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#1
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| Hallo an alle, ich werde hier mal meinen kritischen Gedanken zu den "SV Trainer/Instructor-Schnellausbildungen" freien lauf lassen. Jeder kann und soll seinen Senf dazugeben. Diese Kritik ist nicht nur an die "üblichen" Verdächtigen (KAPAP, Krav Maga, Jim Wagner's System,...) gerichtet. Das selbe Konzept wird ja auch in anderen KK angewandt (z.B. Luta Livre). Ausgangspunkt 1:Trainer Instructor-Ausbildung in 80 Stunden und weniger Bei manchen Verbänden wird ein "Basic-Instructor" in 80 Stunden oder noch weniger angeboten (aktuell KAPAP in 24 Stunden!). Dafür werden meißt fortgeschrittene Kenntnisse in einer Schlag-und Trittlastigen Kampfkunst vorasgesetzt, möglicherweise hohe Graduierung, etc. In 80 Stunden, oder weniger, wird erwartet jemanden auf ein Level zu bringen, daß diese Person (m/w) selbständig ein System unterrichten können. Das Material soll nicht nur unterrichtet werden, es muß auch überzeugend vom Trainer/Instructor dargestellt werden können, und der Trainer/Instructor muß lernen Fehlerquellen zu erkennen und diese zu verbessern. Dies soll didaktisch so rübergebracht werden, daß die Leute (Schüler) verstehen, daß es vom Konzept/Techniken her leicht zu lernen ist. Meine Kritik: In 80 Stunden oder weniger kann man meinen Augen keine Kombination von technischen, konzeptionellen und didaktischen Elementen an einen Kampfkünstler weitergeben, wenn nicht schon Vorkenntnisse des Systems bestehen. Alleine für das Erkennen und Begreifen der eigenen Fehlerquellen, seien sie technischer oder methodischer Natur, braucht man Erfahrungswerte die sich erst mit regelmäßiger Wiederholung einstellen, und man die Erfahrung am "eigenen Leib" sammelt. Bei einer so kurzen Lernphase bedeutet dies, daß der Trainer/Instructor die Erfahrungswerte erst im Training seiner Schüler erkennen wird. Dies muß verarbeitet werden und frühestens beim nächsten Training wird man diese Werte weitergeben können. Ich bin auch ein Freund von der Vorstellung, daß man auch als Unterrichtender ständig dazulernt, jedoch wäre die Vorstellung, daß dies fast ausschließlich auf Kosten der Schüler passiert, für mich nicht zufriedenstellend. In Gesprächen mit verschiedenen Leuten, die mehrere dieser "Schnellprogramme" durchlaufen haben, hat sich immer wieder herausgestellt, daß es starke Defizite in den Details gab. Ausgangspunkt 2: Übertragbarkeit eines militärischen Systems auf die zivile Selbstverteidigung Gerade bei den militärischen Systemen wird davon gesprochen, daß sie schnell erlernbar sind und sich hervorragend für die zivile Selbstverteidigung eignen. Meine Kritik: Ein militärisches Nahkampf System ist nur bedingt auf den zivilen Bereich übertragbar. Dies ergibt sich alleine schon aus dem Zeitpunkt zu dem ein militärisches Nahkampfsystem an Soldaten weitergegeben wird (wenn überhaupt). Bevor irgendetwas in Richtung Nahkampf unterrichtet wird, kommt erstmal eine monatelange Periode des Aufbaus. Dann ein Grundgerüst, in Israel z.B. die Grundzüge des Krav Maga. Von dem was Spezialeinheiten unterrichtet bekommen ist man da noch ganz weit entfernt. Warum werben dann Systeme damit, daß es "Special Forces XY" machen, dann muß es ja Klasse sein? Weil es werbetechnisch gewinnbringender ist. Besonders Klasse finde ich die Steigerungen, die es bei den israelischen Systemen gibt: Krav Maga ist für die generellen Rekruten geschaffen worden, also für jedermann/frau (in Israel machen Frauen auch Wehrdienst). Aber wenn man was "Richtiges" machen will dann muß