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  #61  
Alt 15-08-2011, 18:36
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Kampfkunst: Ju-Jutsu, Alpha Combat System, Luta Livre
 
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Zitat:
Zitat von Joergus Beitrag anzeigen
Vorname des Millers? :-)

Was hast du denn vom Geoff gelesen? ^^
Die Angst und Dead or Alive (das neuste Werk von ihm)
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  #62  
Alt 15-08-2011, 19:07
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Kampfkunst: Karate
 
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Zitat:
Zitat von exodus73 Beitrag anzeigen
dieser sucht sich in der regel opfer aus und keine täter (zumindest glaubt er das). Sprich er sucht sich wahrscheinlich jemanden aus der

a) physisch schwächer ist
b) vielleicht sogar nicht den wachsamsten eindruck macht
c) lohnenswert zu sein scheint (um an die kohle zu kommen, sein eigenes prestige vor seinen kollegen aufzuwerten oder was auch immer)

d) wichtig - zumindest hat er einen plan was er will und wie er meint es zu erreichen

dem gegenüber steht nun ein svler der höchstwahrscheinlich nicht über gewalterfahrung verfügt, der gewalt eher ablehnt, der körperlich unterlegen scheint, der von dem bevorstehenden übergriff nix ahnt,d der auch nicht wirklich zu den agressiven mitmenschen zählt - also im grunde der durchschnittliche svler (aus jedem juju-,karate-,tkd,aikido, *ing*ung und inzwischen auch durchaus möglich aus einem der modernen hybridsysteme wie km/alpha/kapap usw. Weil sie eben inzwischen in vielen gesellschaftlichen schichten verbreitet sind). Dieser hat nach meinem empfinden ein erhebliches problem mit einem solchen typen wie obn beschrieben fertig zu werden - und zwar vor allem weil er höchst wahrscheinlich mit der situation überfordert sein kann (ich meine da vor allem die psyche).
so, je nach stil wurde dann dem guten svler noch jahrelang vermittelt das man solche situationen vor allem technisch lösen kann und dass das kämpferische bei guter technik (im verhältnis) nicht so entscheident ist.
Dem gegenüber stehen aber wiederum aussagen von vielen leuten die schon mal in ernsten situationen waren das z.b. Von der ganzen super technik im extremfall nicht mehr viel übrig bleibt, sie nur noch sehr rudimentär arbeiten konnten, ihre schläge irgendwie nur noch bestenfalls halb so hart waren wie im training usw. Und nun muß eben dieser svler der vor allem an seine technik und seine technische überlegenheit glaubt feststellen das die ganze situation wesentlich unschöner ist als im training eingeübt, das man auf einmal gegen sich selber kämpfen muß, schmerzen erdulden muß, die kondition 10 cm unterhalb der grasnarbe liegt.

99% zustimmung..

sicherlich sucht der otto normal stresser ein opfer. hier ist meiner erfahrung nach jedoch in erster linie noch nichts gelaufen, selbst wenn
der aggresor stärker und breiter und 2,10m groß ist....wen interessierts?!
(den Pfleger der dich vieleicht danach füttert jedenfalls nicht)

leere den geist...einfache techniken, keine FAUST BUDDAS oder sonstiege 1080* kicks.

wenn der gegner größer ist, dann rein...(überraschen) Finte ect.

nur so was brauch nur ein gewisses level an training & einstellung.
was meiner ansicht nach nicht in einem monat training möglich ist. weiterhin sehe ich das problem bei Hybrid systemen
(keine grundsatz diskussion)
dass meist hier menschen anzutreffen sind die schnellst möglich kampffähig werden wollen, körperlich wie psychisch. Nur naja......ZEIT ist das schlüssel wort. Als problem zusätzlich anzusehen ist wie diese leute (die meisten jedenfalls) sich an die trainierten szenarios, techniken klammern. denn wenn die situation abweichend ist vom training dann iss (99%ig) error...

Ps: persönlich finde ich Hybridsysteme klasse..


