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#1
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| So, nachdem der "Quo vadis" sich ja schrittweise entwickelt, bin ich hier mal auf interessante Aspekte zu o.g. Thema gespannt. Also Kindertraining im Rahmen eines Hybrid-/SV-systems, egal welcher Ausprägung, wie seht ihr das, wie händelt ihr das (falls ihr es schon macht), wie sind die Erfahrungen... Generell vorweg, natürlich meine ich nicht einem Kind am Erwachsenentraining teilhaben zu lassen oder exakt die gleichen Dinge zu vermitteln!!! Also bitte spart Euch Beiträge, "wie die Techniken sind zu gefährlich oder ähnliches" ![]() Sondern nutzt Ihr das Handwerkszeug Eures Systems um ein "kinderspezifisches" Training zu gestalten/ zu machen, bzw. könnt ihr es Euch vorstellen und wenn ja wie... Dabei gehe ich natürlich von Altersgruppenspezifischen Bedürfnissen und Anforderungen aus, angefangen von theorethischen Sicherheitsaspekten wie Schulweg, Umgang mit Fremden bis hin zum Training, Spielen, evtl. Techniken die Sinn machen... Cheers Chari |
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#2
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| bei der IKMF gibts spezielle Kurse für Kids Instruktoren, was ich für ziemlich richtig halte Oder man sollte sich als Instruktor mit nem Sportlehrer an Grundschulen zusammensetzen |
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#3
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| By the way, ist einer derer mit annähernder Forenallmacht so nett und ändert den Title auf Kindertraining in den Hybriden ???? Thx |
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#4
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| Unser "Krav Maga Junior" Programm ist seit 2005 etabliert und ist in 2 Altersentwicklungsstufen eingeteilt, nämlich für 6-10 jährige, sowie 11-14 jährige Kinder. Je na Entwicklungsstand und sozialer Einbindung des Jugendlichen lassen wir diesen auch in den Erwachsenengruppen mittrainieren. Das Krav Maga Junior-Programm enthält einen übersichtlichen Auszug der kinderaltersspezifischen Themen und dafür notwendige Techniken. Z.B. "Umgang mit Fremden" und "Ansprache durch Fremde" Erst mal so weit. Beste Grüße Bo |
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#5
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| Klingt soweit plausibel und gut. Wie geht Ihr gerade bei den Jüngeren auf das Individuum ein? Was ich meine, gerade bei den 6-10 Jährigen differieren nach meiner Erfahrung die Aufnahme bzw. Lernfähigkeit und die motorischen Fähigkeiten doch noch recht stark. Ist es ein straffes Programm oder eher flexibel gestaltet? Wie groß sind die Gruppen und wie ist die Anzahl der Trainer, betreuenden Erwachsenen? |
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#6
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| Hi zusammen, in der IKMF bzw. KMG gibt es für Instructoren auch die Möglichkeit sich speziell für das Training mit Kinder aubilden zu lassen. In dieser Ausbildung wir speziell auf die bedürfnisse der Kinder eingangen. Trainingsaufbau, unterscheidet sich deutlich vom Training von Erwachsenen, selbst in den einzelnen Alterstufen wird hier ebenfalls noch einmal unterschieden. Kinder im Alter von 4-6 Jahren und Kinder im Alter von 12-15 Jahren haben natürlich andere Ansprüche und auch Möglichkeiten. Grundsätzlich haben wir somit den Technikanteil welcher sich im Krav Maga for Kids in Techniken gegen Gleichaltrigen und Erwachsenen unterscheidet. Desweiteren kommt der Aufbau der Trainingstunde und somit die Vermittlung des Stoffes an Kinder dazu welche sich wie gesagt zum Erwachsenentraining mehr als unterscheidet. Das Curriculum baut hier aber natürlich auf die Prinzipien und Techniken des Krav Maga auf so dass ein Wechsel von der Kinder/Jugendgruppe ab einem bestimmten Alter möglich ist. Unter dem Strich macht Krav Maga für Kinder mehr als Sinn wenn Techniken und Taktiken kindgerecht vermittelt wird. Krav Maga somit eine Klasse Sache nicht nur für Erwachsene ![]() By the way im KMG Kindertraining sind die Kinder bei einer 60 min. Einheit ca. 95% der Stunde immer in Bewegung, somit kein Stilstand und somit auch eine Anspruchsvolle Stunde für den Trainer. ![]() Wir haben Krav Maga auch schon seit längerem als Abgeschlossenes Konzept an Schulen und geschlossenen Gruppen laufen, welche keine Zeit für ein regelmäßiges Training haben. (siehe SAFEGUARD 4 KIDS) ![]() Hoffe konnte etwas weiterhelfen.... Gruß Matthias |