man zum KAPAP, da das die Spezialeinheiten machen. HALLO, die ganzen Leute die Spezial-Kampfausbildung in ihren Einheiten machen haben alle die Krav Maga Grund-Ausbildung hinter sich. Wenn man das auf den zivilen Bereich überträgt, müßte man den Leuten fairerweise sagen, daß sie, um "Sondereinheiten-Kampfkünste" richtig zu lernen, sich erstmal eine Grundbasis antrainieren sollten. Aber das paßt dann nicht mehr ins "leicht erlernbare" Schema. Als Klarstellung: Jede Kampfkunst, Selbstverteidigung oder militärisches System hat meiner Meinung nach ein berechtigtes Dasein. Aber man kann nicht einfach etwas nehmen und mir-nichts-dirnichts vom Ausgangspunkt auf etwas anderes übertragen. Da gaukeln sich die Leute (Schüler, wie angehende Trainer) etwas vor. Für die Leute, die denken ich verteidige das System der IKMF mit mindestens 160 Stunden Instructorausbildung: Auch diese Zeit ist in meinen Augen sehr knapp bemessen und ich gehöre nicht zu den Leuten die sich erst seit vorgestern mit Krav Maga befassen. Für heute reicht es erstmal. Für konfuse Partien im Post bitte ich um entschuldigung. Ich bin zu müde um nochmal alles durchzulesen. Gute Nacht, John |
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#2
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| auch wenn ich kein direktes Hybrid System gelernt habe: 80 Stunden sind imho viel zu wenig um ansatzweise irgendwas unterrichten zu können. selbst als Vollprofi gewinnt man mit 80 Stunden nen ungefähren Einblick in ein System und deren Mechanicken aber keine Verinnerlichung. Ich stells mir aber so vor, dass weitere Seminare und Weiterbildungskurse mitdrin sind oder? Sowohl für Schüler als auch für Lehrer. Gibts ja oft genug: Instructorlehrgänge mit besonderen Schwerpunkten.
__________________ Diskutiere nie mit einem Idioten: Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dann mit Erfahrung. |
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#3
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| Alles Gute, John. |
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#4
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| so etwas trägt auf jeden fall nicht dazu bei, dass sich das System verbessert/weiterentwickelt.. Geändert von Harom (26-03-2008 um 12:03 Uhr). |
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#5
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| Hallo F-Faktory! Ich kann und muß Dir in allen Punkten ausnahmslos beipflichten! Ich selbst habe viele Jahre Esdo gemacht (2. Meistergrad - einige Jahre , ein System bei dem man ja auch in 1 Jahr (über mehrere Wochenenden, Seminare, etc.) zum Schwarzgurt ausgebildet werden konnte!Und selbst bei dieser relativ langen Zeit von 1 Jahr hatte ich meine erheblichen Zweifel, insbesondere dann wenn dort leute ihren 1. Meistergrad gemacht haben ohne vorher Erfahrungen in einer anderen KK zu haben! Gruß Stephan |
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#6
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| Hi John ![]() Zunächst einmal ein Dankeschön für die Erstellung dieses Threats! Mit einigen Deiner Argumente hast Du sicherlich recht; wenn man sie einfach so betrachtet. Aber bei genauerem Hinschauen bzw. genug Hintergrundwissen stellt sich so manches anders dar: 1. Ich fange mal mit dem Luta Livre Bezug an, den Du einbringst: Sicherlich ist ein Luta Livre oder BJJ-Trainer nicht zu vergleichen mit einem Hybrid-System Trainer. (Ich nenne es jetzt einfach mal so, um nicht ständig alle möglichen System-Namen nennen zu müssen.) Die als Beispiel herangezogenen Grappling-Systeme sind