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Umfrageergebnis anzeigen: Welche Trainingssystematik ist besser?
Techniken, auf Situations abgestimmt 9 30,00%
Prinzipien/ allgemeine Handlungsweisen 21 70,00%
Teilnehmer: 30. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #16  
Alt 13-09-2007, 08:57
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Prinzipien lernen über das Einstudieren von Techniken - je besser man wird, desto weniger ist man von den Techniken eingeschränkt und kann die Prinzipien kreativ verwenden.
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  #17  
Alt 13-09-2007, 09:39
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Ich denke, das es am Anfang einfacher ist, wenn man ein "Grundgerüst" mit dem einstudieren von Techniken aufbaut, so erstmal generelle Bewegungsmuster und Abläufe aufbaut.
Anhand dieser Techniken sollte man mMn die Prinzipien erklären und versuchen, das die Anderen diese Prinzipien auch auf andere Sitationen/Angriffe/etc. umsetzen.
Für mich ist das wie mit dem rennen!
Erst lerne ich krabbeln (Grundlagen), dann gehen (Kombinationen, erste Reaktionen), dann rennen (Prinzipien)!
Mal versucht das irgendwie zu verdeutlichen!
MfG
Markus
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  #18  
Alt 13-09-2007, 10:01
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Zitat:
Zitat von Schnüffler Beitrag anzeigen
Erst lerne ich krabbeln (Grundlagen), dann gehen (Kombinationen, erste Reaktionen), dann rennen (Prinzipien)!
Mal versucht das irgendwie zu verdeutlichen!
MfG
Markus
Naja, der Vergleich hinkt gewaltig. Rennen und Gehen läuft nach den gleichen Prinzipien (Ein Fuss wird vor den anderen gestellt und der Körper dann hinterhergezogen), aber mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und vielleicht auch Techniken ab.
Ohne, dass ich das Prinzip verstehe, kann ich weder gehen noch rennen.
Wenn ich die Technik mache, ohne das Prinzip dahinter zu verstehen, dann kann ich die Technik nicht...
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  #19  
Alt 13-09-2007, 10:15
Neopratze
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Zitat:
Zitat von sumbrada Beitrag anzeigen
Naja, der Vergleich hinkt gewaltig. Rennen und Gehen läuft nach den gleichen Prinzipien (Ein Fuss wird vor den anderen gestellt und der Körper dann hinterhergezogen), aber mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und vielleicht auch Techniken ab.

Ohne, dass ich das Prinzip verstehe, kann ich weder gehen noch rennen.
Wenn ich die Technik mache, ohne das Prinzip dahinter zu verstehen, dann kann ich die Technik nicht...
Stimmt

Aber wenn du über unterschiedliches oder noch unbekanntes Gelände gehst, improvisierst du deinen Gang auch, oder bleibst du stehen und wartest, bis du das Szenarientraining für das neue Gelände gemacht hast

Ähnlich verhält es sich mit der SV, ein Repertoire an Grundvorgangsweisen, das dann aber in SV-Situationen dynamisch und improvisiert einzusetzen ist.

Da es nun mal keine vorgefertigten 0815-SV-Situationen gibt, und auch die Gegner eher selten an kooperativem Partnertraining interessiert sind, sondern prinzipbedingt jedesmal spezifische Bedingungen vorliegen, bleibt einem gar nichts anderes übrig, als auf Basis des vorhandenen "Werkzeugkastens" zu improvisieren
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  #20  
Alt 13-09-2007, 10:48
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Zitat:
Zitat von sumbrada Beitrag anzeigen
Naja, der Vergleich hinkt gewaltig. Rennen und Gehen läuft nach den gleichen Prinzipien (Ein Fuss wird vor den anderen gestellt und der Körper dann hinterhergezogen), aber mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und vielleicht auch Techniken ab.
Ohne, dass ich das Prinzip verstehe, kann ich weder gehen noch rennen.
Wenn ich die Technik mache, ohne das Prinzip dahinter zu verstehen, dann kann ich die Technik nicht...
Okay, mir ist in dem Augenblick nichts passenderes eingefallen, wie ich es hätte plastisch beschreiben können!
Vielleicht definieren wir Technik und Prinzip unterschiedlich!
Technik ist für mich eine einzelne, seperate Handlung, bei der ich natürlich auch verstehen muß, was und wie es funktioniert. Bsp.: Wie funktioniert genau der Hebel, den ich gerade anwende, in genau dieser Situation?
Als Prinzip sehe ich dann mehr die Verknüpfung der einzelnen Techniken. Warum und wie funktionieren "alle" Hebel? Wie kann ich dieses Prinzip jetzt in dieser Situation für mich nutzen?
Ansonsten kann ich mich Pratzes Ausführung nur anschließen!
MfG
Markus
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  #21  
Alt 13-09-2007, 10:49
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Zitat:
Zitat von Neopratze Beitrag anzeigen
Da es nun mal keine vorgefertigten 0815-SV-Situationen gibt, und auch die Gegner eher selten an kooperativem Partnertraining interessiert sind, sondern prinzipbedingt jedesmal spezifische Bedingungen vorliegen, bleibt einem gar nichts anderes übrig, als auf Basis des vorhandenen "Werkzeugkastens" zu improvisieren
Da stimme ich soweit zu - dennoch gibt es auch Trainingsmethoden welche das improvisieren trainieren.
Natürlich kann man nicht jede Situation mal trainiert haben, da jede Situation neu ist.
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Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. (A. Einstein)
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  #22  
Alt 13-09-2007, 11:04
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Zitat:
Zitat von Schnüffler Beitrag anzeigen
Okay, mir ist in dem Augenblick nichts passenderes eingefallen, wie ich es hätte plastisch beschreiben können!
Vielleicht definieren wir Technik und Prinzip unterschiedlich!
Technik ist für mich eine einzelne, seperate Handlung, bei der ich natürlich auch verstehen muß, was und wie es funktioniert. Bsp.: Wie funktioniert genau der Hebel, den ich gerade anwende, in genau dieser Situation?
Als Prinzip sehe ich dann mehr die Verknüpfung der einzelnen Techniken. Warum und wie funktionieren "alle" Hebel? Wie kann ich dieses Prinzip jetzt in dieser Situation für mich nutzen?
Ansonsten kann ich mich Pratzes Ausführung nur anschließen!
MfG
Markus
Mein Beispiel mit dem JJ Kipphandhebel. Früher musste der Arm gestreckt sein, Daumen, Hand alles hatte seine feste Position, sonst wurde er als schlecht angesehen.
Wenn man sich an Techniken festhangelt und nicht dem Prinzip, dann ist das auch schön so, aber ein Kipphandhebel funktioniert halt auf verschiedene Arten, sobald gewisse Prinzipien beachtet werden.
Inzwischen kann ich ihn auch Hapkidomäßig (IMO meilenweit besser als der alte) mit angewinkeltem Arm machen, man kann mit der eigenen Schulter oder ohne festen Griff hebeln, weil das Prinzip über der Technik steht.
Sieht man die Technik isoliert ohne auf die Prinzipien einzugehen, wird man die Technik nicht verstehen, man kann sie nur auswendiglernen.