(sorry für rechtschreibung)
__________________
"Die Zahl der Feinde ist um ein lächerliches Dreifaches größer."

Geändert von Doc Norris (15-08-2011 um 19:52 Uhr).
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  #63  
Alt 16-08-2011, 06:34
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Kampfkunst: Krav Maga (KMG)
 
Registrierungsdatum: 28.12.2003
Alter: 36
Beiträge: 223
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Hi zusammen,

ich denke auch das es im Krav Maga unter anderem wichtig ist die Skills frühzeitig zu entwickeln einen Fight zu überstehen. Mentale und körperliche Einstellung und die entsprechenden Fähigkeiten (Attribute wie Punschen und Kicken, technisches und taktisches Wissen) sind hier wichtig. Das Gefühl mit körperlichen Druck umzugehen der auf einen lastet wenn man in einem Fight ist sollte jeder nicht nur verspürt haben sondern verstehen was es bedeutet.

Gleichzeitig ist hier die Kunst gefragt wie bekommt man die Leute dort hin, jeder ist unterschiedlich. Einige haben bereits genug Skills, sind aber unüberlegt bzw. gehen überheblich vor und begeben sich deshalb in Gefahr. Andere sind zu ängstlich bzw. sind sehr schnell in der Defensive, drehen sich weg sobald der erste Einschlag da.


Hier muß das System eine entsprechende Vorgangsweise aufzeigen wie man die unterschiedlichsten Charakteren auf ein höheres und sicheres Level bringt so dass Sie später handlungsfähig bleiben und die Übersicht behalten. Sparring ist da sicherlich ein guter Weg, aber hier läuft man sehr schnell in die Gefahr sich auf Grund der Saftey sich "nur" im Bereich des Boxen bzw. Kickboxen zu bewegen. Also wie stellt man eine reale Situtation ohne Regeln so gut es geht dar ohne zuviele Verletzungen im Training zu riskieren.

Dies sind alles Punkte die in der KMG Germanymittlerweile separat an die Instructoren weitergeben wird. Der Fighting Course der KMG wurde hierzu speziell ausgelegt um die Instructoren noch besser in dem Bereich zu schulen, da der Bereich zu wichtig ist.

Combat and Fighting Instructors Course - YouTube

Weitere Fragen beantwortet vielleicht auch unsere neue Seite www.krav-maga-global.de

bis dahin eine gute Zeit

Gruß
Matthias
__________________

www.krav-maga-global.de
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  #64  
Alt 16-08-2011, 07:33
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Krav Maga (KMG)
 
Registrierungsdatum: 28.12.2003
Alter: 36
Beiträge: 223
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Für alle die das Thema noch etwas mehr interessiert, hier eine etwas längere Ausführung mit Erklärung aus Sicht von Eyal Yanilov zu diesem Thema.

Krav Maga Global - YouTube


Gruß
Matthias
__________________

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  #65  
Alt 16-08-2011, 09:21
Benutzerbild von KoryukanChemnitz
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Kampfkunst: Koryu-Uchinadi, BJJ, Yamane-Ryu
 
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Beiträge: 141
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@Exodus: Ich stimme Dir im Grunde in allem zu.
Aber wie Du es selbst auch geschrieben hast, macht das System nicht den Profi, sondern jeder selbst.
Wenn die Einstellung nicht zur Zielstellung paßt, dann nützt das "beste" System nichts. Bitte keine Debatte starten
Ebenso ist es Blödsinn, sich auf filigrane Hebel oder Akkupunkturpunkte zu versteifen. In ernsten Situationen funktionieren meist eh nur grobmotorische Bewegungen und Techniken die die natürliche Reaktion nutzen.
Nehmen wir z.B. den Umgang mit Schlägen zum Kopf. In den seltensten Fällen wird da ein Age-Uke draus, wie er in vielen Karate-Schulen unterrichtet wird.
Aber auch diese grobmotorischen Bewegungen (Techniken) bedürfen eines gewissen Trainings.