wesentlich komplexer; kommt es doch beim Grappling oftmals auf feinste Nuancen der Technikausführung an. (Dies ist bei den SV-Systemen oftmals nicht der Fall. Hauptsache, die Technik funktioniert, siehe den Threat, wo es um die korrekte Haltung des Armes bei der Abwehrbewegung ging.) Die Ausbildungsreihen, auf die Du anspielst, z.B. die Luta Livre-Seminarreihe von Andreas Schmidt oder die BJJ-Blaugurt Seminarreihe von Björn Friedrich haben in diesem Zusammenhang eine ganz andere Qualität. Diskussionen hierzu wurden im entsprechenden Forum bereits zur Genüge geführt. Nur in Kürze: Die Seminare sollten keinesfalls lediglich auf ihre Stundenzahl reduziert werden. Während der zwischen den einzelnen Seminaren liegenden Zeit sollen sich die Teilnehmer selbständig dem Verinnerlichen der Techniken widmen, diese üben, am besten mit Gleichgesinnten, in ihrer Trainingsgruppe usw. Das Durchlaufen dieser Seminarreihen garantiert noch keineswegs den Erfolg! 2. Kommen wir zu den SV-Systemen: Ich bin immer wieder erstaunt, wie der eine oder andere doch versucht, ein als einfach zu erlernendes System als besonders komplex darzustellen. Erst Anfang des Monats war ich in Israel und habe mich mit diversen Leuten über Krav Maga, Kapap, Hisardut usw. ausgetauscht. Nicht nur mit Leuten, mit denen ich trainiert habe, sondern auch mit dem Kellner in der Gaststätte, mit dem Moneychanger, mit dem Verkäufer, dem Sicherheitsmann von einer Einkaufs-Mall, dem einfachen Soldaten am Bahnhof usw. (An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass jeder in Israel zum Wehrdienst muss: Männer 3 Jahre, Frauen 2 Jahre. Danach bis zur Vollendung des 45 Lebensjahres jedes Jahr 1 Monat zur Auffrischung der Kenntnisse. In dieser Zeit wird einem das Geld, welches man erwirtschaften würde, vom Staat erstattet.) Ich war ja neugierig und wollte auch unparteiische und nicht verbandsgebundene Stimmen hören. Einhellige Meinung: Jeder hier kann Krav Maga!!! Kein Wunder, wird der Begriff in Israel ähnlich verwendet wie "Selbstverteidigung", "Nahkampf" u.ä. und ist im Grundausbildungsprogramm des Militärs. Was genau Krav Maga denn nun in den Augen der Israelis ist...nun ja, darin scheiden sich die Geister! Zumindest scheint in ihren Augen Imi nicht die Gallionsfigur des Krav Maga zu sein, für die er uns verkauft wird ![]() (Hmmm, ich greife hier meinem Reisebericht, den ich grade schreibe, ziemlich vor. Diesen Part werde ich dort ausführlicher erläutern!) Das Ausbildungskonzept und -ziel der Israelis ist ziemlich simpel: Den Anwender tatsächlich innerhalb kürzester Zeit kampffähig machen! Das sich die Trainingsmethodik innerhalb der Armee von der zivilen unterscheidet, sollte klar sein. Bei den Spezialeinheiten findet auch eine Vertiefung der Materie statt. (So hat erst vor geraumer Zeit ein BJJ-Experte das heilige Land besucht und eine solche Einheit im BJJ unterrichtet. An anderer Stelle werde ich nochmal schreiben, unter welchem Namen diese Trainingseinheit lief )Zurück zu den Seminarangeboten: Mit den 80 Stunden meinst Du sicherlich das von kravmaga-street-defence angebotene Ausbildungskonzept. Bis jetzt habe ich vom Michael nur Gutes sowohl über sein Training als auch die von ihm angebotene Ausbildung gehört. Ich selber biete seit letztem Jahr einen Krav Maga Basic-Instructorkurs an. Dieser Kurs dauert 5 Tage á 8+ Stunden (Allerdings ist Grundlage zur Teilnahme das Absolvieren der vorangegangenen 5 Seminarwochenenden! Der Ausbildungskurs dauert manchmal auch länger als 8 Stunden UND man ist dann immer noch nicht Instructor, sondern lediglich Trainee! Bis zur