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#7
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| Zitat:
Die Gruppenstärke liegt bei 6-8 Kids und 1 Trainer für 60 Minuten (wer eigene Kinder hat oder mit Kids arbeitet, weiß man hinterher u.U. auch gar nichts anderes mehr braucht )Ich habe nun 3 Jahre in den amerik. Installations mit den Kids gearbeitet. Die amerikanischen Strukturen sind natürlich aus erzieherischer Sicht echt gut, weil dortige Methoden und Lehrprogramme in den Schulen und Freizeitangeboten 1. einheitlich und 2. konsequent umgesetzt werden. Für mich als Trainer konnte ich bestimmte Regeln und Rituale abrufen, die die Kids schon kannten und schnell auf Grenzsetzungen reagiert haben. Das machts natürlich deutlich leichter. Bo |
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#8
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| Hey cool Matthias, die Seite sieht klasse aus, Danke!!! ![]() |
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#9
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| Wir arbeiten im Altersbereich 7 - 10 Jahren auf Seminarbasis. Die max. Gruppengröße beträgt dabei 10 Kinder. Schwerpunkte sind Prävention und Selbstbehauptung. Den Anteil einfacher SV Techniken haben wir drastisch reduziert, da sich die Kids bei Partnerübungen nicht sonderlich unter Kontrolle haben. Ganz wichtig ist dabei, dass man einen Ausgleich zwischen Ausbildung und Toben schafft, was bei jeder Gruppe aber leicht anders ist. Unterm Strich scheinen wir das aber ganz gut hinzukriegen, da die Kurse bei unserem Kooperationspartner immer schon ein halbes Jahr vorher ausgebucht sind. ![]() Wir überlegen aber auch ein regelmässiges Training für Kinder anzubieten, was aber eher kampfsportlastig mit wenigen Sv Anteilen sein sollte, d.h. Schlagen und Treten mit Konditions- und Krafttraining. Hier würde ich mich über Anregungen oder auch Links und natürlich über Erfahrungsberichte freuen. ![]() |
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#10
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| Gab es bisher (außer zu alten Zeiten bei Bobby in Hannover ) in meiner KK-Geschichte nicht, kann es mir allerdings auch sehr gut vorstellen.. Spielerisches vermitteln von grundlegenden Prinzipien (hauptsächlich im mentalen Bereich(!), teile wurden hier ja schon genannt (wie der Umgang mit fremden Personen etc.)), spielerisches vermitteln der "Kampfkonzepte" auf einem kindgerechten Level, evtl. betreut von/in Zusammenarbeit mit Kinder-Pädagogen (zumind. bei den ganz Lütten)..-sicher eine feine Sache! Die effektive Anwendung (kämpfen) für den Ernstfall sollte -meiner Meinung- aber erst gelehrt werden, wenn es in sofern sinnig ist, dass sich die Kleinen dadurch nicht in eine noch größere Gefahr begeben, da sie schon rein körperlich immer unterlegen sein werden.. -voll eingewickelt in Schutzausrüstung (und je nach Teilaspekt des "Trainings" mit Schaumstoff-Knüppeln in der Hand, die zu 110% niemanden verletzen können) kann aber sicher auch das Heranführen an Kampssituationen erfolgen, sofern das jeweilige Kind den Anschein erweckt dass ihm das Ganze weiterhilft bzw. er reif genug für leichte Spielchen ist! M2C, Deno
__________________ “That thounds like a brutal sport,but it`s just a technik,it`s just the heart.It`s all about the skill,speed,the agressive. You think that`s just the power,but it`s the agressive in the power”,M.Tyson |
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#11
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| @Deno, das denke ich auch!!! Generell denke ich das auch ein Kernaspekt dabei sein sollte Berührungsängste der Kleinen abzubauen, also das was in den ringerischen Sportarten und Künsten ja quasi automatisch passiert. Gefahren erkennen und verstehen lernen und halt die bereits genannten Punkte wie umgang mit fremden usw... Wie gestaltet Ihr die Bewegungs und oder spielerische Komponente? Ach ja, gibt aber doch bestimmt noch mehr Systeme oder Trainer die sich der Thematik angenommen haben?!?!?! @Bo, hast du ein Beispiel für die Rituale, Grenzsetzungen? - aus reinem Interesse |