Hier kommt meiner Meinung nach dann die Zielsetzung mit ins Spiel. Das Training sollte perspektivisch immer näher an die reale Situation herangeführt werden. Nur so kann man eine gewisse Routine und Sicherheit erreichen. Ich bin mir aber auch der Tatsache bewußt, daß man im Training kaum 100%-ige Deckung mit einer realen SV-Situation hinbekommen kann, ohne ernsthafte Verletzungen zu riskieren.
Mit Trainingsszenarien wie z.B. 5 Angreifer in Folge jeder 20 sek. und ein "Opfer" welches sich bestmöglich verteidigen muß, kann man den mentalen Aspekt recht gut adressieren.

Es ist sicher so, daß "neuartige" Hybridsysteme neben einem gewissen Technikfundus noch Taktiken und Verhaltensweisen dem Trainierenden an die Hand geben.
Ich bin aber auch der Meinung, daß diese Taktiken und Verhaltensweisen z.B. im ursprünglichen Karate ebenfalls enthalten waren und nur durch die Gleichschaltung und Versportlichung verloren gingen.

Am Ende kommen wir doch auf den Punkt, daß uns unser Training der geplanten Zielsetzung entgegenführen soll.
Wenn dieses Ziel funktionale und effektive SV ist, dann kann ich mich eben nicht nur mit der Technik auseinandersetzen, sondern muß auch das Drumherum mit betrachten.
Dazu gehört dann natürlich auch den Schalter für den Pitbull-Modus zu etablieren und umlegen zu können und natürlich mit körperlichen Schmerzen (Vollkontakt) und mentaler Belastung fertig zu werden.

Gerade letzteres ist schwierig zu erreichen. Viele gehen nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit ins Training oder wollen diese Stufe gar nicht erreichen.

my 2 cents,

Sven
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  #66  
Alt 16-08-2011, 09:57
Benutzerbild von Pyriander
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Kampfkunst: Krav Maga, Luta Livre, (B)JJ
 
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Alter: 31
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Hier wird sehr viel fantasiert, gerade über Krav Maga, ohne scheinbar wirklich Einblick darin zu haben.

Zuerst: gerade das intensive Bemühen, im Training Stress zu erzeugen ist eines der Punkte, die KM auszeichnet; dies kombiniert in unterschiedlichen Szenarien, auch sparringmäßig und auch gegen mehrere (auch sparringmäßig, aber mit dem Ziel, sich eine Fluchtmöglichkeit zu erarbeiten [von wegen "SV ist meistens Duellkampf" - das sehe ich nicht so]).

Zitat:
Zitat von Antaios Beitrag anzeigen
... die Frage mit welchem Konzept ich einen Kampf bestreiten will.
Das ist eine Frage, die Du hättest stellen können, wenn Du es nicht weißt. Stattdessen behauptest Du munter und wild ins Blaue drauflos...

Ja, ich fühle mich auf den Schlips getreten; ich fühle mich immer unwohl, wenn falsche Sachen behauptet werden und als wahr verkauft; jemand so tut als hätte er Ahnung und Murks erzählt und ich in gewisser Weise auch noch betroffen bin.

Zitat:
Zitat von Antaios Beitrag anzeigen
Die Mehrheit aus dieser Gruppe wird ... mit einer Art Duellkampf konfrontiert werden.

Eigentlich sehen wir das nicht ganz so. Ein Duellkampf ist nicht immer SV und SV nicht immer Duellkampf, das solltest Du ja wissen bei Deinem KK-Lauf, wir müssen in der Diskussion also nicht mit Bienen und Blumen anfangen ?!? Das führt auch ein bisschen vom Thema hier weg. Du kommst gerade neu ins Forum, aber das ist ein schon viel diskutiertes Thema gewesen. Wollte das nur als Prämisse erwähnen, ansonsten siehe ganz oben.