Zulassung zur Instructorprüfung dauert es dann doch noch eine Weile! Während der Zeit als Trainee wird von denjenigen erwartet, dass sie weiterhin am regulären Training bzw. an den Seminaren teilnehmen. Die Seminare kosten dann nur noch die Hälfte der ursprünglichen Gebühr. NACH Erlangung des Basic-Instructors sind die Basic-Seminare kostenlos, so dass sich die Jungs und Mädels fortlaufend weiterbilden bzw. ihre Technik verfeinern und das Einschleifen von Fehlern unterbunden wird. Von der Teilnahme an den Seminarwochenenden können Ausnahmen bei entsprechender Vorfahrung gemacht werden, aber in der Regel durchlaufen die Anwärter die einzelnen Module.) Die Kapap-Instructor-Ausbildung wird von der International Kapap Association angeboten. Diese hat doch einiges an Erfahrung in diesem Gebiet. Sieht man sich die Liste ihrer Mitgliedsschulen an, so wird man feststellen, dass dort etliche erfahrene Personen sind, die diese Ausbildung durchlaufen haben. Sicherlich werden diese Personen sich nicht einfach blenden lassen, sondern schon eine Ausbildung fordern, die ihren Ansprüchen gerecht wird. Der Instructor Level A im Kapap ist der erste Schritt! Damit ist man noch lange kein vollkommen ausgebildeter Instructor!!! Man bekommt die Grundprinzipien und Techniken des Kapap vermittelt und muss selber natürlich dafür Sorge tragen, dass man kontinuierlich weitertrainiert. Dafür wiederrum werden wir Sorge tragen, in dem wir die israelischen Ausbilder regelmäßig nach Deutschland holen, Fortbildungen anbieten u.ä. Von den Teilnehmern der Instructor-Ausbildung wird auch einiges an Vorkenntnissen erwartet. Da genügt es nicht, seit 3 Monaten regelmäßig im KKB zu lesen (ja, ich weiß, der war jetzt sehr überspitzt. Macht aber hoffentlich deutlich, was ich meine!)Bei den Bewerbern wird von uns eine Vorauswahl getroffen, wer überhaupt an der Ausbildung teilnehmen darf. Ich schrieb im entsprechenden Threat bereits, dass lediglich die 10 besten Bewerber zur Ausbildung zugelassen werden. Nicht diejenigen, die zuerst die Gebühr überweisen! (Jetzt könnte man darüber diskutieren, nach welchen Auswahlkriterien wir entscheiden werden. Aber lassen wir es einfach dabei bewenden, dass wir die Leute gegeneinander abwägen werden.) Am besten wären Bewerber, die aus einem schlagenden und tretenden System kommen. Vielleicht sogar noch mit Hebeln, Würgen, Werfen u.ä. wie z.B. aus den verschiedenen JJ-Derivaten. Oder sogar Krav Maga Instructoren (da sind die Ähnlichkeiten immens, es sind aber auch genug Unterschiede vorhanden)! Wenn diese Personen auch noch Lehrerfahrung besitzen: TOP So, das ist der Personenkreis, den ich mir auf dem Ausbildungsseminar vorstelle. Heißt aber noch lange nicht, dass das Teilnehmen an dem Seminar impliziert, dass man als Instructor hervorgeht!!! Denn dann muss erstmal das Seminar absolviert und die entsprechenden Maßgaben erfüllt werden. Viele hier lesen "einfach" nur: Instructor in xy-Stunden! Fertig! Ja, das ist die Mindestangabe! Was die Leute dafür leisten müssen, wissen aber die Wenigsten bis gar keine! (Einige Teilnehmer unserer Krav Maga Instructorausbildung können euch da ein Liedchen singen, dass es mehr als nur schwierig ist. Paracetamol und Co sind innerhalb der strapaziösen Stunden und Tage keine Unbekannten!) Wenn man also die notwendigen Kriterien zur Zulassung zu solch einem Seminar erfüllt UND die Maßgaben innerhalb der Ausbildung besteht, DANN wird man Level A-Instructor/ Basic-Instructor what ever ![]() Den Basic-Instructor sehe ich als Übungsleiter und keineswegs als Meistergrad. Also bitte keine Vergleiche mit dem