, sprich der Grundsatz mit so wenig Aufwand wie möglich, soviele Situationen wie möglich bedienen zu können. In diesem Fall eben eine möglichst große Unabhängigkeit davon ob der Gegner jetzt mit rechts oder links schlägt. Diese Möglichkeit gibts bspw. mit der erwähnten "Whipping Motion". Die Vorgehensweise möglichst schnell erlernbare und universelle Techniken zu lernen und in den Fokus zu nehmen, bedeutet ja nicht dass hinten raus andere Attribute nicht gelernt werden können oder sollen. |
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