Zitat:
Zitat von Antaios Beitrag anzeigen
...Kravist der etliche, für sich gesehen gute Lösungen trainiert hat, aber nicht gelernt hat frei zu kämpfen.
Der Kravist in ordentlicher Schule HAT gelernt, frei zu kämpfen. Die Behauptung ist nicht nur blödsinnig, sondern widerspricht sich auch mit Deinen anderen Aussagen, im KM bliebe, wenn man die Reaktionen auf typische SV-Relevante Angriffe rausnehme, Boxen und Ringen übrig (was völlig falsch ist) - in anderen Systemen mit DEM EINEN Universaleingang würde man auf zauberhafte Weise dagegen schon frei kämpfen können, weil...ja warum eigentlich?

Zitat:
Zitat von Antaios Beitrag anzeigen
Er wird in einer der wahrscheinlichsten Spielarten einer eigentlich eher unwahrscheinlichen Situation doch eben gerade nicht mit dem Frontalwürger oder dem seitlichen Würger aus dem Nichts oder einem stehen gelassenen geraden Schlag, welchem er schulmäßig mit Inside Defense begegnet, konfrontiert.
Hier stimme ich Dir absolut zu (mit Ausnahme, dass ich und andere Trainer natürlich wert darauf legen, dass NICHTS vom 'Angreifer' 'stehen gelassen wird, nie!).

ABER: was z.B. vorkommt: jemand wird mit viel Power (am liebsten mit dem Kopf) gegen eine Wand geklatscht. Geschoben wird z.B. am Hals (oder wo anders) - so verstehe und mache ich Würgeabwehren. Und das Prinzip degegen bleibt immer gleich, egal ob vorne, hinten, Seite, Hände am Hals oder am Kragen, gestreckt oder eng, eine oder zwei Hände...

Zitat:
Zitat von Antaios Beitrag anzeigen
Zum Thema Sparring und KM: Sicher gibt es das, aber wie viele Leute sind im Krav Maga unterwegs (sowohl als Trainer wie auch als Schüler) die eine halbwegs anständige Vorbildung in den Grundlagen Boxen und Ringen haben ?
Im ordentlichen KM kriegst Du eine Ausbildung im Schlagen mit Fäusten, offenen Händen, Hammerfists und VOR ALLEM Ellenbogen, Knien und tiefen Tritten; Clinchen und Schlägen daraus sowie Clinch lösen. Damit kämpfen wir und das ist eben nicht ganz, sondern teilweise Boxerisch und Ringerisch.

Zitat:
Zitat von Antaios Beitrag anzeigen
Fassen wir zusammen: Ich nehme dem Krav Maga die Lösungen (die nach taktischen Gesichtspunkten ausgewählt sind, aber an sich keine Kampftaktik / keinen Kampfplan vermitteln) und unterm Strich bleibt Boxen und Ringen, was aber in der Breite oft gar nicht anständig vermittelt wird.
Da widerspreche ich, es bleibt NICHT Boxen und Ringen, sondern KM bestehend aus:
Schlagen mit Fäusten, offenen Händen, Hammerfists und VOR ALLEM Ellenbogen, Knien und tiefen Tritten; Clinchen und Schlägen daraus sowie Clinch lösen. Damit kämpfen wir und das ist eben nicht ganz, sondern in Elementen Boxerisch und Ringerisch.

Des weiteren: Du stellst die Vermutung auf, es gäbe im KM keinen Gameplan - das ist nicht richtig.
Ja, es stimmt, wir machen nicht den einen universalseligmachenden Universaleingang, (aus guten Gründen) sondern differenzieren etwas mehr; zum einen zur Situation hin, zum anderen auch nach der Person des Angegriffenen hin (kleine Frau - großer Polizist) was Folgetechniken angeht.