Erreichen eines schwarzen Gürtels in einem komplexeren System. Viele Kravisten betreiben nebenbei noch andere Kampfkunst/ -sportarten, da Krav Maga (und Kapap genauso) einfach nur simple (aber sehr effektive!) Selbstverteidigung ist. Sie fordert einen konditionell und man lernt auch eine Menge, aber irgendwann will man auch mehr. Die Techniken solcher Systeme sind bewußt einfach gehalten, damit sie a) schnell erlernt werden können b) auch unter Streß eingesetzt werden können Hast Du nicht irgendwo geschrieben, dass man nach 3-4 Jahren spätestens nach etwas anderem sucht, das man parallel machen kann!? (Falls ich mich täusche, bitte nicht böse sein.) Boah, das zu dieser Uhrzeit Bei eventuellen Schreibfehlern u.ä. bitte ich darum, dies zu entschuldigen. Ich lese es mir morgen nochmal genau durch![]() Und das Schlimme an der ganzen Sache ist: Die Mühe ist umsonst Wahrscheinlich wird, noch bevor ich wieder wach bin, jemand kommen, alles, was ich geschrieben habe, einfach ignorieren, einen einzelnen Satz rauspicken und sich daran festbeißen![]() Daher hilft auch hier nur: Vorbeikommen, ausprobieren, selber die Erfahrung machen. Bis jetzt hatte ich bei mir noch keinen, der unzufrieden war (Ich werde aber auch liebevoll "Der Schleifer" genannt![]() So, ich denke, das war mehr als genug von meiner Seite! Sind ja noch mehrere Hybrid-Anbieter an Board. Schöne Grüße, Doc P.S. Erwähnte ich übrigens, dass ich in Israel fast erschossen worden wäre? Ich hasse es, in den Lauf einer Waffe zu blicken Aber dazu auch mehr in meinem Reisebericht. |
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#7
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| Erschossen - wer kümmert sich schon um deinen kleinen Osmanenarsch ![]() ![]() ![]() *Spaßmodus off* super Beitrag Doc. Ich muss mal eine Lanze brechen, ich habe es früher ähnlich gesehen wie John, bis ich wirklich eines besseren belehrt wurde. (Wenn jetzt irgendeine Anspielung aufs EP kommt, gibt es eins in die Fr... )Klar sind 24 Stunden super knapp, aber ich denke es werden Elemente rausgelassen (Boden, Waffenkampf etc.) UND es wird im Seminarcharacter ausgebildet, d.h. grundsätzlich viel erklärt, mitgeschreiben, aufgezeichnet - wahtever und relativ wenig geübt! Was heißt das jetzt: ES LIEGT AN JEDEM EINZELNEN!!! Fleiß, Disziplin und sicher Lehrerfahrung und Bewegungsbegabung spielen eine große Rolle!!! Ich habe schon mal versucht einem Schwarzgurt (jap. Budo-KS) grundlegende Dinge mit dem Escrimastock zu vermitteln, das war nahezu vergebens. Er war nicht in der Lage das vernünftig umzusetzen in 2-3 Stunden (nichts kompliziertes, X-slashes und so´n Zeug). Der hat dirigiert und nicht geschlagen = Ergo: Es liegt nur am Teilnehmer, sofern das Ausbildungskonzeot stimmig ist (..und dies kann ich nicht beurteilen)Viele Grüße, Eric ![]()
__________________ www.fit-fight-club.de |
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#8
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| Etwas interessantes vielleicht noch. Ich war vor ca. 2 Jahren bei Jim Wagner auf seinem Messerseminar. Ich bin kein Fan von dem was er zeigt, aber Jim ist sehr nett und ich habe ihn mir beim Mittag bei ner Pizza geschnappt und mit ihm gequatscht. Er sagte mir, dass er schon öfters in Isreal war und ihm niht klar wäre, welchen Kommerz der "große KM-Verband" verfolge, aber Krav Maga wäre dieses aufgepumpte Zeug sicher nicht. Ich will das gar nicht werten, nur vergleiche ich gerade 160 Stunden, mit 80 Stunden und 24 Stunden! Was ist richtig, was zuviel, was zu wenig, was ist wo drin etc. etc. Fragen über Fragen ... Hmmm, ich gründe den McKrav-Verband (hier lernst Du "auf die Fresse für to go" in 120 Min.) ![]() ![]() Spaß muss sein ...Wenn es in Düsseldorf oder Köln wäre, würde ich vllt. sogar mitmachen, nur um zu sehen, ob wirklich ESSENZ vermittelt wird. Gruß, Eric ![]()