Das ist dann wie früher beim Abi. Die blonden Mädels aus der Klasse, die das Buch auswendig gelernt haben, ohne zu verstehen, was sie da machten.
Für die Klausur (Prüfung) reicht es, mündlich, in der Diskussion (Kampf) wird es dann manchmal still.
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  #23  
Alt 13-09-2007, 12:13
Benutzerbild von Panther
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Kampfkunst: FMA / KM / JJ
 
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Hallo Leute,

ich glaube wir reden gerade von zwei Sachen. Ihr redet gerade von technischen Prinzipien und ich glaube aber dass mit Prinzipien Verhaltensweisen, Methoden in der Selbstverteidigung gemeint waren.
Und so wie ich das Thema verstanden habe, ist mit Techniken gemeint:
A greift so an und B macht 1. das + 2. das + 3. das usw.. Also ein bestimmte Technikfolge und nicht frei.

Viele Grüße

Heiko


PS: Kann natürlich auch sein das ich es falsch verstanden habe.
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  #24  
Alt 13-09-2007, 12:28
inaktiv
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Prinzip: innere Ordnung der Herangehensweise, das können sowohl technische Prinzipien sein (wie und warum funktioniert etwas z.B. hebel und hebelbefreiungen) als auch Verhaltensweisen

ich meinte technische Prinzipien und Bewegungsmuster

Prinzipien werden zum Beispiel im *ing*un, Taichi, Bagua, Systema aber auch im Muay Thai beispielsweise unterrichtet,

Ein Prinzip ist eine Grundsätzlichkeit.


Es gibt aber auch Unterricht in dem man auf den Winkel genau einzelne Techniken lernt und übt und Schlag 3 mit Konter 5 abwehrt. Das wird dann auch so geprüft. Im Unterricht funktioniert das auch, aber in der freien Wildbahn bleibt ein Angreifer nicht stehen und wartet bis Konter 5 korrekt ausgeführt wurde.


Bei beiden Herangehensweisen muss ein Schüler ein Körpergefühl aufbauen wie etwas funktioniert und der Körper muss selber die Optimallösung für den Augenblick finden.


Mich interessiert wie man selber unterrichtet werden möchte. Sämtliche mögliche Situationen durch Einzeltechniken abdecken oder grundsätzliche Verhaltensweisen und Möglichkeiten lernen und situativ etwas neues kreieren.

Ist vielleicht etwas schwer zu verstehen worauf ich hinaus will. Ich persönliche finde grundsätzliche Möglichkeiten (z.B. einen Hebel abzuwehren) gut und könnte im "Ernstfall" auch mir unbekannte Situationen meistern (z.B. einen mir völlig unbekannten Hebel lösen), während dessen reines Einzeltechniktraining schneller zum Versagen führen könnte wenn man völlig unorthodox angegriffen werden würde.

Geändert von Apfelbaum (13-09-2007 um 12:38 Uhr).
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  #25  
Alt 14-09-2007, 12:49
Benutzerbild von dermatze
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Kampfkunst: AnWesenheit
 
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Hui, ein schönes Thema.
Ich empfinde es ebenfalls als wichtiger zu verstehen, warum eine Technik funktioniert (im Beispiel Hebel entsteht die Wirkung durch eine unnatürliche Überstreckung des Gelenks) als eine Technik astrein auszuführen-zumal das wohl in der Praxis wenn das Gegenüber nicht mitspielt sowieso nicht vorkommt. (also die technisch "astreine" Ausführung)
Trotzdem geht es doch nicht ohne ein bestimmtes Repertoir an Techniken.


just my thoughts
matze
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  #26  
Alt 15-10-2007, 07:52
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Kampfkunst: Hauen und Stechen
 
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Techniken sind 'Trägermedien' der dahinterliegenden Konzepte und Prinzipien, man kann das nicht losgelöst voneinander sehen.

Ich unterrichte normalerweise nach dem Muster "Wie funktioniert es?" (Technik), "Warum funktioniert es?" (Prinzip) und "Was könnte man noch damit machen?" (Konzept), und zwar in der Reihenfolge.
__________________
Es wird zuviel erzählt von zu wenig Erlebtem
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