Zitat:
Zitat von Antaios Beitrag anzeigen
Wo ist der Kampfplan ?
Klar kann ich Boxen lernen, Kicken lernen, Bodenkampf lernen, aber wo ist das derart zusammengefügt dass es den Variablen eines regellosen Kampfes und der damit einhergehenden Gefahr Rechnung trägt ?
Das Du das nicht weißt, liegt an Dir oder Deinem Trainer (wobei den vielleicht auch kaum eine Schuld trifft, wenn Du vielleicht eh nur ein paar mal da warst ;-))

Zitat:
Ich habe da weder im JuJutsu noch im Krav Maga wirklich etwas überzeugendes gesehen für den direkten (waffenlosen) Nahkampf.
Andere Systeme wie bspw. S.P.E.A.R. von Blauer, PFS von Vunak, Alpha, bieten da mMn. nach deutlich mehr.
Weil Du vom Krav nur von den Levine-Videos kennst (oder sein Buch gelesen hast? Oder Dein KM Instruktor das hat - oder wie kommt man auf diese krude Idee? Auch der Vergleich zwischen Ju-Jutsu und KM und auf der anderen Seite PFS/Alpha ist völlig absurd. Meinst Du, nur weil Alpha gerne Grafiken macht und coole Begriffe wie R.A.T. um sich schmeißt, würde man im Krav nicht genau das Gleiche Prinzip nutzen? Du kennst es wirklich nicht richtig!!!

Ich ärger mich so dermaßen über diese dämlichen Vergleiche von Dir, dass ich so polemisch schrieb. Ich schätze Alpha und Ju-Jutsu nämlich durchaus, ebenso wie S.P.E.A.R. und andere; und kritisiere hier keineswegs, diese Systeme, sondern lediglich die Rezeption, die in dem Posting durchscheint.

Zitat:
(Oder auch das UCC Zeug oder dieses neue Trinity Combat, wobei ich beides jetzt nur von aussen, über Videos und Erklärungen beurteilen kann)

Zitat:
Wie gesagt: Die Lösungen im Krav Maga sind durchaus nach taktischen Gesichtspunkten ausgewählt, aber es ist immer im Bereich der Einzellösungen.
So machst du gegen so ziemliche jede Art von Umklammerung / Griff / Würger eine andere Technik .
..

Auch das lässt mich denken, dass Du Krav Maga überhaupt nicht kennst; wo zur Hölle hast Du denn mal durchs Fenster geschaut, um zu dieser Meinung zu kommen?
Ich hab's ja oben schon erwähnt:...jemand wird mit viel Power (am liebsten mit dem Kopf) gegen eine Wand geklatscht. Geschoben wird z.B. am Hals (oder wo anders) - so verstehe und mache ich Würgeabwehren. Und das Prinzip degegen bleibt immer gleich, egal ob vorne, hinten, Seite, Hände am Hals oder am Kragen, gestreckt oder eng, eine oder zwei Hände...

Geändert von Pyriander (16-08-2011 um 10:09 Uhr).
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  #67  
Alt 16-08-2011, 14:02
Benutzerbild von marq
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Zitat:
Zitat von Joergus Beitrag anzeigen
Das hier ist ein Beispiel einer Abschlussübung wie eine Frau kämpft die nie in ihrem Leben Kampftraining erfahren hat.

Ich kämpfe da etwa mit 20% und jeder kann für sich selbst ableiten, welche Techniken (Spear outside 90, Sprawl etc.) in der jeweiligen Situation angebracht wären.

TPS Trainingsclip Nr. 7 Michi in Aktion - YouTube

Man muss einen Schlachtplan haben, viele SV Systeme haben das aber nicht.
ehrlich gesagt sehe ich in diesem video keinen schlachtplan oder ein system. nur einen noch nicht einmal halbherzigen angreifer....
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  #68  
Alt 16-08-2011, 14:24
Benutzerbild von Sokolo
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Kampfkunst: Furor Teutonicus
 
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Beiträge: 867
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Also ich kann zur Beurteilung der diversen SV-Schulen nichts beitragen, weil ich sie schlicht zu wenig kenne bzw. nicht bei ihnen im Training war.