__________________ www.fit-fight-club.de |
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#9
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| Hallo John, da die Ausbildung der Instrukturen in 80 Stunden ja von uns kommt, möchte auch ich etwas hierzu schreiben: Bei uns sind zwei Aspekte wichtig: 1. Es werden nur max. 10 Teilnehmer zugelassen. 2. Es dürfen nur erfahrene Kampfsportler an diesem Seminar teilnehmen. Ohne diese beiden Aspekte würde das ganze in 80 Stunden auch nicht zu schaffen sein. Wie Eric schon sagte, es ist wie bei einem Puzzle - ist der Rand und der Himmel erstmal fertig, geht es schnell voran. Wir lassen nur Kampfsportler zu die schon selbst jahrelange Erfahrung im unterrichten haben. Darauf aufbauend werden dann die Techniken, Trainingsmethoden, Taktiken und Konzepte des Krav Maga vermittelt. Die bereits bestehenden Kenntnisse im Kampfsport führen zu einer schnelleren Umsetzung des Erlernten bei den Instruktoren-Anwärtern. Man darf nicht vergessen, Krav Maga hat das Rad nicht neu erfunden sondern bestehende Techniken verbessert, vereinfacht und für die Strasse umsetzbar gemacht. Und darum haben erfahrene Kampfsportler in mindestens 80 Stunden eine gute Basis um Krav Maga Basic-Wissen und -Techniken zu vermitteln. Aber wir wollen uns nichts vormachen, es gibt überall auch sogenannte erfahrene Kampfsportler die diese Ausbildung auch in 120 oder 320 stunden nicht umsetzen könnten. Das hängt dann aber nicht mit der Ausbildung zusammen ![]() Es gibt aber auch Ausnahmetalente wie z. B. unser Instruktor Gerrit Rexroth der an der Uni Münster unterrichtet. Er konnte alles ihm gezeigte zu 95% sofort umsetzen. Die 80 Stunden beziehen sich bei uns auf reine Unterrichts- und Trainingszeit. Dazu kommt noch, dass die Instruktoren-Anwärter in der Zeit der Ausbildung, die insgesamt über ca. 6 Monate geht, auch unsere normalen Unterrichtsgruppen leiten müssen. Hierbei wird dann auf Umgang mit der Trainingsgruppe, auf Didaktik und Methodik geachtet und bewertet. Danach werden die Fehler besprochen. Und selbst nach der Ausbildung stehen wir den Instruktoren jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Mit sportlichen Grüßen Krav Maga Street Defence KRAV-MAGA-Essen - sei kein Opfer! - verteidige Dich!
__________________ TRAIN HARD FIGHT EASY |
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#10
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| Hallo @, es geht mir garnicht darum, daß das System aus Schülersicht schnell erlernbar ist, sondern daß ein KK-ler mit Erfahrung sich in so kurzer Zeit ein "fremdes" neues System aneignet und dies an unerfahrene Schüler weitervermitteln soll. Eric, Du hast ja schon den Herrn mit japanischem KS-Hintergrund angesprochen. Diese Erfahrung habe ich ebenfalls mit verschiedenen Leuten gemacht, die in Ihren KK festgefahren sind. Erfahrene Leute brauchen manchmal länger um Konzepte, Strategien und zum Teil Techniken zu verinnerlichen. Auch deshalb kann ich mich mit so kurzen Instructor-Trainingsperioden nicht anfreunden. @DocDog Der Bezug 80 Stunden Instructortraining war nicht auf eine Schule bezogen. Es gibt mittlerweile genug Schulen die ein solches Training anbieten. Das es da qualitative Unterschiede gibt und die Erfahrungswerte der Lehrenden sehr unterschiedlich ist sollte klar sein. Gruß John.