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#12
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| Die Struktur ist verlässlich, nachvollziehbar und fördert Individualität, weil sie Raum bietet, dass sich die Kids einbringen. Gruppenregeln müssen klar sein, Grenzsetzungen sind im Einzelnen sinnig oder bei Teambildung auf das Team übertragbar (das kennen die amerik. Kids von ihren Eltern). D.h. der Fehler des Einzelnen führt zu einer Gruppensanktion/ -übung. Gewisse Benimmregeln sind durch die tägliche "pledge" und einheitlichen Aushängen in Schulen, öffentlichen Gebäuden, Jugendzentren usw. eingeübt. Das ist gut abrufbar. |
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#13
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| Eigentlich haben @Matze und @Bo alles wichtige gesagt. ![]() Erspart mir Schreiberei. ![]() Allerdings sind wir auch kein "reiner" SV-Stil sondern eben ein "echter" Hybrid. Soll heißen, dass wir eher mit JuJutsu oder KaliSikaran vergleichbar sind, als mit KM, Alpha usw. Wir arbeiten seit Jahren mit Kindern aller Altersstufen und dies in relativ engen Gruppen. Sprich 6Jährige+12Jährige zusammen gibt es bei uns nicht. Wir haben unsere SENKI Teddys und unsere SENKI Kids und dies in verschiedenen Abstufungen. Wir haben durch das Trainergespann aber auch innerhalb des Trainings, immer die Möglichkeit noch mal zu unterteilen und die Kinder (fast) individuell zu unterrichten. Dies muss sogar sein, da wir fast immer Kinder in den verschiedensten Könnensstufen in einer Gruppe haben. Wichtig ist es, die Kinder ALLE dort abzuholen, wo sie stehen. Das eine ist die absolute Bewegungsgranate, das andere ein Bewegungslegastheniker. ![]() Wir arbeiten mit bis zu 15 Kindern und fast immer mit einem Trainergespann. Wir bauen die SV-Relevanten Elemente ins normale Training mit ein. Da wir Kooperationen mit diversen Institutionen machen, sind wir auch in der Lage unser System an sogn. "Problemfälle" weiterzugeben. Wir haben, seit Jahren Behinderte, ADHSler usw. in unseren Gruppen und sie machen sehr schöne Fortschritte. Einige wurden leider schon aus anderen Vereinen geworfen, weil sie "stören". Bei uns sind sie mit Spaß dabei. Das liegt aber nicht nur an uns sondern auch an der Mithilfe der Fachleute, wie Erzieher, Pädagogen, Ärzte, Therapeuten. Ohne deren Engagement wäre dies nicht möglich, da wir unheimlich von ihrem "KnowHow" partizipieren. Dies bedeute aber nicht, dass wir uns einbilden, wir könnten an den Kindern rumdoktern, therapieren oder sonst was. Dafür sind wir nicht die richtige Anlaufstelle. Wir nehme aber jedes Kind mit und begleiten es auf seinem Weg. Wir arbeiten sehr viel mit der "Ludifizierung" ( es gibt leider kein sinnvolles Synonym dafür), das bedeutet, dass systemrelevante Inhalte "spielerisch" unterrichtet werden. Es gibt zwar in der Pädagogik seit den 70gern immer mal wieder Streit ob des "Für und Wider" aber wir machen sehr gute Erfahrungen damit. ![]() Auch arbeiten wir viel mit den "Grundlagen" wie Konzentration, Balance, Körperwahrnehmung usw.. Hier gibt es bei den Kindern ja seit Jahren immer mehr Defizite. Um hier "Erfolge" zu sehen, müssen die Kinder natürlich über einen längeren Zeitraum trainieren. Da freut es uns umso mehr, als dass einige "Kinder" seit Jahren dabei sind. |
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#14
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| Ich habe mich nach kurzen Überlegungen entschieden, überhaupt kein regelmäßiges Kindertraining anzubieten. Lediglich über die Ferienzeiträume biete ich spezielle Kurse als "Ferienunterhaltung" an. Da ich keine reine Bewegungstherapie für PlayStation-geschädigte Kinder machen möchte, ich auf der anderen Seite aber auch nicht mein normales Programm anbieten kann, habe ich das Mindestalter hier auf 14 Jahre angesetzt und unterrichte hier eine sehr entschärfte Version...mit einem relativ großen, aber keinesfalls trockenen Theorieteil (Gewaltprävention /Rollenspiele/Szenariotraining u.s.w.) Geändert von Stickman (04-02-2011 um 16:18 Uhr). |
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#15
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| Zitat:
![]() In der GKMF wird´s aber demnächst wohl was in der Richtung geben. Gruß Mario |
![]() |
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