Nach meinen theoretischen Überlegungen wäre ich jedoch immer misstrauisch gegenüber SV-Training, bei dem zu wenig oder zu lasch gesparrt wird. M.E. kann man Kämpfen nur im Kampf erlernen und da ständiges (Vollkontakt-)Kämpfen der Gesundheit nicht zuträglich ist, ist hartes Sparring das nächstbeste um an den Kampfstress zu gewöhnen, Ängste zu überwinden und die erwähnten kämpferischen Grundfertigkeiten (Schlagen, Treten, Clinchen) zu vermitteln.

Wenn da noch realitätsbezogenes Waffentraining hinzuträte, wäre ich vollauf zufrieden. Wo und bei wem man das bekommen kann, kann ich jedoch, wie gesagt, nicht beurteilen.
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  #69  
Alt 16-08-2011, 15:03
Benutzerbild von Deno
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Kampfkunst: FMA und UCC
 
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Zitat:
Man muss einen Schlachtplan haben, viele SV Systeme haben das aber nicht.
ehrlich gesagt sehe ich in diesem video keinen schlachtplan oder ein system. nur einen noch nicht einmal halbherzigen angreifer....
Hat zwar eher was mit MMA als SV zu tun, aber bei Paulson sieht man zumind. nen "Schlachtplan" im Gegensatz zu oben gezeigtem Video, in welchem sich ja alles mehr als ähnlich abspielt bzw. anscheinend abspielen soll..-Angriff, Takedown, Finish


-wobei ich persönlich in einem Kampf (nenne es mal bewusst nicht SV) versuche den Boden zu vermeiden

Edit: Jetzt -glaube ich- erst kapiert, die Frau hatte in Joergus Post die Prüfung(!)??
-naja, so oder so, Eric hat schon gute "Schlachtpläne"

Sokolo
Zitat:
Wenn da noch realitätsbezogenes Waffentraining hinzuträte, wäre ich vollauf zufrieden. Wo und bei wem man das bekommen kann, kann ich jedoch, wie gesagt, nicht beurteilen.
-weiß zwar nicht auf welchen Beitrag Du dich beziehst, aber dem zusätzlichen "realitätsbezogenen Waffentraining" findet man mit Sicherheit etwas Vernünftiges, sofern man sich wirklich dafür interessiert..
__________________
“That thounds like a brutal sport,but it`s just a technik,it`s just the heart.It`s all about the skill,speed,the agressive. You think that`s just the power,but it`s the agressive in the power”,M.Tyson

Geändert von Deno (16-08-2011 um 15:52 Uhr).
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  #70  
Alt 16-08-2011, 16:21
Benutzerbild von BenitoB.
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Kampfkunst: SV
 
Registrierungsdatum: 27.10.2006
Beiträge: 6.145
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Zitat:
Zitat von marq Beitrag anzeigen
ehrlich gesagt sehe ich in diesem video keinen schlachtplan oder ein system. nur einen noch nicht einmal halbherzigen angreifer....
dass ich mit dir mal einer meinung bin dazu würde ich noch addieren, dass der angreifer (trainer) seinen job besser machen könnte,wenn er sich nicht bewegen würde wie ne schildkröte in den 150ern und dem mädel ab und zu mal nen tipp gibt,dass in gewissen situationen ein gerader faustschlag suboptimal ist.
aber ach herrje,hier im bösen kkb wird ja nur wieder ein gutes video zerrissen
__________________
Knowledge is knowing a tomato is a fruit. Wisdom is not putting it in a fruit salad

Geändert von BenitoB. (16-08-2011 um 16:31 Uhr). Grund: verschrieben
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  #71  
Alt 16-08-2011, 16:28
Benutzerbild von Mr.Fister
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hier, ein paar goldene worte von lee morrison zum stichwort "combatives als prinzipienbasiertes system":



hier dann diese prinzipien mal in bewegter anwendung:



warum ein derartiger - wahrlich ausgefuchster, hochkomplizierter und technisch überaus anspruchsvoller - gameplan im km nicht vermittelt werden können sollte, bzw. nicht vermittelt werden sollte/würde, das ist mir schleierhaft...