__________________ www.krav-maga-center.de CRASH-KURS TRAILER Krav Maga Crash-Kurs/Basisseminar 19. & 20.07.2008 Geändert von F-factory (26-03-2008 um 08:14 Uhr). |
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#11
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| hallo, als nicht ausbilder erlaube ich mir keine abschliessende wertung,auch ohne die einzelnen system an sich zu kritsieren. als ich mit km angefangen habe,gerade mal vor knapp 8 monaten, hatte ich keine wirkliche ahnung auf was ich mich einlasse,hatte vorkenntnisse aus dem wt und n bischen jujutsu,und viele anderen dinge ausprobiert. beim km war dann alles anders,das stresstraining,der körperliche anspruch etc. man lernt und lernte viel schneller und, in meinen augen, realistischer. jetzt bin ich also von anfang an mit begeisterung dabei und lasse,so lang ich nich krank bin, kein training sausen. mit seminaren hab ich sicher locker über 80 stunden trainiert,unter einem engagierten und guten trainer team. dabei geb ich mir die größte mühe,strenge mich an und will lernen,doch trotzdem sehe ich mich immer noch eher als beginner. was ich damit sagen will,ein systemfremder,mit großem talent, wird in meinen augen in so kurzer zeit kein wirklich guter instructor. ich kann eric,gökhan,michael etc. pp gut verstehen,wenn sie für sich damit erfolge sehen oder von ihrer sache überzeugt sind, gleichzeitig dürfte aber auch für jeden "neutral" denkenden klar sein dass eine mehr als doppelt so lange ausbildung, bei gleichen vorkenntnissen, sicherlich intensiver und fordender sein dürfte,viel mehr in die substanz des systems geht. zumal bei diesen ausbildung immer ein mehrköpfiges expertenteam arbeitet,welches über große erfahrungen verfügt. letztlich soll jeder machen was er mag,ich denke die qualitativen fähigkeiten der ausbilder werden sich schon zeigen,und dann wird man sehn ob es einer wirklich kann oder nicht. für mich wäre so eine ausbildung,inzwischen, kein thema mehr. trotz allem wünsche ich jedem anbieter erfolg,auch wenn es dazu führt dass die ganze sv-hybrid szene unter kritischer diskussion steht. grüße benito @gö, deine erlebnisse in israel stehen dir zu, jedoch ist in israel das imi system der ikmf, sowie die ikma, bekannter als alle anderen systeme. auch wenn dort jeder ein experte sein mag oder will...
__________________ hasta la victoria siempre! |
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#12
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| Hallo, mal eine andere Sichtweise: Nehmen wir an, als Betreiber einer KS-Schule will ich mein Angebot erweitern. Das hat sicher auch wirtschaftliche Gründe - Angebot und Nachfrage - aber hat auch mit persönlichen Neigungen und Interessen zu tun. Dann wäre es mir wichtig, aufbauend auf meine jahrzehntelange Erfahrung als Kampfsportler und Trainer in unterschiedlichen Systemen, mit gerade soviel Aufwand wie nötig eine qualitativ hochwertige und durchdachte Ausbildung in einem reinem SV-System zu absolvieren. Und hier möchte ich DocDog ausdrücklich zustimmen: Wenn ein SV-System so komplex ist, dass ich seine Struktur, seine Prinzipien und Wirkungsweise sowie die Techniken nicht in der vorgegebenen Zeit (z.B. 80 Stunden) so erlernen kann, dass ich es auch weiter vermitteln kann - sorry, dann möchte ich es gar nicht erlernen. Aber hier liegt m.E. der Hase im Pfeffer: Man sollte sehr sorgsam auswählen, wem man letztlich die Lizenz erteilen kann. Ein Schwarzgurt ist da sicher kein alleiniges Kriterium. Wichtiger ist es, dass sich die angehenden Instruktoren von festgefahrenen Strukturen lösen können und wollen. Wichtig sind jahrelange Praxis im unterrichten und auch in Bezug auf Trainingsmethodik, Trainingslehre, Struktur adäquate Vorkenntnisse, die auch regelmäßig updatet werden. Ich denke mal, ohne es besser zu wissen, dass in den angesprochenen Hybrid-Systemen keine Techniken vorkommen, die jemand mit über 30 Jahren KK-Erfahrung in verschiedenen Stilen nicht schonmal irgendwo gesehen bzw. gemacht hat. Denn das was ich suchen würde, ist ein Konzept, mit dem ich die effektivsten Techniken wirkungsvoll einsetzen kann und keine Vielfalt unglaublicher Mengen von Techniken. Was ich suchen würde, sind coole neue Trainingsmethoden für Stresssituationen, für Lieschen Müller und den dicken Busfahrer, die meine Kunden sein werden. Also nochmal: Wenn ich aufbauend auf meine ziemlich große Erfahrung in KK/KS jahrelang brauchen sollte, bis ich ein relativ einfaches SV-System unterrichten kann, sorry, dann würde ich da nicht hingehen. Gruß, Ralf P.S. Respekt DocDog, um die Uhrzeit noch so konstruktive Beiträge.