oder anders ausgedrückt: ich seh hier das problem nicht, das kommt mir alles etwas arg herbeigeredet vor ... sagt der onkel fister, der kein krav maga irgendeiner spielart trainiert.
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"I DON'T CARE about "style", "system", or any of that CRAP. WHY? Because ALL I AM INTERESTED IN is what will SAVE ME in the real world, when it's for all the marbles." by Carl Cestari
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  #72  
Alt 16-08-2011, 16:38
Benutzerbild von marq
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Zitat:
Zitat von BenitoB. Beitrag anzeigen
dass ich mit dir mal einer meinung bin

-------------------
@ topic
ich glaube für eine sv benötigt man in erster linie, ein kühles köpfchen, um die situation richtig einzuschätzen und dann ein selbstwußtes, sehr bestimmtes vorgehen. in einer sv situation sind nicht unbedingt techniken wichtig, sondern vielmehr ein unbändiger wille.

techniken und schlachtpläne können sowie so nicht alle möglichkeiten abdecken, die einen in der realität einholen können.

ein sv training kann keine sv situation simulieren, denn man rechnet als unbescholtender " verteidiger" nicht damit , dass man sich in kürze handgreiflich auseinander setzen muss, im training kann alles nur simulation sein. vielmehr ist die psyche des verteidiger das entscheidene.

auf sv situationen, die eine auseinandersetzung mit einem "vorspiel" zb wortgefecht wiederspiegeln, darauf kann man imo leute trainieren und konditionieren.

Geändert von marq (17-08-2011 um 00:03 Uhr).
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  #73  
Alt 16-08-2011, 18:13
Benutzerbild von variable
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Kampfkunst: variable defence system (vds)
 
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Zitat:
Zitat von marq Beitrag anzeigen


ich glaube für eine sv benötigt man in erster linie, ein kühles köpfchen, um die situation richtig einzuschätzen und dann ein selbstwußtes, sehr bestimmtes vorgehen. in einer sv situation sind nicht unbedingt techniken wichtig, sondern vielmehr ein unbändiger wille.

techniken und schlachtpläne können sowie so nicht alle möglichkeiten abdecken, die einen in der realität einholen können.

ein sv training kann keine sv situation simulieren, denn man rechnet als unbescholtender " verteidiger" nicht damit , dass man sich in kürze handgreiflich auseinander setzen muss, im training kann alles nur simulation sein. vielmehr ist die psyche des verteidiger das entscheidene.

auf sv situationen, die eine auseinandersetzung mit einem "vorspiel" zb wortgefecht wiederspiegeln, darauf kann man imo leute trainieren und konditionieren.

Hallo Marq, stimme Dir zu!

Hab mir grad den ganzen Thread reingezogen - ohne so ein bisschen sich gegenseitig "anpissen" gehts wohl nicht, oder? Dabei könnte man so schön gegenseitig voneinander lernen. Naja, wenns der Unterhaltung dient

Zum Thema:

Wir arbeiten nach folgender Hierachie in der Trainingszielsetzung (wie wahrscheinlich die Meisten anderen auch):

Platz 3: Technik - Definitiv wichtig, aber nicht das Wichtigste! Manche Techniken haben sich unter vollem Kontakt mehr bewährt als andere.

Platz 2: Eigenschaften - Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Distanzgefühl, Timing, usw. - Ich kann den schönsten "Eingang" bzw. Abwehr haben, wenn ich zu langsam bin, bin ich zu langsam ......

Platz 1: Innere Einstellung / Psyche - Wenn mir das Herz in die Hose fällt geht gar nichts mehr - wer was anderes behauptet, hatte wahrscheinlich noch nie richtig "schiss".

Mal noch was allgemein:

Ich bin auch viel rumgekommen - in der SV-Szene - und meine Erfahrung ist, dass die meisten "Jungs" - egal welches System - eigentlich echt gute Arbeit leisten. Es gibt echt gute Trainer und gute Schulen in unserem Land. Wenn man hier im KKB so mitliest - finde ich - wird leider oft ein gegenteiliger Eindruck erweckt - schade!!!

Gruss

Klaus
__________________
"Was macht es schon, wenn man uns für Träumer hält. Es waren immer Träumer, die die Welt veränderten." Mahatma Gandhi
www.vds-germany.de
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  #74  
Alt 16-08-2011, 20:42
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@ Klaus: 100% Zustimmung!
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  #75  
Alt 17-08-2011, 00:57
Benutzerbild von Joergus
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Kampfkunst: MMA, Beeinflusst durch die Konzepte von Geoff Thompson und Matt Thornton
 
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Zitat:
Zitat von Deno Beitrag anzeigen
-wobei ich persönlich in einem Kampf (nenne es mal bewusst nicht SV) versuche den Boden zu vermeiden

Edit: Jetzt -glaube ich- erst kapiert, die Frau hatte in Joergus Post die Prüfung(!)??
Bingo.

Unser Schlachtplan im Training ist kurz gefasst

Aufmerksamkeit
Fence
Präventivtechnik
Reservesystem

(Erklärt ich hier jetzt nicht genauer, hab ich schon öfters)

In dem von mir geposteten Video sieht man eine Frau die nie formales Kampftraining gehabt hat in einer Übung in der sie selbst sehen wollte wie sie gegen einen Mann kämpfen würde. (Ich gebe da natürlich nur 20%) Mit der zeit lernt sie immer mehr techniken bzw. verhalten und erfahrung und der druck wird immer mehr angeschraubt.

Abgeleitet aus unserem (AFPR) Schlachtplan sieht man im Video (wir bauen da normalerweise vorher eine Gesprächsphase ein) den Kampf im Reservesystem und jeder kann (für sich selbst) überlegen was die Frau im Video in der Situation zu tun hätte.

Richtig wäre, präventiv mit einer Frage zuzuschlagen bevor es zum Duellkampf (den man im Video sieht) um sich so die Flucht zu ermöglichen.

Im Video sieht man dann verschiedenen Angriffe die alle so ausgeführt sind, dass die Frau sie gerade noch kontern kann (auch wenn grunsätzliche Verhaltensmuster wie Sprawl bzw "Crazy Gorilla" oder die "Psychobaby" Technik noch nicht bekannt sind und daher auch nicht angewandt werden (können))

Wir gehen vom oben genannten schlachtplan für die SV aus und versuchen grundsätzliche verhaltensmuster anhand von natürlichen Bewegungsmuster (jeder kann im video selbst sehen was nötig wäre) abzuleiten und unterrichten diese Techniken dann zuerst.

Weitere Taktikten sind dann sozusagen fortgeschritten (schrittarbeit, komplexes deckungsverhalten, bodenkampf, submission, knie, dirtytricks usw)

Hier sieht man ein Mädel bei der selben Übung nach etwa 3 Wochen Training: (sie kommt 1x pro woche zum training)

http://www.youtube.com/watch?v=fngrwjRwOjE

Es ist im verhältnis zum 1. Video ein deutliches verbessertes Verhalten zu erkennen. (Anticlinch, Schlagen, Guardziehen, Weg vom Boden).

Die Mädels werden übrigens nicht getäuscht in ihren Fähigkeiten, weil sie wissen das ich ganz locker mache und weil sie sehen das ich bei den Männern mehr aufdrehe.

Jetzt verständlich? :-)

PS: Schlachtplan (= Gameplan) ist bei uns der über alles SV Plan, kein spezielles konzept wie "Takedown -> submission -> Flucht"
__________________
http://www.tps.at.tf/ Selbstverteidigung in Niederösterreich (Raum Wr. Neustadt)

Geändert von Joergus (17-08-2011 um 01:13 Uhr).
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