__________________ Martial Arts Team Hannover |
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#13
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| Nihao! Ich mache z.Zt. die UCS-Messerkampf-Instruktoren-Ausbildung, die ähnlich kompakt ist, wie manches Hybrid-Angebot und denke, dass es vergleichbar ist und kann behaupten: It works! Warum? Naja, es gibt mehrere Gründe: - vier bis max. sechs Teilnehmer und zwei Lehr-Trainer. Beim letzten WE waren wir wegen krankheitsbedingter Ausfälle nur vier Teilnehmer und hatten somit pro Übungspaar immer einen Coach zur Seite. Das war genial! - Drei der TN sind bereits schon langjährig als KK-Lehrer tätig; ich selbst seit knapp 13 Jahren. - die Ausbildung ist über zwei Monate auf drei WE mit insgesamt 30-40 Stunden angelegt zwischen denen man das "Gezeigte" wiederholen und (ein-)trainieren kann - besonders hilfreich ist das zur Verfügung gestellte Begleitmaterial inkl. im Preis inbegriffene DVD mit allen Lehrinhalten, was für solche Ausbildungen nicht selbstverständlich ist, aber sein sollte, damit optimale Lernerfolge erzielt werden. Das nimmt einen den Streß, den man ohnehin schon zur Genüge hat, alles mitzuschreiben. - ähnlich wie beim Luta Livre habe ich hierzu eine Trainingsgruppe innerhalb meiner Schule gegründet, mit denen ich das Gelernte gleich umsetzen und eintrainieren kann. - das wichtigste: Es macht verdammt viel Spaß !!! ![]() Von daher denke ich, dass das Kapap-Istructor-Konzept durchaus funktionieren kann. Dass das KM-Ausblidungskonzept von DocDog funktioniert, habe ich bereits auf einem KM-Einführungskurs bei einem seiner Trainees "prüfen" können. In every case: Viel Erfolg! Saitjen MO |
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#14
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| Mal was zum Thema "Es dürfen nur erfahrene Kampfsportler an diesem Seminar teilnehmen." Wie wird das definiert?? Bin nämlich auf ähnlichen Seminaren mit diesen Voraussetzungen aus dem Lachen nicht mehr rausgekommen. Auch bei Hock, hier haben die Teilnehmer ihr Geld wiederbekommen. Greets Christof
__________________ Gott schütze mich vor meinen Freunden, mit meinen Feinden werde ich selbst fertig. |
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#15
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| Wir haben schon Leute gehabt, mit den unterschiedlichsten Referenzen. 3.Dan Jiujitsu mit jahrelanger Trainererfahrung oder Kickboxer A-Klasse Kämpfer und, und, und.... Was sie gezeigt haben, war alles andere als gut. Ich finde es eigentlich gut, wie es bei uns der Joshi mit der Wing Chun Instructorausbildung macht. Die Leute sollten/müßen bereits einen Background in einem *ing *un bzw. in einem JKD Derivat haben. Die Ausbildung geht über 12 Wochenenden ( die letzte ging glaube ich 13), in jedem Monat 1 WE á 10 Stunden. Und das Wichtigste (so wie ich finde) es gibt erstmal ein Vorabtreffen, um zu sehen ob man überhaupt zusammen arbeiten kann und wie die Teilnehmer generell sind. Bei Kandidaten eine Ferndiagnose zu erstellen auf Basis, der im Lebenslauf angegeben Graduierungen oder Wettkampferfolge, kann man meiner Meinung nach leider nicht. Die Resultate sieht man immer wieder und jeder weiss, einen Stil oder einen Verband messen die meisten Leute schon an einem Vertreter. ![]() Gruß Markus Geändert von MarkusW. (26-03-2008 um 13:07 Uhr). |
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